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Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana für Nachhaltigkeitsbildung ausgezeichnet

Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-
Kommission verliehen

Das Centre für Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität
Lüneburg ist jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der
Deutschen UNESCO-Kommission als Vorbild für Nachhaltigkeitsbildung
ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 8. November in Schwerin
statt. Insgesamt wurden 29 Initiativen ausgezeichnet, die mit innovativen
Bildungsangeboten, Inhalten und Ideen Lernende befähigen, aktiv und
verantwortungsvoll an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft
mitzuwirken.

Das CSM überzeugte die Jury durch sein beispielhaftes Engagement und den
besonderen Einsatz für die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten
Nationen. „Das Centre for Sustainability Management an der Leuphana
Universität begleitet den weltweit ersten Master of Business
Administration (MBA) Studiengang „Sustainability Management”. Den
Studierenden werden Werkzeuge an die Hand gegeben, um Unternehmen
nachhaltig zu verändern. Vorbildlich zeigt das Zentrum, wie Wissenschaft,
Bildung und Unternehmertum im Dreiklang eine nachhaltige Gesellschaft
entwickeln können.“, würdigt die Jury das Engagement.

2003 rief der Nachhaltigkeitsexperte Professor Dr. Stefan Schaltegger den
ersten und damals neuartigen MBA-Studiengang für Nachhaltigkeitsmanagement
ins Leben und startete damit eine Erfolgsgeschichte: Inzwischen haben mehr
als 500 Absolvent*innen das Studienprogramm erfolgreich durchlaufen und
tragen in Unternehmen, im öffentlichen Sektor und in Non-Profit
Organisationen aktiv zum Nachhaltigkeitswandel bei.

„Uns war klar, dass Absolventen*innen der Umweltwissenschaften mangels
ausreichend breiter Management-Kenntnisse selten in Führungspositionen
kommen und solche der Wirtschaftswissenschaften im Rahmen eines Wahlfachs
zu wenig Know-how zu Nachhaltigkeit aufbauen können. Wir mussten alles neu
denken und miteinander verschränken“, beschreibt Schaltegger die Anfänge
des Programms.

Hintergrund
Das Centre for Sustainability Management (CSM) ist ein international
ausgerichteter Forschungshub für zukunftsfähiges Unternehmertum und ein
Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeitsmanagement. 2004 als
Pionierinstitution gegründet, gehört es seit 2011 der ersten europäischen
Fakultät für Nachhaltigkeitswissenschaften an. Ein interdisziplinär
besetztes Team erforscht, wie Unternehmen und Organisationen
Nachhaltigkeit effektiver umsetzen können. Das CSM bietet den
berufsbegleitenden MBA und verschiedene Zertifikatsprogramme im Bereich
Nachhaltigkeitsmanagement im Rahmen des Weiterbildungsmodells der Leuphana
Professional School an.

Die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ würdigt
Organisationen, Netzwerke und Kommunen, die sich im Rahmen des UNESCO-
Programms BNE 2030 für eine lebenswerte, nachhaltige Gestaltung unserer
Gesellschaft einsetzen.
BNE 2030 steht für „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen
Nachhaltigkeitsziele verwirklichen“. Nachhaltige Entwicklung heißt,
Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt
sicherzustellen. Bildung ist dafür zentral. Sie versetzt Menschen in die
Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich
eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen
Weltregionen auswirken.

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Verbrechen in Sachsen-Anhalt: MLU beleuchtet historische Kriminalfälle

Von Hexenprozessen, Mordfällen und Umweltverbrechen: Eine neue Podcast-
Reihe des Instituts für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-
Wittenberg (MLU) geht zehn Kriminalfällen aus der Landesgeschichte auf den
Grund. Monatlich wird künftig eine Folge veröffentlicht, in der
Historikerinnen und Studierende die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine
Reise in die Vergangenheit mitnehmen. Den Auftakt macht eine Folge zu dem
im frühen 20. Jahrhundert völlig neuen Phänomen des Kaufhausdiebstahls,
die ab sofort online zu hören ist. Die Reihe startet anlässlich des Tags
der Stadtgeschichte, der am Samstag, 18. November, im Stadtarchiv Halle
stattfindet.

Der Podcast "True Crime History and more" geht auf eine Initiative der
beiden Historikerinnen Dr. Katrin Moeller und Dr. Anne Purschwitz von der
MLU zurück. "Wir befassen uns beide schon seit vielen Jahren mit
Kriminalität und wollten Interessierten einen neuen Zugang zur
Landesgeschichte Sachsen-Anhalts geben", sagt Moeller, die selbst zur
Geschichte der Hexerei promoviert wurde. Zunächst präsentierten die
Forscherinnen ihre Erkenntnisse im Rahmen der Langen Nacht der
Wissenschaften. Da der Andrang bei den Veranstaltungen groß war, kamen sie
auf die Idee, das Thema einem noch größeren Publikum zu präsentieren - als
historischen True-Crime-Podcast.

Studierende recherchierten im Rahmen von Seminaren verschiedene
Kriminalfälle aus der Geschichte des heutigen Sachsen-Anhalts, die
teilweise bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Sie reisten in
verschiedene Archive und suchten dort nach passenden Quellen, da über die
meisten Fälle bisher wenig bekannt war. "In der Regel handelt es sich bei
den Quellen um handschriftliche Überlieferungen, die zunächst einmal
entziffert und verstanden werden müssen. Das ist eine sehr intensive
Arbeit, die eine übliche Hausarbeit übersteigt", sagt Moeller.

Im Podcast berichten die Studierenden und die beiden Seminarleiterinnen
über ihre Recherchen, erzählen Details zu den einzelnen Fällen und ordnen
sie in größere historische Zusammenhänge ein. Anders als bei bekannten
Formaten liegt der Fokus des MLU-Podcasts aber nicht allein auf Mord und
Totschlag. Zwar gibt es Folgen zu eher klassischen Themen wie Giftmord,
Folter und Hexerei - andere Beiträge widmen sich jedoch auch
Umweltverbrechen oder der Jugendkriminalität in der DDR. Die erste Folge
befasst sich mit einem für das 20. Jahrhundert neuen Phänomen, dem
Kaufhausdiebstahl und der kontroversen Diskussion darüber. "In dieser Zeit
waren es wohlhabende Frauen, die in Kaufhäusern Dinge stahlen. Es gab eine
breite Diskussion darüber, ob das wirklich eine Straftat ist oder vielmehr
der Ausdruck einer Krankheit. Man konnte sich schlicht nicht erklären,
warum die Frauen mit dem Stehlen begannen", sagt Moeller.

Die Arbeit an den Podcasts gab im Übrigen die Idee für das Thema des
diesjährigen Tags der Stadtgeschichte, der am Samstag, 18. November, im
Stadtarchiv in Halle stattfindet und die Reihe unterstützt. Dieser wurde
von Moeller organisiert und steht unter dem Titel "Abseits der Norm.
Widerstand oder Kriminalität in der Stadtgesellschaft Halles?".

Zur ersten Podcast-Folge: https://lisa.gerda-henkel-
stiftung.de/tch_warenhausdiebstahl

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Norbert Elias-Lectures an der Universität Bielefeld

Im Wintersemester 2023/2024 werden die Norbert Elias-Lectures an der
Universität Bielefeld unter der Leitung der Professorinnen Mona Körte
(Literaturwissenschaft) und Helga Lutz (Kunstgeschichte) wieder
aufgenommen und neu ausgerichtet. 2017 wurden die Norbert Elias-Lectures
von Professor Dr. Klaus-Michael Bogdal ins Leben gerufen. Sie präsentieren
mit je zwei Gästen im Semester renommierte Forscherpersönlichkeiten, die
sich international durch herausragende Studien in den Geistes- und
Gesellschaftswissenschaften auszeichnen. Diese prägen mit ihren
Fragestellungen und Theorieentwürfen den öffentlichen wissenschaftlichen
Diskurs über die jeweiligen Fächergrenzen hinaus.

Am 21. November spricht um 18 Uhr in Hörsaal X EO-002 im X-Gebäude der
Universität Professor em. Dr. Klaus-Michael Bogdal zu „Nachtblumen aus
Indiens Gärten. Der Maler Otto Müller sucht das ,Zigeunergefühl’“. Die
Einleitung zur Abschiedsvorlesung von Michael Bogdal hält Romani Rose,
Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Klaus-Michael Bogdal war seit 2002 Professor für Germanistische
Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt Neue deutsche Literatur an der
Universität Bielefeld. Er profilierte sich insbesondere durch seine
Forschung zur Geschichte und Darstellung der Sinti und Roma und der
Konstruktion des ‚Zigeuners‘ in der europäischen Literatur und Kunst. Für
sein opus magnum „Europa erfindet die Zigeuner“ erhielt er 2013 den
Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. Die Leitung der 2017
von ihm ins Leben gerufenen Norbert Elias-Lectures beschließt er mit einer
Abschiedsvorlesung zu seinem langjährigen Forschungsthema.

Professorin Dr. Barbara Stollberg-Rilinger vom Wissenschaftskolleg zu
Berlin hält den zweiten Vortrag in diesem Wintersemester. Am 16. Januar
2024 lautet der Titel „Autokratie, Gewalt und neue Männlichkeit. Der
preußische Soldatenkönig als Testfall für Elias' Zivilisationstheorie“,
ebenfalls um 18 Uhr im Hörsaal X E0-002

Barbara Stollberg-Rilinger ist seit 2018 Rektorin des Wissenschaftskollegs
zu Berlin. Sie wird in Bielefeld zudem eine Master Class für
fortgeschrittene Studierende und Doktorand*innen zum Thema „Elias'
Zivilisationsprozess und die Kultur der Gewalt. Eine kritische Relektüre“
halten. Rillinger ist eine der bedeutendsten Historiker*innen der
Frühneuzeitgeschichte, Mitglied mehrerer Akademien der Wissenschaften in
Europa und wurde für ihre Forschungen vielfach ausgezeichnet. Dazu zählen
der Leibniz-Preis der DFG (2005), der Preis des Historischen Kollegs für
ihre wegweisende Studie „Des Kaisers alte Kleider“ (2013), der Sigmund-
Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (2017) und der Sachbuchpreis der
Leipziger Buchmesse (2017) für ihre Biographie Maria Theresias.

Die Vorlesungsreihe Nobert Elias-Lectures trägt den Namen eines der
bedeutendsten Kultur- und Gesellschaftstheoretikers des 20. Jahrhunderts.
Norbert Elias zählt zu einer Generation umfassend gebildeter Gelehrter,
für die die Erkenntniskraft von Kunst und Literatur jener der Wissenschaft
in nichts nachstand. Seit 1971 hielt er sich regelmäßig an der Universität
Bielefeld auf und lebte und arbeitete zwischen 1978 und 1984 als Permanent
Fellow am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF). 1980 erhielt er
die Ehrendoktorwürde der Universität. Die Reihe lenkt den Fokus künftig
auf mit Literatur und Kunst, Geschichte und Politik verflochtene Phänomene
und möchte damit gerade die weniger systematischen Anteile im Denken von
Norbert Elias wachhalten.

https://uni-bielefeld.canto.de/b/NPBH9 hier ist das Bildmaterial abrufbar

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Ukraine: „Bedingungen in diesem Winter werden für die Menschen noch schwieriger“ Malteser verteilen Hilfsgüter

Der zweite Winter seit Beginn der Großinvasion steht den Menschen in der Ukraine bevor. Nach bald zwei Jahren Krieg sind fast 18 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Lebensbedingungen für die Menschen haben sich seit dem vergangenen Winter weiter verschlechtert. Viele Kraftwerke und Energieverteilerzentren wurden beschädigt oder zerstört. „Wir stellen uns darauf ein, dass dieser Winter noch schwieriger wird als der vergangene. Die Energieinfrastruktur wurde im letzten Winter durch mehr als 1.500 Angriffe stark beschädigt und wir rechnen damit, dass es auch diesen Winter wieder zu längerfristigen Ausfällen von Strom und Heizung kommen wird – insbesondere, wenn es zu erneuten Angriffen kommt“, berichtet Melanie Plöger, die die Hilfe für Malteser International in der Ukraine koordiniert.  Um die Menschen im Süden und Osten der Ukraine in den kalten Wintermonaten zu versorgen, verteilt Malteser International in den nächsten Wochen über die Malteser Ukraine 2.000 Lebensmittelpakete und 1.400 Winterpakete mit Schlafsäcken, Decken, Isoliermatten, Lampen und weitere Dinge, die in der kalten Jahreszeit besonders wichtig sind.

„Die Schäden an der Infrastruktur sowie die kontinuierlichen Bombardierungen der Frontgebiete – aber auch weiter entfernter Städte – erschweren die Versorgung der Menschen. Aber wir bemühen uns, die Unterstützung für die Menschen auch in entlegenen Gebieten aufrechtzuerhalten“, sagt Plöger.

Nach der Besetzung der Ostukraine durch Russland im Jahr 2014 nahm Malteser International, gemeinsam mit den ukrainischen Maltesern sowie zwei anderen lokalen Partnern, im Jahr 2015 die psychosoziale Betreuung für vertriebene Menschen im Osten des Landes auf. Nach der Großinvasion 2022 wurde die Hilfe ausgeweitet.

Malteser International (MI) arbeitet als internationale humanitäre Hilfsorganisation. Sie ist ein Hilfswerk des katholischen Malteserordens und erfüllt besonders den Ordensauftrag "Hilfe den Bedürftigen". Der Auftrag ist es, die Gesundheit und Lebensumstände von notleidenden und vertriebenen Menschen weltweit zu verbessern. Die Organisation leistet in über 140 Projekten in 35 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von Religion, politischer Überzeugung, Herkunft oder Geschlecht. Christliche Werte und die humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org 

 

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