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Aluprofile: Eine gute Wahl für Profis und Heimwerker

Aluprofile Symbolbild von Ricardo Gomez Angel unsplasah
Aluprofile Symbolbild von Ricardo Gomez Angel unsplasah

Aluprofile sind vielseitige Bauelemente, die aus Aluminium gefertigt werden und sich durch ihre Formbarkeit und Beständigkeit auszeichnen. Im Laufe der Zeit haben sie sich zu einem bevorzugten Material sowohl für Profis als auch für Heimwerker entwickelt.

Diese Beliebtheit ist nicht nur ihrer praktischen Anwendbarkeit zu verdanken, sondern auch ihrer ästhetischen Vielfalt. Ob im Inneren eines Hauses oder im Außenbereich, Aluprofile bieten zahlreiche Möglichkeiten, das eigene Zuhause zu verschönern und funktional zu gestalten.

 

Die besonderen Eigenschaften von Aluminium

Aluminium, aus dem Aluprofile gefertigt werden, besticht durch seine bemerkenswerte Leichtigkeit. Trotz dieses geringen Gewichts überzeugt es durch beeindruckende Stabilität und Festigkeit. Diese Kombination macht es zu einem besonders wertvollen Material im Bauwesen. Hinzu kommt die Flexibilität in der Verarbeitung: Aluprofile können in unterschiedlichste Formen und Größen gebracht werden, sodass sie sich perfekt für eine Vielzahl von Anwendungen eignen.

 

Handwerker finden die passenden Aluprofile bei Alu-Profile-Zuschnitt.de. Ob komplexe Strukturen oder schlichte Designs, die Formbarkeit von Aluminium erlaubt es, kreative und funktionale Lösungen für diverse Bauprojekte zu entwickeln. So vereinen Aluprofile Funktionalität, Ästhetik und Effizienz in einem Material.

Das bieten Aluprofile als Baumaterial

Die Bandbreite an Vorteilen, die Aluprofile zu einem hervorragenden Material für verschiedenste Projekte machen, ist lang. Eines ihrer herausragenden Merkmale ist die Langlebigkeit. Dank ihrer natürlichen Beständigkeit gegen Korrosion und Verwitterung garantieren sie eine lange Lebensdauer, selbst unter den herausforderndsten Bedingungen. Dies bedeutet auch weniger Wartung und Reparaturen über die Jahre.

 

Weiterhin punkten sie durch ihre Pflegeleichtigkeit. Ein gelegentliches Abwischen oder Reinigen reicht in den meisten Fällen aus, um sie in Top-Zustand zu halten. Ein weiterer Pluspunkt ist die Umweltfreundlichkeit: Aluminium ist zu 100 % recycelbar, wodurch Ressourcen geschont und Abfall minimiert wird. Bei der Verwendung von Aluprofilen wird also nicht nur an die aktuellen Bau- oder Renovierungsprojekte gedacht, sondern auch an die Umwelt und zukünftige Generationen.

Anwendungen rund um das Zuhause

Wenn moderne Wohnräume gestaltet werden, sind Aluprofile eine beliebte Wahl. Im Innenbereich erfreuen sie sich insbesondere im Möbelbau großer Beliebtheit. Hier tragen sie nicht nur zur Ästhetik bei, sondern verbessern auch die Funktionalität und Haltbarkeit von Möbelstücken. Bei der Gestaltung von Räumen sind sie ebenfalls ein wertvolles Instrument.

 

Raumteiler, die aus Aluprofilen gefertigt sind, ermöglichen eine flexible Raumaufteilung, die sich leicht an veränderte Bedürfnisse anpassen lässt. Auch in Küchen und Bädern erweisen sich Aluprofile als unentbehrlich, sei es in modernen Armaturen oder in anderen Einrichtungsgegenständen, wo sie für Stil und Stabilität sorgen.

 

Doch nicht nur im Hausinneren sind Aluprofile zu finden. Im Außenbereich spielen sie eine entscheidende Rolle im Terrassen- und Balkonbau. Ihre Robustheit gepaart mit Leichtigkeit ermöglicht tragfähige, aber dennoch elegante Konstruktionen. Konstruktionen im Garten, ob Gewächshäuser, Pergolen oder andere Bauten, profitieren von der Wetterbeständigkeit des Materials. Zudem bieten Fenster- und Türrahmen aus Aluminium eine optimale Kombination aus Isolierung, Sicherheit und Design.

Tipps zur Auswahl und Verarbeitung von Aluprofilen für Heimwerker

Die Wahl des passenden Profils hängt oft von der spezifischen Anwendung ab. Ein Blick auf die Anforderungen des Projekts, sei es Tragfähigkeit, Ästhetik oder Funktionalität, hilft dabei, das optimale Profil auszuwählen. Wenn es um die Bearbeitung geht, sollten die richtigen Werkzeuge und Techniken bereitstehen.

 

Schneiden, Bohren und Verbinden von Aluprofilen erfordert Präzision für ein sauberes Ergebnis. Für die Verbindung eignen sich spezielle Verbindungselemente, die eine stabile und dauerhafte Fixierung gewährleisten. Schließlich ist Sicherheit ein Muss. Das Tragen von Schutzbrille und Handschuhen sowie das Arbeiten in einem gut belüfteten Bereich sind nur einige Maßnahmen, die vor Unfällen schützen können.

Fazit

Aluprofile sind ein vielseitiges und effizientes Baumaterial, das sowohl in professionellen als auch in Heimwerkerprojekten überzeugt. Ihre Kombination aus Leichtigkeit, Stabilität und Ästhetik macht sie ideal für eine Vielzahl von Anwendungen rund um das moderne Zuhause. Die Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit des Materials sind zusätzliche Pluspunkte, die zur wachsenden Beliebtheit von Aluprofilen beitragen. So bieten sie eine ausgezeichnete Wahl für nachhaltige, funktionale und ästhetisch ansprechende Lösungen.

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27. Heidelberger Ernährungsforum: Vielfältige Perspektiven für Gewissheit im Ernährungskontext


Das 27. Heidelberger Ernährungsforum fand am 22. und 23. September 2023
nach dreijähriger Online-Ausgabe wieder am Standort der Dr. Rainer Wild-
Stiftung in Heidelberg statt. Mit dem diesjährigen Ernährungsforum rief
die Stiftung das Thema „Mehrheiten und Wahrheiten. Gewissheit im
Ernährungskontext“ auf die Agenda der beiden Veranstaltungstage. Die
Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leitung der Stiftung, Dr. Silke
Lichtenstein, durfte über 50 Teilnehmende im Conference Center willkommen
heißen.

Zum Auftakt begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Dr. Rainer Wild-
Stiftung, Dr. Hans-Joachim Arnold, die Anwesenden und bekräftigte, dass es
nicht die eine Wahrheit geben kann und es vieler Positionen sowie einer
gemeinsamen Diskussion bedarf, um Fortschritte in einer komplexen Welt zu
erzielen. Silke Lichtenstein gab in ihrer Eröffnung einen Einblick in die
thematische Tiefe der Veranstaltung und beschrieb den konzeptionellen Weg
sowie die Notwendigkeit der thematischen Ausrichtung des diesjährigen
Heidelberger Ernährungsforums.
Die Tagungsinhalte gliederten sich in drei Themenblöcke: Menschen &
Konzepte, Wahrheiten & Realitäten, Produkte & Wandel. Innerhalb derer
referierten ausgewählte Expert*innen und traten mit dem Publikum jeweils
im Rahmen einer Plenumsdiskussion in den Austausch.
Die Vorträge im ersten Themenblock drehten sich um Kinder und ihre
Lebenswelt. PD Dr. Thomas Ellrott legte die wissenschaftlichen Grundlagen
zur Entwicklung kindlichen Essverhaltens dar und beschrieb den Einfluss
verschiedener Determinanten. Auch Prof. Dr. Gunnar Mau zeigte anhand
seiner Forschung auf, wie Kinder als Markteilnehmende verstanden und
bestärkt werden können, beispielsweise im Umgang mit Werbung.
Der zweite Themenblock beschrieb die Vielfalt der Wahrheiten und
Realitäten einer nachhaltigeren Ernährung. Mit seinem Vortrag
thematisierte Dr. Guido Rheinhardt die gängigen Optionen zur
Nachhaltigkeitsbewertung von Lebensmitteln und zeigte anhand dieser die
effektivsten Wege zu einer nachhaltigeren Ernährungsweise auf. Dr. Beate
Gebhardt setzte die hohe Akzeptanz und Erwartung gegenüber pflanzlichen
Alternativprodukten in Deutschland in den internationalen Vergleich. Mit
ihrem Vortrag beschrieb Prof. Dr. Jana Rückert-John wie sich aus der
Realität des Ernährungsalltages mitunter Transformationskonflikte ergeben
können. Schließlich setzte Uwe Hambrock die ersten beiden Themenblöcke mit
tiefenpsychologischen Einblicken in die gesellschaftliche Stimmungslage in
Deutschland in einen Rahmen und erörterte, auf welche Quellen der
Zuversicht Menschen in Krisenzeiten zurückgreifen.

Der zweite Veranstaltungstag rief den dritten Themenblock auf. Zu Beginn
zeigten zwei junge Wissenschaftlerinnen, Sandra Köstler und Laura
Harrison, ihre Forschungsergebnisse zur veganen Ernährung und Planetary
Health im Privaten und dem betrieblichen Umfeld einer Klinik. Prof. Dr.
Birgit Beck rückte mit ihrem Vortrag den sogenannten Fleischersatz in die
ethische Perspektive. Die neuesten Entwicklungen und Trends der
Fermentation sowie das Spannungsfeld, das sich daraus ergeben kann,
beschrieb Patrick Zbinden. Die Referentin Imke Matullat zeigte Ergebnissen
aus der Konsumentenforschung zu den NextGen Proteins.
Das lichtdurchflutete Foyer des Conference Centers bot neben der
Verköstigung der Gäste sowohl die Möglichkeit zum ausführlichen Austausch
als auch Platz für verschiedene Experience Stationen, bei denen die
Teilnehmer*innen des Ernährungsforums aktiv eingebunden waren.
Das diesjährige Heidelberger Ernährungsforum gab viel Raum für Gespräche
und Netzwerken. „Die beiden Veranstaltungstage hätten nicht bereichernder
ausfallen können und bieten gute Anknüpfungspunkte für das weitere Wirken
der Dr. Rainer Wild-Stiftung Heidelberg – Danke an alle Referierenden,
Teilnehmenden und Gäste“, so Dr. Silke Lichtenstein im Nachgang des 27.
Heidelberger Ernährungsforums

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Interprofessionelle Lehrmethoden: eine Voraussetzung bei der Behandlung komplexer Krankheitsbilder wie Demenz

In einer gemeinsamen Studie im renommierten Journal „Frontiers in
Medicine“ haben die SRH Hochschule für Gesundheit und die Universität des
Saarlandes die Bedeutung fachübergreifender Zusammenarbeit im
Gesundheitswesen untersucht.

„Während der herkömmliche Bildungsansatz im Gesundheitswesen meist
disziplinorientiert ist, legt der interprofessionelle Ansatz Wert darauf,
dass Mitglieder oder Studierende von zwei oder mehr Professionen
miteinander, voneinander und übereinander lernen, um die Zusammenarbeit
und die Qualität der Pflege, Therapie, Forschung und Dienstleistungen zu
verbessern. In einem Projekt mit Studierenden der Bachelor-Studiengänge
Ernährungstherapie und -beratung, Physiotherapie sowie Logopädie haben wir
diesen Ansatz getestet und dabei eine überaus positive Bilanz ziehen
können“, so Prof. Dr. habil. Marcus Grimm, Studiengangsleiter im Bachelor-
Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Rheinland der SRH
Hochschule für Gesundheit sowie im neuen Master-Studiengang Medizinische
Ernährungswissenschaft und Ernährungstherapie.

Zur Untersuchung wurde ein dreitägiger Workshop konzipiert, um Lernziele
im Zusammenhang mit der patientenzentrierten Demenzversorgung sowie
Kompetenzen für die interprofessionelle Zusammenarbeit zu vermitteln. Die
Lehr- und Lernmethoden umfassten dabei fallbasiertes Lernen in simulierten
interprofessionellen Fallkonferenzen sowie Peer Teaching, wobei
Studierende Wissen an andere Studierende vermitteln. Diese Methoden stehen
stellvertretend auch für das innovative CORE-Prinzip der SRH, bei dem
eigenverantwortliches und aktives Lernen im Fokus steht, um neben Fach-
und Methodenkompetenzen auch Sozial- und Selbstkompetenzen zu erlangen.

Im Ergebnis konnte die Studie belegen, dass seitens der Studierenden nicht
nur eine positive Einstellung gegenüber der interprofessionellen
Zusammenarbeit in den Therapieberufen entwickelt wurde, sondern auch
entsprechendes Wissen und Therapiekompetenzen erlangt wurden. Prof. Dr.
habil. Marcus Grimm ergänzt: „Unsere Studie konnte zeigen, dass eine
interprofessionelle Zusammenarbeit als unverzichtbare Voraussetzung für
hochwertige Gesundheitsdienste und die Versorgung von Patient:innen
angesehen werden sollte, insbesondere bei komplexen Krankheiten wie
Demenz.“

Um Studierende optimal auf ihre zukünftige berufliche Tätigkeit in einem
dynamischen und fachübergreifenden Gesundheitsumfeld vorzubereiten, sollte
daher schon frühzeitig mit der interprofessionellen Bildung begonnen
werden. Die gemeinsame Veröffentlichung der SRH Hochschule für Gesundheit
und der Universität des Saarlandes untermauert die Bedeutung und
Aktualität dieses Themas.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/marcus-grimm/


Originalpublikation:
https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fmed.2023.1235642/full?&utm_source=Email_to_authors_&utm_medium=Email&utm_content=T1_11.5e1_author&utm_campaign=Email_publication&field=&journalName=Frontiers_in_Medicine&id=1235642


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Ärzte-Odyssee wegen unklarer Herzschmerzen: Oft stecken die kleinen Gefäße des Herzens dahinter



Weltherztag: Herzstiftung macht auf Gefäßerkrankungen des Herzens
aufmerksam und wie man sich vor ihnen schützt. Zusätzlich zur koronaren
Herzkrankheit (KHK) als Hauptursache des Herzinfarkts, rücken auch
Erkrankungen der kleinen Herzgefäße (Mikrogefäße) in den Fokus der
Herzmedizin

Erkrankungen des Herzens, die durch eine verminderte Blutzufuhr und den
dadurch entstehenden Sauerstoff- und Nährstoffmangel verursacht werden,
sind die mit Abstand häufigste Herzerkrankung. Der Herzinfarkt ist
darunter die fatalste Erscheinung mit all seinen schwerwiegenden Folgen
wie Herzschwäche oder plötzlicher Herztod. Diesem Ereignis geht allerdings
oft jahrzehntelang unbemerkt die koronare Herzkrankheit (KHK) voraus.
Hierbei verengen typischerweise Ablagerungen aus Cholesterin, Kalk,
Entzündungszellen und Bindegewebe zunehmend die Blutgefäße, vor allem die
Koronararterien im Herzmuskel (Arteriosklerose/„Arterienverkalkung“).
„Besonders wichtig ist deshalb, dass jeder seine persönlichen
Gesundheitswerte wie LDL-Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck kennen
sollte, um sein individuelles Herzinfarkt-Risiko zu verringern“, sagt
Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen.
Herzstiftung. „Ebenso wichtig ist, die Anzeichen einer Erkrankung der
Herzkranzgefäße, die sich bereits lange vor dem Infarkt unter körperlicher
Belastung mit Symptomen wie Atemnot, Brustenge und Brustschmerzen
bemerkbar machen können, gut zu kennen“, so der Kardiologe anlässlich des
Weltherztags unter dem Motto „Schütze Deine Gefäße!“. Hierzu stellt die
Herzstiftung ein umfangreiches Infopaket zur Verfügung unter
https://herzstiftung.de/weltherztag
„Wer einen Herzinfarkt erleidet, kann sein Herz vor irreparablen Schäden
und Komplikationen bis hin zum Tod nur schützen, indem er oder sie bei
Verdacht auf Herzinfarkt sofort den Rettungsdienst mit dem Notruf 112
alarmiert“, warnt Voigtländer, der Ärztlicher Direktor des Agaplesion
Bethanien-Krankenhauses in Frankfurt am Main ist. Denn beim Herzinfarkt
zählt jede Minute, weil der Infarkt jederzeit in bösartige
Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern übergehen kann, die zum
Herzstillstand führen und nach wenigen Minuten den Tod bedeuten.
Herzinfarkte ereignen sich meist zu Hause. Daher ist es auch wichtig, bei
Bewusstlosigkeit bereits dort mit der Wiederbelebung zu beginnen. Das über
den Notruf 112 herbeigerufene Rettungsteam kann dann mit einem
Defibrillator das flimmernde Herz wieder in seinen normalen Rhythmus und
den Patienten anschließend sofort in die nächstgelegene Klinik zur
Infarktversorgung bringen. Infos unter https://herzstiftung.de
/herznotfall-verhalten

Ursache für Brustschmerzen nicht selten trotz Katheteruntersuchung
ungeklärt
Nach Expertenschätzungen liegen bei 50 Prozent der Patienten mit Verdacht
auf KHK und Angina Pectoris-Symptomen (Brustschmerzen), die eine
Herzkatheteruntersuchung erhalten, allerdings nicht die typischen
Verengungen der Herzkranzgefäße vor, sondern andere Ursachen. Zunehmend
rücken hierbei Engstellen der ganz kleinen Herzgefäße in den Fokus, die
durch eine Fehlfunktion zu Herzschmerzen und einer deutlich
eingeschränkten Belastbarkeit der Patienten führen. Eine solche koronare
mikrovaskuläre Dysfunktion (CMD) oder mikrovaskuläre Angina ist durch eine
eingeschränkte Dehnbarkeit oder eine verstärkte Verkrampfungsneigung
(Koronarspasmen) der kleinen und kleinsten Herzgefäße gekennzeichnet.
„Betroffene mit Symptomen der mikrovaskulären Angina wie Brustschmerzen,
Brustenge und Atemnot schon bei geringer körperlicher Belastung
unterliegen einem hohen Leidensdruck. Häufig wird aufgrund des fehlenden
Befunds in den großen Herzkranzgefäßen auch auf eine psychische Erklärung
ausgewichen“, berichtet Prof. Voigtländer und betont: „Besonders wichtig
ist daher eine weitergehende Diagnostik, damit die eigentliche Ursache –
nämlich eine mögliche Fehlfunktion der kleinen und kleinsten
Herzkranzgefäße gefunden wird.“ Nur so könne auch rasch die passende
Therapie gefunden werden. „Wie bei der KHK, liegen den Erkrankungen der
Mikrogefäße des Herzens Risiken wie Bluthochdruck, hohes LDL-Cholesterin,
Diabetes oder genetische Faktoren zugrunde, die eine entsprechende
Behandlung mit Medikamenten und Veränderungen des Lebensstils erfordern“,
erklärt der Kardiologe.
Frauen sind aufgrund hormoneller Unterschiede und der unterschiedlichen
Herzanatomie (im Schnitt kleineres Herz, kleinere Gefäße) häufiger von
mikrovaskulärer Angina betroffen als Männer. Zum Weltherztag informiert
die Herzstiftung über die CMD im Herzstiftungs-Podcast unter
https://herzstiftung.de/podcast-unklare-herzschmerzen

Diagnose „mikrovaskuläre Angina“ meist erst nach Odyssee durch Arztpraxen
Bis es mit Hilfe bildgebender Verfahren (Herz-Ultraschall, MRT oder
Positronenemissionstomographie/PET) zur Diagnose einer mikrovaskulären
Angina kommt, haben Betroffene häufig eine Odyssee durch eine Vielzahl an
(Fach-)Arztpraxen hinter sich. Entsprechend hoch ist der Leidensdruck,
weil die Belastbarkeit im Alltag aufgrund der immer wieder auftretenden
Beschwerden Atemnot und Brustschmerzen eingeschränkt ist. Kardiologen wie
Prof. Dr. med. Peter Ong, Oberarzt der Abteilung für Kardiologie und
Angiologie des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart, spezialisiert auf die
Erforschung und kardiologische Versorgung von Patienten mit einer
mikrovaskulären Angina, fordern einen „ganzheitlichen Blick auf die
Herzdurchblutung“. Denn diese kleinen und kleinsten feinverzweigten
Blutgefäße im Herzmuskel regeln 80 bis 90 Prozent der Durchblutung und
sind damit die Hauptversorger des Herzens mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Doch noch liege – auch in der Diagnostik – der Blick vor allem auf den
großen Herzgefäßen, die jedoch nur wie große Leitungsrohre das Blut zur
eigentlichen Verteilerstelle lieferten. „Gerade bei Patienten, die über
zwei bis drei Jahre über anhaltende Beschwerden im Brustkorb klagen, aber
keine Diagnose vorliegt, sollte man deshalb unbedingt auch an eine
mikrovaskuläre Angina denken und dazu die vorhandenen modernen
Untersuchungsverfahren einsetzen“, betont Prof. Ong.

Gut therapiebar mit Medikamenten
Nach aktueller Studienlage ist laut Prof. Ong das Risiko für schwere
Ereignisse wie Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall durch eine mikrovaskuläre
Angina zwar geringer als bei Patienten, die eine KHK mit Stenosen
(Verengungen) der großen Herzgefäße haben. Dennoch bestehe ein nicht zu
unterschätzendes Risiko für diese Ereignisse. Eine medikamentöse
Behandlung senkt dieses Risiko und verbessert vor allem die Lebensqualität
deutlich. Oft lindere bereits die medikamentöse Therapie von
Bluthochdruck, Diabetes und hohem LDL-Cholesterin die Beschwerden.
Individuell kommen für die Betroffenen darüber hinaus – je nach Ursache
der mikrovaskulären Angina – weitere Medikamente in Frage: Patienten mit
Koronarspasmen profitieren zum Beispiel häufig von Kalziumantagonisten und
Nitratpräparaten, bei akuten Beschwerden vor allem von einem Nitrospray.
Patienten mit einer eingeschränkten Erweiterungsfähigkeit der Gefäße
profitieren wiederum sehr häufig von Betablockern. „Ist erst einmal die
Diagnose bei diesen Patienten gestellt, können wir ihnen mit Medikamenten
effektiv helfen und dazu beitragen, ihre Belastbarkeit im Alltag und ihre
Prognose zu verbessern“, bestätigt Kardiologe Prof. Ong.
(wi/ne)

Info-Service zum Weltherztag
Informationen zum Themenschwerpunkt des Weltherztags „Schütze Deine
Gefäße!“ finden Sie unter: https://herzstiftung.de/weltherztag

Hören Sie rein! Über die mikrovaskuläre Angina informieren der aktuelle
Podcast mit Prof. Dr. Peter Ong (Stuttgart) unter https://herzstiftung.de
/podcast-unklare-herzschmerzen
Weitere Informationen zur mikrovaskulären Angina bietet die Herzstiftung
unter https://herzstiftung.de/unklare-herzschmerzen

Informationen rund das Thema Schutz der Herzgefäße bietet der Ratgeber
„Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“, kostenfrei zu bestellen bei der
Herzstiftung unter https://herzstiftung.de/bestellung oder Tel. 069
955128-400

Herzinfarkt-Risiko-Test
Die Herzstiftung bietet unter https://herzstiftung.de/risiko einen
kostenfreien Herzinfarkt-Risikotest an.
HerzFit-App
Die HerzFit-App ist kostenfrei im Apple Store (für iPhone) oder im Google
Play Store (Android) für das Smartphone verfügbar. Informationen zur
HerzFit-App und ihrer Funktionsweise sind unter www.herzstiftung.de
/herzfit-app abrufbar.

Zusatzmaterial für Redaktionen zum Weltherztag

KHK und Herzinfarkt: Zahlen
Die Herzerkrankung mit der höchsten Morbidität (vollstationäre
Krankenhausaufnahmen) und Mortalität (Gestorbene) im Jahr 2021 ist nach
Angaben des aktuellen „Deutschen Herzberichts 2022“ der Deutschen
Herzstiftung die Koronare Herzkrankheit (KHK) (=ischämische
Herzkrankheiten) mit 552.669 vollstationären Krankenhausaufnahmen (davon
Herzinfarkt: 194.409) und 121.172 Sterbefällen (davon Herzinfarkt: 45.181
Gestorbene) in Deutschland.

Auf diese Herzinfarkt-Anzeichen achten
Ein typisches Herzinfarkt-Symptom sind schwere Schmerzen, die länger als
fünf Minuten andauern. Die Schmerzen sind typisch im Brustkorb, häufig
hinter dem Brustbein. Zusätzlich können Schmerzen im Rücken (zwischen den
Schulterblättern) oder im Oberbauch (Verwechslung mit „Magenschmerzen“
möglich) ein Alarmzeichen sein. Die Schmerzen können in Arm, Hals oder
Oberbauch ausstrahlen, sie sind flächenhaft und werden als brennend und
drückend mit Engegefühl in der Brust beschrieben. Je älter die Person mit
Herzinfarkt ist, desto weniger ausgeprägt kann der typische Brustschmerz
sein. Bei Frauen häufiger als bei Männern können – zusätzlich zu den oben
genannten Schmerzen oder auch alleine – weitere Symptome wie Atemnot,
Übelkeit oder Erbrechen, Schwitzen, Benommenheit oder Schwindel sowie
unerklärliche Müdigkeit ein Alarmzeichen sein. Weitere Infos zu den
infarkttypischen Alarmzeichen: https://herzstiftung.de/herzinfarkt-
anzeichen

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