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Eine Uni für alle?!

Uni Magdeburg startet Labor für inklusive Erwachsenen- und
Weiterbildungsforschung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich
Erwachsenenbildung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg legen unter
Leitung von Prof. Dr. Olaf Dörner mit einer Kick-off-Veranstaltung auf dem
Unicampus den Grundstein für das erste digitale Inklusionslabor für
Weiterbildung, Forschung und vernetztes Arbeiten in Sachsen-Anhalt.

Hier werden in Zukunft mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Prototypen
inklusiver Lehr-, Lern- und Arbeitsplätze in Kooperation mit dem
Fachgebiet für mobile Dialogsysteme unter der Leitung von Jun.-Prof. Ingo
Siegert an der Otto-von-Guericke Universität entwickelt und erforscht, in
denen Erwachsene mit körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderungen
mit Menschen ohne Einschränkungen im Team zusammenarbeiten können.

Das Inklusionslabor will alle an inklusiver Erwachsenenbildung und
wissenschaftlicher Weiterbildung interessierten Beteiligten
interdisziplinär zusammenbringen und richtet sich sowohl an Erwachsene,
die in Behindertenwerkstätten arbeiten, als auch an das pädagogische
Personal, das sie anleitet und im Arbeitsalltag unterstützt bzw. an
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Magdeburg. Gleichzeitig
entwickeln und erproben Studierende der Universität gemeinsam mit allen
Beteiligten neue Formate, Materialien und Bildungsräume einer inklusiven
Erwachsenen- und Weiterbildung. Bildungsforscherinnen und -forscher
begleiten das Projekt wissenschaftlich.

WAS:    Kick-off-Veranstaltung für das Inklusionslabor der „Werkstatt-Uni“
mit anschließender Podiumsdiskussion und Netzwerktreffen zum Thema:
„Inklusion an Hochschulen: aus der Werkstatt für behinderte Menschen in
die Lehre?“

WANN:   Mittwoch, 4. Oktober 2023, 15:00 Uhr

WO:     Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 40, Hörsaal 6,
Campus Zschokke-Straße

Eingeladen sind Erwachsene mit und ohne Behinderung. Eine Anmeldung ist
erforderlich. Die Veranstaltung findet hybrid und inklusiv, mit
Gebärdendolmetscherin und Untertiteln, statt.

Direkt im Anschluss an die Kick-off-Veranstaltung findet zum Start des
Wintersemesters 2023/24 eine von Studierenden der Bildungswissenschaften
organisierte Podiumsdiskussion zum Thema „Inklusion an Hochschulen: aus
der Werkstatt für behinderte Menschen in die Lehre?“ mit einem
Netzwerktreffen statt.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Hochschulen,
Geschäftsführer regionaler Werkstätten für behinderte Menschen und
Bildungsfachkräfte, also Erwachsene mit einer geistigen Behinderung, die
eine dreijährige Hochschulqualifizierung durchlaufen haben und seitdem in
Forschung und Lehre an Hochschulen eingesetzt werden, werden gemeinsam mit
VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft darüber diskutieren, wie es um
die Zukunft inklusiver Hochschulen steht. Zur Diskussion steht u. a. die
Frage, ob es einen Schulabschluss oder ein Studium braucht, um
wissenschaftliches Personal zu werden und kritisch diskutiert, welche
Ziele die Uni Magdeburg hat, um inklusiv(er) zu werden.

Das Inklusionslabor ist Teil des inklusiven Forschungsbereiches der
Professur für Erwachsenenbildung, Schwerpunkt wissenschaftliche
Weiterbildung und Weiterbildungsforschung. In Kooperation mit den
Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg, der Landeszentrale für Politische
Bildung Sachsen-Anhalt und dem Fachgebiet mobile Dialogsysteme am Institut
für Informations- und Kommunikationstechnik der Universität Magdeburg ist
das neue Format „Werkstatt-Uni trifft KI“ entstanden, das bereits am 12.
Oktober 2023 in die nächste Runde startet.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Katharina Pongratz, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für
Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt wissenschaftliche Weiterbildung und
Weiterbildungsforschung, Tel.: +49 391 67-56358, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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Vernetzung, Wissenstransfer und Interdisziplinarität

Projektpräsentationen und wissenschaftlicher Austausch: Evangelische
Hochschule Berlin stärkt Forschungsaktivitäten und -perspektiven beim Tag
der Forschung. Hochschulinterner Wissenstransfer zur Förderung von
disziplinübergreifenden Kooperationen, Ideen und Best Practises.

An der Evangelischen Hochschule Berlin fand am 25. September der
hochschulinterne „Tag der Forschung“ statt, der einmal im Jahr in der
Woche vor dem Start des Wintersemesters abgehalten wird. Die halbtägige
Veranstaltung bietet wissenschaftlichen Mitarbeitenden sowie
Professor:innen der Hochschule, die Forschungs- oder Transfer-Projekte
realisieren, die Gelegenheit zur Präsentation und Diskussion ihrer
aktuellen Aktivitäten. Die Hochschule trägt damit seit Jahren dem
gesetzlich verankerten Auftrag von Hochschulen für Angewandte
Wissenschaften (HAW) Rechnung, Forschung und Transfer als einen zentralen
Bestandteil ihrer Tätigkeiten zu verfolgen. Der Tag der Forschung ist ein
lebendiges Beispiel für das Engagement der Hochschule in diesem Bereich.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Rektor der EHB, Prof. Dr.
Sebastian Schröer-Werner:
„Mit den zwei Forschungsschwerpunkten Diversität im Bildungs-, Sozial- und
Gesundheitswesen sowie Gesellschaftlicher Zusammenhalt in den Bereichen
Soziales, Gesundheit und Bildung/Erziehung ist die EHB auf der HRK-
Forschungslandkarte vertreten. Doch unsere Forschung ist vielfältiger. Sie
befasst sich mit gesellschaftlich relevanten Themen wie Migration,
Rassismus und Intersektionalität, mit Inklusion und Partizipation genauso
wie mit den Feldern Lernen – Bildung – Professionsentwicklung oder dem
Umgang mit sozialen Konflikten. Hier zeigt sich die ganze Komplexität
einer Hochschule für Soziale Arbeit, Gesundheit/Pflege und
Erziehung/Bildung – kurz SAGE.“

Der Tag begann mit einer Vielzahl von Posterpräsentationen, bei denen die
Teilnehmenden ihre aktuellen Projekte vorstellten. Hier hatten alle
Interessierten die Möglichkeit, Nachfragen zu stellen und sich zu
verschiedenen Aspekten auszutauschen, sei es zum methodischen Vorgehen,
zur Zielsetzung, zur Übertragbarkeit auf andere Kontexte und zu vielem
mehr. Dieser aktive Austausch bot auch die Möglichkeit für weiterführende
Gespräche. Im zweiten Teil des Tages stand in dieser Hinsicht die
Bündelung der Expertise der Kolleg:innen in Forschungsclustern zur
Diskussion. Dabei wurde intensiv darüber nachgedacht, wie die
Forschungsaktivitäten der Hochschule sowohl nach innen als auch nach außen
sichtbarer gemacht werden können und in diesem Zusammenhang auch darüber
diskutiert, wie sich diese Aktivitäten noch weiter internationalisieren
lassen. Damit setzte die Veranstaltung den Fokus auf den hochschulinternen
Wissenstransfer und die Förderung disziplinübergreifender Kooperationen
sowie die strategische Weiterentwicklung des gesamten Forschungsbereichs
auch in Abstimmung mit den Kooperationspartnern.

Entsprechende Entwicklungen werden durch den Forschungsreferenten
koordiniert. Dr. Steffen Amling: „An der EHB beschäftigen wir uns intensiv
mit der Etablierung neuer Strukturen für die Ermöglichung von Forschungs-
und Transferprojekten, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Diskussion um
die Vergabe des Promotionsrechts an die Berliner Fachhochschulen. Das
Promotionsrecht an der EHB zu verankern, z. B. im Fach Soziale Arbeit,
würde tatsächlich neue Horizonte für die Forschung an unserer Hochschule
eröffnen.“

Der Tag der Forschung an der Evangelischen Hochschule Berlin macht auf die
Vielfältigkeit der Forschungs- und Transferaktivitäten aufmerksam, die an
unserer Hochschule realisiert werden, und bietet Raum für den Austausch
von Ideen und Best Practices. Darüber hinaus fördert er die Vision einer
noch stärker vernetzten und international ausgerichteten
Forschungsgemeinschaft an der EHB.

Weitere Informationen zur Forschung und den Forschungsprojekten finden sie
auf der Webseite der Hochschule. Bei Fragen zu Forschungs- und
Transferaktivitäten kontaktieren Sie gerne Dr. Steffen Amling.

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Vom Vorlesungssaal ins Fernsehstudio: Ralf Engelschall mit Balzert-Preis für digitale Didaktik ausgezeichnet

Am 28. September 2023 wird zum zweiten Mal der Helmut & Heide Balzert
Preis für digitale Didaktik verliehen. Die Auszeichnung geht an Dr. Ralf
Engelschall und wird von der Prof.-Balzert-Stiftung in Kooperation mit der
Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), der Österreichischen
Computergesellschaft (OCG) sowie der Schweizer Informatik Gesellschaft
(SI) vergeben.

Berlin, 27. September 2023 – Dr. Ralf Engelschall hat eine pragmatische
Didaktik entwickelt, die multimediale Darstellungen und direkte
Rückkopplungen mit den Studierenden ermöglicht – in Form einer Online-
Live-Vorlesung aus dem Fernsehstudio. Während der Vorlesung werden
grafische Darstellungen der Lehrinhalte mit Interaktionen verschmolzen. So
können insbesondere anregende Quizfragen eingeblendet werden, die die
Studierenden dann beantworten können (rechte Seite des Fotos). Zusätzlich
können die Studierenden angeben, wie herausfordernd sie den Inhalt der
Vorlesung wahrnehmen und wie ihre Stimmung ist. Der Dozent kann dann auf
diese Rückkopplungen direkt reagieren.
Viele Werkzeuge zum Aufbau eines solchen Vorlesungs-Studios hat Herr
Engelschall selbst entwickelt und als Open-Source zur Verfügung gestellt.

Für sein Engagement wird Engelschall morgen mit dem Helmut & Heide Balzert
Preis für digitale Didaktik ausgezeichnet. Die Verleihung findet auf dem
INFORMATIK FESTIVAL der Gesellschaft für Informatik e.V. statt.

Prof. Dr. Helmut Balzert, Stifter des Preises: „Dr. Ralf Engelschall
integriert in seinen Lehrveranstaltungen praxiserprobte didaktische
Ansätze und etablierte Werkzeuge für mediengestützte Bildung. Diese nutzt
er, um verschiedene Zielgruppen im akademischen sowie industriellen
Kontext flexibel anzusprechen. Insbesondere den Erwartungen der jungen
Generation kommt er mit multimedialer, interaktiver Präsentation und gut
visualisierten Lehrinhalten entgegen. Denn diese bevorzugt knappe,
kompakte und einprägsame Kommunikation.“

Über den Preis

Seit 2022 wird der von Helmut und Heide Balzert gestiftete Preis für einen
herausragenden Beitrag zur Vermittlung von Inhalten der Informatik und zur
Ausbildung/Didaktik der Informatik (IAD) vergeben. Ziel des Preises ist
es, die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der digitalen Didaktik bei der
Vermittlung von komplexen Sachverhalten in der Informatik zu fördern und
zu unterstützen. Dabei sollten besonders die heutigen und zukünftigen
digitalen Möglichkeiten für die didaktische Vermittlung von Wissen,
Fertigkeiten und Fähigkeiten bis hin zur umfassenden Handlungskompetenz
genutzt werden. Der Preis soll die Entwicklung und Erprobung innovativer
Konzepte für digitale Lehr- und Lernformen fördern.
Es wird jährlich ein Preis in Höhe von 10.000 Euro verliehen.

Prof. Dr. Helmut Balzert, Ruhr-Universität-Bochum, und Prof. Dr. Heide
Balzert, Fachhochschule Dortmund, haben den Preis initiiert und gestiftet.
Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd es ist, komplexe
informatische Konzepte gut aufzubereiten. Aus diesem Grund ist eines ihrer
Kernanliegen, die didaktisch optimale Vermittlung von Informatik-Inhalten
unter Einsatz digitaler Möglichkeiten in der Hochschul- und
Erwachsenenbildung zu fördern. Sie wollen Lehrende dazu motivieren,
digitale Möglichkeiten wie Animationen, Simulationen, Mikrowelten,
Rollenspiele, Experimentieren, soziale Lernumgebungen, Adaptivität,
individuelle Lernpfade oder Lernspiele für die Didaktik nutzbar zu machen.

Weitere Informationen zu Auswahlkriterien, Vorschlagberechtigung und
Einreichung finden sich unter: https://gi.de/balzert-preis

Die Preisverleihung erfolgt um 17:30 Uhr auf dem INFORMATIK FESTIVAL der
Gesellschaft für Informatik e.V. auf dem Gelände der Hochschule für
Wirtschaft und Technik Berlin. Mehr Infos über die Veranstaltung:
https://informatik2023.gi.de/hauptprogramm.html

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Das Wettrennen mit einem „stummen Killer“: WHO veröffentlicht globalen Bericht zu Bluthochdruck

Der aktuell von der WHO publizierte Bericht zu Bluthochdruck zeigt auf
erschreckende Weise die globale Krankheitslast dieser Erkrankung auf. Die
Zahl der Patientinnen und Patienten steigt, insbesondere in armen Ländern,
große Sorge bereitet darüber hinaus der Anteil der Betroffenen, deren
Blutdruckwerte nicht adäquat eingestellt sind. Dieser ist auch in
Deutschland mit fast 50 Prozent zu hoch. Die Deutsche Hochdruckliga hofft
daher, dass der WHO-Report aufrüttelt und die Verantwortlichen in der
Gesundheitspolitik für die Notwendigkeit verstärkter Präventionsbemühen
gegen Bluthochdruck sensibilisiert.

Am 19. September 2023 hat die WHO einen alarmierenden Bericht zu den
verheerenden globalen Folgen von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
veröffentlicht [1]. Die erschreckenden Zahlen: Einer von drei Erwachsenen
leidet unter Hypertonie und von den Betroffenen sind vier von fünf nicht
adäquat behandelt. Damit haben all diese unzureichend behandelten
Patientinnen und Patienten ein hohes Risiko, in der Folge schwere
Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder ein Nierenversagen zu
erleiden – und letztlich auch daran zu versterben. „Die WHO bezeichnet
Bluthochdruck daher als ‚stummen Killer‘. Das Bild mag drastisch
erscheinen, hat aber einen wahren Kern. Die Erkrankung ist oft lange
symptomlos, schlägt dann aber lebensbedrohlich zu“, erklärt Prof. Dr.
Markus van der Giet, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga.

Neben dem individuellen Leid, das durch Bluthochdruck verursacht wird,
zeigt der Bericht vor allem auch die gesamtgesellschaftliche Perspektive
auf. Die weltweit steigenden Erkrankungsraten und die damit verbundenen
Folgekrankheiten – zwischen 1990 und 2019 hat sich die Zahl der
Betroffenen verdoppelt – führen zu zahlreichen Todesopfern und belasten
die Gesundheitsbudgets massiv. Laut WHO gehe es nun darum, den „stillen
Killer“ aufzuhalten. Durch eine bessere Früherkennung und Versorgung der
Betroffenen könnten weltweit bis 2050 76 Millionen Todesfälle vermieden
werden.

Wer glaubt, Bluthochdruck und seine dramatischen Folgen seien nur ein
Problem der armen Länder, täuscht sich. Zwar sei die Zahl der Erkrankten
gerade in Schwellenländer massiv angestiegen und die Versorgung nicht auf
demselben Niveau wie in den Industrienationen, aber auch dort ist die
Bilanz erschreckend. „Auch in Deutschland ist fast die Hälfte der
Patientinnen und Patienten nicht ausreichend therapiert und hat zu hohe
Blutdruckwerte, obwohl die Betroffenen bei uns Zugang zu Ärztinnen und
Ärzten und zu Medikamenten haben“, erklärt Prof. van der Giet. Die Gründe
sieht der Experte in einem ungesunden Lebensstil und infolgedessen der
Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit in der Bevölkerung. Hinzu
komme, dass gerade in Industrienationen eine wachsende Skepsis gegenüber
Medikamenten besteht und eine Dauertherapie schwer vermittelbar ist, wenn
die Erkrankten sich auch ohne die Therapie vermeintlich wohlfühlen. „Das
ist aber nur eine gefährliche Illusion“, warnt van der Giet.

Der Experte gibt darüber hinaus zu bedenken, dass die Bedeutung von
Bluthochdruck in der Bevölkerung massiv unterschätzt würde. „Die
Erkrankung wird oft bagatellisiert. Wenn ich mir aber die 10-Jahres-
Überlebensrate meiner Patientinnen und Patienten anschaue, die ihre
Medikamente weglassen, ist diese erschreckend gering. Ein unbehandelter
Bluthochdruck ist letztlich gefährlicher als viele Krebsarten“, so die
Einschätzung des Experten.

Die Deutsche Hochdruckliga hofft daher, dass der WHO-Report aufrüttelt und
die Verantwortlichen in der Gesundheitspolitik für die Notwendigkeit
verstärkter Präventionsbemühen gegen Bluthochdruck sensibilisiert. „Wir
brauchen großangelegte Informationskampagnen und Präventionsprogramme mit
Blutdruckscreenings“, so die Forderung des Vorstandsvorsitzenden der
Deutschen Hochdruckliga. Diese würden sich letztlich auch auszahlen.
„Unser Gesundheitssystem steht ohnehin vor großen ökonomischen
Herausforderungen, nachhaltig kann es nur durch Prävention entlastet
werden.“

Ein großer Schritt in diese Richtung wurde bereits mit der Publikation der
Nationalen VersorgungsLeitlinie Hypertonie [2] im Juni getätigt, die die
Bedeutung der arteriellen Hypertonie als Gesundheitsrisiko klar
herausstellt und in Arztpraxen zu routinemäßigen Blutdruckmessungen rät.
„Hausärztinnen und -ärzten kommt hier eine besondere Verantwortung zu, sie
wissen, wie wichtig es ist, die Erkrankung früh zu erkennen und zu
behandeln“, erklärt Dr. Marcel Schorrlepp, Sprecher der AG Hausärztliche
Internisten der DGIM. „Ebenso wichtig ist es aber, dass Menschen ihren
Blutdruck auch zu Hause messen und bei Bedarf ihren Lebensstil umstellen.
Informationen und Unterstützung bietet die Deutsche Hochdruckliga unter
www.hochdruckliga.de “, erklärt Prof. Dr. Florian Limbourg, Mitglied im
Vorstand der Deutschen Hochdruckliga, abschließend.

[1] Global report on hypertension: the race against a silent killer. 19
September 2023. Abrufbar unter:
https://www.who.int/teams/noncommunicable-diseases/hypertension-report
[2] Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV),
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie –
Langfassung, Version 1.0. 2023 [cited: 2023-09-21]. DOI:
10.6101/AZQ/000502. www.leitlinien.de/hypertonie

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