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ifaa-Studie: Wie attraktiv bin ich – was Unternehmen Fachkräften bieten

Der zunehmende Mangel an geeigneten Fachkräften hat Auswirkungen auf die
Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen. Um Mitarbeitende zu gewinnen und an
das Unternehmen zu binden, bieten viele Unternehmen Benefits, nicht
finanzielle Anreize und attraktive Arbeitsbedingungen als Teil einer
ganzheitlichen Vergütungsstrategie an. Die Studie „Anreiz- und
Vergütungssysteme 2023“ des ifaa – Institut für angewandte
Arbeitswissenschaft identifiziert die beliebtesten Maßnahmen, um
Unternehmen Impulse und Anregungen für die Gestaltung einer eigenen
Benefit-Strategie zu liefern. Erste Ergebnisse sind in der aktuell
erschienen Management Summary nachzulesen: www.arbeitswissenschaft.net
/summary-benefits2023

Mit Flexibilität gegen den Fachkräftemangel

Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung sind bei Beschäftigten
besonders beliebt. „Für Arbeitgeber ist das Potenzial, über diese
Leistungen die eigene Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen und Fachkräfte
langfristig zu binden, daher als sehr hoch einzuschätzen“, so Amelia
Gahmann, Studienleiterin der aktuellen Studie. Des Weiteren erachten die
Teilnehmer die Führungskultur, eine marktgerechte Vergütung und
Flexibilität bezüglich des Arbeitsortes als besonders relevant.

Finanzielle Sicherheit im Alter bleibt wesentlich

Die betriebliche Altersversorgung steht seit Beginn der Erhebungen im Jahr
2017 auf Platz eins der am meisten verbreiteten Zusatzleistungen. 93 % der
Betriebe bieten diesen Benefit mindestens einem Teil der Belegschaft an.

Neben der Vorsorge sind die Top-Benefits:

-       Möglichkeiten zur Weiterbildung,
-       Weihnachts- und Betriebsfeste,
-       ein eigener Parkplatz
-       sowie Gleitzeitkonten, mit denen Beschäftigte Stunden ansparen und
in freie Tage umwandeln können
.
E-Bikes im Trend

Im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Erhebung im Jahr 2020 hat sich
das Angebot von Fahrrad-/E-Bike-Leasing mehr als verdoppelt. Deutlich
zugenommen haben ebenfalls die Angebote zu Vertrauens- und
Wahlarbeitszeiten, mobiler Arbeit, Erholungsbeihilfen und Sabbaticals.

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7. BZgA-Bundeskonferenz am 11. Oktober 2023 - Hitze: Wie lässt sich die Gesundheit älterer Menschen besser schützen?

Schutzmaßnahmen vor den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze sind
zentrales Thema der 7. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die am 11. Oktober
2023 in Berlin stattfindet. Durch immer heißere Sommer infolge des
Klimawandels sind vor allem ältere Menschen im städtischen Raum einem
erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Die BZgA-Konferenz gibt Fachleuten
aus Wissenschaft, Politik und Praxis einen Überblick über bereits
vorhandene konkrete Schutz- und Präventionsansätze, bietet eine Plattform
zur Diskussion der Umsetzung am Beispiel Hitzeschutz und unterstützt die
Vernetzung.

Schutzmaßnahmen vor den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze sind
zentrales Thema der 7. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die am 11. Oktober
2023 in Berlin stattfindet. Durch immer heißere Sommer infolge des
Klimawandels sind vor allem ältere Menschen im städtischen Raum einem
erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Die BZgA-Konferenz gibt Expertinnen
und Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis die Gelegenheit, sich
einen Überblick über bereits vorhandene konkrete Schutz- und
Präventionsansätze zu verschaffen. Sie bietet zudem eine Plattform zur
Diskussion der Umsetzung am Beispiel Hitzeschutz vor dem Hintergrund des
Ansatzes Gesundheit in allen Lebensbereichen zu fördern und unterstützt
die Vernetzung.

Das Programm der BZgA-Bundeskonferenz „Hitze in der Stadt –
Handlungsoptionen für eine bessere Gesundheit älterer Menschen“ bietet
neben Impulsvorträgen zu Klimafragen und Stadtgesundheit vier Foren zu
wichtigen Fragestellungen:

• Forum 1 zu Maßnahmen des akuten Hitzeschutzes und der Frage, wie die
Gesundheitskompetenz älterer Menschen zum Schutz vor Hitze gestärkt werden
kann. Vorgestellt werden der StadtRaumMonitor
https://stadtraummonitor.bzga.de/ – ein BZgA-Tool zum Beteiligungsprozess
in der kommunalen Klimaanpassung – sowie das BZgA-Informationsportal
Klima-Mensch-Gesundheit https://www.klima-mensch-gesundheit.de.
• Forum 2 zu Gute-Praxis-Beispielen, Empfehlungen und Vorgehensweisen für
einen effektiven Hitzeschutz bei Älteren. Als Beispiel guter Praxis werden
der Hitzeaktionsplan der Stadt Köln vorgestellt sowie weitere
Lösungsansätze diskutiert.
• Forum 3 zum Thema der besseren Vernetzung: Es werden unter anderem
vorhandene Netzwerkstrukturen aus Bayern und dem Ruhrgebiet präsentiert.
• Forum 4 zu der Fragestellung, wie Hitzewarnungen und Verhaltenstipps
sozial benachteiligte ältere Menschen zukünftig besser erreichen können.

Die Teilnahme an der BZgA-Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“
ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis 03. Oktober 2023 möglich.

Informationen und Anmeldung zur 7. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter
werden“: https://www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/bzga-konferenzen/bzga-
bundeskonferenzen/2023/

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Alle sollen teilhaben - Wie Kreise und kreisfreie Städte Integration neu denken

Eine aktuelle Studie des Berlin-Instituts untersucht neue Ansätze der
Integrationspolitik am Beispiel ausgewählter Kreise und kreisfreier
Städte.

Der demografische Wandel und seine Folgen sowie die häufig klammen
Kommunalkassen beeinträchtigen schon heute den Alltag vieler Menschen:
Dorfläden und Gaststätten schließen, Ärzt:innen finden keinen Nachwuchs
für ihre Praxen, vielerorts mangelt es an Fachkräften und Infrastruktur.
Zuwanderung und ein konstruktiver Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt
können dabei helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Das erfordert
ein Umdenken, denn gerade strukturschwache Regionen sind bei Zuwandernden
bislang wenig beliebt. Eine neue, von der Stiftung Mercator geförderte
Studie des Berlin-Instituts beschreibt, wie Landkreise und kreisfreie
Städte Integration neu denken und mithilfe einer teilhabeorientierten
Integrationspolitik die gesellschaftliche Teilhabe aller Einwohner:innen –
zugewanderter wie alteingesessener – verbessern.

„Teilhabeorientierte Integrationspolitik soll die Chancen aller Menschen
vor Ort stärken und Hürden in allen wichtigen Lebensbereichen wie Arbeit,
Bildung, Gesundheit oder Wohnen abbauen“, sagt Frederick Sixtus, Mitautor
der Studie. Kreis- und Stadtverwaltungen sehen Integration nicht als
losgelöstes Themenfeld, sondern als Teil der Sozialpolitik. Vom Antrag im
Bauamt bis zur Familienberatung sollen alle Abteilungen Teilhabe und
Integration mitdenken. Dadurch stehen Verwaltungsleistungen und Maßnahmen
der Integrationsarbeit im besten Fall allen offen, die benachteiligt sind.
„Die Angebote vor Ort wenden sich so an alle Bewohner:innen, die davon
profitieren können. Warum sollte beispielsweise das Wissen über die
eigenen Rechte als Mieter:in nur für einen Teil der Menschen wichtig
sein?“, so Sixtus weiter.

Immer mehr Kreise und kreisfreie Städte denken Integration auf diese Weise
neu und schreiben sich teilhabeorientierte Integrationspolitik auf die
Fahne. Das Berlin-Institut hat 2021 alle Integrationskonzepte deutscher
Kreise und Städte analysiert. Von den 400 Kreisen und kreisfreien Städten
verfügten 221 bereits über ein Integrationskonzept. Seit 2016 zählen
hierzu auch viele ländliche Regionen. Rund zwei Drittel der
Integrationskonzepte legen ein teilhabeorientiertes
Integrationsverständnis zugrunde. Ihnen geht es im Kern um die
gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Sie wertschätzen die
internationale Vielfalt vor Ort als Potenzial und begreifen sie vor allem
als eines: den Normalfall.

Zuzug aus dem Ausland ist eine Chance für die Regionen

„Die Kreise und Städte reagieren damit auch auf aktuelle
Herausforderungen“, sagt Catherina Hinz, Direktorin des Berlin-Instituts,
„denn gerade in vielen ländlichen Regionen Deutschlands schrumpft die
Bevölkerung und der Altersdurchschnitt der Bewohner:innen steigt.
Vielerorts kämpfen die Verantwortlichen mit klammen Kassen.“ Diese
Entwicklung geht oft mit einer wegbrechenden Versorgung einher: Busse
fahren nur noch zweimal täglich, Schulen fehlen Lehrkräfte,
Handwerksbetriebe und Pflegedienste finden keine Auszubildenden. Die
Regionen müssen sich daher verstärkt auch um neue Mitbürger:innen aus dem
Ausland bemühen. Diese können den Arbeitskräftemangel zumindest teilweise
abmildern und dazu beitragen, Schulen, Busse oder kleine
Einkaufsgelegenheiten zu erhalten. Hier setzt die teilhabeorientierte
Integrationspolitik an: Indem sie die Teilhabe aller Einwohner:innen
stärkt, soll die Region attraktiver werden – für alle die schon da sind
und für alle potenziellen Neubürger:innen.

Teilhabeorientierte Integrationspolitik im Praxistest

Um zu untersuchen, wie teilhabeorientierte Integrationspolitik in der
Praxis funktioniert, hat das Berlin-Institut sechs Landkreise und
kreisfreie Städte mit teilhabeorientierten Konzepten über anderthalb Jahre
bei ihrer Integrationsarbeit begleitet: Neumünster in Schleswig-Holstein,
Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt, das Altenburger Land in Thüringen, den
Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg, den Wetteraukreis in Hessen sowie
den Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Zahlreiche Interviews und
Gruppengespräche mit Mitarbeitenden in der Verwaltung, Beschäftigten bei
Trägern der Integrationsarbeit, Teilnehmenden von Maßnahmen sowie
ehrenamtlich Engagierten geben Einblick, wie teilhabeorientierte
Integrationsarbeit gelingt, auf welche Hürden die Beteiligten stoßen und
wie sie diese überwinden.

Geld, politischer Rückhalt und gute Kooperation im Netzwerk sind
unerlässlich
„In allen Regionen setzen sich Menschen leidenschaftlich für mehr Teilhabe
ein“, so Adrián Carrasco Heiermann, Mitautor der Studie. „oft fehlt es
aber an einer durchgängigen Finanzierung ihrer Arbeit.“ Häufig laufen die
Fördermittel nach wenigen Jahren aus, der Bedarf, Teilhabe für alle zu
stärken, hingegen besteht fort. Wichtig ist für die
Integrationsbeauftragten auch, dass die Lokalpolitik, also Kreistage und
Stadträte, und die Verwaltungsspitzen mitziehen, damit alle Maßnahmen rund
um Teilhabe, Diversität und Antidiskriminierung auch verbindlich umgesetzt
werden. „Und nicht zuletzt kommt es vor allem darauf an, dass die lokalen
Netzwerke aus Verwaltungen, Trägern, Vereinen und freiwillig Engagierten
gut zusammenarbeiten und eine Vision für das Zusammenleben teilen“, so
Carrasco Heiermann weiter.

Was können die Verantwortlichen vor Ort tun?

Eine Blaupause für mehr Teilhabe existiert nicht, dafür unterscheiden sich
die Ausgangslagen zwischen den Regionen zu stark – von der
Zuwanderungsgeschichte über die sozioökonomische Situation und politischen
Kräfteverhältnisse und die Gesetze in den Bundesländern bis hin zu den
Netzwerken vor Ort. Die Verantwortlichen verfolgen daher vielfältige
Strategien, um eine teilhabeorientierte Integrationspolitik zu
verwirklichen.

Sie werten zum Beispiel soziodemografische Daten aus und führen unzählige
Gespräche, um die Bedürfnisse vor Ort zu ermitteln. In Workshops
sensibilisieren sie ihre Kolleg:innen für den Umgang mit eigenen
Vorurteilen, für barrierearme Kommunikation und Diversität. Sie werben in
unermüdlicher Überzeugungsarbeit bei Kommunalpolitiker:innen und anderen
Schlüsselpersonen für ihren teilhabeorientierten Ansatz. Und vor allem
koordinieren sie die lokalen Netzwerke und regen die Beteiligten an,
Angebote zu entwickeln, die offen für alle Bewohner:innen sind, die davon
profitieren können.

Auf Konzepte sollten Taten folgen

Viele Kreise und Städte haben sich eine teilhabeorientierte
Integrationspolitik bereits vorgenommen, etwa indem sie diese in einem
Integrationskonzept festgeschrieben haben. „Doch die für Integration
verantwortlichen Personen müssen kontinuierlich dafür kämpfen, dass diese
Konzepte tatsächlich umgesetzt werden“, sagt Catherina Hinz und fordert:
„Landrät:innen und Oberbürgermeister:innen sollten ebenso wie die
Mitglieder der Kreistage und Stadträte Zuwanderung als Chance begreifen
und teilhabeorientierte Integrationspolitik als Instrument verstehen, das
Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft zu gestalten.“

Originalpublikation:
https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/alle-sollen-
teilhaben-1

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Erfolg mit Fernstudium – 25 Jahre zfh-Verbund

Jubiläumsfeier am zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund in
Koblenz

Die berufsbegleitende Weiterbildung auf akademischem Niveau an den
staatlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland
auszubauen, war 1998 das Ziel der Gründung des zfh-Hochschulverbunds. Mit
Ratifizierung des Staatsvertrages für das Fernstudium an Fachhochschulen
am 17.6.1998 fiel der Startschuss für die hochschul- und
länderübergreifende Kooperation. Schon damals erkannte man die Vorteile
und Chancen des zeit- und ortsunabhängigen Studierens. Neben dem
wachsenden Qualifizierungsbedarf hat nicht zuletzt die rasante Entwicklung
der Digitalisierung dazu beigetragen, dass flexible Studienformate an
Hochschulen heute nicht mehr wegzudenken sind. Inzwischen ist der zfh-
Verbund mit 21 Hochschulen aus acht Bundesländern deutschlandweit größter
staatlicher Anbieter für Fernstudien im Hochschulverbund. Seine
Erfolgsgeschichte wurde am Sitz des zfh – Zentrum für Fernstudien im
Hochschulverbund an der Hochschule Koblenz gebührend gefeiert. Prof. Dr.
Ralf Haderlein, Leiter des zfh, freute sich, die rund 100 geladenen Gäste
begrüßen zu dürfen. Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien der drei
Gründungs-Bundesländer zählten ebenso zu den Ehrengästen, wie die
Vertreterinnen und Vertreter der Präsidien der beteiligten Hochschulen,
darunter insbesondere der Präsident der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Karl
Stoffel.

„Die hochschul- und länderübergreifende Kooperation im zfh-Verbund hat
sich in der Rückschau auf die vergangenen 25 Jahre als zukunftsweisend und
erfolgreich herausgestellt. Die kontinuierlich wachsende Zahl an
Studiengängen in innovativen Feldern und die wachsende Zahl beteiligter
Hochschulen zeigt, dass die Nachfrage nach flexiblen
Weiterqualifizierungsmöglichkeiten neben Beruf, Familie und anderen
Verpflichtungen ungebrochen ist. Der Verbund leistet mit seinem
vielfältigen Angebot einen wichtigen Beitrag, das Bildungssystem möglichst
durchlässig zu gestalten. Flexible innovative Studienangebote, die durch
die digitale Transformation weiter flexibilisiert werden können, zeichnen
den zfh-Verbund aus“, sagt Clemens Hoch, rheinland-pfälzischer
Wissenschaftsminister.

Auch Staatsminister Jakob von Weizsäcker, Ministerium der Finanzen und für
Wissenschaft des Saarlandes gratuliert dem zfh-Verbund: "Seit 25 Jahren
steht der zfh-Verbund für gelebte Bildungsteilhabe – unabhängig von Zeit,
Ort und persönlichen Lebensumständen. In einem Vierteljahrhundert konnten
viele tausende Studierende ein anspruchsvolles Fernstudium neben Familie
und Beruf absolvieren und sich weiterentwickeln. So wird das
Aufstiegsversprechen von Bildung auch unter fordernden Bedingungen
Wirklichkeit. Im Namen der saarländischen Landesregierung möchte ich allen
herzlich Danke sagen, die den zfh-Verbund zu dem gemacht haben, was er
heute ist: ein zukunftsweisendes Bildungsformat mit Strahlkraft."

„Wir brauchen die Potenziale aller klugen und kreativen Köpfe für eine
gute Zukunft, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen“, sagt
Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und
Kunst. „Bildungs- und Erwerbsbiografien sind vielfältiger geworden, und
kein Weg soll eine Sackgasse sein. Deshalb können in Hessen auch beruflich
Qualifizierte ohne Abitur studieren. Deshalb sieht unser Hochschulgesetz
vor, dass alle Studiengänge möglichst in Teilzeit studiert werden können
sollen, also auch neben einer Berufstätigkeit oder Familienaufgaben. Und
deshalb ist es großartig, dass unsere staatlichen Hochschulen
Fernstudiengänge und Weiterbildungen auf akademischem Niveau anbieten wie
im zfh-Verbund.“

„Das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund, das seinen Sitz
erfreulicherweise an unserem Campus Koblenz hat, ist nicht nur wegen
dieser räumlichen Nähe von Anbeginn an ein verlässlicher Partner der
Hochschule Koblenz“, betonte Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der
Hochschule Koblenz. Als Belege für diese für beide Seiten wertvolle
Kooperation nannte er das seit 2003 am Campus Remagen erfolgreich
angebotene MBA-Fernstudium sowie die Zusammenarbeit bei den
sozialwissenschaftlichen Studiengängen.

Nach den Grußworten nahm Prof. Dr. Ralf Haderlein die Erfolge,
Meilensteine und Perspektiven des zfh-Verbunds in den Blick: "25 Jahre
zfh-Verbund ist die Erfolgsgeschichte von mutiger weitsichtiger Politik,
hoch engagierten Hochschulen, begeisternden Dozentinnen und Dozenten und
weit über dem Durchschnitt hinaus motivierten Studierenden. Lebenslanges
Lernen wird im zfh-Verbund greifbar und entwickelt sich an den Bedarfen
ständig weiter“, so Haderlein.

Nicht nur das zfh selbst hat Grund zum Feiern, sondern auch viele
Fernstudienabsolventinnen und -absolventen, die durch ihr
berufsbegleitendes Fernstudium eine höhere Karrierestufe erreichen
konnten. Ein besonderes Beispiel ist Dr. Markus Schneider, der seine
Erfolgsgeschichte im Rahmen der Jubiläumsfeier per Videobeitrag
präsentiert hat. Er hat nicht nur den akademischen Titel Master of
Computer Science an der Hochschule Trier erworben, sondern im Anschluss
daran auch noch erfolgreich promoviert.

Eines der Highlights der Festveranstaltung war der Gastvortrag ‚Generative
künstliche Intelligenz: ChatGPT und Co‘ von Prof. Dr. Jörn Schlingensiepen
von der Technischen Hochschule Ingolstadt. Er nahm das Thema ‚Die
Industrialisierung intellektueller Arbeit - Herausforderung und Auftrag
für die wissenschaftsbasierte Lehre‘ ins Visier.

Beim anschließenden Mittagessen und Get-together fand ein angeregter
Austausch aller Gäste zu dieser Thematik statt. Am Nachmittag hatten die
Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, an einem von drei Workshops
mitzuwirken. Auch hier war das Schwerpunktthema die Zukunft der
Bildungsformate unter dem Einfluss von künstlicher Intelligenz und
Digitalisierung.

Über das zfh
Das zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund besteht aus 21
staatlichen Hochschulen und der  Geschäftsstelle in Koblenz. Das zfh ist
eine wissenschaftliche Institution des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in
Koblenz und basiert auf einem 1998 ratifizierten Staatsvertrag der
Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Neben den 15
Hochschulen dieser drei Bundesländer haben sich weitere Hochschulen aus
Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
dem Verbund angeschlossen. Das erfahrene Team des zfh fördert und
unterstützt die Hochschulen bei der Entwicklung und Durchführung ihrer
Fernstudienangebote. Mit einem Repertoire von über 100 berufsbegleitenden
Fernstudienangeboten in wirtschaftswissenschaftlichen,
technischen/naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen
Fachrichtungen ist der zfh-Verbund bundesweit größter Anbieter von
Fernstudiengängen an Hochschulen mit akkreditiertem Abschluss. Alle zfh-
Fernstudiengänge mit dem akademischen Ziel des Bachelor- oder
Masterabschlusses sind von den Akkreditierungsagenturen ACQUIN, AHPGS,
ASIIN, AQAS, FIBAA bzw. ZEvA zertifiziert und somit international
anerkannt. Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen besteht auch ein
umfangreiches Angebot an Weiterbildungsmodulen mit Hochschulzertifikat.
Derzeit sind über 6.000 Fernstudierende an den Hochschulen des zfh-
Verbunds eingeschrieben.

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