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Digitalisierungsoffensive für kleine und mittlere Unternehmen der Reisebranche

Das neue Mittelstand-Digital Zentrum Tourismus eröffnet feierlich am 10.
Oktober 2023 mit einer Kick-off-Veranstaltung an der TU Berlin

Ziel des neuen Mittelstand-Digital Zentrums Tourismus ist es, bis 2026
praxisnahe Informationen und Angebote zu Digitalisierungsthemen für die
deutsche Tourismuswirtschaft verständlich verfügbar zu machen und bei der
Umsetzung zu unterstützen. „Die mittelständisch geprägte
Tourismuswirtschaft steht unter existentiellem Druck und benötigt mehr
denn je Unterstützung bei den Themen Fachkräftemangel, Klimawandel und
Veränderung der Kundenbedürfnisse“, sagt Dr. Simone Wurster von der TU
Berlin, stellvertretende Leiterin des Mittelstand-Digital Zentrums
Tourismus.

Panel Talks, vielseitige Vorträge und Vernetzung mit Expert*innen: Auf der
Kick-off-Veranstaltung stellt das Zentrum seine vielfältigen Angebote vor
und informiert über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der
Tourismusbranche in Sachen Digitalisierung. Anschließend können sich
Unternehmen und Multiplikator*innen mit den Expert*innen persönlich
austauschen und die Geschäftsstelle des Zentrums besichtigen, in dem ein
Erlebnisraum entstehen soll.

Zeit: 10. Oktober 2023, 9.30–14.00 Uhr
Ort: TU Berlin, Hardenbergstraße 16–18, 10623 Berlin, Raum HBS 005

Das detaillierte Programm finden Sie unter:
<https://digitalzentrum-tourismus.de/veranstaltungen/>

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das
Mittelstand-Digital Zentrum Tourismus mit 4,3 Millionen Euro. Das Projekt
wird von der TU Berlin geleitet. Zu den Projektpartnern gehören die
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen), Der
Mittelstand.BVMW e.V., das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und
weitere Institute der Fraunhofer-Gesellschaft.

„Im Tourismussektor, insbesondere dem mittelständischen, besteht noch
immer ein erheblicher Unterstützungsbedarf bei der Digitalisierung und der
dafür notwendigen Kompetenzentwicklung. Diesen Prozess werden wir aktiv
vorantreiben“, sagt der Vorsitzende der Bundesgeschäftsführung des BVMW,
Christoph Ahlhaus.

„Das Zentrum soll Unternehmen auch befähigen, digitale und ökologische
Transformation im Verbund zu bewältigen“, so Prof. Dr. Philip Leistner,
Leiter des Fraunhofer IBP und Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft. Lisa
Rößler, ebenfalls Fraunhofer IBP, ergänzt: „Nachhaltiger Umgang mit Umwelt
und Ressourcen ist gefragt, aber auch komplex. Digitale Technologien
können ganz konkret helfen.“

Als digitale Anlaufstelle informiert die Website <www.digitalzentrum-
tourismus.de> mit Checklisten, Studien und einer Vielzahl an
Veranstaltungen, Workshops, Online-Schulungen und Lehrvideos.
Interessierte können sich dafür anmelden und kostenfrei teilnehmen.

Im Frühjahr 2024 werden Interessierte im Berliner Erlebnisraum an der TU
Berlin in der Hardenbergstraße Digitalisierungsprojekte, die sich als Best
Practice bewährt haben, besichtigen und live erleben können. Exkursionen
zu innovativen Tourismusorten, Expert*innengespräche und
Unternehmer*innenfrühstücke runden das Angebot ab. „Vom familiengeführten
Unterkunftsbetrieb über Reisebüros bis hin zum Start-up – mit dem Zentrum
wollen wir praktische Zugänge zu Informationen, Fachwissen, Vernetzung und
Weiterbildungen anbieten“, so Dr. Christoph Lange-Bever von der RWTH
Aachen.

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DGU mahnt anlässlich der Krebspräventionswoche: Bei Übergewicht steigt auch das Risiko für ein Nierenzellkarzinom

Weniger Übergewicht, weniger Krebsrisiko! Diese Botschaft haben das
Deutsche Krebsforschungszentrums (DKFZ), die Deutsche Krebshilfe und die
Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) in den Mittelpunkt der laufenden 5.
Nationalen Krebspräventionswoche gestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) begrüßt den diesjährigen
Fokus auf Übergewicht und Fettleibigkeit als vermeidbare Risikofaktoren
für die Entstehung einer Krebserkrankung, denn sie betreffen das
Nierenzellkarzinom in besonderem Maße.

Mit rund 14.800 Neuerkrankungen in Deutschland im Jahr 2018 ist das
Nierenzellkarzinom die dritthäufigste urologische Tumorerkrankung und eine
der Krebserkrankungen, die im Zusammenhang mit starkem Übergewicht stehen.
Dazu zählen außerdem Brustkrebs nach den Wechseljahren, Darmkrebs,
Gebärmutterkrebs und Speiseröhrenkrebs sowie Leber- oder
Bauchspeicheldrüsenkrebs, Eierstockkrebs und das Multiple Myelom.

DKFZ, Deutsche Krebshilfe und DKG betonen ausdrücklich den Einfluss von
Übergewicht und Adipositas auf das Nierenzellkarzinom: „Bei Gebärmutter-
und Nierenkrebs oder bei Adenokarzinomen der Speiseröhre ist sogar fast
die Hälfte aller Fälle durch Adipositas bedingt.“ Um so wichtiger ist es
dem Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU),
Prof. Dr. Maurice Stephan Michel, gerade beim Nierenzellkarzinom auf das
große Potenzial der Prävention aufmerksam zu machen. „Weniger Übergewicht,
weniger Risiko für ein Nierenzellkarzinom!“, formuliert er die Botschaft
der DGU anlässlich der Nationalen Krebspräventionswoche 2023. „Auch wenn
es bisher vielleicht weniger bekannt ist, starkes Übergewicht ist neben
dem Rauchen ein wichtiger vermeidbarer Risikofaktor für das
Nierenzellkarzinom“, sagt Prof. Michel. Auch Vorerkrankungen wie
Bluthochdruck und chronische Niereninsuffizienz zählen zu den
Risikofaktoren.

„Und natürlich weisen wir mit Blick auf den Erhalt der urologischen
Gesundheit auch darauf hin, dass Übergewicht und Adipositas zudem Einfluss
auf häufige gutartige urologische Erkrankungen haben und zum Beispiel eine
Harninkontinenz oder die Fruchtbarkeit des Mannes negativ beeinflussen
können“, so der Generalsekretär der wissenschaftlichen Fachgesellschaft.

DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Axel Merseburger lädt anlässlich der 5.
Nationalen Krebspräventionswoche alle Interessierten sowie Patientinnen
und Patienten dazu ein, sich auf der Patienten-Website der Urologischen
Stiftung Gesundheit www.urologische-stiftung-gesundheit.de über
Prävention, Diagnostik und Behandlung urologischer Krebserkrankungen zu
informieren.

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Forscher*innen: Regierungen können radikale soziale und ökologische Maßnahmen ohne Wachstum finanzieren

Forschungsteam der Freien Universität Berlin schlägt geldpolitisches
Programm für Degrowth-Transformation vor

Neuen Untersuchungen unter Leitung eines Forschers am Otto-Suhr-Institut
der Freien Universität Berlin zufolge hat das Niveau des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) keinen Einfluss auf die Fähigkeit souveräner
Staaten, Investitionen in eine radikale Dekarbonisierung und ehrgeizige
sozialpolitische Maßnahmen wie universelle öffentliche Dienstleistungen
und eine Arbeitsplatzgarantie zu finanzieren. Ihre Studie „How to Pay
Saving the World: Modern Monetary Theory for a Degrowth Transition” ist
gerade im Fachmagazin “Ecological Economics” erschienen:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800923002318

„Um den Klimakollaps zu bremsen, müssen die Ausgaben der öffentlichen Hand
massiv erhöht werden. Nur durch staatliche Investitionen kann ein
rechtzeitiger Ausstieg aus fossilen Brennstoffen noch erreicht werden“,
sagt Doktorand Christopher Olk vom Otto Suhr Institut für
Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin und Leiter der Studie
„How to pay for saving the world: Modern Monetary Theory for a degrowth
transition". Es herrsche die weitverbreitete Meinung, dass Regierungen
ihre Ausgaben nur erhöhen können, wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und
damit die Steuerbasis wachsen. Andernfalls drohten angeblich eine
Inflation oder eine zu hohe öffentliche Verschuldung. Das würde ein
Problem bedeuten, da das BIP-Wachstum ökologischen Zielen zuwiderläuft.

Daher fordert mittlerweile eine Mehrheit der Klimawissenschaftler*innen
weltweit "Degrowth" - also den demokratisch geplanten Rückbau von
gesellschaftlich weniger notwendigen und ökologisch besonders schädlichen
Industrien - in reichen Ländern, um eine rechtzeitige Dekarbonisierung
noch zu ermöglichen. Zentrale Degrowth-Maßnahmen sind unter anderem der
Ausbau universeller öffentlicher Dienstleistungen und eine
Arbeitsplatzgarantie in nachhaltigen Sektoren. Regierungen stehen also vor
der Frage, wie die notwendigen ökologischen und sozialen Maßnahmen in
einer Degrowth-Transformation finanziert werden können.

Diese Frage will das Forschungsteam um Christopher Olk beantworten. Die
Wissenschaftler*innen argumentieren, dass öffentliche Investitionen
tatsächlich ohne BIP-Wachstum erhöht werden können - und zwar bei
gleichzeitigem Rückbau destruktiver und weniger nützlicher Industrien
sowie ohne Inflation.

Der in der Fachzeitschrift „Ecological Economics“ veröffentlichte Artikel
folgt der modernen Geldtheorie (MMT) und legt dar, warum Staaten mit
monetärer Souveränität grundsätzlich keinen finanziellen Beschränkungen
unterliegen. “Anders als von konservativen Ökonom*innen behauptet, werden
die öffentlichen Ausgaben tatsächlich nicht durch die Steuereinnahmen
beschränkt, sondern durch die Produktionskapazität der Volkswirtschaft”,
erklärt Christopher Olk, Hauptautor des Artikels. Die Grenzen der
öffentlichen Ausgaben sind demnach die sozialen und ökologischen Grenzen
der Produktion. Für eine öffentlich finanzierte Dekarbonisierung müssen
laut Olk einige Ressourcen, die bislang für gesellschaftlich weniger
notwendige Produktion eingesetzt werden, durch gezielte Politikmaßnahmen
in ressourceneffiziente öffentliche Versorgungssysteme verschoben werden.

Zu diesem Zweck schlagen die Forscher*innen ein umfassendes Bündel geld-
und fiskalpolitischer Maßnahmen vor, um Inflation zu verhindern und
wirtschaftliche Stabilität während eines Degrowth-Übergangs zu
gewährleisten. Dazu gehören eine stärkere Regulierung der privaten
Geldschöpfung durch Banken, eine progressive Besteuerung von
Kapitaleinkommen sowie von Energie- und Ressourcenverbrauch, gezielte
Preiskontrollen, robuste öffentliche Versorgungssysteme und die Einführung
einer emanzipatorischen, demokratisch organisierten Arbeitsplatzgarantie
in nachhaltigen Sektoren. Dieser ganzheitliche politische Rahmen birgt das
Potenzial, eine breite demokratische Unterstützung für einen Übergang zu
einer nachhaltigeren Zukunft zu gewinnen.

"Angesichts einer eskalierenden Klimakrise schützen unsere Regierungen die
Lebensgrundlagen der Bevölkerung nicht", so Olk. "Die Menschen können aber
nur dann eine bessere Politik fordern, wenn sie wissen, dass die
staatliche Sparpolitik nicht wirtschaftlichen Zwängen folgt, sondern eben
eine politische Entscheidung ist".

Zweifellos stehen den notwendigen öffentlichen Ausgaben existierende
Schuldenregeln auf europäischer und nationaler Ebene im Wege. Die Forscher
schlagen vor, sie angesichts der existenziellen Klimakrise, wie auch in
der Corona-Krise, auszusetzen oder perspektivisch durch ein demokratisches
Kontrollorgan zu ersetzen.

Christopher Olk, Colleen Schneider (Wirtschaftsuniversität Wien) und Jason
Hickel (Universität Barcelona und London School of Economics) zufolge
erfordert Degrowth vor allem eine politisch gut organisierte soziale
Basis. Bedenken hinsichtlich der finanziellen Machbarkeit, Sorge um
mögliche Inflation und um die Auswirkungen auf den eigenen Lebensstandard
führen oft zu Skepsis gegenüber einer radikalen sozialen und ökologischen
Transformation. Die Autor*innen zeigen demgegenüber auf, wie ein solcher
Übergang makroökonomisch machbar ist, und schlagen ein praktisches
wirtschaftspolitisches Programm vor, mit dem ökologische und soziale Ziele
gleichzeitig erreicht werden können.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Christopher Olk, Freie Universität Berlin, Otto Suhr Institut für
Politikwissenschaft, Freigeist Forschungsgruppe Global monetary relations
in the age of offshore finance”, Altensteinstraße 33, 14195 Berlin,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Originalpublikation:
Olk, C., Schneider, C., Hickel, J. (2023): How to pay for saving the
world: Modern Monetary Theory for a degrowth transition. Ecological
Economics 214 ,
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800923002318

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NZFH: Neue Studiendaten - So gesund sind kleine Kinder in Deutschland

Bei 78 Prozent der Säuglinge und Kleinkinder in Deutschland ist der
Gesundheitszustand „sehr gut“ – so lautet das Ergebnis der repräsentativen
Studie „Kinder in Deutschland 0-3 2022“ (KiD 0-3) des Nationalen Zentrums
Frühe Hilfen (NZFH). Die neuen Daten zeigen aber auch: Die Chancen auf ein
gesundes und entwicklungsförderliches Aufwachsen sind ungleich verteilt.
Die Corona-Pandemie hat diese bestehenden Ungleichheiten weiter vertieft.
Negative Effekte der Pandemiezeit stellen Kinderärztinnen und -ärzte vor
allem bei der sozialen und affektiven Entwicklung von Kleinkindern fest.
Die Studienergebnisse unterstreichen auch, wie wichtig die Angebote der
Frühen Hilfen sind.

Bei 78 Prozent der Säuglinge und Kleinkinder in Deutschland ist der
Gesundheitszustand „sehr gut“ – so lautet das Ergebnis der repräsentativen
Studie „Kinder in Deutschland 0-3 2022“ (KiD 0-3) des Nationalen Zentrums
Frühe Hilfen (NZFH). Die neuen Daten zeigen aber auch: Die Chancen auf ein
gesundes und entwicklungsförderliches Aufwachsen sind ungleich verteilt.
Die Corona-Pandemie hat diese bestehenden Ungleichheiten weiter vertieft.
Der Gesundheitszustand von Kindern, die in einem armutsbelasteten
Familienumfeld aufwachsen, ist im Vergleich nur bei 64 Prozent „sehr gut“.
21 Prozent der Kinder, deren Familien von Armut betroffen sind, sind
überdies nicht altersgerecht entwickelt. Negative Effekte der Corona-
Pandemie stellen Kinderärztinnen und -ärzte vor allem bei der sozialen und
affektiven Entwicklung von Kleinkindern fest.
Die Studienergebnisse unterstreichen auch, wie wichtig die Angebote der
Frühen Hilfen sind: 92 Prozent der Eltern, die von einer Familien-
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegenden oder einer Familienhebamme zu
Hause begleitet wurden, bewerten das Angebot als „(sehr) hilfreich“.

Lisa Paus, Bundesfamilienministerin: „Die Studie KiD 0-3 liefert uns
wertvolle repräsentative Daten zur Gesundheit und Entwicklung von
Säuglingen und Kleinkindern in Deutschland und füllt damit eine
Leerstelle. Dass das Aufwachsen in Armut die Entwicklung bereits von so
kleinen Kindern nachweislich beeinträchtigt, ist nicht hinnehmbar. Diesen
Trend hat die Pandemie nochmals verstärkt. Mit den Angeboten der Frühen
Hilfen erreichen wir insbesondere Familien mit kleinen Kindern in prekären
Lebensverhältnissen und können negativen Entwicklungen frühzeitig
entgegenwirken. So kommen wir unserem Ziel näher, allen Kindern in
Deutschland ein chancengerechtes und gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.“

Mechthild Paul, Leiterin des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH): „Die
Ergebnisse der Studie KiD 0-3 geben uns ein viel genaueres Bild davon, wie
es Familien in Deutschland und vor allem in bestimmten Lebenssituationen
geht. KiD 0-3 bekräftigt, dass Familien in Armutslagen den größten
Unterstützungsbedarf haben. Bei ihnen kommen viele Belastungen zusammen
und führen dazu, dass ihre Kinder von Anfang an viel geringere Chancen in
allen Lebensbereichen haben. Mit diesen Daten können wir die Angebote noch
bedarfsgerechter gestalten.“

Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und
Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ): „Familien mit Hilfebedarf sind gleichermaßen
angewiesen auf ärztliche und sozialpädagogische Unterstützung. Je früher
wir Familien in belasteten Lebenslagen passende Hilfsangebote machen
können, desto besser sind die Chancen für ihre Kinder. Hier ist die
gezielte Ansprache von Familien in unseren Praxen unverzichtbar. Dass
Frühe Hilfen weiterhin verlässlich in zahlreichen kommunalen Netzwerken
etabliert sind, dafür setzen wir uns mit vielen Partnern ein.“

Für die Studie wurden von April bis Dezember 2022 insgesamt 7.818 Mütter
und Väter befragt. 258 Kinderärztinnen und Kinderärzte haben sich
beteiligt. Die Erhebungen fanden im Rahmen der
Früherkennungsuntersuchungen U3 bis U7a statt. Die Eltern gaben Auskünfte
zu ihren Belastungen und vorhandenen Ressourcen sowie zur Inanspruchnahme
und Bewertung von Unterstützungsangeboten. Parallel dazu füllten die
Ärztinnen und Ärzte für jede teilnehmende Familie einen
Dokumentationsbogen zur Gesundheit und Entwicklung des Kindes aus. Dieser
Bogen wurde in enger Kooperation mit dem Berufsverband der Kinder- und
Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) entwickelt.

Die Daten der Befragungen bilden eine wichtige Grundlage, um sowohl aus
Elternsicht als auch aus kinderärztlicher Einschätzung die Situation von
Familien mit kleinen Kindern in Deutschland nachzuzeichnen und ihren
Unterstützungsbedarf zu ermitteln.
Ergebnisse und Informationen zur Studie stehen unter:
https://www.fruehehilfen.de/forschung-im-nzfh/praevalenz-und-
versorgungsforschung/kid-0-3-repraesentativbefragung-2022/ausgewaehlte-
ergebnisse

Nationales Zentrum Frühe Hilfen
Träger des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) ist die Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit dem Deutschen
Jugendinstitut e. V. (DJI). Das NZFH wird gefördert vom Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Es unterstützt seit
2007 die Fachpraxis dabei, familiäre Belastungen und Ressourcen frühzeitig
zu erkennen, qualitätsgesicherte bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen
und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern.

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