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Neue Hochschulpartnerschaft: Stellenbosch University (Südafrika) und Hochschule für Musik und Theater München

Die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) hat eine Partnerschaft
mit der Musikfakultät der Stellenbosch University (SU) in Südafrika
geschlossen. Am 5. Juni 2023 trafen sich Prof. Mario Nell (Dekan der
Musikfakultät der SU) und Dr. Bridget Rennie-Salonen (Leiterin der
Holzbläserabteilung der SU) mit Prof. Lydia Grün (Präsidentin der HMTM),
Prof. Markus Bellheim (Leiter des International Office der HMTM) Prof.
h.c. Martin Zenker (Internationalisierung am Jazz Institut) zur
Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding.

Prof. Lydia Grün: „Diese neue Partnerschaft legt den Grundstein für
Lehrenden- und Studierendenaustausch, Forschung und gemeinsame Projekte
mit der Stellenbosch University, einer Bildungsinstitution, die innerhalb
Südafrikas ein herausragendes Ansehen genießt.“

Prof. Markus Bellheim betont: „Die neue Partnerschaft mit der Stellenbosch
University ist für die HMTM eine große Bereicherung. Der geplante
Lehrenden- und Studierendenaustausch ermöglicht wertvollen
Erfahrungsaustausch und das gegenseitige Kennenlernen der Musikkulturen in
Deutschland und Südafrika, unter anderem durch Masterclasses, Workshops
und gemeinsame Konzerte.“

An der Hochschule für Musik und Theater München bestehen bislang etwa 70
internationale Partnerschaften mit Hochschulen. Wichtiger Teil der
Internationalisierungsstrategie der HMTM, die 2022 verabschiedet wurde,
ist der stetige Ausbau des bestehenden globalen Netzwerkes und des
internationalen künstlerischen und wissenschaftlichen Austausches.
Studierende, aber auch Lehrende werden in diesem Zusammenhang ermutigt,
einen Teil ihres Studiums bzw. ihrer Tätigkeit im Ausland zu verbringen
und Austauschprojekte als integralen Bestandteil ihrer Zeit an der HMTM zu
begreifen.

Die Stellenbosch University liegt etwa 50 Kilometer östlich vom Zentrum
Kapstadts entfernt. Mehr als 100 Jahre nach der Erlangung des
Universitätsstatus im Jahr 1918 besteht die SU heute aus 10 Fakultäten mit
mehr als 30.000 Studierenden. Die Musikfakultät der SU gehört zu den
bedeutendsten Ausbildungsstätten für Musik auf dem afrikanischen
Kontinent.

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Registerdaten für die Forschung nutzbar machen

In seinem heute veröffentlichten Positionspapier betont der Rat für
Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), wie wichtig der Zugang zu
Registerdaten sowie deren Verknüpfung für die Forschung sind. Der
unabhängige Beirat der Bundesregierung formuliert konkrete Empfehlungen,
damit die Wissenschaft auf der Basis von Registerdaten evidenzbasierte
Lösungen für gesellschaftliche Probleme finden kann.

Melderegister, Ausländerzentralregister oder Fahrzeugzulassungsregister –
diese Datensätze enthalten Informationen, mit denen wichtige
Fragestellungen der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften beantwortet
werden können. Entsprechend sind sie für die Forschung von besonderer
Bedeutung. Trotzdem bleibt Forschenden der Zugang dazu in Deutschland
erschwert. Die Wissenschaft ist daher bei der aktuell laufenden Umsetzung
der Registermodernisierung zwingend mitzudenken und auch die Möglichkeit,
dies im geplanten Forschungsdatengesetz zu verankern, sollte verfolgt
werden.

Neben dem Zugang ist es ebenso bedeutend, Registerdaten allumfassend
untereinander und mit Daten aus anderen Quellen, wie z. B. Surveydaten
verknüpfen zu können. Hierzu gilt es auch, funktionierende
Datentreuhändermodelle für die Wissenschaft zu etablieren. Aktuell ist
dies nur sehr beschränkt möglich. Insbesondere zu Fragen in den Bereichen
Arbeitsmärkten, Steuern, Bildung und Gesundheit kann eine Verknüpfung
jedoch bestehende Lücken schließen und evidenzbasierte Politikberatung
fördern.

Datenschutz darf nicht vernachlässigt werden

Da Register oft personenbezogene Daten enthalten, ist der Datenschutz
besonders wichtig. Die unterschiedliche Auslegung der
datenschutzrechtlichen Grundlagen in den Bundesländern ist dabei eine
große Herausforderung. „Am Beispiel von anderen europäischen Ländern sehen
wir, dass der Zugang zu Registerdaten auch unter Einhaltung der DSGVO
problemlos möglich sein kann. In Deutschland werden den Forschenden
aktuell noch Steine in den Weg gelegt, die wir versuchen, aus dem Weg zu
räumen“, so Prof. Dr. Joachim Winter, Vorsitzender der Arbeitsgruppe zum
Thema Registerdaten des RatSWD.

Die Politik hat die Bedeutung des Zugangs zu Registerdaten für Forschende
noch nicht ausreichend im Fokus: „Das Potenzial von Registerdaten für die
Forschung ist riesig. Leider hat das Thema es noch nicht prominent genug
auf die politische Agenda geschafft“, sagt Prof. Dr. Kerstin Schneider,
stellvertretende Vorsitzende des RatSWD. Deshalb möchte der RatSWD mit
seinem Positionspapier die Aufmerksamkeit für das Thema erhöhen.

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Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) berät seit 2004 die
Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der
Forschungsdateninfrastruktur für die empirischen Sozial-, Verhaltens- und
Wirtschaftswissenschaften. Im RatSWD arbeiten zehn durch Wahl legitimierte
Vertreterinnen und Vertreter der sozial-, verhaltens- und
wirtschaftswissenschaftlichen Fachdisziplinen mit zehn Vertreterinnen und
Vertretern der Datenproduktion zusammen.

Der RatSWD ist Teil des Konsortiums für die Sozial-, Verhaltens-,
Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften (KonsortSWD) in der Nationalen
Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Er versteht sich als
institutionalisiertes Forum des Dialoges zwischen Wissenschaft und
Datenproduzenten und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen. Dabei
engagiert er sich für eine Infrastruktur, die der Wissenschaft einen
breiten, flexiblen und sicheren Datenzugang ermöglicht. Diese Daten werden
von staatlichen, wissenschaftsgetragenen und privatwirtschaftlichen
Akteuren bereitgestellt. Derzeit hat der RatSWD 42 Forschungsdatenzentren
akkreditiert und fördert deren Kooperation.

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Neuer ISM-Fernstudiengang M.Sc. Health Care Management

Der Gesundheitssektor ist für die komplexe Balance zwischen sozialer
Verantwortung, umfangreicher Regulierung und komplizierten
Finanzierungsstrukturen bekannt. Führungskräfte mit Kenntnissen in
Gesundheitsökonomie, Change Management, Nachhaltigkeit und
Informationstechnologien sind daher sehr gefragt. Der neue Fernstudiengang
M.Sc. Health Care Management von der International School of Management
(ISM) bereitet zukünftige Führungskräfte auf die vielfältigen
Herausforderungen im Gesundheitswesen vor.

Der Gesundheitssektor spielt eine essenzielle Rolle für das Wohlbefinden
und die Lebensqualität der Menschen in Deutschland. Doch auch als Treiber
der deutschen Wirtschaft ist das Gesundheitswesen von zentraler Bedeutung,
wie ISM-Professorin und Studiengangleiterin Dr. Christine von Reibnitz
unterstreicht: „Jährlich werden 439 Milliarden Euro im Gesundheitswesen
erwirtschaftet und rund 8,1 Millionen Erwerbstätige arbeiten im
Gesundheitssegment. Neben medizinischem Fachpersonal sind auch gut
ausgebildete Fach- und Führungskräfte mit Kenntnissen in Ökonomie und
Kompetenzen in Leadership, Nachhaltigkeit und Informationstechnologien
stark nachgefragt.“

Das Programm des neuen ISM-Fernstudiengangs in Health Care Management
vermittelt relevante Management- und gesundheitsökonomische Kompetenzen.
Auch ein fundiertes Verständnis für den Gesundheitsmarkt und die
Bewältigung internationaler Herausforderungen wie etwa Nachhaltigkeit der
Versorgungsprozesse, oder Regulierungen sind Themen, mit welchen sich die
Studierenden auseinandersetzen werden.
Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Digitalisierung, wie
Studiengangleiterin Prof. Dr. Christine Reibnitz betont: „Die
Digitalisierung bietet ein enormes Potenzial zur Verbesserung der
Organisation und Gestaltung der Patientenversorgung. Darüber hinaus werden
auch Kenntnisse in Informations- und Kommunikationstechnologien sowie
Nachhaltigkeitskonzepten vermittelt, da diese in Zukunft eine
unverzichtbare Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen und die Arbeits-
und Führungsprozesse nachhaltig transformieren werden. Der Master-
Studiengang eignet sich beispielsweise für Studierende, die eine Karriere
im Management von Gesundheitseinrichtungen, Medizinprodukteunternehmen,
Krankenkassen oder Consulting anstreben.“

Das ISM-Fernstudium bietet ein hohes Maß an Flexibilität sowie
vielseitige, multimediale Lernangebote und interaktive Möglichkeiten. Alle
Studiengänge des Fernstudiums der International School of Management sind
modular aufgebaut und geben den Studierenden die Möglichkeit, bei den
Wahlfächern individuelle Schwerpunkte zu setzen. Auch die Studiendauer ist
flexibel. Die Studierenden werden sowohl von Dozierenden, Professoren und
Professorinnen der ISM als auch von Praktikern aus der Wirtschaft
begleitet. Diese stehen in Livestreams zur Verfügung, um Fragen zu
beantworten oder aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen. Zusätzlich
stehen Study Coaches bereit, um individuelle Fragen z. B. zur
Lernorganisation und Lernmethoden zu beantworten.

Gut zu wissen:
•       Weitere Infos: https://ism-fernstudium.de/master/health-care-
management-master/

•       Info-Webinar M.Sc. Health Care Management am 14. August um 18:00
Uhr
•       Wer sich bis zum 31. August 2023 für den neuen Master-Studiengang
in Health
Care Management einschreibt, sichert sich automatisch die
Immatrikulationsgebühr in Höhe von 690 Euro.
•       Kontakt: ISM-Studienberaterin Marcella Brockerhoff
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)

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Ökologische Landwende – wir fangen gerade erst an

Die Herausforderungen für den ökologischen Umbau der Landwirtschaft sind
groß. Sie muss sich an den Klimawandel anpassen und klimaschädliche
Treibhausgase deutlich reduzieren. „Momentan gibt es vor allem viele
politische Ziele, insbesondere die Klimaneutralität, aber noch wenig
konkrete Maßnahmen“, erklärt Margarethe Scheffler in der neuen Folge des
Podcasts „Wenden bitte!“ des Öko-Instituts. „Wir haben noch einen weiten
Weg zu gehen und fangen bei der Transformation der Landwirtschaft gerade
erst an. Hier muss Deutschland dringend handeln.“

Die Tierhaltung ist für 80 Prozent der Emissionen aus der Landwirtschaft
und Landnutzung verantwortlich. „Einen großen Anteil daran haben trocken
gelegte Moorböden. Diese machen nur etwa sieben Prozent der gesamten
Nutzfläche aus, verursachen aber rund 40 Prozent der Emissionen aus
Landwirtschaft und Landnutzung. Moore müssen dringend wieder nass werden“,
sagt die Wissenschaftlerin. Die landwirtschaftlichen Flächen könnten auch
als Senken für die weiterhin anfallenden Emissionen aus biologischen
Prozessen genutzt werden.

Eine Umstellung der Ernährung in Deutschland auf die Planetary Health Diet
könnte den Tierbestand um drei Viertel reduzieren. Dadurch könnte ein
großer Teil der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft eingespart
werden, die derzeit mit etwa 15 Prozent einen relevanten Anteil an den
deutschen Gesamtemissionen hat. Die dadurch frei gewordenen Flächen
könnten zur Ernährungssicherheit beitragen.

Zum Podcast „Wie kommt Klimaschutz auf den Acker?“ des Öko-Instituts
https://www.oeko.de/podcast/episode/wie-kommt-klimaschutz-auf-den-acker

Biodiversität erhöhen

In Deutschland werden 50 Prozent der gesamten Landesfläche durch
Landwirtschaft genutzt. In vielen Regionen ist diese strukturarm mit
großen Flächen und ohne Hecken dazwischen und wird durch Monokulturen
bestimmt. Oft werden die Fruchtfolgen im Anbau nicht gewechselt. Dadurch
ist ein höherer Einsatz von Stickstoffen und Pestiziden notwendig, die
wiederum zum Artensterben beitragen. Die deutsche Biodiversitätsstrategie
sieht bisher vor, dass zehn Prozent des Agrarlandes einen hohen
Biodiversitätswert haben. Nach der Umsetzung der aktuellen EU-Agrarpolitik
müssen in Deutschland mindestens vier Prozent der Flächen aus der Nutzung
genommen werden, und brach liegen oder als Blühstreifen dienen. „Unsere
Beispiele in Projekten zeigen aber, dass manche Arten bis zu 20 Prozent
wertvolle Lebensräume brauchen“, sagt Senior Researcher Scheffler.

Nachhaltige Landwirtschaft fördern

Eine ressourcenschonende, nachhaltige Landwirtschaft kann die Ernährung
sichern und gleichzeitig für zukunftsfähige Produktionssysteme sorgen.
Dazu muss unter anderem das System der Agrarsubventionen überdacht werden.
Momentan wird etwa die Hälfte der Subventionen nach dem Gießkannenprinzip
verteilt. Deswegen kommen Klimaschutzaspekte dabei zu kurz. Eine
Möglichkeit wäre, das zur Verfügung stehende Geld hauptsächlich für die
Förderung von Ökosystemleistungen zu verwenden und damit eine attraktive
finanzielle Gegenleistung für Ökosystemleistungen wie Blühstreifen oder
Agroforstsysteme an die Landwirte und Landwirtinnen zu zahlen. In einer
aktuellen Studie des Öko-Instituts untersuchen die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler, ob es möglich ist, das Erneuerbare-Energien-Gesetz
auf die Landwirtschaft zu übertragen und damit mehr Geld für
Ökosystemleistungen zu sammeln.

Wissen statt Alltagsberatung

Der Podcast „Wenden bitte!“ des Öko-Instituts richtet sich an alle mit
politischem und ökologischem Interesse aus Politik, Wissenschaft, Medien,
NGOs und Öffentlichkeit. Den Podcast moderieren Nadine Kreutzer,
Journalistin und Moderatorin, und Mandy Schoßig, Leiterin Öffentlichkeit &
Kommunikation am Öko-Institut. Rund eine Stunde lang sprechen sie mit
einem Experten beziehungsweise einer Expertin aus dem Öko-Institut über
anstehende Nachhaltigkeitstransformationen – genug Zeit für die
„Langstrecke der Umweltpodcasts“.

Alle 19 erschienen Episoden des Podcasts: www.oeko.de/podcast

Der Podcast ist erhältlich auf allen gängigen Podcast-Portalen – etwa bei
Apple Podcasts sowie bei Spotify

Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen
Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der
Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien,
wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal
umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg,
Darmstadt und Berlin vertreten.

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