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Kinder mit Autismus: ihre Schwächen, ihre Stärken

Die Stiftung Kindergesundheit informiert über Autismus-Spektrum-Störungen
und über die Zunahme ihrer Häufigkeit bei Kindern und Jugendlichen

Autismus ist eine durch genetische und umweltbedingte Faktoren verursachte
Störung der Gehirnentwicklung im frühen Kindesalter. Experten registrieren
weltweit übereinstimmend eine starke Zunahme der Störung in den letzten
Jahren. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass der Anteil autistischer
Menschen an der Gesamtbevölkerung bei etwa einem Prozent liegt. Das
betrifft in Deutschland ungefähr 800.000 Frauen und Männer, berichtet die
in München beheimatete Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen
Stellungnahme.

„Viele autistische Kinder haben große Schwierigkeiten, Kontakte zu anderen
Menschen, manchmal sogar zu den eigenen Eltern aufzunehmen“, sagt die
Münchner Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Priv.-Doz. Dr. med. Katharina Bühren, ärztliche Direktorin des kbo-
Heckscher-Klinikums und Vorstandsmitglied der Stiftung Kindergesundheit.
„Diese Kinder sind nicht wie ihre Altersgenossen in der Lage, die
Stimmungen oder Absichten anderer Menschen zu erfassen und weichen selbst
von liebevollen Berührungen zurück, weil sie deren Absicht nicht erkennen
können“.

Schon als Babys verhalten sie sich etwas seltsam

Eine autistische Störung kündigt sich meist bereits in den ersten 24
Lebensmonaten an, berichtet die Stiftung Kindergesundheit. So sind
autistische Babys oft übermäßig ruhig und Liebkosungen gegenüber
gleichgültig. Sie reagieren nicht oder nur verzögert auf Ansprache und
sind zum Beispiel teilnahmslos oder sogar ablehnend, wenn man sie auf den
Arm nimmt. Sie suchen keinen Blickkontakt, lächeln nicht zurück und
reichen den Eltern nicht die Arme entgegen. Auch die Sprachentwicklung ist
zum Teil verzögert oder sogar schwer gestört.

Mit zunehmendem Alter entwickelt sich dann meistens eine mehr oder weniger
starke emotionale Beziehung zu den Eltern und anderen vertrauten Personen.
Freundschaften mit Gleichaltrigen sind jedoch rar, auch gemeinsames
Spielen findet nur selten statt. „Den Kindern mangelt es an
Einfühlungsvermögen“, erläutert die Kinder- und Jugendpsychiaterin: „Sie
können sich nicht in jemand anderen hineinversetzen und leben in ihrer
eigenen Gedanken- und Vorstellungswelt.“

Autismus wurde von den Fachleuten lange in „Frühkindlicher Autismus“,
„Asperger-Syndrom“ und „Atypischer Autismus“ eingeteilt. Da sich die
Formen überschneiden und unterschiedliche Ausprägungsgrade auftreten
können, wird heute der Oberbegriff Autismus-Spektrum-Störungen verwendet
(englisch: Autism spectrum disorder, ASD).

Bei impfskeptischen Menschen hält sich hartnäckig die Annahme, Autismus
könne durch Impfungen verursacht werden. Diese Behauptung ist durch
mehrere Studien wissenschaftlich eindeutig widerlegt worden, unterstreicht
die Stiftung Kindergesundheit.

Unvermittelte Wutausbrüche wegen Lappalien

Autistische Kinder „leiden“ nicht, zumindest nicht körperlich: Sie haben
kein Fieber, müssen keine Schmerzen ertragen oder krank das Bett hüten.
Dennoch können auch autistische Kinder Qualen empfinden und zwar oft aus
Gründen, die kaum jemand versteht – meist nicht einmal ihre Eltern: Fremde
Dinge, die sie hören, sehen, fühlen, schmecken oder riechen, lösen bei
autistischen Kindern oft ungewöhnliche Reaktionen oder unberechenbare
Wutausbrüche aus. Manche Betroffene können glitschige oder klebrige Dinge
nicht anfassen, andere lehnen Mahlzeiten schon wegen ihrer ungewohnten
Konsistenz, ihres (grünen) Aussehens oder ihres neuen, noch unvertrauten
Geschmacks ab.

Betroffene haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Struktur und
Vorhersehbarkeit, brauchen Routinen und vertraute Abläufe, die ihnen
Sicherheit geben. Sie haben Angst vor Neuem und möchten am liebsten alles
immer beim Alten behalten. Schon kleinste Veränderungen, wie zum Beispiel
das Umstellen eines Möbelstücks, bringen sie zur schieren Verzweiflung und
unvermittelt zum Ausrasten.

Zwanghafte Wiederholung von Bewegungen

Nicht selten zeigen autistische Kinder ritualisierte Handlungen, die oft
automatenhaft wiederholt werden. Dazu gehören zum Beispiel das Berühren
verschiedener Gegenstände in der stets gleichen Reihenfolge, das
zwangartige Wiederholen bestimmter Bewegungsabläufe wie zusammenhangloses
Händeklatschen oder Haareausreißen, rhythmisches Kopfanschlagen,
Schaukeln, Drehen, Hochschnellen und Zucken oder statuenhaftes Ausharren
in einer bestimmten Position. Eine häufige Angewohnheit ist auch die
sogenannte „Echolalie“, die Neigung, Laute und Worte anderer Personen zu
wiederholen. So antwortet ein autistisches Kind auf die Frage „Hast Du
Hunger?“ vielleicht mit demselben Satz „Hast Du Hunger?“, weil es weiß,
dass es nach diesem Satz meist etwas zu Essen gibt.

Bei manchen Kindern bilden sich starke Beziehungen heraus zu scheinbar
wertlosen Gegenständen wie zum Beispiel Gummibändern oder Bindfäden, und
sie sind unter Umständen heftig erregt, wenn man ihnen diese Dinge
wegnimmt.

Spezialisten mit phänomenalen Fähigkeiten

Einige autistische Kinder sind überdurchschnittlich intelligent und
entwickeln sich zu wahren Expert*innen auf einem bestimmten Gebiet.
Betroffene mit so einer sogenannten Inselbegabung werden Savants genannt.
Sie haben oft geradezu phänomenale Fähigkeiten zu abstraktem und logischem
Denken und geben sich häufig sehr speziellen Interessen hin, in denen sie
auch Großes zu leisten vermögen.

Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten leben mit Autismus, zum Beispiel die
Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die Milliardäre Bill Gates und Elon Musk
oder der Hollywood-Regisseur Steven Spielberg. Auch Einstein und Mozart
und der Pop-Künstler Andy Warhol sollen Autisten gewesen sein.

Viele bekennen sich zu ihrer Störung. Ein von Autismus Betroffener schrieb
vor einigen Jahren in der „New York Times“: „Wir haben keine Krankheit,
und deswegen können wir nicht geheilt werden. Wir sind einfach so“.

ADHS – eine häufige Begleitstörung

Kinder mit Autismus neigen auch noch zu einer Reihe weiterer psychischer
Begleitstörungen, wie zu übergroßen Befürchtungen, Phobien, Schlaf- und
Essstörungen sowie zum herausfordernden Verhalten in Form von
Wutausbrüchen und fremd -­ oder selbstverletzenden Verhaltensweisen.
Fast jede*r Zweite ist auch von einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung ADHS
betroffen, Jungen häufiger als Mädchen.
Manche ihrer Kommunikationstörungen lassen mit der Zeit etwas nach, die
meisten autistischen Kinder jedoch haben auch im Erwachsenenalter noch
soziale und partnerschaftliche Probleme, weiß PD Dr. Katharina Bühren zu
berichten.

Die Schuld liegt nicht an den Eltern!

Die Ursache von Autismus ist immer noch ungeklärt. Fest steht jedoch, dass
die Schuld an den Verhaltensstörungen nicht an Erziehungsfehlern der
Eltern liegt, betont die Stiftung Kindergesundheit.
Vermehrter Konsum digitaler Medien ab dem frühen Kleinkindalter scheint
mit der Entwicklung von autistischen Zügen in Verbindung zu stehen – durch
die verminderte echte soziale Interaktion können diese Kinder Gefühle und
Verhaltensweisen anderer Menschen schlechter einschätzen und adäquat auf
sie eingehen.
Aufgrund von deutlichen Fortschritten in der Forschung können heute immer
häufiger genetische Veränderungen als Ursache identifiziert werden.

Ist eine Behandlung möglich?

Zur Behandlung von autistischen Störungen steht in Deutschland eine Reihe
von therapeutischen Verfahren zur Verfügung. Für die Kernsymptomatik der
Autismus-Spektrum-Störung gibt es allerdings bis heute kein Verfahren und
Medikament, das einen völligen Rückgang der autistischen Symptome
erreichen könnte.

Die aktuellen Leitlinien zur Therapie empfehlen grundsätzlich
verhaltenstherapeutisch-übende Verfahren, da für derartige Methoden die
besten Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Durch solche Therapien, die
möglichst früh beginnen sollten, können insbesondere die soziale
Interaktion und die Fähigkeiten der betroffenen Kinder (und Erwachsenen)
zur Kommunikation verbessert und ihre herausfordernden und seltsam
anmutenden Verhaltensweisen reduziert werden.

Doch die Kapazitäten der Therapiezentren geraten derzeit zunehmend an ihr
Limit, beklagen Prof. Dr. Heidrun Thaiss und Prof. Dr. Volker Mall,
Präsident*innen der Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und
Jugendmedizin. Der wesentliche Grund hierfür ist der personelle Engpass in
fast allen medizinischen, psychosozialen und therapeutischen Berufen, der
sich auch in den Autismus-Therapiezentren zeigt.

Hier gibt es mehr Informationen

Selbsthilfe-Organisationen von Autist*innn und Eltern autistischer Kinder
benutzen häufig die Bezeichnungen „Auties“ (für Menschen mit Autismus-
Spektrum-Störungen) und „Aspies“ (für Menschen mit Asperger-Syndrom), um
zu verdeutlichen, dass der Autismus ein Teil ihrer Persönlichkeit ist.
Viele haben sich zu Selbsthilfe-Organisationen zusammengeschlossen. Hier
einige Beispiele:

Bundesverband autismus Deutschland e.V.

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RWI: Konsum zieht deutsche Wirtschaft im nächsten Jahr zurück ins Plus

Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung senkt seine Prognose
für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 von 0,2 auf -0,3
Prozent, für 2024 erwartet es 2,0 Prozent. Wie schnell die deutsche
Wirtschaft sich erholt, hängt vor allem davon ab, wie schnell die
Inflation zurückgeht und infolge dessen der private Konsum wieder
anspringt. Die Arbeitslosenquote dürfte 2023 bei 5,6 Prozent, 2024 bei 5,4
Prozent liegen. Die Inflation dürfte in diesem Jahr 5,5 Prozent betragen
und im nächsten auf 2,0 Prozent zurückgehen. Das RWI erwartet für das
laufende Jahr ein staatliches Budgetdefizit von gut 50 Milliarden Euro und
für 2024 ein Defizit von knapp 18 Milliarden Euro.

Das Wichtigste in Kürze:

• Das RWI senkt seine Prognose des deutschen Wirtschaftswachstums für 2023
gegenüber März dieses Jahres um 0,5 Prozentpunkte von 0,2 auf -0,3
Prozent. Für 2024 erwartet es 2,0 statt 1,8 Prozent.

• Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in Deutschland ist derzeit schwach.
Dies ist vor allem auf einen kräftigen Rückgang des Konsums der privaten
Haushalte zurückzuführen. Aufgrund der hohen Inflation zu Jahresbeginn und
der damit verbundenen sinkenden Realeinkommen schränkten die Haushalte
ihren Konsum ein. Im weiteren Verlauf des Jahres dürften mit sinkender
Inflation auch die Konsumausgaben der Haushalte wieder steigen.

• Nachlassende Probleme mit den Lieferketten haben offenbar ermöglicht,
dass Unternehmen aufgelaufene Aufträge abarbeiten konnten. Entsprechend
wurden die Ausrüstungsinvestitionen im ersten Quartal dieses Jahres recht
deutlich ausgeweitet. In diesem Jahr dürften sie um insgesamt 3,6 Prozent
zulegen, im nächsten Jahr aufgrund schlechterer Finanzierungsbedingungen
um 2,7 Prozent.

• Der Arbeitsmarkt ist mit starkem Beschäftigungszuwachs ins Jahr
gestartet, im ersten Quartal mit einem Plus von saisonbereinigt 150.000
Erwerbstätigen. Die positive Entwicklung wurde vor allem durch Zuwanderung
getrieben, die größten Zuwächse verzeichnete die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Jüngste
Arbeitsmarktindikatoren deuten jedoch auf einen Umschwung hin.

• Durch die schwache Konjunktur ist die registrierte Arbeitslosigkeit
gestiegen, sie dürfte im zweiten Quartal 2023 ihren Höhepunkt erreichen.
In diesem Jahr wird die Arbeitslosenquote voraussichtlich auf 5,6 Prozent
steigen, im nächsten Jahr dann wieder auf 5,4 Prozent sinken.

• Bei den Tarifverdiensten sind im weiteren Verlauf große Steigerungen
angelegt, da unter anderem in gewichtigen Bereichen wie im öffentlichen
Dienst neue Tarifabschlüsse recht hohe Raten und vor allem umfangreiche
Einmalzahlungen im Rahmen der Inflationsausgleichsprämie beinhalten. Über
den gesamten Prognosezeitraum sind hohe Lohnzuwächse zu erwarten, während
die Inflation allmählich abflaut. Folglich dürften die zuletzt gesunkenen
Reallöhne ab der zweiten Hälfte dieses Jahres wieder steigen. Auf die
Jahre 2023 und 2024 gesehen dürften die Tarifverdienste um 4,8 Prozent
bzw. 4,6 Prozent zulegen, die Effektivverdienste (die tatsächlich von
Arbeitgebern an die Arbeitnehmer gezahlten Bruttoverdienste, die außer dem
Tarifverdienst die übertariflichen Leistungen enthalten), gar um 5,9
Prozent bzw. 5,0 Prozent.

• Seit Beginn des Jahres hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise
gegenüber dem Vorjahr von 8,7 Prozent auf 6,1 Prozent verlangsamt. Dies
liegt unter anderem daran, dass die Energiepreise durch die Einführung der
Strom- und Gaspreisbremse seit Jahresbeginn kaum noch zur Teuerung
beitragen. Für dieses Jahr erwartet das RWI eine Inflationsrate von 5,5
Prozent, für 2024 eine Rate von 2,0 Prozent.

• Das staatliche Budgetdefizit dürfte in diesem Jahr mit gut 50 Milliarden
Euro deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr mit 106 Milliarden Euro.
Die Staatseinnahmen legen nur moderat zu, insbesondere weil sich die
Steuereinnahmen schwach entwickeln. Die Staatsausgaben dürften ebenfalls
nur schwach zulegen. Im Jahr 2024 dürfte das gesamtstaatliche Defizit auf
knapp 18 Milliarden Euro sinken, sowohl Staatseinnahmen als auch -ausgaben
dürften höher ausfallen als in diesem Jahr.

Zu den Aussichten für die deutsche Wirtschaft sagt RWI-Konjunkturchef
Torsten Schmidt: „Die konjunkturelle Erholung hängt davon ab, dass die
Inflation wie vorhergesagt sinkt und der private Konsum sich dadurch
belebt. Ist das nicht der Fall, könnte das BIP noch weiter zurückgehen.“

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Krankenhaus Rating Report 2023: Wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich 2021 verschlechtert

Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich im Jahr 2021
wieder verschlechtert. 11 Prozent lagen im „roten Bereich“ mit erhöhter
Insolvenzgefahr. Auch ihre Ertragslage hat sich negativ entwickelt, 32
Prozent der Kliniken schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust.
Maßgeblich für die schlechtere wirtschaftliche Lage der Kliniken war der
Rückgang der Ausgleichszahlungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie bei einem
nach wie vor geringen Leistungsniveau der Krankenhäuser. Das deutsche
Gesundheitswesen steht weiterhin vor großen Herausforderungen, für die es
aktuell nicht gerüstet ist. ...

... Zu diesen und vielen weiteren Ergebnissen kommt die neunzehnte Ausgabe
des „Krankenhaus Rating Report“, der im Rahmen des „Hauptstadtkongress
2023 – Medizin und Gesundheit“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Er
wurde gemeinsam vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und
der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit der
Bank im Bistum Essen (BIB) erstellt.

Das Wichtigste in Kürze:

Status quo

• Nach einem guten Jahr 2020 hat sich die wirtschaftliche Lage der
Krankenhäuser im Jahr 2021 wieder verschlechtert. 11 Prozent der
Krankenhäuser befanden sich im „roten Bereich“ erhöhter Insolvenzgefahr,
16 Prozent im „gelben“ und 73 Prozent im „grünen Bereich“. Im Jahr zuvor
lagen 7 Prozent im „roten“, 25 Prozent im „gelben“ und 68 Prozent im
„grünen Bereich“.

• Die Ertragslage hat sich 2021 ebenfalls verschlechtert: 32 Prozent der
Krankenhäuser schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust, 2020 waren
es 22 Prozent. Im Jahr 2021 betrug das durchschnittliche Jahresergebnis
lediglich 0,8 Prozent der Erlöse, im Jahr zuvor waren es noch 1,8 Prozent.

• Maßgeblich für die schlechtere wirtschaftliche Lage der Kliniken war der
Rückgang der Ausgleichszahlungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie bei einem
nach wie vor geringen Leistungsniveau der Krankenhäuser.

• Die stationäre Fallzahl nahm im Jahr 2022 geringfügig um etwa 0,8
Prozent zu. Im Jahr 2020 war sie aufgrund der COVID-19-Pandemie
außerordentlich stark um 13,5 Prozent gesunken war, im zweiten
Pandemiejahr 2021 leicht um 0,3 Prozent zurückgegangen.

• Die Investitionsfördermittel der Länder beliefen sich im Jahr 2021 auf
3,3 Milliarden Euro, das waren 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Bezogen
auf die gesamten Krankenhauserlöse entspricht dies einem Anteil von 3,2
Prozent. Um die Unternehmenssubstanz zu erhalten und weiterzuentwickeln
sollten jährlich mindestens 7 Prozent der Erlöse in Investitionen fließen.
Der jährliche förderfähige Investitionsbedarf der Plankrankenhäuser zum
Substanzerhalt dürfte sich auf mindestens 5,7 Milliarden Euro belaufen,
zuzüglich Universitätskliniken insgesamt auf 6,6 Milliarden Euro.

• Krankenhäuser schließen diese investive Lücke nur zum Teil aus eigener
Kraft, sodass es zu einem Substanzverzehr kommt, der auch in den Bilanzen
deutlich sichtbar wird. Besonders stark war dieser Substanzverzehr bei den
ostdeutschen Krankenhäusern, die sich dem niedrigen Niveau der
westdeutschen Krankenhäuser immer weiter annähern. Bezogen auf die Erlöse
sank das Sachanlagevermögen in Westdeutschland zwischen 2007 und 2021 um
fast 15 Prozent, in Ostdeutschland um 40 Prozent.

• Eine Auswertung vorliegender Jahresabschlüsse aus den Jahren 2007 bis
2020 zeigt zeitstabile Muster: Signifikant besser fällt das Rating in Ost-
Deutschland aus, am schlechtesten in Bayern und Baden-Württemberg.
Kliniken in freigemeinnütziger und privater Trägerschaft schneiden beim
Rating und der Ertragslage deutlich besser ab als öffentlich-rechtliche
Kliniken. Gleichwohl verschlechterte sich die Ertragslage privater
Krankenhäuser 2021 im Vergleich zum Jahr 2019, während sie bei öffentlich-
rechtlichen nur leicht zurückging und bei freigemeinnützigen Häusern sogar
stieg. Ein signifikant besseres Rating und eine bessere Ertragslage hatten
außerdem größere Kliniken, Häuser in Klinikketten, Krankenhäuser mit einem
mittleren und hohen Spezialisierungsgrad sowie Einrichtungen mit einem
höheren Casemixindex.

• Die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Menschen im
Gesundheitswesen ist zwischen 2015 und 2022 um 12 Prozent gestiegen,
gleichzeitig hat der Anteil der in Teilzeit beschäftigten Menschen leicht
zugenommen. Im ärztlichen Dienst in Krankenhäusern hat er sich zwischen
2004 und 2020 von 12 Prozent auf 30 Prozent mehr als verdoppelt. Zudem
arbeiten deutlich mehr ausländische Beschäftigte in Krankenhäusern. Trotz
der Zunahme der Zahl an Beschäftigten in den medizinischen
Gesundheitsberufen sind nach wie vor zahlreiche Stellen nicht besetzt.

• Im Jahr 2022 lag die Zahl der von Krankenhäusern gemeldeten offenen
Stellen um 88 Prozent höher als 2015. Erfreulicherweise ist seit 2019 im
Gesundheitswesen die Anzahl der Auszubildenden gestiegen, sie lag 2022 bei
ca. 110.000. Allerdings wird diese Zunahme nicht genügen, um den Teil der
Belegschaft, der in den kommenden Jahren in Rente gehen wird, komplett zu
ersetzen.

• Die Akademisierung der Pflege nimmt zu. Der Anteil der Pflegekräfte mit
einem akademischen Berufsabschluss ist von 2015 bis 2022 von 2 auf 5
Prozent gestiegen. Ebenso hat sich die Vergütung von Pflegekräften
zwischen 2015 und 2021 spürbar verbessert. Besonders hoch sind die
Pflegelöhne im Saarland und in Baden-Württemberg, beide Länder grenzen
jeweils an die Hochlohnländer Luxemburg und Schweiz. Die Dauer einer
Beschäftigung ist von 2015 bis 2021 besonders bei Pflegeberufen gesunken,
während sie im ärztlichen Dienst nahezu unverändert blieb.

Projektion

• Für die Projektion wurden die Jahresabschlüsse des Jahres 2021 unter
Berücksichtigung der bereits über die Jahre 2022 und 2023 vorliegenden
Erkenntnisse und beschlossener Gesetzesänderungen sowie der demografischen
Entwicklung bis 2030 fortgeschrieben. Im Szenario „Fortschreibung“ wird
angenommen, dass die in den Pandemiejahren beobachtete geringe
Leistungsmenge dauerhaft niedrig bleibt und es nur zu einem leichten
demografisch bedingten Wachstum kommt. Weiterhin werden die gestiegene
Inflation sowie bereits beschlossene Kurzfristhilfen wie die
Energiepreisbremse und der Härtefallfonds berücksichtigt.

• In diesem Szenario „Fortschreibung“ würde der Anteil der Krankenhäuser
im roten Rating-Bereich im Jahr 2023 auf 18 Prozent und bis 2030 auf 44
Prozent steigen. Der Anteil der Krankenhäuser mit einem Jahresverlust
würde 2023 auf 47 und bis 2030 auf 58 Prozent wachsen. Daraus würde ein
enormer Anpassungsdruck entstehen.

• Ergänzend wurden fiktiv eine einmalige Stabilisierungshilfe von 1
Milliarde Euro im Jahr 2023 sowie dauerhafte Hilfen in Höhe von 4
Milliarden Euro jährlich ab dem Jahr 2024 angesetzt. Sie würden zu einer
Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage führen. Im Jahr 2030 würden dann
lediglich 26 Prozent der Häuser einen Jahresverlust ausweisen.

• Würde das Leistungsniveau durch einen wachsenden Personalmangel und eine
voranschreitende Ambulantisierung sinken, würde sich die wirtschaftliche
Lage der Krankenhäuser dramatisch verschlechtern. Die überwiegende
Mehrzahl der Kliniken würde in diesem Szenario bereits ab 2024 einen
Jahresverlust machen.

Ausblick

• In den kommenden Jahren wird das Erwerbspersonenpotenzial stark sinken,
weil die geburtenstarken Jahrgänge schrittweise den Arbeitsmarkt verlassen
und die geburtenschwachen Jahrgänge aus den 2000er-Jahren in den
Arbeitsmarkt eintreten. Der daraus resultierenden Knappheit von
Fachkräften kann mit qualifizierter Zuwanderung nur bedingt
entgegengewirkt werden. Da der demographische Wandel die
Bevölkerungsstruktur in ganz Europa prägt, müssten hierzu weltweit
Fachkräfte angeworben werden.

• Ein weiteres zentrales Vorhaben ist die große Krankenhausreform, die
mehrere Ziele verfolgt. Vor allem soll die Einführung einer
fallmengenunabhängigen Vorhaltefinanzierung den Mengenanreiz des DRG-
Systems reduzieren, die Daseinsvorsorge stärken und über noch zu
definierende Leistungsgruppen einen Anreiz zur Optimierung der
Krankenhausstrukturen schaffen. Damit wird ein starker Anreiz gesetzt,
Standorte zu größeren Einheiten zusammenzulegen, um damit ein höheres
Versorgungslevel zu erzielen.

• Ergänzt werden sollte die Krankenhausreform durch eine effektive
Patientensteuerung. Sie könnte durch die Etablierung einer „Gatekeeper-
Funktion“, sozial abgefederte Eigenbeteiligungen und den Ausbau der
Gesundheitskompetenz der Bevölkerung erreicht werden. Integrierte
Leitstellen (ILS) könnten die Gatekeeper-Funktion übernehmen und
Hilfesuchenden abschließend helfen. Im Krankenhaus sollten Hilfesuchende
auf ein Integriertes Notfallzentrum (INZ) treffen, das gemeinsam vom
Krankenhaus und KV-Ärzten betrieben wird.

• Die geplante Krankenhausreform formuliert implizit ein Zielbild der
künftigen Krankenhausstruktur. Im Jahr 2021 waren die rund 437.000 Betten
in den Allgemeinkrankenhäusern nur noch zu 66 Prozent ausgelastet. Bei
einer Zielauslastung von 85 Prozent und bei fortschreitender
Ambulantisierung bestünde im Zielbild ein Bedarf von nur etwa 316.000
Betten bzw. rund 1.200 Standorte. Eine flächendeckende Versorgung ist
damit weiterhin gut möglich.

• Der Weg vom Status quo zum Zielbild ist mit erheblichen Veränderungen
verbunden. Auch in ländlich geprägten Regionen, in denen die
Flächendeckung eine große Rolle spielt, müssen Standorte zu größeren
Einheiten zusammengelegt werden. Damit ließe sich eine höheres
Krankenhauslevel und bei optimaler Standortwahl gleichzeitig die
Flächendeckung erreichen. Eine erste grobe Abschätzung vornehmlich in
ländlich geprägten Räumen zeigt, dass fast 200 Standorte der Stufe 1
zusammengelegt werden könnten, sodass anschließend rund 80 neue Standorte
der Stufen 1 bis 3 entstünden.

• Würden alle diese Standorte neu gebaut, betrüge der Investitionsbedarf
18 Milliarden Euro. Dabei ist näherungsweise gegengerechnet, dass der
Sanierungsbedarf an den alten Standorten entfällt. In städtischen Gebieten
entsteht darüber hinaus ein Investitionsbedarf, wenn Kapazitäten
gebündelt, umgewidmet oder geschlossen werden sollen.

„Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich im Jahr 2021
wieder verschlechtert“, sagt RWI-Gesundheitsexperte Boris Augurzky. „Die
geplante große Krankenhausreform ist ein notwendiger Schritt, um das
deutsche Gesundheitswesen effizienter und damit zukunftsfähig zu machen“,
so Augurzky.

Datengrundlage des „Krankenhaus Rating Report 2023“ ist eine Stichprobe
von 521 Jahresabschlüssen von Krankenhäusern aus dem Jahr 2020 und 525 aus
dem Jahr 2021. Sie umfassen insgesamt 976 Krankenhäuser. Für das Jahr 2022
lagen noch keine Jahresabschlüsse in ausreichender Zahl vor. Der Report
wird gemeinsam vom RWI – Leibniz-Institut für Wirt-schaftsforschung und
der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit der
Bank im Bistum Essen (BIB) erstellt.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Boris Augurzky (RWI), Tel.: +49 (0)201 81 49-203
Dr. Adam Pilny (hcb), Tel.: +49 (0)201 29 39 3000
Dr. Sebastian Krolop (Planet Health Foundation), Tel.: +49 (0)171 93 68
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Originalpublikation:
Dieser Pressemitteilung liegt die Studie "Krankenhaus Rating Report 2023 –
die Revolution?!“ zugrunde. Sie enthält unter anderem zahlreiche grafisch
aufbereitete Darstellungen und Krankenhausbenchmarks. Die Studie kann für
359 Euro inkl. 7 % MwSt. beim Verlag medhochzwei (www.medhochzwei-
verlag.de) bestellt werden (Buch inkl. eBook, ISBN 978-3-86216-976-4). Sie
ist auch als reines eBook (329 Euro, ISBN 978-3-86216-977-1) oder im
Online-Abonnement (329 Euro, inkl. Archivmaterial seit 2012, ISBN
978-3-86216-103-4) erhältlich. Sämtliche Grafiken und Tabellen sind auch
separat als Download verfügbar (898 Euro, Bestell-Nr.386216061).

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Forschungsergebnisse "Studie zur Erwachsenenbildung" - Bericht aus acht Ländern weltweit und Empfehlungen

Erwachsenenbildung ist weltweit ein Bereich innerhalb des Bildungswesens,
der durch sehr unterschiedliche gesellschaftliche und politische
Bedingungen herausgefordert wird. Ein Forschungsprojekt der Universität
Hamburg (Deutschland), der Rutgers University (USA) und der University of
Technology Sydney (Australien) hat den Stand der Erwachsenenbildung in
acht ausgewählten Ländern untersucht: Australien, Brasilien, Indien,
Jordanien, Südafrika, Kirgisistan, Thailand und Ukraine. Die Ergebnisse
aus Expert:innenbefragungen zeigen Bedingungen von der Makro- zur Mikro-
Ebene auf und geben Empfehlungen zur Stärkung des Sektors.

Erwachsenenbildung ist weltweit ein Bereich innerhalb des Bildungswesens,
der durch sehr unterschiedliche gesellschaftliche und politische
Bedingungen herausgefordert wird und insgesamt noch weit weniger anerkannt
und strukturiert ist als die schulische Bildung. Ein Forschungsprojekt der
Universität Hamburg (Deutschland), der Rutgers University (USA) und der
University of Technology Sydney (Australien) hat den Stand der
Erwachsenenbildung in acht ausgewählten Ländern untersucht: Australien,
Brasilien, Indien, Jordanien, Südafrika, Kirgisistan, Thailand und
Ukraine, wobei in jedem dieser Länder Expertinnen und Experten befragt
wurden. Die Studie wurde 2022 von DVV International (Institut für
Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V.)
initiiert und vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Die wichtigsten Ergebnisse
werden am 15.06.2023 in einem Bericht vorgestellt.

Von August 2022 bis Oktober 2022 wurden Interviews mit 25 Expertinnen und
Experten aus den ausgewählten Ländern geführt und anschließend mit Hilfe
eines Grounded-Theory-Ansatzes ausgewertet. Daraus entstand ein Modell,
das zeigt, wie Faktoren und Akteure auf verschiedenen gesellschaftlichen
Ebenen (Mega-, Makro-, Meso- und Mikroebene) zusammenwirken und
Erwachsenenbildung in unterschiedlichen Kontexten beeinflussen.

Vergleiche auf der Mega-Ebene zeigen, dass übergreifende Themen wie Krieg
und Konflikt, historische und systematische Diskriminierung, Krankheit und
extreme Armut sowie politischer Autoritarismus sowohl als Anstoß als auch
als Hindernis für Erwachsenenbildungs-Aktivitäten wirken.

Eine vergleichende Analyse zeigt, dass Erwachsenenbildung auf der Makro-
Ebene mit wenigen Ausnahmen ein "Stiefkind" des Bildungssektors ist.
Innerhalb der Erwachsenenbildung ziehen formale, zertifizierte Programme,
die sich auf kompensatorische Bildung oder die Entwicklung von
Arbeitskräften konzentrieren, mehr politisches Interesse und Unterstützung
auf sich, während nicht zertifizierte, informelle und nicht-formale
Lerninitiativen kaum mehr als Lippenbekenntnisse erhalten. Dies macht die
Nachhaltigkeit von Erwachsenenbildungsinitiativen, die nicht zu den
anerkannten Programmen gehören, sehr anfällig.

Die Meso-Ebene ist der Ort, an dem die treibende Kraft für die Umsetzung
von Erwachsenenbildung in Politik und Gesetzgebung zu finden ist. Die
Beratung von Regierungen durch demokratisch strukturierte Verbände mit
gewählten Vorsitzenden hat ein größeres Gewicht als die Beratung durch
weniger formell konstituierte Gruppierungen. Ihre Wirksamkeit kann jedoch
durch Faktoren wie fehlende Ressourcen, Finanzierung und Fachwissen
eingeschränkt werden.

Auf der Mikro-Ebene werden informelle und nicht-formale
Erwachsenenbildungsaktivitäten von Unternehmen als betriebliche
Weiterbildung und von kommerziellen Anbietern, Regierungsorganisationen
oder Organisationen der Zivilgesellschaft, die Ausbildungszentren
betreiben, angeboten. Die Aktivitäten auf der Mikroebene sind sehr
flexibel. Ergänzt werden sie durch Aktivistinnen und Aktivisten an der
Basis, die in Gemeinschaften mobilisieren, um auf lokale Probleme und
Bedürfnisse zu reagieren. Zu den Erwachsenenbildungsaktivitäten auf der
Mikroebene gehören beispielsweise die Bewältigung der lokalen Auswirkungen
von Unwettern, die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen und
die Bekämpfung der sexuellen Belästigung als vermeintlich akzeptables
Verhalten.

In dem Bericht werden Beispiele für erfolgreiche Projekte auf Mikro-Ebene
und an der Basis in den einzelnen Ländern vorgestellt. Viele dieser
Projekte werden von DVV International, der wichtigsten deutschen
Organisation zur Förderung der Erwachsenenbildung weltweit, gemeinsam mit
lokalen Partnern durchgeführt. Die Erkenntnisse aus der Studie führten zu
Empfehlungen, wie Erwachsenenbildung im Rahmen des lebenslangen Lernens
gestärkt werden kann. Die Empfehlungen an Verbände und politische
Entscheidungsträger lauten:

- Aufbau und Unterstützung nachhaltiger Netzwerke und Verbände

- Aufbau einer Koordination zwischen den Akteuren und innerhalb der
Sektoren, die sich mit Erwachsenenbildung beschäftigen

- Anerkennung und Förderung von Basisinitiativen, die die
Erwachsenenbildung unterstützen

- Unterstützung der Sammlung und Nutzung hochwertiger (quantitativer und
qualitativer) Daten über Erwachsenenbildung sowohl auf nationaler als auch
auf länderübergreifender Ebene, um das Angebot auf lokaler, staatlicher
und nationaler Ebene zu fördern und zu stärken

- Hervorhebung und Stärkung der Rolle von Erwachsenenbildung im Rahmen des
lebenslangen Lernens, indem die Bedeutung eines lebenslangen und
lebensumspannenden (das gesamte Spektrum der Lernbedürfnisse und
-interessen Erwachsener umfassenden) Ansatzes für das Lernen betont wird

- die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit der Erwachsenenbildung zu
nutzen, um ihre Stärken auszubauen

- Sicherstellen, dass Erwachsenenbildung das breite Spektrum an Bildungs-,
Ausbildungs- und politischen Bedürfnissen erfüllt, die Lernende,
Arbeitgeber und Regierungen an das Lernen im Erwachsenenalter stellen

- eine sinnvolle Unterstützung für Erwachsenenbildung auf der Mikro-,
Meso- und Makroebene.

Die Forschungsergebnisse und Empfehlungen werden für die verschiedenen
Einheiten von DVV-International in den Ländern präsentiert und dadurch für
die Einflussnahme auf der Makro- und Meso-Ebene in verschiedenen Ländern
weltweit geöffnet. Dies impliziert auch einen direkten Einfluss auf
Verantwortliche für politische Entscheidungen und für die Praxis.

Die Ergebnisse werden am 15.06.2023 als Nr. 81 in der Schriftenreihe
„International Perspectives in Adult Education“ (IPE) online
veröffentlicht. <https://www.dvv-
international.de/en/materials/publications/international-perspectives-in-
adult-education-ipe
>

DVV International hat die Autorinnen und Autoren eingeladen, die
Ergebnisse auf ihrer Jahreskonferenz mit den Regionaldirektoren am
20.06.2023 in Bonn zu präsentieren. Die Universität Hamburg lädt zu einem
Webinar am 19.9.2023 ein, weitere Informationen finden Sie hier:
<https://www.conferences.uni-hamburg.de/e/studyonale>

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