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Vom Trog zum Teller - Warum sichere Futtermittel auch für die menschliche Gesundheit wichtig sind

Futtermittel und ihre Sicherheit sind Schwerpunkt des neuen
„BfR2GO“-Wissenschaftsmagazins. Die 11. Ausgabe ist jetzt da.

Was Nutztiere über Futtermittel aufnehmen, kann über das Tier auch auf den
Teller gelangen. Futtermittel müssen daher sicher sein und dürfen die
Gesundheit von Tier und Mensch nicht beeinträchtigen. Das Bundesinstitut
für Risikobewertung (BfR) bewertet gesundheitliche Ri¬siken, die von
Futtermitteln ausgehen können. „Ein wichtiger Aspekt ist die Entwicklung
von Nachweismethoden und computergestützten Werkzeugen. Diese erlauben
uns, unerwünschte Stoffe entlang der Warenketten zurückzuverfolgen. Zudem
können wir damit den Übergang von unerwünschten Substanzen aus einem
Futtermittel in Lebensmittel abschätzen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr.
Dr. Andreas Hensel. Zum Schwerpunktthema des neuen BfR2GO gehören neben
der Risikobewertung auch die Herausforderungen des globalen
Futtermittelhandels sowie das Tierfutter der Zukunft.

<https://www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-2-go-ausgabe-1-2023.pdf>

Trotz aller Anstrengungen entlang der Warenketten kann Tierfutter hin und
wieder mit uner¬wünschten Substanzen belastet sein, darunter Pflanzen-und
Schimmelpilzgifte, aber auch Verunreinigungen aus der Umwelt. In
Fütterungsstudien findet das BfR heraus, ob bestimmte Stoffe in tierische
Lebensmittel übergehen. „Fehlen wichtige Daten, ist es unsere Aufgabe, die
Wissenslücken zu schließen“, sagt Dr. Robert Pieper, am BfR zuständig für
Themen rund um die Sicherheit in der Nahrungskette.

Außerdem befasst sich die neue Ausgabe mit Insekten in Lebensmitteln – für
manche eine Alternative zu Fleischprodukten, für andere in Speisen kaum
vorstellbar. Das BfR untersucht, ob beim Verzehr mit gesundheitlichen
Einschränkungen zu rechnen ist. Auch rohe Lebensmittel und der richtige
Umgang damit sind ein Heftthema sowie Gesundheitsrisiken, die von
Nikotinbeuteln oder Menstruationswäsche ausgehen können.

Ob hormonell aktive Substanzen für eine vermeintliche Spermienkrise
verantwortlich sein könnten, wird im Magazin ebenso beleuchtet wie
mögliche Wege zu weniger Versuchstieren. In der Kontroverse „Auf Treu und
Glauben“ geht es um das Vertrauen in Wissenschaft und Forschung. Wir haben
gefragt: Wie steht es um deren Ansehen?

Mit weiteren Themen rund um Vitamin C sowie die Wanderung von Stoffen aus
Verpackungsmaterialien in Lebensmittel liefert das aktuelle
Wissenschaftsmagazin BfR2GO wie immer kompakt und bis zum Rand gefüllt mit
Wissen aktuelle und fundierte Informationen über die Forschung und deren
Bewertung im gesundheitlichen Verbraucherschutz und zum Schutz von
Versuchstieren. Jede Ausgabe stellt ein Thema aus einem aktuellen
Arbeitsbereich des BfR in einem Schwerpunkt vor. Daneben gibt es Berichte,
Interviews und Meldungen aus sämtlichen Arbeitsgebieten des BfR.

Die aktuelle Ausgabe erscheint im neuen Look sowie mit erneuerten Kapiteln
und wie immer wahlweise in deutscher oder englischer Sprache. Das Magazin
wird auf der BfR-Webseite veröffentlicht und kann von dort kostenlos
heruntergeladen oder zum darin Blättern direkt bestellt werden. Wer BfR2GO
dauerhaft beziehen möchte, kann sich für ein unentgeltliches Abonnement
anmelden.

<www.bfr.bund.de/de/wissenschaftsmagazin_bfr2go.html>

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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9. International Social Work Days – für einen globalen Dialog zum Schutz und zur Förderung von sozialer Gerechtigkeit

Mit einer Rekordbeteiligung von 70 Delegierten aus acht Ländern waren die
9. International Social Work Days (ISWD) vom 8. bis 10. Juni 2023 ein
Riesenerfolg. Diese jährlich stattfindende Veranstaltung hebt die wichtige
Rolle der Sozialarbeit bei der Förderung von sozialer Gerechtigkeit und
Menschenrechten hervor.

Die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften (ASW) der Fachhochschule
Erfurt hat Studierende, Fachkräfte der Sozialen Arbeit, Pädagog:innen und
Forschende aus der ganzen Welt eingeladen, um sich über ihre Erkenntnisse,
best practices und innovative Ansätze zur Bewältigung sozialer Probleme
auszutauschen. Unter den vertretenen Ländern befanden sich 70 Teilnehmende
aus Österreich, Bosnien, Deutschland, Indien, Israel, Polen, Slowenien und
der Ukraine. Sie nahmen an einer Reihe von Workshops, Podiumsdiskussionen
und Gesprächsrunden teil, die den Austausch von Ideen und Erfahrungen
fördern sollten.

Die ISWD setzen sich für einen globalen Dialog zum Schutz und zur
Förderung von sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten und dem Wohlergehen
von Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften ein. Sie dienen als
Plattform zur Würdigung der wertvollen Beiträge von Sozialarbeiter:innen,
die sich unermüdlich für gefährdete Bevölkerungsgruppen einsetzen und für
soziale Gerechtigkeit engagieren. Zudem verdeutlichen sie die
Notwendigkeit kontinuierlicher Unterstützung, Ressourcen und Anerkennung
für diesen Berufszweig.

Die Fakultät dankt allen Teilnehmenden, Vortragenden, Podiumsgästen und
Moderator:innen für ihre wichtigen Anregungen und ihr aktives Mitwirken,
die diese Veranstaltung zu einem großen Erfolg gemacht haben.

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Eine Aufarbeitung ohne einfache Antworten

Ausstellung zeigt online und vor Ort Ergebnisse einer Studie der Uni Kiel
zu Kinderverschickungen

Die sogenannten Kinderkuren, die von 1945 bis in die 1990er-Jahre hinein
Millionen junger Menschen in Deutschland durchlaufen haben, sind erst seit
wenigen Jahren ein öffentliches Thema. Allerdings ein sehr kontrovers
diskutiertes. In enger Kooperation mit der Gemeinde hat die Christian-
Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am Beispiel von St. Peter-Ording
untersucht, was es damit auf sich hat. Dass es keine einfachen Antworten
gibt, zeigt schon der Titel der daraus hervorgegangenen Ausstellung, die
jetzt in St. Peter-Ording von dem unter anderem für Jugend und Soziales
zuständigen Staatssekretär Johannes Albig eröffnet wurde und auch im
Internet zu betrachten ist: „Kinderkurheime in St. Peter-Ording: Orte der
Erholung, Orte der Gewalt?“

Seinen Anfang nahm dieses bundesweit bisher einmalige Projekt im März
2021, als eine Frau, die einst als „Verschickungskind“ in das Nordseebad
gelangt war, in einem Brief an die Gemeinde Erfahrungen schilderte, die
sie bis heute belasten. Bürgermeister Jürgen Ritter, frisch gewählt und
noch nicht einmal ins Amt eingeführt, reagierte prompt, redete lange mit
der Betroffenen und gründete eine kleine Arbeitsgruppe, die bereits im
August beschloss, dieses nach Ritters Worten „absoluter Sensibilität“
bedürftige Kapitel der lokalen und auch der bundesdeutschen Geschichte
wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen.

Auf diese Weise kamen der Soziologe Prof. Dr. Peter Graeff und der
Historiker Dr. Helge-Fabien Hertz von der Uni Kiel an Bord. Im
Wintersemester 2022/23 und im Sommersemester 2023 betrieben sie zu dem
Thema ein fächerübergreifendes Lehrforschungsprojekt, das auf ihrer zuvor
erstellten Studie aufbaute. Mit Hilfe von mehr als zwei Dutzend sehr
engagierten Studierenden wurden die Ergebnisse in ein Ausstellungsformat
überführt, weiteres Archivmaterial ausgewertet und Interviews mit ehemals
verschickten Kindern sowie mit in den Heimen tätig gewesenen Beschäftigten
geführt.

Differenzierte Darstellung

Der Fundus an Quellen ist gerade für St. Peter-Ording groß. Wie der
Landtagsabgeordnete Werner Kalinka (CDU) in seinem Grußwort zur Eröffnung
der Ausstellung betonte, wurden dort in gut vier Jahrzehnten
schätzungsweise 325.000 Kinder für gewöhnlich drei bis sechs Wochen
betreut. Und laut Claudia Johansson von der Gruppe „Verschickungskinder
St. Peter-Ording“, die diese Ausstellung durch tiefgehende persönliche
Einblicke in ihre Erinnerungen an die Geschehnisse vor Ort maßgeblich
bereichert hat, gab es auf dem Gebiet der Gemeinde einst mindestens 43
Heime.

Für ganz Westdeutschland nennt Historiker Dr. Hertz von der Uni Kiel etwa
1.000 Heime und schätzungsweise rund zehn Millionen Verschickungen, es
handele sich mithin um einen „Prozess systematisch angeordneter
Kinderkuren“. Der große Vorteil der nun ausgestellten Ergebnisse des
Projekts ist aus Sicht von Dr. Hertz und Professor Graeff, dass die
Fokussierung allein auf St. Peter-Ording ein sehr engmaschiges Vorgehen
erlaubte und entsprechend differenzierte Bilder ergab.
Genau das stellt die Ausstellung anhand von Schautafeln und anderen
Mitteln dar.

Besonders eindrucksvoll gelingt es anhand einer großen Stele mit drehbaren
Elementen, die einen typischen Tagesablauf aus Sicht des Personals, der
Kinder und auch in aller Nüchternheit nach dem formalen Geschehen
wiedergeben.

Unterschiedliche Perspektiven

Den Blickwinkel der Beschäftigten prägt dabei das oftmals auf ärztlichen
Empfehlungen gegründete Bestreben, Kinder bei Bewegung, frischer Luft und
nahrhaftem Essen zu stärken. Hingegen blieben etlichen der Kinder von
damals Dinge wie Essenszwang, Zwang zum Mittagsschlaf, das Kontaktverbot
zu den Eltern oder sogar Toilettenverbot zwecks Disziplinierung im
Gedächtnis.

Die Ausstellung zeigt aber auch, dass insgesamt nach den aus heutiger
Sicht vielfach bedenklichen nachkriegszeitlichen Methoden der Erziehung in
Einrichtungen wie in Familien zu fragen ist. Und nicht zuletzt stießen die
Forschenden immer wieder auf einst verschickte Kinder, die mit dieser Zeit
überaus positive Erinnerungen verbinden.
Soziologe Prof. Peter Graeff wirbt deshalb darum, sich auf diese
Komplexität einzulassen: „Wir tragen mit der Ausstellung Forschung in die
Öffentlichkeit, die noch ganz am Anfang steht. Interessierte können die
Ausstellung im Museum besuchen oder die Inhalte und Hintergründe virtuell
auf der Homepage der CAU durchgehen. Wer sich auf diese Weise dem Thema
nähert, wird feststellen, wie vielschichtig es ist und dass es keine
einfachen Antworten bietet. Je mehr wir über den Umgang mit den
erholungsbedürftigen Kindern in unserer jüngeren Vergangenheit
herausfinden, desto besser verstehen wir auch heutige gesellschaftlichen
Strukturen und Dynamiken.“

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung „Kinderkurheime in St. Peter-Ording: Orte der Erholung,
Orte der Gewalt?“ ist noch bis zum 23. Dezember 2023 im Museum Landschaft
Eiderstedt, Olsdorfer Straße 6 in St. Peter-Ording zu sehen, und zwar
dienstags bis donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr, ab November dienstags
bis sonntags von 11:00 bis 16:00 Uhr.  Zur Online-Version lautet der Link:
<www.soziologie.uni-kiel.de/de/professuren/professur-fuer-soziologie-und-
empirische-sozialforschung/forschung/kinderkurheime-in-st-peter-ording-
orte-der-erholung-orte-der-gewalt
>

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Schneller, fairer und transparenter zum Kita-Platz

Erfolgreiche Pilotprojekte zeigen: Mithilfe einer frei zugänglichen
Software lässt sich die Vergabe von Kita-Plätzen in wesentlichen Aspekten
verbessern. Zudem legt das Verfahren offen, wie viele Plätze vor Ort
tatsächlich fehlen. Um es interessierten Jugendämtern und Trägern
einfacher zu machen, die Software selbstständig umzusetzen, gibt es nun
eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die Vergabe von Kita-Plätzen kann für Jugendämter, Kita-Leitungen und
Eltern herausfordernd und aufwändig sein. Verschärft wird die Situation
dadurch, dass vielerorts die Nachfrage nach Plätzen das Angebot
übersteigt. Wer dabei leer ausgeht, stellt schnell die Methodik des
Verfahrens infrage. Wie die Platzvergabe transparenter und gerechter
erfolgen kann, zeigen Kommunen wie die Stadt Kaiserslautern in Rheinland-
Pfalz und der Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen. Dort kommt seit 2019
die vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
entwickelte, Algorithmen-gestützte Software „KitaMatch“ zum Einsatz. Die
Bertelsmann Stiftung hat das ZEW Mannheim unterstützt, unter der Web-
Adresse www.kitamatch.com ein frei zugängliches Informationsportal
einzurichten, das einen ausführlichen und verständlichen Leitfaden zur
Nutzung der kostenlosen Software bereitstellt. Jugendämter und Kita-
Leitungen können mit dieser Hilfe Schritt für Schritt nachvollziehen, wie
sie „KitaMatch“ selbstständig einführen und nutzen können.

„Digitale Anwendungen können Kommunen bei Aufgaben unterstützen, für die
sie das womöglich noch gar nicht in Betracht gezogen haben. Die Vergabe
von Kita-Plätzen per Algorithmus ist ein gutes Beispiel dafür. Der neue
Leitfaden erleichtert es insbesondere Kita-Leitungen und Jugendämtern,
vorhandene Kita-Plätze schneller, fairer und transparenter zu vergeben“,
sagt Felix Sieker, Digitalexperte bei der Bertelsmann Stiftung. Am Problem
fehlender Kitaplätze in vielen Kommunen kann die Software natürlich nichts
ändern, betont Thilo Klein, Advanced Researcher im ZEW-Forschungsbereich
„Marktdesign“. „Aber der Algorithmus stellt sicher, dass alle vorhandenen
Plätze bedarfsgerecht vergeben werden können. Kommunen erhalten zudem
verlässliche Daten über die tatsächlich fehlenden Plätze vor Ort. Das
hilft ihnen, den Bedarf der Eltern zu decken und damit den Rechtsanspruch
auf einen Kita-Platz zu erfüllen.“

Verbindliche Kriterien sorgen für Überprüfbarkeit und Akzeptanz

Der Fokus des Leitfadens liegt darauf, die Funktionsweise des Algorithmus,
die schrittweise Anleitung zum Einsatz der Software durch die IT sowie die
notwendigen Prozesse im Projektmanagement zu erläutern. Besondere
Bedeutung kommt dem Kriterienkatalog zu, der vor Beginn eines
Vergabeverfahrens zu erstellen ist. Der Katalog bildet die Grundlage für
die Vergabe, denn er führt einheitliche, konkrete und verbindliche
Kriterien auf, die festlegen, in welcher Priorität die Kinder einen Platz
bekommen sollten. Die Eltern wiederum hinterlegen, welche Kita sie sich
für ihr Kind wünschen. Der Algorithmus gleicht diese Informationen ab und
errechnet für jede Kita, in welcher Reihenfolge eine Platzzusage erteilt
werden sollte. Kita-Leitungen können von den Empfehlungen der Software
abweichen und Ausnahmen vornehmen – zum Beispiel, um zu garantieren, dass
Geschwisterkinder in derselben Kita untergebracht werden. Das Verfahren
läuft so lange, bis alle verfügbaren Plätze verteilt sind. Im Kreis
Steinfurt beispielsweise dauert der Vergabeprozess nicht länger als eine
Stunde.

Neben der Zeitersparnis kann der Algorithmus auch zu mehr
Chancengerechtigkeit in der Platzvergabe führen. Wenn ein Kind, das laut
Kriterienkatalog vorrangig einen Platz bekommen sollte, diesen auch
erhält, lässt sich Benachteiligung ausschließen. Zudem profitieren auch
jene Kinder, für deren Eltern die Anmeldeverfahren eine große Hürde
darstellen. Aufgrund seiner zentralen Bedeutung für den gesamten Prozess
ist es wichtig, dass der Kriterienkatalog zwischen Jugendamt, Trägern und
Kitaleitungen ausgehandelt und offen gegenüber Eltern kommuniziert wird.
Das erhöht die Transparenz, Überprüfbarkeit und letztlich auch die
Akzeptanz von Zu- oder Absagen.

Kostenfreie Open-Source-Lösung

Ein weiterer Vorteil für Kommunen ist der Zugang zur Software: „KitaMatch“
ist eine Open-Source-Lösung und steht damit kostenfrei zur Verfügung. „Der
Großteil an Software-Lösungen kommt aus der Privatwirtschaft und verfolgt
zumeist kommerzielle Interessen. Angebote aus Wissenschaft und
Zivilgesellschaft, die auf gemeinwohlorientierte Zwecke ausgerichtet sind,
sind hingegen Mangelware. ‚KitaMatch‘ kann dazu beitragen, diese Lücke auf
einem für Kommunen sehr relevanten Problemfeld zu schließen“, erklärt
Felix Sieker.

Der Leitfaden soll auch dazu beitragen, die Digitalkompetenz bei den
potenziellen Anwender/innen zu stärken. Denn ein Grundverständnis für die
Funktionsweise algorithmischer Systeme ist unverzichtbar für das Gelingen
des Verfahrens. Zudem hilft es den Beteiligten bei der nötigen
Aufklärungsarbeit innerhalb der eigenen Organisation sowie gegenüber den
Eltern. Weitere Erfolgsfaktoren sind ein klarer Zeitplan, abgesteckte
Zuständigkeiten zwischen Projektleitung und Jugendamt sowie eine
ausreichende Anzahl an Mitarbeiter/innen für das Projektmanagement und die
IT.

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