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Mit Regenwasserspeichern der Dürre vorbeugen DEN: „Niederschlagswasser kann vielfach wertvolles Trinkwasser ersetzen“

Nach einer verheerenden Dürreperiode im vergangenen Jahr befürchtet Südeuropa auch 2023 eine schlimme Trockenheit. Die Weltwetterorganisation WMO warnt sogar, dass der seit hunderten von Jahren heißeste Sommer, den Spanien, Portugal Südfrankreich, Italien und Griechenland 2022 erlebt haben, in diesem Jahr noch übertroffen werden könnte. „Diese Prognosen müssen uns alle alarmieren, denn auch wir nördlich der Alpen sind vor Dürren und Wasserknappheit keineswegs gefeit,“ sagt dazu der Vorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V., Dipl.-Ing Hermann Dannecker. Er rät, sich frühzeitig auf solche Situationen vorzubereiten. (…)

 

Weiterlesen unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/den-pm-09-2023/

 

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Cyberangriffe auf die Bahn: VDI-Eventreihe fördert Austausch der Branche

Das Risiko von Cyberangriffen auf die Bahntechnik nimmt zu. So viel Gutes
die Digitalisierung der Bahn mit sich bringt – so birgt die Vernetzung von
Systemen und Geräten auch Gefahren durch Cyberkriminelle. Der VDI ruft zu
diesem Thema eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben.

Cyberangriffe auf die Bahn können schwere Folgen haben – seien es
lahmgelegte Systeme oder unerwartete Beschleunigungen von
Hochgeschwindigkeitszügen. Auswirkungen, die Bahnreisende direkt betreffen
können. “Dafür müsste jemand nur eine oder zwei falsch konfigurierte oder
mit Schwachstellen behaftete Firewalls überwinden, ins interne
Kommunikationsnetzwerk des Antriebssystems eindringen und mit validen
Beschleunigungskommandos an die Antriebseinheit die Kommandos des
Zugsteuergeräts überschreiben. Hinzukommt, dass die Cyberkriminellen dafür
dank der fortschreitenden Digitalisierung nicht einmal an Bord sein
müssten”, sagt der fachliche VDI-Ansprechpartner Simon Jäckel.

Mitarbeitende schulen

Dass das Potenzial für Cyberkriminelle hoch ist, liegt unter anderem an
veralteten Bahnsystemen, die selten aktualisiert wurden. Hier spricht man
auch von “Legacy-Systemen”, die anfällig für Cyberangriffe sind. Darüber
hinaus stellen Ransomware-Angriffe eine besondere Bedrohung dar. Dabei
werden Dateien oder Daten verschlüsselt und erst gegen Zahlung eines
Lösegelds wieder freigegeben. Als weiteren Punkt sieht der VDI notwendige
Schulungen für Mitarbeitende, um für die möglichen Bedrohungen der
digitalen Bahnwelt zu schulen.

Der VDI spricht sich dafür aus, dass Bahnbetreiber ihre Netzwerke
regelmäßig auf Schwachstellen untersuchen und aktualisierte
Sicherheitssoftware verwenden, um Angriffe abzuwehren. Netzwerke sollten
sinnvoll segmentiert und so konfiguriert sein, dass nur autorisierte
Geräte darauf zugreifen können, und es sollten strenge Zugriffskontrollen
und Überwachungssysteme implementiert werden, um verdächtige Aktivitäten
zu erkennen. Besonders bedeutend für die Cybersicherheit sind Software-
Updates.

Neue Eventreihe fördert Austausch

Um den aktiven Austausch unter Branchenexpertinnen- und -experten zu
fördern, ruft die Bosch-Tochter ITK Engineering und der VDI Braunschweig
eine neue Eventreihe mit dem Titel "VDI meets ITK" ins Leben. Am 24. Und
25. Oktober findet die erste Veranstaltung im TrafoHub Braunschweig statt.
Die Anmeldung ist kostenfrei. Die Keynote von Prof. Jens Braband,
Sicherheitsexperte für Bahnautomatisierung bei Siemens Mobility, wird das
Networking-Dinner am Abend des ersten Veranstaltungstages eröffnen.
Weitere Vorträge von hochrangigen Experten wie Dr. Saeid Arabestani
(Eisenbahnbundesamt) und Prof. Dietmar Paul Franz Möller (TU Clausthal)
sowie Diskussionsrunden und Networking-Sessions geben den Teilnehmenden am
zweiten Veranstaltungstag die Möglichkeit zur Vertiefung ihrer Expertise
und dem Aufbau wertvoller Kontakte.

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Podiumsdiskussion "Ein Jüdisches Museum für Sachsen?"

Die Debatte über die Neugründung eines Jüdischen Museums in Sachsen
aufgreifend, diskutieren Alina Gromova (Berlin), Anselm Hartinger
(Leipzig) sowie Daniel Ristau (Dresden) über Aufgaben, Inhalte und Objekte
einer solchen Einrichtung. Die Podiumsdiskussion bildet den Abschluss
einer Vortragsreihe des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und
Kultur – Simon Dubnow und findet am Donnerstag, den 29. Juni, 17.15 Uhr im
Vortragssaal des Grassi-Museums für Völkerkunde, Leipzig im Rahmen der
Jüdischen Woche statt.

Im April 2021 haben sowohl der Stadtrat in Dresden als auch der Stadtrat
in Leipzig Beschlüsse bezüglich eines Jüdischen Museums Sachsen gefasst.
Seitdem wurde dessen Ausgestaltung und Standort in verschiedenen Formaten,
unter anderem im Rahmen einer digitalen Veranstaltungsreihe, diskutiert
und Broschüren sowie Blogbeiträge hierzu publiziert.

Die Podiumsdiskussion möchte den bisherigen Verlauf der Debatte
zusammenfassen, aber auch weiterführende Fragen an die geplante
Neugründung richten: Was sind die Aufgaben und Ziele eines solchen Museums
und wie stehen diese im Zusammenhang mit der 2022 vom Internationalen Mu-
seumsrat ICOM neu gefassten Museumsdefinition? Welche inhaltlichen
Schwerpunkte sollte eine Ausstellung setzen, wie grenzt sich ein Jüdisches
Museum von einem Holocaust-Gedenkort ab? Welche Objekte werden gezeigt,
wie wird eine Sammlung aufgebaut? Und ist die Gründung einer
eigenständigen Institution sinnvoll oder sollte jüdische Geschichte nicht
vielmehr als integrierte Geschichte in den Stadtmuseen erzählt werden?

Diese sowie weitere Fragen aus dem Publikum beantworten während der
Veranstaltung Dr. Alina Gromova, die stellvertretende Direktorin des
Centrum Judaicum Berlin und im Vorstand von ICOM Deutschland ist, Dr.
Anselm Hartinger, der seit 2019 das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig
leitet sowie der Historiker Dr. Daniel Ristau, der im Rahmen der Debatte
um ein Jüdisches Museum Sach-sen die Intervention in die Dauerausstellung
des Stadtmuseums Dresden kuratierte. Die Veranstal-tung wird moderiert von
Prof. Dr. Jörg Deventer und Dr. Julia Roos, beide vom Leipziger Dubnow-
Institut.

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Augengesundheit: Irisfarbe – ein wenig beachteter Risikofaktor

Von hellem Blau oder Grau über grünliche bis hin zu tiefbraunen Tönen: Die
Iris oder Regenbogenhaut des Auges kann eine ganze Palette von
Farbschattierungen annehmen. Doch die Augenfarbe bestimmt nicht nur einen
wesentlichen Teil des äußeren Erscheinungsbildes. Wie man heute weiß,
hängt die Farbe der Iris auch mit der Neigung zu bestimmten
Augenerkrankungen und dem Ergebnis etwa von Hornhauttransplantationen
zusammen. Dass die Augenfarbe hier als unabhängiger Risikofaktor wirkt,
sei lange Zeit wenig beachtet worden, so die Deutsche Ophthalmologische
Gesellschaft (DOG). Experten der Fachgesellschaft geben einen Überblick
darüber, was über diesen Zusammenhang bekannt ist.

Welche Augenfarbe ein Mensch hat, hängt davon ab, wie hoch die
Konzentration an Melanin in seiner Iris ist – des Farbstoffs also, der
neben der Augen- auch die Haut- und die Haarfarbe bestimmt. „Das Melanin
hat dabei immer dieselbe bräunliche Farbe – auch grüne und blaue Augen
besitzen keine anderen Farbstoffe“, erläutert Professor Dr. med. Claus
Cursiefen, Direktor des Zentrums für Augenheilkunde am
Universitätsklinikum Köln und Generalsekretär der DOG. Die anderen
Farbschattierungen beruhten auf Lichtbrechungseffekten, die bei
verschiedenen Melaningehalten zum Tragen kämen.

Ganz ohne Melanin – wie bei Menschen mit der angeborenen Pigmentstörung
Albinismus – bleiben die Augen sehr hell, je nach Lichteinfall kann sogar
der rote Augenhintergrund hindurchschimmern. „Bei Menschen mit okulärem
Albinismus ist bekannt, dass die Augenentwicklung insgesamt beeinträchtigt
ist“, sagt Cursiefen. Weil Melanin nicht nur in der Iris, sondern auch im
Pigmentepithel der Netzhaut enthalten ist, kann es ohne diesen Farbstoff
zu deutlichen Fehlentwicklungen im Augenhintergrund und nachfolgenden
Sehstörungen kommen.

Helle Augen: Höheres Risiko für Aderhaut-Tumoren und AMD

Doch auch wenn man vom Extremfall der Pigmentstörung absieht, kann sich
der Melaningehalt der Iris auf die Augengesundheit auswirken. Denn so wie
in der Haut schützt das Melanin auch in der Iris vor dem Einfluss des
Sonnenlichts. Es filtert sowohl den sichtbaren Teil des Lichtspektrums –
Menschen mit sehr hellen Augen reagieren daher besonders empfindlich auf
starken Lichteinfall – als auch dessen UV-Anteil. Bei niedrigerem
Melaningehalt steigt deshalb auch das Risiko, an einem so genannten
uvealen Melanom zu erkranken, einem aggressiven Tumor der Aderhaut.1
„Dieser Krebstyp ist zwar sehr selten, er findet sich jedoch bei Menschen
europäischer Abstammung 20 bis 30 mal häufiger als bei Menschen
asiatischer oder afrikanischer Abstammung“, erläutert Professor Dr. med.
Nikolaos Bechrakis, Präsident der DOG und Direktor der
Universitätsaugenklinik Essen.

Mit einem geringeren Schutz vor den schädlichen Auswirkungen des
Sonnenlichts lässt sich vermutlich auch die Beobachtung erklären, dass
Menschen mit hellen Augen eher eine altersabhängige Makuladegeneration
(AMD) entwickeln als Menschen mit dunklen Augen. „Bei der Entstehung der
AMD spielen freie Radikale, oxidativer Stress und die Ansammlung von
Abfallprodukten im Bereich der Netzhaut eine Rolle – Prozesse, die durch
UV-Licht verstärkt werden“, erläutert Cursiefen. Ein Zusammenhang zwischen
Augenfarbe und AMD-Risiko sei zwar nicht in allen Studien gefunden worden,
so der Experte. „Eine umfangreiche Metaanalyse mit fast 130 000
Teilnehmenden konnte jedoch belegen, dass zumindest die feuchte Form der
AMD bei Menschen europäischer Herkunft deutlich häufiger ist als bei
Menschen mit asiatischen oder afrikanischen Wurzeln“, berichtet der Kölner
Augenarzt.2 Ob dies hauptsächlich auf die Augenfarbe zurückzuführen ist,
oder ob auch andere genetische Faktoren eine Rolle spielen, ist allerdings
noch unklar.

Dunkle Augen: Mehr Grauer Star, häufiger Komplikationen bei
Transplantationen

Bei der Entwicklung einer Linsentrübung, auch Grauer Star oder Katarakt
genannt, sind Dunkeläugige dagegen im Nachteil. Diese Augenerkrankung
entwickelt sich bei Menschen mit braunen Augen zwei bis viermal so häufig
wie bei blauäugigen Menschen – ein Effekt, der auch innerhalb der weißen
Bevölkerung nachgewiesen wurde und somit von der Ethnie unabhängig zu sein
scheint.2 „Eine Theorie hierzu besagt, dass in der vorderen Augenkammer
eine umso höhere Temperatur herrscht, je mehr Licht durch die Iris
absorbiert wird“, erläutert Cursiefen. Bei dunkler Iris wäre demnach mit
einer leicht erhöhten Temperaturbelastung zu rechnen, die wiederum einen
bekannten Risikofaktor für die Entstehung des Grauen Stars darstellt. So
ist die hitzebedingte Katarakt etwa bei Schweißern als Berufskrankheit
anerkannt.

Auch das Ergebnis operativer Eingriffe am Auge kann von der Augenfarbe
abhängen. Bei einer Hornhauttransplantation, bei der die Hornhaut in ihrer
gesamten Dicke ausgetauscht wird („perforierende Keratoplastik“), werden
Abstoßungsreaktionen und andere Komplikationen häufiger beobachtet, wenn
die Iris dunkel ist. „Hier wird ein Einfluss des Melanins auf das
Immungeschehen in der vorderen Augenkammer vermutet“, sagt Cursiefen.
Womöglich verstärke das Pigment entzündliche Prozesse.

Unabhängig von dieser Beobachtung nimmt die Zahl der klassischen,
perforierenden Hornhauttransplantationen seit einigen Jahren stark
zugunsten minimal invasiver Techniken ab. In einer eigenen Arbeit haben
Cursiefen und Kollegen daher die Komplikationsrate bei der minimal
invasiven DMEK („Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty“) untersucht,
bei der lediglich die innerste Schicht der Hornhaut transplantiert wird.
„Hier konnten wir keinen Effekt der Augenfarbe auf das
Transplantatüberleben nachweisen“, so Cursiefen.3 Offenbar sei es durch
den wesentlich schonenderen Ansatz gelungen, eine Immunaktivierung im Auge
zu vermeiden und so den Einfluss des Melanins auszuschalten.

Ziel ist, erhöhte Risiken durch die Irisfarbe auszugleichen

„Die Beispiele zeigen, dass scheinbar unbedeutende Faktoren wie die
Augenfarbe im klinischen Alltag durchaus relevant sein könnten“, so das
Resümee der DOG-Experten. Nun gelte es, diese komplexen Zusammenhänge
weiter zu definieren, bei der Behandlung zu berücksichtigen und, wo immer
möglich, erhöhte Risiken und Nachteile auszugleichen.

Quellen:

1 Sun HP,Lin Y,Pan CW. Iris color and associated pathological ocular
complications:a review of epidemiologic studies. Int J Ophthalmol
2014;7(5):872-878. doi:10.3980/j.issn.2222-3959.2014.05.25

2 Pugazhendhi A et al. Neovascular Macular Degeneration: A Review of
Etiology, Risk Factors and Recent Adavnces in Research and Therapy. Int J
Mol Sci. 2021 Feb; 22(3): 1170. doi: 10.3390/ijms22031170

3 Hayashi T, Hos D, Schrittenlocher S, Siebelmann S, Matthaei M, Franklin
J, Clahsen T, Bock F, Bachmann B, Cursiefen C. Effect of Iris Color on the
Outcome of Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty. Cornea. 2020
Jul;39(7):846-850. doi: 10.1097/ICO.0000000000002305.

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