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Ein Ausflug in die faszinierende Welt der Astrophysik

Wissenschaftsjahr 2023 – Unser Universum: Wissenschaft im Dialog lädt zum
Wissenschaftsvarieté ins Kulturzentrum Nirgendwo ein.

Sie erforschen Sterne, Planeten oder Schwarze Löcher: Das Fachgebiet der
Astrophysikerinnen und -physiker ist für viele Menschen faszinierend und
fern zugleich. Im Juni laden Wissenschaft im Dialog (WiD) und das Ensemble
Salon Fähig dazu ein, sich der komplexen Fachdisziplin künstlerisch und
kreativ zu nähern. Mit dabei ist die Astrophysikerin, Philosophin und
Wissenschaftsjournalistin Dr. Sibylle Anderl. Die Veranstaltung findet am
15. Juni ab 20 Uhr im Kulturzentrum Nirgendwo in Berlin statt. Der
Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wie ist unsere Sonne entstanden? Wie entwickeln sich Galaxien? Die Fragen,
mit denen sich die Astrophysik beschäftigt, sind hochkomplex und schwer zu
greifen. Gleichzeitig übt die Astrophysik eine enorme Faszination auf
viele Bürgerinnen und Bürger aus. Denn sie bringt uns fremde Planeten und
ferne Galaxien näher. Und sie ermöglicht es, unsere Erde und ihre
Vergangenheit besser zu verstehen. Aber wie arbeiten Astrophysikerinnen
und -physiker eigentlich? Und wie ergänzt die Astrophysik andere natur-
und geisteswissenschaftliche Disziplinen? Welche Bezüge gibt es zu
Philosophie und Kunst?

Im Wissenschaftsvarieté gibt die Wissenschaftsjournalistin Sibylle Anderl
Einblicke in die Welt der Astrophysik. Begleitet wird sie von Ines
Theileis und dem Ensemble Salon Fähig, das die wissenschaftlichen
Erklärungen durch Musik und Tanz künstlerisch aufbereitet.

Die Veranstaltung findet im Rahmen von Wissenschaft kontrovers statt.
Wissenschaft kontrovers ist eine interaktive Diskussionsreihe von
Wissenschaft im Dialog, die im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2023 – Unser
Universum vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Termin: Donnerstag, 15. Juni, 20 Uhr
Veranstaltungsort: Umwelt- und Kulturzentrum Nirgendwo, Helsingforser Str.
10, 10243 Berlin

Weitere Informationen zur Veranstaltung: https://www.wissenschaft-im-
dialog.de/projekte/wissenschaft-kontrovers/aktuelle-veranstaltungen/

Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr 2023 – Unser Universum:
https://wissenschaftsjahr.de

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Diskussion: Genug gelacht? Ein Abend mit Felicitas Hoppe, Julika Griem & Roxanne Phillips

Genug gelacht?
Ein Abend zur Dosierung von Komik im Rahmen des Jahresthemas „Mehr oder
Weniger“

Dienstag, 20. Juni 2023, 19.00 Uhr

Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal & Online (via
Zoom)
Goethestraße 31, 45128 Essen

Manchmal bleibt uns das Lachen im Halse stecken, oder wir wissen nicht, ob
wir lachen oder weinen sollen. Schon diese Redensarten zeigen, dass die
Wirkung von Komik und Humor von der Dosierung abhängt: Grenzen dürfen
überschritten werden, damit es lustig werden kann, aber ob der komische
Auf- und Abbau von Spannungen Erleichterung verschafft, hängt sehr vom
Einzelfall ab. Gegenwärtig wird besonders intensiv verhandelt, welche
Rahmen wir für Komik setzen wollen und können.

Wie Menschen auf Komik reagieren, hängt von vielen Faktoren ab. Neben
Thema und sozialer Situation spielen die individuelle Disposition von
Rezipient*innen, ihre Stimmung und ihr kontextuelles Wissen sowie die
eingesetzten medialen, ästhetischen und artistischen Verfahren eine Rolle.
Entsteht dabei comic relief, etwa in Form eines heiteren Lachens, das
Anspannungen reduziert, beweisen die jeweiligen Komödiant*innen ein gutes
Händchen für die beste Mischung und Abstimmung der Faktoren.
Komödiant*innen müssen das Maß zwischen Unter- und Übertreibungen
austarieren und mit Fingerspitzengefühl Ablenkungsmanöver einleiten, um
Erwartungen zu unterlaufen und die Wirkung des Scherzes zu steigern.

An diesem Abend am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen stellen wir
eine Sammlung komischer Bilder, Filmsequenzen, Literatur und Musik vor,
und laden die Teilnehmer*innen dazu ein, mitzulachen und mitzudiskutieren.
Anhand der Impulse, die unsere Fundstücke geben, erkunden wir gemeinsam
Möglichkeiten und Grenzen von Komik.

REFERENTINNEN
Julika Griem, KWI Direktorin
Felicitas Hoppe, Autorin
Roxanne Phillips, KWI

TEILNAHME & ANMELDUNG
Die Teilnahme ist kostenlos in Präsenz im Gartensaal des KWI oder online
via Zoom möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

VERANSTALTER
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) im
Rahmen des Jahresthemas „Mehr oder Weniger“

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Kiel Trade Indicator 05/23: Welthandel stagniert, aber wieder mehr Container auf See unterwegs

Der Welthandel tritt im Mai auf der Stelle. Die Entwicklung großer
Volkswirtschaften ist von nur moderaten Veränderungen bei Importen und
Exporten geprägt (Vergleich zum Vormonat, preis- und saisonbereinigt).
Dies zeigt das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator. Weltweit
steigt die Menge verschiffter Container. Trotz jüngst starker offizieller
Zahlen werden deutsche Exporte durch den Chinahandel zunehmend belastet.

Das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator für Mai weist für den
Welthandel im Vergleich zum Vormonat April einen Rückgang von 0,3 Prozent
aus (preis- und saisonbereinigt).

Für Deutschland zeigt der Kiel Trade Indicator ein Plus bei den Exporten
(+1,5 Prozent) und einen Rückgang bei den Importen (-0,7 Prozent). Die EU-
Werte deuten für die Exporte auf eine rote Null (-0,2 Prozent), für die
Importe auf einen Zuwachs (+1,3 Prozent) hin.

Im Handel der USA ist im Vormonatsvergleich ein Rückgang der Exporte (-1,8
Prozent) und ein kleines Plus (+0,5 Prozent) bei den Importen zu
verzeichnen. Die Zahlen für China liegen sowohl bei Exporten (+1,6
Prozent) als auch Importen (+0,9 Prozent) im grünen Bereich.

„Sowohl der weltweite Handel insgesamt als auch der Handel großer
Volkwirtschaften entwickelt sich im Mai mehr oder weniger seitwärts. Die
große Erholung nach dem globalen Dämpfer im vergangenen Winterhalbjahr
lässt also nach wie vor auf sich warten. Um die großen Preisschwankungen
bereinigt laufen die deutschen Exporte nun schon seit zweieinhalb Jahren
seitwärts“, sagt Vincent Stamer, Leiter des Kiel Trade Indicator.

Für den deutschen Export wird zunehmend der Handel mit China zur
Belastung. Der Exportwert deutscher Waren nach China ist im Zeitraum von
Januar bis April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent gefallen,
trotz jüngst starker Handelszahlen. Laut Chinesischer Statistikbehörde
haben sich Exporte anderer Nationen ins Reich der Mitte teilweise noch
deutlich gravierender reduziert: Die Exporte von Japan nach China sind um
über 18 Prozent, die aus dem Vereinigten Königreich sind um rund 17
Prozent gefallen. Die Vereinigten Staaten exportieren 2 Prozent weniger.

„Die Handelsstatistiken zeigen, dass China zunehmend Importe aus
Industriestaaten durch eigene Produktion ersetzt. Das ist ein negativer
Impuls für den Welthandel. Ein Lichtblick für den globalen Warenaustausch
bildet die leichte positive Tendenz des globalen Containerhandels seit
Beginn des Jahres, sowie die einhergehende Auflösung der Schiffsstaus“, so
Stamer.

Der Trend im weltweiten Containerhandel zeigt seit gut 6 Monaten nach
oben, und die Menge an verschifften Containern steigt. Mit 13,9 Millionen
Standardcontainern wurde im Mai allerdings immer noch über 1 Prozent
weniger verschifft als vor einem Jahr.

Weltweit stehen nur noch 6,8 Prozent aller verschifften Waren im Stau, was
dem Durchschnitt der Jahre vor der Pandemie entspricht.

Die nächsten Aktualisierungen des Kiel Trade Indicator erfolgen am 20.
Juni (ohne Medieninformation) und am 5. Juli (mit Medieninformation für
die Handelsdaten im Juni).

Weitere Informationen zum Kiel Trade Indicator und die Prognosen für alle
75 Länder finden Sie auf www.ifw-kiel.de/tradeindicator.

Über den Kiel Trade Indicator

Der Kiel Trade Indicator schätzt die Handelsflüsse (Im- und Exporte) von
75 Ländern und Regionen weltweit sowie des Welthandels insgesamt. Im
Einzelnen umfassen die Schätzungen über 50 Länder sowie Regionen wie die
EU, Subsahara-Afrika, Nordafrika, den Mittleren Osten oder Schwellenländer
Asiens. Grundlage ist die Auswertung von Schiffsbewegungsdaten in
Echtzeit. Ein am IfW Kiel programmierter Algorithmus wertet diese unter
Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz aus und übersetzt die
Schiffsbewegungen in preis- und saisonbereinigte Wachstumswerte gegenüber
dem Vormonat.

Die Auswertung erfolgt zweimal im Monat. Um den 20. (ohne Pressemeldung)
für den laufenden und den folgenden Monat und um den 5. (mit
Pressemeldung) für den vergangenen und den laufenden Monat.

An- und ablegende Schiffe werden dabei für 500 Häfen weltweit erfasst.
Zusätzlich werden Schiffsbewegungen in 100 Seeregionen analysiert und die
effektive Auslastung der Containerschiffe anhand des Tiefgangs gemessen.
Mittels Länder-Hafen-Korrelationen können Prognosen erstellt werden, auch
für Länder ohne eigenen Tiefseehafen.

Der Kiel Trade Indicator ist im Vergleich zu den bisherigen
Frühindikatoren für den Handel deutlich früher verfügbar, deutlich
umfassender, stützt sich mit Hilfe von Big Data auf eine bislang
einzigartig große Datenbasis und weist einen im Vergleich geringen
statistischen Fehler aus. Der Algorithmus des Kiel Trade Indikators lernt
mit zunehmender Datenverfügbarkeit dazu (machine learning), so dass sich
die Prognosegüte im Lauf der Zeit weiter erhöht.

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Rasant wachsende Unternehmen in Europa – welche Eigenschaften teilen sie?

Besonders wachstumsstarke Unternehmen haben spezielle Merkmale, die sie
ihr Geschäft im Vergleich zu anderen Unternehmen schnell skalieren lassen.
Doch welche sind das und wie wirken sie zusammen? Führende europäische
Wissenschaftler im Bereich Entrepreneurship haben dieses Phänomen im
ersten European Scaleup Monitor 2023 analysiert. Eines der zentralen
Ergebnisse: Es sind bei weitem nicht nur junge Tech-Start-ups, die mit
enormer Geschwindigkeit wachsen.

Die Landschaft schnell wachsender Unternehmen in Europa, sogenannter
„Scaleups“, ist vielfältig und keineswegs auf wenige Branchen beschränkt.
Neben den Scaleups, die im jährlichen Durchschnitt mit rasanten 32 %
wachsen (mindestens 10 % per Definition), gibt es jedoch auch noch die
„Hypergrower“, die jährlich mit bis zu 120 % wachsen (mindestens 40 % per
Definition). Auf diese beiden äußerst erfolgreichen aber auch rar gesäten
Unternehmenskategorien konzentriert sich das European Scaleup Institute,
welches jüngst von sechs in Europa führenden Wirtschaftshochschulen
gegründet wurde – die deutsche Beteiligung daran stammt von der WHU – Otto
Beisheim School of Management. Im „European Scaleup Monitor 2023“ haben
Wissenschaftler die Merkmale besonders wachstumsstarker Unternehmen
analysiert und möchten so das Wissen über diese Scaleups bündeln und
teilen, um das unternehmerische Ökosystem in Europa gegenüber der globalen
Konkurrenz zu stärken. „Die meisten gehen davon aus, dass Scaleups junge,
durch Wagniskapital gestützte Unternehmen in der Hightech-Branche sind.
Der erste European Scaleup Monitor zeigt aber deutlich, dass Scaleups sehr
viel diversere Hintergründe haben“, erklärt Prof. Dr. Dries Faems, Inhaber
des Lehrstuhls für Entrepreneurship, Innovation and Technological
Transformation an der WHU und einer der Initiatoren des European Scaleup
Institutes. „Es ist der Anspruch dieses neugegründeten Instituts, das
Scaleup-Phänomen besser zu verstehen und Unternehmer und politische
Entscheidungsträger in die Lage zu versetzen, die besten Möglichkeiten zu
finden, um die Zahl von Scaleups im europäischen Ökosystem weiter zu
erhöhen.“

Ein besonders spannendes Ergebnis, welches der erste European Scaleup
Monitor zu Tage gefördert hat, ist, dass besonders schnell wachsende
Unternehmen in der Regel nicht neu gegründet wurden, sondern im
Durchschnitt schon über zehn Jahre existieren. Und auch wenn die meisten
Scaleups in der Technologiebranche beheimatet sind, finden sich schnell
wachsende Unternehmen relativ gleichmäßig verteilt in allen Branchen.
Dabei gelingt es nur einem Bruchteil aller Unternehmen in Europa die
enormen Wachstumsraten auf Dauer halten zu können. Nur ein Prozent aller
Firmen schafft es, in zwei von drei aufeinanderfolgenden Jahren um 20 %
oder mehr zu wachsen. Legt man den Grenzwert von 40 % an, so trifft dies
nur noch auf 0,29 % aller Unternehmen zu.  Überraschenderweise skalieren
große Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden ihr Wachstum mehr als
doppelt so schnell wie ihre kleineren Mitbewerber. Besonders verbreitet
sind Scaleups in Helsinki, Dublin und München.

Weitere detaillierte Informationen zu Scaleups, deren Eigenschaften und
dem europäischen Ökosystem finden Sie im European Scaleup Monitor 2023.

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