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Erleben. Verstehen. Wissen: Das IRS präsentiert sich in Berlin-Mitte in der Langen Nacht der Wissenschaften 2023

Am 17. Juni 2023, ein Samstag, ist es wieder so weit: Wissenschaft und
Forschung werden erlebbar. Von 17 bis 24 Uhr laden rund 60
wissenschaftliche und wissenschaftsnahe Einrichtungen in Berlin und
Potsdam dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen. Das
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) ist in diesem Jahr
mit drei Erlebnis-Angeboten im Haus der Leibniz-Gemeinschaft in der
Chausseestraße 111 in Berlin-Mitte dabei. Die Angebote des IRS richten
sich an Familien und an alle Interessierten, die mehr darüber wissen
möchten, wie Menschen kollektives Handeln ermöglichen, um Dörfer, Städte
und Regionen zukunftsfähig zu entwickeln.

Mitforschen an der Geschichte von Städten in der ehemaligen DDR

Im IRS-Projekt CitizenArchives stellt das Institut eine Wissens- und
Kommunikationsplattform zur einfachen Erschließung von Beständen kleiner
Archive vor. Engagierten Bürger*innen und Zeitzeug*innen soll damit
ermöglicht werden, sich mit ihrem Wissen an der Beschreibung
digitalisierter Fotos zu beteiligen, Wissen für die Zukunft zu sichern und
zugleich ungenutztes Material für die Allgemeinheit zugänglich zu machen.
Die Lange Nacht der Wissenschaften bietet Besucher*innen die Gelegenheit,
eine spezielle Eingabemaske zu testen und darüber mit am IRS Forschenden
vor Ort in einen direkten Austausch zu kommen.

Land in Sicht? Ein Mitmach-Quiz für Landeier und alle, die es werden
wollen

Obwohl die Mehrheit der Menschen in Städten wohnt, lösen Vorstellungen vom
Leben auf dem Land eine ungebrochene Sehnsucht aus. Verstärkt durch die
Covid-19 Pandemie, die breitere Akzeptanz des mobilen Arbeitens und
explodierende Immobilienpreise in Metropolen, erfahren ländliche Räume im
öffentlichen Diskurs derzeit ein „Revival“. Doch was bleibt hängen vom
Hype? Dominieren romantisierende Bilder oder doch ganz realistische
Vorstellungen davon, was das Landleben heute bietet und was nicht? Mit
einem Quiz laden Wissenschaftler*innen das Publikum ein, Vorstellungen
übers Landleben 2023 auf die Probe zu stellen.

Ausstellung zu Planschätzen. Höhepunkte aus den Wissenschaftlichen
Sammlungen des IRS

Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS sind das wichtigste
Spezialarchiv für die Bau- und Planungsgeschichte Ostdeutschlands mit
einem Schwerpunkt auf der DDR-Zeit. Das IRS präsentiert interessante
Stücke aus seinen Sammlungsbeständen: herausragende Entwurfszeichnungen,
markante Pläne und Karten aus den 1910er bis 1980er Jahren in Form von
Faksimiles. Anhand einer Auswahl aus den Tausenden Objekten des IRS wird
die Vielfalt des Themas Architekturzeichnungen ebenso veranschaulicht wie
die recht verschiedenen Entwicklungsphasen der DDR-Baugeschichte.

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Glückshähnchen in Tachenhausen

Studentisches Forschungs- und Praxisprojekt an der Hochschule für
Wirtschaft und Umwelt (HfWU) zur mobilen Geflügelhaltung; Oberboihinger
Gemeinderat informiert sich vor Ort; neuer hochmoderner mobiler Stall

NÜRTINGEN (hfwu). Was konkret trägt zu einer artgerechten Haltung von
Masthähnchen bei? Das ist eine der Fragen eines studentischen Forschungs-
und Praxisprojekts an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-
Geislingen (HfWU). Mit einem großen, hochmodernen mobilen Stall beim Lehr-
und Versuchsbetrieb der Hochschule in Tachenhausen ist das Vorhaben in
eine neue Runde gegangen. Bei einem Besuch vor Ort informierten sich
Vertreter des Oberboihinger Gemeinderats zum Stand des Projekts.

Es scheint sich wohl zu fühlen, das vier Wochen alte Masthuhn, das auf der
automatischen Tierwaage im neuen mobilen Hightech-Stall sitzt und diese
als Schaukel benutzt. Im Stall werden verschiedene
Beschäftigungsmaterialien angeboten, die dazu dienen die Frage zu
beantworten, welche Angebote geeignet sind, die Tiere zu beschäftigten.
Bei dem Forschungs- und Praxisprojekt sind die Studierenden für ganz
unterschiedliche Aufgaben verantwortlich. Von der Beschaffung der Küken
und deren Fütterung und Haltung über die tägliche Betreuung bis zur
Schlachtung und Vermarktung des Fleisches.  Immer aber steht das Tierwohl
an erster Stelle. „Uns ist es wichtig, den Tieren ihr Leben so angenehm
wie möglich zu ma-chen“, sagen die beiden Projektleiterinnen Melanie
Klitta und Maria Helmrich. „Glückshähnchen“ haben die Studierenden ihr
Projekt getauft. Rund ein Dut-zend Studierende aus den Studiengängen
Agrarwirtschaft und Pferdewirtschaft haben das Praxisprojekt gewählt und
verschiedene Aufgaben übernommen. Begleitet und fachlich unterstützt
werden sie dabei von HfWU-Professor Dr. Stephan Schneider und von
Hochschulmitarbeiter Simon Stark.
Im Sommersemester betreuen die Studierenden über 60 Tage, sieben Tage in
der Woche, 300 Masthähnchen. „Wir möchten zusätzlich herausfinden, was
Masthühner hinsichtlich der Auslaufnutzung als Unterstand bevorzugen und
womit sie sich gerne beschäftigen“, erläutern die Studierenden. Für die
Unterstände werden verschiedene Materialien, wie bei-spielsweise eine
Konstruktion aus Paletten oder aus Baustahlmatten, genutzt. Das Verhalten
der Tiere wird mittels Wildtierkameras systematisch erfasst und
analysiert. Die Haltung der Hähnchen orientiert sich bezüglich des
Platzangebots an den Bio-Richtlinien.
Das Zuhause der Tiere, ein rund zehn Meter langer hochmoderner mobiler
Stall, steht beim Lehr- und Versuchsbetrieb der HfWU, dem Hofgut
Tachenhausen bei Oberboihingen. Der Bürgermeister der Gemeinde, Ulrich
Spangenberg, und einige Gemeinde-ratsmitglieder ließen sich jetzt vor Ort
von den Studierenden das Projekt erläutern. Spangenberg betonte das
generelle Interesse des Gemeinderats an allen Entwicklungen auf dem Hofgut
und als gebürtiger Oberboihinger seine persönliche Verbundenheit mit dem
Ort. Eindruck hinterließ der mobile Stall mit Solarmodulen auf dem Dach,
automatischer Fütterung und digitaler Überwachung des Klimas im Stall,
inklusive automatischer Warnmeldung aufs Handy, wenn Grenzwerte
überschritten werden.
Insbesondere der umfassende Ansatz macht das Projekt für die Studierenden
attraktiv. Sie lernen wie Schritt für Schritt eine Forschungsfrage
bearbeitet wird. Gleichzeitig ist das Projekt sehr praxisnah und bezieht
alle Produktions- und Vermarktungsschritte mit ein. Dabei agieren die
Studierenden – mit Hilfestellung der Betreuer – weitestgehend
eigenverantwortlich. So spielen auch generelle Aspekte wie
Projektmanagement und die Kommunikation eine Rolle. „Die Studierenden
lernen mit dem Projekt sehr nah an der Realität das ganze System kennen“,
sagt Stephan Schneider. Über das umfassende praktische und das Forschungs-
Knowhow hinaus gehe es auch darum, zu lernen, sich selbst zu organisieren
und auftauchende Probleme zu lösen.
Die Studierenden sind mit großem Engagement dabei und haben das
Wohlergehen ihrer Schützlinge im Blick. Bisher ist keins der Tiere
erkrankt oder gar verendet. Nicht nur dem Hähnchen auf der automatischen
Tierwaage, auch die dreihundert Kameraden rings um fühlen sich
offensichtlich recht wohl.

Info-Kasten
Es gibt im Juni und Juli einen Schlachttermin. Die geschlachteten
Masthühner werden von Kooperationspartnern/Wiederverkäufern aus der Region
vermarktet. Wo sie erworben werden können ist unter Telefon 01575/3682596
oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zu erfahren.

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Licht in die Dunkelheit des Metaverse

Eine neue VDI Research-Publikation nimmt das Thema Metaverse in den Blick
und betrachtet, wofür der Begriff „Metaverse“ genau steht: Von den
Grundlagen über Hürden und Herausforderungen sowie die Bedeutung für unser
Berufs- und Privatleben bis hin zu möglichen zukünftigen Entwicklungen.

Nachdem der Konzern Facebook sich 2021 in Meta Platforms umbenannte und
seine strategische Neuausrichtung verkündete, war das Metaverse plötzlich
in aller Munde. Bei der Berichterstattung zum Thema Metaverse fällt jedoch
auf, dass inhaltliche Unsicherheit herrscht. Das neue Papier von VDI
Research möchte hierzu Orientierungswissen geben.

In der Publikation geht es um immersive Technologien wie Augmented- oder
Virtual Reality (AR, VR), die die reale Welt um virtuelle Inhalte
erweitern oder völlig eigenständige virtuelle Welten erschaffen können.
Diese Technologien und ihre Anwendungen haben sich in den letzten Jahren
stark weiterentwickelt und kommen auch in der Industrie verstärkt zum
Einsatz.

Charakterisierung des Metaverse

Die Autor*innen beschreiben das Metaverse als  eine Vision, die alle
virtuellen Welten unter einem Dach vereint sieht und in der Nutzende
nahtlos zwischen Ihnen wechseln können. Als Vorstufen für ein Metaverse
postulieren  sie sogenannte Sub-Metaversen, die vermutlich in einzelnen
Branchen ihren Ursprung haben. Ein Beispiel ist neben der Gamingbranche
das sogenannte „Industrial Metaverse“, das die Weiterentwicklung von
Industrie 4.0 darstellt und zugleich als wichtige Leitvision für die
zukünftige Entwicklung des Industriestandorts Deutschland dient.

Zur Publikation: https://www.vditz.de/service/metaverse

Über VDI Research
VDI Research ist Teil des VDI Technologiezentrums (VDI TZ) und versteht
sich als Informationsdienstleister, Impulsgeber und Vernetzer zu neuen
Themen, Methoden und längerfristiger Vorausschau. Zu den
Veröffentlichungen zählen Trendreports und Research-Paper zu
Zukunftsthemen.

https://www.vditz.de/service/publikationen

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Kunsthochschule für Medien Köln: Trans Perspectives – Ein performativer Talk

Queer Studies und GLASMOOG laden ein zu einem performativen Talk mit Luce
deLire, Evie Helen Reckendrees, Yohan Holtkamp, Tom Tautorus, DJ Joreng

Dienstag, 6. Juni 2023, 19 Uhr, GLASMOOG
Kunsthochschule für Medien Köln, Filzengraben 2, 50676 Köln
Eintritt frei

Die März-Ausgabe von TEXTE ZUR KUNST rückt unter dem Titel „Trans
Perspectives“ die "Perspektiven von trans Künstler*innen und Autor*innen
auf Transmisogynie und Überschneidungen von Rassismus, Antisemitismus und
Transphobie im Kunstfeld in den Mittelpunkt. "Methodisch gehen viele
Beiträge … von einem besonderen trans Materialismus aus: Indem sie gelebte
Erfahrungen mit einer Kritik an Sichtbarkeitspolitik oder Institutionen
verbinden, hinterfragt diese Ausgabe unter anderem, wie sich trans auf dem
Kunstmarkt, in Museen und darüber hinaus materialisiert." (Vorwort)

Anknüpfend an die von der Philosophin Luce deLire mitkonzipierten Ausgabe
"Trans Perspectives" laden Queer Studies und GLASMOOG ein zu einem
performativen Talk mit Luce deLire, Evie Helen Reckendrees, Yohan
Holtkamp, Tom Tautorus, DJ Joreng.

Originalpublikation:
https://www.khm.de/termine/news.5540.trans-perspectives-ein-performativer-
talk/

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