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Stefan Finger zum Professor für Fotografie und Kommunikation an der FHM berufen / B.A. Foto & Film startet

FHM-Rektorin Prof. Dr. Anne Dreier (rechts) und Medien-Dekanin Prof. Dr. Astrid Kruse (links) überreichten Stefan Finger die Urkunde zur Professur.  Fachhochschule des Mittelstands
FHM-Rektorin Prof. Dr. Anne Dreier (rechts) und Medien-Dekanin Prof. Dr. Astrid Kruse (links) überreichten Stefan Finger die Urkunde zur Professur. Fachhochschule des Mittelstands

Der renommierte Fotojournalist Stefan Finger ist zum Professor für
Fotografie und Kommunikation an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
berufen worden. Gleichzeitig übernimmt er die wissenschaftliche
Studiengangsleitung für den neuen und in dieser Art deutschlandweit
einzigartigen Bachelorstudiengang „Foto & Film“.

Der renommierte Fotojournalist Stefan Finger ist zum Professor für
Fotografie und Kommunikation an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
berufen worden. Gleichzeitig übernimmt er die wissenschaftliche
Studiengangsleitung für den neuen und in dieser Art deutschlandweit
einzigartigen Bachelorstudiengang „Foto & Film“. „In einer Welt, in der
Bilder und Videos, auch durch soziale Medien, an Wichtigkeit zugenommen
haben, verschmelzen Fotografie und Film immer mehr miteinander. Dieser
neuen Entwicklung kommt der Studiengang nach, in dem er Foto und Film
gleichberechtigt in den Fokus nimmt und Praktiker*innen in beiden
Disziplinen ausbildet“, sagt Professor Stefan Finger.

Der Studiengang richtet sich zunächst in einer berufsbegleitenden Variante
an bereits ausgebildete Fotografinnen und Fotografen sowie an
„Mediengestalter Bild & Ton“. „Durch die in der Ausbildung bereits
erworbenen Fähigkeiten kann das Teilzeitstudium so auf zwei Jahre
reduziert werden“, erklärt Stefan Finger. Ein Großteil der Lehre findet im
digitalen Hörsaal live per Online-Vorlesung mit den Professor*innen statt.
Zudem sind intensive Praxis-Workshops in Präsenz in deutschen
Metropolregionen geplant. „Durch dieses Konzept sprechen wir Studierende
in ganz Deutschland und im deutschsprachigen Ausland an und machen von dem
jeweiligen Modul abhängig, ob eine Online-Live-Vorlesung oder ein
Präsenzworkshop die beste didaktische Form für den Inhalt ist“, so
Professor Finger.  Er wird in dem neuen Studiengang unter anderem
fotografische und theoretische Module unterrichten. Professor Patrice
Kunte, bereits seit 2015 an der FHM und Mitinhaber der Firma
„FokusPokusMedia GmbH“ für Image-Film und Videoproduktionen, füllt den
filmischen Part des Studienganges aus. Unternehmen aus der Foto- und
Filmbranche wie zum Beispiel FUJIFILM kooperieren mit dem Studiengang, der
sich zurzeit in Akkreditierung befindet und im Oktober 2023 erstmals
starten soll.

Zu Stefan Finger:

Stefan Finger selbst studierte an der Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf (HHU) Soziologie, Politik und Medienwissenschaften im Bachelor
und absolvierte im Anschluss einen Master in Politische Kommunikation an
der HHU. Schon während seines Studiums forschte er zur Wirkung von
visueller Kommunikation und arbeitete als freier Textjournalist unter
anderem für die Nachrichtenagentur „epd“ sowie als freier Fotojournalist
für die „Rheinische Post“. Im Anschluss an seinen Master schloss er zudem
einen Bachelor in „Fotojournalismus und Dokumentarfotografie“ an der
Hochschule Hannover ab.

2014 gewann er, gemeinsam mit Insa Hagemann, den international
renommierten Fotopreis „Unicef Foto des Jahres“. Zuvor war er bereits als
„CNN Journalist of the Year“ und mehrfach für den Medienpreis der
Kindernothilfe nominiert. 2010 gründete er die Agentur für
fotojournalistische Hochzeitsfotografie „Hochzeit im Blick“, für die
deutschlandweit rund 15 Fotografinnen und Fotografen im Einsatz sind. Seit
2016 ist er zudem Markenbotschafter für den Kamerahersteller FUJIFILM.
Ebenfalls seit 2016 hatte er mehrere Lehraufträge sowohl in Düsseldorf als
auch Hannover inne.

An der FHM unterrichtet er seit 2021 die Module Fotografie,
Medienproduktion, Print- und Onlinejournalismus sowie Angewandte
Medienpsychologie. Er arbeitet als freier Fotojournalist unter anderem für
die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den stern und gibt Seminare und
Workshops zum Thema „Wirkung von Fotografie“ für Unternehmen, die IHK und
Parteien. Aufgrund seiner praxisnahen Expertise und breiten Vernetzung in
die Welt der Fotografie und den Journalismus bringt Stefan Finger
umfangreiche Erfahrungen und Praxiseinblicke mit in die Lehre.

Weitere Infos zum Studiengang finden Sie hier: www.fh-mittelstand.de/foto-
film

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Studie von ISL und ttz zur Wasserstoff-Zukunft der bremischen Häfen präsentiert

Projektgruppe bei der Übergabe der Studie an die Senatorin für Wissenschaft und Häfen: Projektleiter Dr. Nils Meyer-Larsen, ISL, Senatorin Dr. Claudia Schilling, Prof. Dr. Gerhard Schories, ttz und Mareke Stehle, bremenports & Sara H  Fabio Guarascio  Freie Hansestadt Bremen Senatorin für Wissenschaft und Häfen
Projektgruppe bei der Übergabe der Studie an die Senatorin für Wissenschaft und Häfen: Projektleiter Dr. Nils Meyer-Larsen, ISL, Senatorin Dr. Claudia Schilling, Prof. Dr. Gerhard Schories, ttz und Mareke Stehle, bremenports & Sara H Fabio Guarascio Freie Hansestadt Bremen Senatorin für Wissenschaft und Häfen

Die Studie untersucht die zukünftige Rolle der bremischen Häfen für den
Energieträgerumschlag von grünem Wasserstoff und PtX-Energieträgern.

Am Freitag, den 24.03.2023 wurde die durch das ISL - Institut für
Seeverkehrswirtschaft und Logistik und das ttz Bremerhaven in Kooperation
mit bremenports erstellte Studie zur Entwicklung und dem Aufbau einer
hafenbezogenen Wasserstoffwirtschaft im Land Bremen in einer Sondersitzung
vor dem Ausschuss für die Angelegenheiten der Häfen im Lande Bremen
präsentiert.

Die Studie untersucht die zukünftige Rolle der bremischen Häfen für den
Energieträgerumschlag von grünem Wasserstoff und PtX-Energieträgern.

Projektleiter Dr. Nils Meyer-Larsen, ISL, dazu:

"Die Umstellung der deutschen Wirtschaft auf wasserstoffbasierte
Energieträger ist eine gigantische Aufgabe, die alle Beteiligten gemeinsam
stemmen müssen. Die bremischen Häfen als einer der größten deutschen
Hafenstandorte können und müssen ihren Teil dazu beitragen, die großen
Mengen an Wasserstoff und PtX-Kraftstoffen, die Deutschland neben der
inländischen Produktion wird importieren müssen, ins Land zu bringen und
so die Energieversorgung langfristig zu sichern."

Bei den Untersuchungen werden zwei grundlegende Aspekte unterschieden,
nämlich einerseits die Rolle der bremischen Häfen für den Umschlag von
Wasserstoff und PtX-Energieträgern in Bezug auf Import und Export und
andererseits das Aufzeigen standörtlicher Potenziale in den bremischen
Häfen für die Ansiedelung von Umschlagsterminals für erneuerbare
Energieträger. Damit bietet die Studie eine solide Grundlage für die
anstehenden politischen Entscheidungen im Hinblick auf die Zukunft der
bremischen Häfen im Bereich der wasserstoffbasierten Energieträger.

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Botanischer Garten der HHU im Frühling: Blühende Bäume, beeindruckende Blumen

Der Frühling ist im Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf (HHU) angekommen, an allen Stellen sprießt, knospt und blüht
es. Neben all dieser Pracht sind aber auch unscheinbare Pflanzen zu
entdecken, die an der HHU geschützt angepflanzt werden. Dies und mehr lädt
zu einem Rundgang ein, der Botanische Garten im Düsseldorfer Süden hat
täglich geöffnet.

Gerade aufgeblüht ist die Tulpen-Magnolie (Magnolia x soulangeana
'Lennei'), die auf dem Weg zur Nutzpflanzenabteilung links vom Weg steht.
Die Magnolienblüte ist kurz, von daher sollte man nicht zu lange mit einem
Besuch im Botanischen Garten warten! Dort springen den Besucherinnen und
Besucher Mitte April auch noch manch andere Obst- und sonstige Bäume ins
Auge, wie die Armblütige Scheinhasel (Corylopsis pauciflora), der
Judasbaum (Cercis siliquastrum) oder die Dahurische Radspiere (Exochorda
giraldii) in der Asienabteilung.

Auf dem Weg dorthin lohnt sich ein Abstecher in den Wollemien-Hain, der
2022 angelegt wurde. Der Botanische Garten hat dort sowohl Wollemien
(Wollemia nobilis) aus eigener Nachzucht angepflanzt als auch Spenden von
Bürgerinnen und Bürgern. „Die Pflanzen, die ursprünglich aus Australien
stammen, sind gut durch den Winter gekommen“, freut sich Gartenmeister
Andreas Fischbach. „Ob dies gelingt, war vor dem Winter eine spannende
Frage, da wir unsere Wollemien bisher nur im Gewächshaus gehalten haben.“

Beim Bauerngarten blüht die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla
vulgaris) in leuchtendem Violett. Sie lockt viele Bestäuber an, die bei
gutem Wetter fleißig bei der Arbeit sind. Die Beete des
Nutzpflanzengartens sind frisch bestellt, dort versprechen aber bereits
die runden Knospen auf den Stängeln der Winterzwiebel (Allium fistulosum)
neue Blüten.

Besucherinnen und Besucher mögen sich wundern, dass sie immer wieder auf
Totholz oder stehengebliebene Baumstümpfe stoßen. Fischbach: „Es geht uns
darum, den gesamten Lebenszyklus einer Pflanze zu zeigen. Hierzu gehört
auch, was aus ihnen wird, wenn sie abgestorben ist: ein Lebensraum für
neue Pflanzen.“ Ein Baumstumpf beim Bauerngarten ist so schon zum Boden
für einen Stinkenden Storchschnabel (Geranium robertianum) geworden.

Am Zaun zum Brückerbach fallen die nun blühenden Nordmann-Tannen (Abies
nordmanniana) auf. Ins Auge stechen die leuchtend roten männlichen
Blütenzapfen, die sich dicht an dicht an den Zweigen aufreihen.
Unscheinbarer, graubraun gefärbt, sind die vereinzelten weiblichen Zapfen
an den Spitzen der Zweige. „Bald kommt die Zeit, wenn die männlichen
Zapfen ihre Pollen abgeben. Diese finden sich dann auch als feiner Staub
auf Fensterscheiben und Autodächern wieder“, weiß Andreas Fischbach.

Kurz vor der Gewässeranlage – wo Graureiher auf Beute lauern – finden sich
am Fuß einer Hinweis-Stele die bodennahen Blätter des Acker-Goldsterns
(Gagea villosa). Auch wenn sie unscheinbar wirkt, so ist diese Pflanze
doch einen zweiten Blick wert: Das Wildkraut ist inzwischen sehr selten in
Nordrhein-Westfalen, es wurde durch Pestizide von den Äckern verdrängt.
Auf dem Alten Bilker Friedhof hat die Pflanze einen Rückzugsort unter
alten Bäumen gefunden und wurde kürzlich entdeckt. Die Landeshauptstadt
Düsseldorf hat den Acker-Goldstern zur „Leitart“ ihres
Biodiversitätskonzepts gekürt, an zwei Standorten im Botanischen Garten
wurde sie ausgepflanzt.

Zum Abschluss des Frühlingsrundgangs sei noch ein Besuch der Gewächshäuser
empfohlen. In der Kuppel sticht der riesige Blütenstand einer Agave ins
Auge und die leuchtend gelbe Stängellose Gänsedistel (Sonchus acaulis). Im
Südafrikahaus blühen Paradiesvogelblume (Strelitzia reginae) und
Korallenbaum (Erythrina lysistemon). Wer genau schaut, wird die kleinen,
hübschen Blüten des Honigstrauchs (Melianthus comosus) finden, deren
Blütenkelche übervoll von schwarzem Nektar sind.

Der Botanische Garten der HHU

Der rund acht Hektar große Botanische Garten wurde 1979 eröffnet. Er dient
der Bevölkerung ganzjährig als Stätte der Bildung und Erholung, der
Pflanzenforschung und der Studierendenausbildung an der HHU. Die
umfangreichen, größtenteils öffentlichen Pflanzensammlungen werden als
Arbeits- und Anschauungsmaterial für Forschung und Lehre vor allem in der
Biologie und der Pharmazie genutzt.

Ein besonderer Schwerpunkt des Düsseldorfer Botanischen Gartens ist die
sogenannte Kalthauskultur. In ihrem Zentrum steht das Wahrzeichen des
Gartens, das 1.000 Quadratmeter große Kuppelgewächshaus mit einer Höhe von
18 Metern. Es beherbergt Pflanzen des Mittelmeerraums und der Kanaren,
aber auch solche aus Ozeanien, Asien und Amerika.

In den Jahren 2004 und 2008 wurde die Einrichtung um drei neue Gebäude
erweitert, die Orangerie, das Südafrikahaus und einen
Forschungsgewächshauskomplex. Neben dem großen Sammlungs- und
Forschungshaus und Versuchsflächen betreibt der Botanische Garten auch die
hochmodernen Forschungsgewächshäuser auf dem Dach des Biologie-Neubaus.

Die im Botanischen Garten zu entdeckende Pflanzenwelt ist äußert
vielfältig. Dort finden sich äußerst seltene Pflanzen wie die Wollemie,
von denen in Ursprungsland Australien nur circa 100 ausgewachsene
Exemplare wild in einem sehr kleinen, gut geschützten Gebiet vorkommen. In
Düsseldorf wird damit ein Beitrag zur Erhaltung bedrohter Arten und zur
Sicherung der Biodiversität geleistet.

Alljährlichen besuchen rund 100.000 Bürgerinnen und Bürger den Botanischen
Garten. Er ist für die Öffentlichkeit von März bis Oktober täglich und von
November bis Februar montags bis freitags geöffnet. Den Besuchenden steht
ein kostenfreier Audioguide zur Verfügung, der sie auf Rundgängen zu allen
Besonderheiten führt.

Mit einem vielfältigen Vortrags- und Führungsprogramm werden
Pflanzeninteressierte jeden Alters an die Geheimnisse, die im Garten zu
finden sind, herangeführt und die Bedeutung von Pflanzen für die
menschliche Zivilisation verdeutlicht. Mit diesem Wissenstransfer ist der
Botanische Garten in das Selbstverständnis der HHU als Bürgeruniversität
eingebunden.

Unterstützt wird die Arbeit durch den Freundeskreis, mit dessen Hilfe
bereits viele Projekte realisiert werden konnten.

Ebenso ist der Botanische Garten eine Ausbildungsstätte für Gärtnerinnen
und Gärtner. Bis zu zehn Auszubildende erlernen in der Fachrichtung
„Staudengärtnerei“ den Betrieb eines wissenschaftlich orientierten
Gartens.

Weitere Informationen: www.botanischergarten.hhu.de

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Neuer MRT für die Uni-Kinderradiologie

Der neue MRT wird an seinen Platz im Untergeschoss von Haus 21 am Universitätsklinikum Dresden gehoben.  UKD/Marc Eisele
Der neue MRT wird an seinen Platz im Untergeschoss von Haus 21 am Universitätsklinikum Dresden gehoben. UKD/Marc Eisele

Die Kinderradiologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
bekommt am Freitag, 14. April, einen neuen Magnetresonanztomograph (MRT).
Das über vier Tonnen schwere Gerät wird mit einem Kran von der Pfotenhauer
Straße aus ins Untergeschoss von Haus 21, dem Kinder-Frauenzentrum,
gehoben. Zuvor wird der alte MRT aus dem Gebäude – ebenfalls per Kran –
herausgeholt. Für das logistisch wie baulich herausfordernde Vorhaben
haben Bauleute in den vergangenen Tagen nicht nur das alte Gerät
freigelegt. Auch ein Teil der Fassade am Gebäude mussten sie öffnen.

Mit dem MRT werden vor allem Kinder und Jugendliche im Alter von wenigen
Tagen bis 18 Jahren untersucht. Hauptsächlich geht es dabei um die
Diagnostik von Tumoren und Entwicklungsstörungen. Nach positiver
Begutachtung des Beschaffungsantrags durch die Deutsche
Forschungsgemeinschaft wurden die Gesamtkosten in Höhe von 1.9 Millionen
Euro vom Freistaat Sachsen übernommen. „Der 1,5 Tesla starke MRT von
Siemens Healthineers der neuesten Generation gibt uns die Möglichkeit, die
Patientenversorgung auf höchstem Niveau fortzuführen und zeitgleich weiter
in Sachen Bildgebung und Verträglichkeit der Untersuchung zu forschen“,
sagt Prof. Ralf-Thorsten Hoffmann, Direktor am Institut für diagnostische
und interventionelle Radiologie.

Über vier Tonnen wiegt der neue Magnetresonanztomograph, der ab dem
heutigen Freitag, 14. April, in das Untergeschoss von Haus 21 im
Uniklinikum Dresden eingebaut wird. Dafür ist schweres Gerät notwendig.
Per Schwerlasttransport kommt der MRT aus Forchheim über die Autobahn nach
Dresden. Ein Kran hebt ihn schließlich an seinen neuen Platz im
Untergeschoss des Gebäudes an der Pfotenhauerstraße. Dafür haben Bauleute
in den vergangenen Tagen einen Durchbruch in der Fassade geschaffen. Bis
zum Abend soll der MRT an seinem Platz stehen. Dann beginnt der
Innenausbau. Im Mai soll das neue Gerät in Betrieb gehen – vorher wird die
sensible Technik eingerichtet.

Der neue MRT löst den bisherigen Magnetresonanztomographen ab, der seit
2006 in Betrieb war. Das Team der Kinderradiologie hat daran täglich
Kinder und Jugendliche untersucht. Das Spektrum ist enorm: Frühgeborene im
Alter von wenigen Tagen mit einem Gewicht um die 500 Gramm werden hier
genauso untersucht, wie übergewichtige Jugendliche im Alter bis zu 18
Jahren. Dabei geht es vor allem um die Diagnostik von Tumorerkrankungen
sowie Entwicklungsstörungen wie Fehlbildungen am Schädel oder Wirbelsäule
oder Auffälligkeiten am Zentralen Nervensystem, aber auch Notfälle aus
Kinderklinik und Kinderchirurgie wurden und werden an dem Gerät
untersucht. „Die große Bandbreite an unterschiedlichen Erkrankungen, an
unterschiedlichen Untersuchungsmethoden sowie bei Alter und Gewicht der
Patientinnen und Patienten erfordert eine breite Expertise aller
Kolleginnen und Kollegen im Team“, sagt Dr. Gabriele Hahn, Oberärztin der
Kinderradiologie. Dabei ist es besonders vorteilhaft, dass sich der MRT
direkt in der Kinderklinik befindet – so werden kurze Wege zwischen
Station und Untersuchungsräumen gewährleistet. Zudem ist hier Personal
tätig, das auf die besonderen Bedürfnisse der meist jungen Patientinnen
und Patienten spezialisiert ist. Um vor allem den jüngeren Kindern die
Untersuchung so angenehm wie möglich zu machen und die Angst davor zu
nehmen, werden das neue MRT, der Untersuchungsraum sowie der Wartebereich
mit kindgerechten Bildern und Elementen gestaltet.

Neben der Patientenversorgung widmet sich das Team der Kinderradiologie
auch der Forschung. In den vergangenen Jahren hat es besonders bei der
Qualität der erstellten Bilder erhebliche Fortschritte gegeben. Auch dank
der im neuen Gerät integrierten Künstlichen Intelligenz (KI) entstehen
Bilder, die den Medizinerinnen und Medizinern ein noch genaueres Bild vom
Körper der Patientinnen und Patienten geben. Weiterhin beschäftigt sich
das Team mit neuen Medikamenten sowie Kontrastmitteln, um die
Verträglichkeit der Untersuchung weiter zu optimieren.

„Der Einsatz dieser neuen Technik am Universitätsklinikum Dresden steht
symbolisch für unseren Anspruch, Patientenversorgung auf höchstem Niveau
mit der Forschung zu verknüpfen“, sagt Prof. Michael Albrecht. „Die
Erfahrungen aus dem Einsatz des Geräts in der Kinderradiologie in den
vergangenen fast 20 Jahren geben uns recht, wie sinnvoll der Einsatz von
solch moderner und den Organismus besonders schonender Technik für
spezifische Patientengruppen ist. Wir sind dankbar, dass der Freistaat
dieses Bemühen mit der Neu-Investition honoriert.“ „Die stete Investition
in unsere Infrastruktur und Ausstattung ist uns großes Anliegen und
zugleich Herausforderung für die kommenden Jahre. Deshalb sind wir sehr
froh, den Freistaat an unserer Seite zu wissen, der uns bei diesen und
anderen Investitionen unterstützt und das Potenzial dieser Anschaffungen
für die Patientenversorgung genau wie für die Forschung kennt“, sagt Frank
Ohi, Kaufmännischer Vorstand.

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