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Tag der offenen Tür an der FH Dortmund Einblicke für Studieninteressierte und unterhaltsames Programm

  • Wann: Samstag, 3. Juni 2023, 10 bis 16 Uhr
  • Wo: Standorte der Fachhochschule Dortmund

 

Die Fachhochschule Dortmund öffnet wieder ihre Tür(en): Welcher Studiengang ist der richtige und was macht den Studienalltag aus? Am Samstag, 3. Juni 2023, bekommen Studieninteressierte an den FH-Standorten von 10 bis 16 Uhr jede Menge Einblicke und Antworten auf ihre Fragen.

 

Neben Labor- und Campusführungen, Gesprächen mit aktuellen Studierenden und Professor*innen, Studienberatung, Schnuppervorlesungen und Infoständen zu Karriere-Perspektiven bietet der „Tag der offenen Tür“ in diesem Jahr auch ein buntes Bühnenprogramm mit Livemusik an den Standorten Sonnenstraße und Emil-Figge-Straße. Außerdem locken Familien- und Gesundheitsangebote, für die Verpflegung ist mit vielfältigen Speisen und Getränken gesorgt.

 

Begrüßt werden die Gäste bei dieser Gelegenheit erstmals von der stellvertretenden Rektorin Prof. Dr. Tamara Appel. Sie wirbt vorab für eine zahlreiche Teilnahme: „Willkommen sind nicht nur alle, die sich vor Ort über unsere rund 70 Studiengänge informieren und ins Campusleben eintauchen möchten. Wir freuen uns auch auf alle, die einen unterhaltsamen Tag mit uns verbringen möchten. Wir setzen auf tolles Sommerwetter und gute Laune für die ganze Familie!“

 

Im Rahmenprogramm geht es schwerpunktmäßig unter anderem um Aspekte der Nachhaltigkeit, dazu gehören ein Fahrrad- und Lastenrad-Parcours, ein Klima-Quiz und Infos darüber, wie sich die Fachhochschule für den Umweltschutz einsetzt. Und wer kreative Ideen direkt umsetzen möchte, ist beispielsweise im Gründungszentrum „SQuArE“ und im Labor „FabLab“ richtig, wo Hilfsmittel wie 3D-Drucker und Laser-Cutter bereitstehen.

 

Komplettes Programm für den „Tag der offenen Tür“:

Zur interaktiven Übersicht gelangen Sie auf der FH-Website:

www.fh-dortmund.de/infotag

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Digital in smarten Kreisläufen – ITA unterstützt KMU bei Digita-lisierung und Nachhaltigkeit

Augmented Reality per Tablet zur Unterstützung von Wartung und Instandhaltung  Digital Capability Center
Augmented Reality per Tablet zur Unterstützung von Wartung und Instandhaltung Digital Capability Center

Neue Lieferkettengesetze und soziale Nachhaltigkeit stellen nun aktuelle
Herausforderungen für die KMU. ITA unterstützt im Projekt Mittelstand-
Digital Zentrum Smarte Kreisläufe KMU ab dem 1. März dabei, Ideen zur
Digitalisierung und Nachhaltigkeit konkret umzusetzen.
Dies bedeutet, gemeinsam mit Unternehmen nachhaltige Lösungen und Prozesse
für die Kreislaufwirtschaft zu finden und neue digitale Geschäftsmodelle
zu entwickeln. Die Lösungen des ITA umfassen dabei die Bereiche
Sensibilisieren, Qualifizieren, Umsetzen und Vernetzen. Diese Angebote
sind für KMU kostenlos.

Das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University begleitete
als Teil des Mittelstandzentrum 4.0 Kompetenzzentrums Textil vernetzt
zahlreiche klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in den letzten
fünf Jahren auf dem Weg in die Digitalisierung begleiten. Im Digital
Capability Center (DCC) in Aachen konnten KMU bei-spielsweise eine
digitalisierte Produktion vom Garn bis hin zum smar-ten Armband erfahren
und so die Umsetzbarkeit von Industrie 4.0-Lösungen  in ihrem
Arbeitsumfeld testen.
Neue Lieferkettengesetze und soziale Nachhaltigkeit stellen nun aktuelle
Herausforderungen für die KMU. ITA unterstützt im Nachfolgeprojekt
Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe KMU ab dem 1. März dabei,
Ideen zur Digitalisierung und Nachhaltigkeit konkret umzusetzen.
Dies bedeutet, gemeinsam mit Unternehmen nachhaltige Lösungen und Prozesse
für die Kreislaufwirtschaft zu finden und neue digitale Geschäftsmodelle
zu entwickeln. Die Lösungen des ITA umfassen dabei die Bereiche
Sensibilisieren, Qualifizieren, Umsetzen und Vernetzen. Diese Angebote
sind für KMU kostenlos – Folgeprojekte münden oft in das Förderprogramm
„Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM“ des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) oder in Forschungs- und
Entwicklungsprojekte.
Nutzen Sie die Förderung des BMWK und melden sich bei uns:
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..de>.
https://www.ita.rwth-aachen.de/go/id/bakedz?#aaaaaaaaabakeiz

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Forschung trifft Küche: Medizinisches Kochbuch zur wohl gesündesten Ernährung der Welt

Die mediterrane Küche ist abwechslungsreich, lecker - gesund. Studien der Universität Hohenheim belegen die gesundheitsförderne Wirkung der mediterranen Ernährung.  Foto: S. Bütow/Thieme
Die mediterrane Küche ist abwechslungsreich, lecker - gesund. Studien der Universität Hohenheim belegen die gesundheitsförderne Wirkung der mediterranen Ernährung. Foto: S. Bütow/Thieme

Neuerscheinung im April: Das Buch „Mediterrane Ernährung“ verbindet
wissenschaftliche Erkenntnisse der Universität Hohenheim mit leckeren
Rezepten

Bunt, abwechslungsreich und gesund: Die mediterrane Küche gilt als
gesündeste Ernährung der Welt. Dass sie tatsächlich eine
gesundheitsfördernde Wirkung besitzt, haben Dr. Benjamin Seethaler und
Prof. Dr. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim in Stuttgart
in ihren Studien nachgewiesen. In einem populärwissenschaftlichen Ratgeber
erklären sie jetzt, welche vorbeugende und heilende Kraft die
Ernährungsweise hat – ebenso leicht verdaulich wie die wissenschaftlich
fundierten Rezepte im Buch.

Wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in der eigenen Küche umsetzen: Das
Buch „Mediterrane Ernährung“ ist der Auftakt der neuen Reihe Medical
Cooking vom TRIAS-Verlag, einem Thieme Tochter-Verlag. Im ersten Teil des
Buchs liefern Dr. Benjamin Seethaler und Prof. Dr. Stephan C. Bischoff vom
Fachgebiet Ernährungsmedizin & Prävention der Universität Hohenheim
wissenschaftliche Erkenntnisse zur mediterranen Ernährung. Im zweiten Teil
folgen 110 Rezepte, die von der Ökotrophologin Bettina Snowdon extra für
dieses Buch entwickelt wurden.

„Die Kombination ist ein wahres Erfolgsrezept“, so Prof. Bischoff. „Die
Leser:innen erfahren, wie sie ganz konkret etwas für ihre Gesundheit
machen können. Die mediterrane Ernährung schmeckt gut und ist einfach und
langfristig umzusetzen.“

Hohenheimer Forscher belegen die gesundheitlichen Vorteile der
mediterranen Ernährung

„In unseren Studien konnten wir nachweisen, dass eine mediterrane
Ernährung zu besseren Blutwerten und einer verbesserten Magen-Darm-
Gesundheit führt“, erklärt Dr. Benjamin Seethaler. Er hat die positiven
gesundheitlichen Effekte der Mittelmeerküche im Rahmen seiner Promotion in
Hohenheim erforscht. Die Erkenntnis: Eine mediterrane Ernährung schützt
aktiv vor Herzinfarkt, Arteriosklerose, Krebs und Diabetes.

Für das erste deutschsprachige populärwissenschaftliche Buch zu diesem
Thema haben die Wissenschaftler der Universität Hohenheim ihre
Erkenntnisse leicht verständlich aufbereitet: Sie geben einen spannenden
Einblick tief in den Körper und erklären, wie sich die Ernährung auf den
Blutdruck, den Fettstoffwechsel, die Blutgefäße und als Schutz vor
Krebsentstehung auswirkt.

„Mit dem Buch zeigen wir, dass man durch die Ernährung effektiv die eigene
Gesundheit verbessern kann“, betont der Arzt Prof. Bischoff. Für die
Praxis hält das Buch über 100 Rezepte bereit, die aus den
wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt wurden. „Kurzfristige Diät-
und Ernährungstrends haben in aller Regel keinen gesundheitlichen
Mehrwert. Damit ein Ernährungs- und Lebensstil gesundheitsfördernd wirkt,
muss man langfristig am Ball bleiben. Aber wenn’s – wie bei der
mediterranen Ernährung - schmeckt, fällt das leicht“, so Bischoff.

Für jeden Geschmack etwas dabei: Leckere Rezepte für einen gesunden
Lebensstil

Ein Vorteil der mediterranen Küche: Sie ist so vielfältig, dass für jeden
etwas dabei ist. „Die mediterrane Ernährung hat viele unterschiedliche
Facetten und ist für Menschen jeden Alters, jeder sportlichen Aktivität
und jeder Ernährungsform geeignet“, sagt Dr. Seethaler. Welche
Lebensmittel zur mediterranen Ernährung gehören, listen die Forscher
übersichtlich im ersten Teil des Buchs auf. Mit Hilfe anschaulicher
Ernährungs-Pyramiden können sie die Leser:innen nach eigenem Geschmack
kombinieren – und direkt nachkochen.

Gefülltes Omelette, Paella oder Walnuss-Aufstrich: In engem Austausch mit
den Wissenschaftlern hat die Rezept-Entwicklerin Bettina Snowdon
praktische Gerichte für den Alltag kreiert. Dass die Rezepte schmecken,
kann Dr. Seethaler bestätigen: Er hat einige der Rezepte bereits selbst
getestet. „Wenn ich ein Rezept empfehlen darf, dann auf jeden Fall den
Bohnen-Walnuss-Aufstrich“, so der Forscher.

Ausblick: Man nehme Mikroalgen (statt Fisch)

Die Forschenden der Universität Hohenheim beschäftigt außerdem, wie man
die Ernährungsweise künftig noch nachhaltiger gestalten kann. Denn wegen
der gesunden Omega-3-Fettsäuren spielt Fisch eine wichtige Rolle in der
mediterranen Küche.

„Fische enthalten diese gesundheitsfördernden Fettsäuren, da sie sich zum
Teil von Mikroalgen ernähren, die eben diese enthalten“, erklärt Dr.
Seethaler. Die Überlegung der Forschenden ist nun: Können Menschen auch
direkt von den Mikroalgen profitieren, ohne Fisch „als Zwischenstation der
Omega-3-Fettsäuren“ zu verzehren?

„Aus ernährungsmedizinischer Sicht erscheint es sehr vernünftig, den
Speiseplan um Mikroalgen zu erweitern, die in kontrollierten Bedingungen
wachsen und dadurch praktisch frei von Schadstoffen sind. Aber vor allem
unter Nachhaltigkeits-Aspekten ist es Vorteilhafter, Algen in Aquakultur
zu züchten als Fische“, so die schnelle Antwort von Prof. Dr. Bischoff.

Auch zu diesem Thema wird es bald Neuigkeiten aus der Universität
Hohenheim geben.

Text: Hagenau

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Zur Sonne: Auf dem Dach der Marburger Physik will Jan Christoph Goldschmidt in kleinen Messapparaturen neue Materialien für Solarzellen vermessen.  Foto: Martin Schäfer

Marburger Physiker forscht an neuen Wegen für die Solarenergie

Zur Sonne: Auf dem Dach der Marburger Physik will Jan Christoph Goldschmidt in kleinen Messapparaturen neue Materialien für Solarzellen vermessen.  Foto: Martin Schäfer
Zur Sonne: Auf dem Dach der Marburger Physik will Jan Christoph Goldschmidt in kleinen Messapparaturen neue Materialien für Solarzellen vermessen. Foto: Martin Schäfer

Marburger Physiker forscht an neuen Wegen für die Solarenergie der Zukunft
Vergangenes Jahr erreichte die Photovoltaik (PV) einen wichtigen
Meilenstein: Die weltweit installierte elektrische Leistung überstieg den
magischen Wert von einem Terawatt (TW). „Das entspricht ungefähr
eintausend Atomkraftwerken“, erläutert der Marburger Physiker Prof. Dr.
Jan Christoph Goldschmidt. Wieviel PV-Leistung in Zukunft für einen
kosteneffizienten Klimaschutz und zur Deckung der Energiebedürfnisse der
Menschheit notwendig ist, hat eine internationale Forschungsgruppe jetzt
im Fachmagazin „Science“ (Ausgabe vom 7. April 2023) vorgerechnet. Bis zum
Jahr 2050 könnten 75 TW installiert sein. „Die PV leistet dann den größten
Beitrag zur Energieversorgung und um den Klimawandel einzudämmen“, sagt
Co-Autor Goldschmidt.

Eine Herausforderung, die sein Team und er identifiziert haben ist,
langfristig die Energieausbeute zu erhöhen, und zum anderen den
Ressourcen- wie auch den Energieverbrauch bei der Produktion von
Solarzellen weiter zu reduzieren. Wie eine Solarzelle der Zukunft
aussieht, daran forschen Goldschmidt und sein Team in der Marburger
Physik.

Klassische Solarzellen funktionieren auf Siliziumbasis. Deren
Energieausbeute – Fachleute sprechen von Wirkungsgrad – ist physikalisch
bedingt auf rund 29 Prozent beschränkt. Für höhere Wirkungsgrade sind
daher andere Materialien, Materialkombinationen sowie neue Zelldesigns
oder -konstruktionen gefordert „Die Idee ist hier, zwei verschiedene
Solarzellen übereinander zu stapeln“, sagt Goldschmidt. Bei diesen
sogenannten Tandem-Solarzellen wandelt eine klassische Siliziumzelle das
langwellige Licht in elektrische Energie um. Der kurzwelligere, sichtbare
Anteil, der sonst nicht besonders effizient genutzt wird, wird dagegen in
einer zweiten Materialschicht in Strom umgewandelt. Besonders geeignet
sind hierfür sogenannten Perowskite. Hierbei handelt es sich um eine
Kristallstruktur, die erst seit rund zehn Jahren für PV-Anwendungen
erforscht wird.

Energieverbrauch und Ressourceneinsatz weiter reduzieren

Beim Ressourceneinsatz wollen die Forschenden an gleich mehreren
Stellschrauben drehen. Wurde bereits in den Jahren 2000 bis 2022 die
Siliziummenge (Si) pro Megawatt (MW) Leistung von 14 Tonnen auf 2 bis 3
Tonnen reduziert, so dürfte sich das mit noch dünneren Siliziumscheiben
weiter verringern. Da Silizium im Herstellungsprozess die größte
Energiemenge verbraucht, wollen die Forschenden gar komplett auf Si
verzichten. „Ins Spiel kommen Tandem-Zellen aus zwei verschiedenen
Perowskit-Schichten, die wir hier bald herstellen und charakterisieren
wollen“, sagt Goldschmidt. Ferner sollen auch seltene und teure
Materialien wie Silber für die elektrische Kontaktierung immer weiter
verringert und durch Kupfer, Aluminium oder sogar aus Pflanzenreststoffen
erzeugtem Kohlenstoff ersetzt werden. Das setzt detaillierte Forschung an
Materialproben und -systemen voraus, die der Marburger Physiker, der vor
rund einem Jahr vom Fraunhofer-Institut für Solare Energieerzeugung von
Freiburg an den Fachbereich Physik der Philipps-Universität gewechselt
ist, bald in neuen Labors anstoßen will.

Goldschmidt ist sich sicher, dass in den Tandem-Perowskit-Zellen enormes
Potenzial steckt, um den Energiebedarf in Zukunft umweltschonend und das
Klima schützend decken zu können. „Jedes Zehntel Grad Celsius weniger
Klimaerwärmung zählt, um gravierende Klimafolgen zu vermeiden“, sagt
Goldschmidt. Ein schneller Ausbau der PV auf Basis der aktuellen Si-
Technologie jetzt und die langfristige Entwicklung einer noch
effizienteren und Ressourcen-schonender Solartechnik spielt dabei nach
Ansicht des Fachmanns die größte Rolle.

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