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Medizinische Ernährungswissenschaft und Ernährungstherapie

Die SRH Hochschule für Gesundheit bietet ab dem Wintersemester 2023/2024
einen neuen Master-Studiengang im Bereich Ernährung an.

„Der Einfluss unserer Ernährung auf die Gesundheit steht bereits seit
Jahren zunehmend im Fokus des öffentlichen Interesses. Dabei geht es nicht
nur um Essstörungen wie beispielsweise Anorexie oder Orthorexie, die vor
allem bei jüngeren Menschen auftreten, sondern auch um die richtige
Ernährung bei bestimmten Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Adipositas, Diabetes, Krebs oder geriatrischen Krankheiten wie Demenz“,
erläutert Prof. Dr. habil. Marcus Grimm, Studiengangsleiter im Bachelor-
Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Rheinland der SRH
Hochschule für Gesundheit sowie im neuen Master-Studiengang Medizinische
Ernährungswissenschaft und Ernährungstherapie, der ab dem Wintersemester
2023/2024 am Campus Gera sowie am Campus Rheinland in Leverkusen angeboten
wird.

Im angewandten Master-Studiengang vertiefen die Studierenden gemeinsam mit
national und international forschenden Ernährungsexpert:innen ihr Wissen
zu komplexen Abläufen im Körper in Folge einer Fehl-, Mangel-, Unter- oder
Überernährung. Dabei untersuchen und beurteilen sie den Einfluss
verschiedener Nährstoffe und Ernährungsmuster auf den menschlichen
Stoffwechsel und stellen evidenzbasierte Zusammenhänge dar. Ein besonderer
Fokus liegt dabei auf dem Denken und Agieren in einem interprofessionellen
Team, weshalb Bereiche wie die Psychologie, Medizin, Logopädie oder
Physiotherapie ebenfalls Eingang in den Studiengang finden. Da in der
praktischen Ernährungstherapie und -beratung z. B. auch ein sensibler
Umgang mit den Patient:innen erforderlich ist, werden auch psychologische
Konzepte und Kommunikationsstrategien vermittelt.

Darüber hinaus ist das Studium durch die typische Blockstruktur der SRH
Hochschule für Gesundheit gekennzeichnet. Konkret bedeutet dies, dass die
Präsenzzeiten pro Semester sechs Blöcke mit je vier bis fünf
zusammenhängenden Präsenztagen am Campus Gera oder Rheinland umfassen.
Dadurch lässt sich das Studium ideal mit einer Berufstätigkeit in Teilzeit
und privaten Anforderungen vereinbaren. Daneben werden angeleitete
Selbstlern- und Selbststudienzeiten definiert. Diese Struktur bildet den
Rahmen für die während des Studiums geforderten praktischen Einsätze, um
die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden und zu
vertiefen.

Mit dem Abschluss des Studiums stehen den Absolvent:innen aufgrund ihres
umfangreichen Sach- und Fachwissens sowie der Sozial- und
Selbstkompetenzen die verschiedensten Karrierewege offen, sei es in der
Nahrungsmittel- und Nahrungsmittelergänzungsindustrie (Produktentwicklung,
Qualitätsmanagement), als Berater:in oder Therapeut:in in
Gesundheitszentren, Kliniken oder privaten Praxen, in Sportverbänden und
rehabilitativen Einrichtungen oder auch in der klinischen Forschung in
Unternehmen bzw. akademischen Einrichtungen.

Interessierte, die mehr zum Master-Studiengang erfahren möchten, sind
herzlich zum Online Health and Study Talk zum Thema Omega-3-Fettsäuren am
28. Juni 2023 um 17:30 Uhr eingeladen. Nähere Informationen zur
Veranstaltung folgen in Kürze unter https://www.srh-
gesundheitshochschule.de/srh/events/

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/marcus-grimm/

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Forschungsdaten der Geschichtswissenschaften langfristig öffentlich zugänglich machen

Freie Universität Berlin wirkt im Rahmen von „4Memory“ am Aufbau der
Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) mit

Die Freie Universität Berlin ist seit Mai 2023 Mitglied des
geschichtswissenschaftlichen Konsortiums „4Memory“. Damit beteiligt sich
die Hochschule am Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur
(NFDI), die künftig Forschungsdaten bundesweit auffindbar, zugänglich und
nachnutzbar machen soll. Die NFDI umfasst bislang 27 Konsortien, die
jeweils von fachwissenschaftlichen Communities gebildet werden. „4Memory“
(https://4memory.de) vertritt die historisch arbeitenden Wissenschaften
und wird in den kommenden Jahren Forschungsdaten wie etwa historische
Dokumente, Zeitzeugeninterviews oder Statistiken digital für andere
Forschende zugänglich machen. Projektbeteiligte der Freien Universität
Berlin sind die Universitätsbibliothek (Abteilung Forschungs- und
Publikationsservices), das Lateinamerika-Institut, Abteilung Geschichte
(Prof. Stefan Rinke) und das Friedrich-Meinecke-Institut, Arbeitsbereich
Didaktik der Geschichte (Prof. Martin Lücke).

Durch die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte
Beteiligung an „4Memory“ kann die Freie Universität Berlin zukünftige
digitale Forschungs-, Lehr- und Informationsinfrastrukturen für die
historisch arbeitenden Wissenschaften aktiv mitgestalten. In den kommenden
fünf Jahren werden die Projektbeteiligten der Freien Universität in den
Arbeitsfeldern von „4Memory“ zu Data Connectivity, Data Services, Data
Literacy sowie Data Culture in Expertengremien mitwirken,
Trainingsmaterialien erarbeiten, als Datenprovider fungieren und aktiv
Maßnahmen mitgestalten.

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität unterstützt „4Memory“
mit ihrer Expertise in den Bereichen Data Literacy in
geisteswissenschaftlichen Kontexten und E-Learning (Dr. Brigitte Grote),
ihrer Expertise zu Forschungsdaten in den Area Studies mit Fokus auf
Forschungsdaten in nicht-lateinischen Schriften (Dr. Cosima Wagner) sowie
ihrer Erfahrung mit Lern- und Forschungsumgebungen für audiovisuelle
Forschungsdaten der Oral History (Verena Nägel, Dr. Cord Pagenstecher,
Dorothee Wein).

Das Lateinamerika-Institut der Freien Universität stützt sich auf seine
Erfahrung mit digitalen Geschichtsprojekten zu Oral History und
historischer Datenkompetenz, darunter das Projekt „Colonia Dignidad. Ein
deutsch-chilenisches Oral-History-Archiv“ (https://www.cdoh.net,
Projektleiter: Prof. Dr. Stefan Rinke).

Die Geschichtsdidaktik der Freien Universität, vertreten durch Prof. Dr.
Martin Lücke und Dr. Daniel Brandau, wird ihre umfassenden Vorarbeiten in
den Bereichen Digitalisierung in Forschung und Lehre und Nutzung digitaler
Daten für die empirische Geschichtsdidaktik einbringen und an der
Entwicklung eines domänenspezifischen Kompetenzmodells zu Data Literacy
mitarbeiten.

Die NFDI will dezentral, projektförmig und temporär gespeicherte
Forschungsdaten systematisch für die Wissenschaft erschließen und
zugänglich machen. Nach den FAIR-Prinzipien (findable, accessible,
interoperable, reusable) sollen Forschungsdaten nachhaltig auffindbar,
zugänglich, verknüpfbar und wiederverwendbar sein.

Das vom Institut für Europäische Geschichte Mainz geleitete Konsortium
„4Memory“ hat am 1. März 2023 seine Arbeit aufgenommen. Es wird getragen
von deutschlandweit elf Institutionen aus den Bereichen Wissenschaft,
Forschungsinfrastruktur sowie Museen und Archive. Sie werden von mehr als
70 Einrichtungen aus der gesamten Breite der historischen Forschung
unterstützt.

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TH Lübeck Studierende bauen Modulhäuser für ukrainische Geflüchtete

Ein ganzes Semester lang entwarfen Studierende des Fachbereichs Bauwesen
der Technischen Hochschule (TH) Lübeck Unterkünfte für Geflüchtete. Die
Gewinnerentwürfe werden nun beispielhaft aufgebaut, erprobt und optimiert.
Die Studierenden stellen ihre Arbeit beim Hamburger Architektursommer 2023
und bei der NORDBAU 2023 vor.

„Unity – Drop you pencils! Unite! And Re-Build!“, so lautete der Appell,
den der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) im
Wintersemester 22/23 an Studierende der TH Lübeck, der TU Darmstadt und
der Universität Kassel richtete. Die Aufgabe: Geflüchteten eine
menschenwürdige Unterkunft auf Zeit bieten. „Wir wollten aktiv werden und
den Geflüchteten einen Wohnraum bieten –  und das fernab von Stahl-
Container-Lösungen“, sagt Stefan Gruthoff, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Fachbereich Bauwesen der TH Lübeck und Initiator des Projekts „Unity“.
Gemeinsam mit Florian Müller, einem ehemaligen Architektur-Absolventen der
TH Lübeck rief er das Projekt Unity ins Leben. Fynn Rösch, ein Alumni des
Studiengangs Bauingenieurwesen an der TH Lübeck, ließ sich ebenfalls für
das Projekt begeistern und stieß als Tragwerksplaner dazu.

Vom Entwurf bis zum Eins zu Eins Modell

Prof. Stephan Wehrig und Stefan Gruthoff (Fachbereich Bauwesen der TH
Lübeck) stellten den Studierenden im Kurs „Entwerfen und Konstruieren“ das
Projekt Unity als Thema für das Wintersemester 22/23 vor. Die Studierenden
hatten die Aufgabe nach der Entwurfsvorlage der Architekten Slava Balbek
aus Kiew eine Aussenraumgestaltung mit neuer Fassadenidee zu entwerfen und
ein Innenraumkonzept zu gestalten. Zusätzlich zur Konstruktion des Moduls,
haben die Studierenden eine Bauanleitung für die Innenausstattung und die
Möbel entwickelt. Die Module sollen als schnelle Hilfe vor Ort zum
Beispiel als Bausatz in die Ukraine geliefert werden und sind so
konzipiert, dass Laien sie mit Akkuschrauber und Kleingerüst zusammenbauen
können.

Die Gewinnerentwürfe

Zum Ende des Semesters traten die Studierenden mit ihren Entwürfen im
Wettbewerb gegeneinander an. Neben Stefan Gruthoff und Prof. Wehrig saß
zusätzlich Arne Kleinhans, der Leiter der Abteilung Bauen und Wohnen des
Ministeriums für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport, in der Jury. Zwei
Studierendenteams konnten sich durchsetzen. Fynn Schaper und Johanne
Lüdemann überzeugten die Jury mit ihrem Prototyp für den Architektursommer
in Hamburg, der später in die Ukraine transportiert und vor Ort genutzt
wird. „Die Arbeit von Johanne Lüdemann und Fynn Schaper leistet sowohl mit
im Fassadenkonzept einen wichtigen Beitrag für eine Aktivierung und
Aufwertung des städtebaulichen Raums als auch mit ihrem
innenarchitektonischen Konzept, welches auf sehr emphatische Weise
Geborgenheit und notwendige Flexibilität im Alltag verbindet“, sagt Prof.
Stephan Wehrig. „Zudem erwarten wir eine sehr gute und praktische
Umsetzung im Rahmen des Projektes Unity, da die Studierenden einen hohen
und verbindlichen Detaillierungsgrad im Ausbaukonzept abgeliefert haben“,
ergänzt Stefan Gruthoff.

Für die diesjährige NORDBAU wählte die Jury den Entwurf von Lenke
Blendermann und Hanna Winkelmann. „Die Arbeit von Lenke Blendermann und
Hanna Winkelmann zeigt beispielgebend eine qualitätvolle und ausgewogene
Gestaltung eines familiären Wohnens auf nur 18 Quadratmetern. Dabei wird
weniger auf eine hohe Flexibilität der Möblierung, als auf eine kluge und
stabile Zonierung des Innenraums gesetzt, die gekonnt gemeinschaftlichen
Raum, notwendigen Stauraum aber auch private Rückzugsorte anbietet“, sagt
Stephan Wehrig. „Ebenso gewährleistet das Material-und Möblierungskonzept
eine hohe Aufenthaltsqualität und schafft zahlreiche Angebote für eine
persönliche Aneignung des Wohnraums“, fügt Stefan Gruthoff hinzu.

Derzeit arbeiten die die angehenden Architekt*innen und Bauingenieur*innen
studiengangsübergreifend daran, die Module fertigzustellen. In der
Architektur arbeiten sie im Modul „Realbaulabor“ unter der Leitung von
Stefan Gruthoff an den Unterkünften und im Bauingenieurwesen bekommen sie
im Modul „Baubetrieb“ unter Anleitung von Helmut Offermann (sowie
Constanze Borghoff und Philipp Wolter-Ebener) neben dem Bauen
verschiedenen Themen wie der Kreislaufwirtschaft, dem CO2-Fußabdruck und
Logistik an die Hand.

Vom 17. Juni bis zum 08. Juli präsentieren die studentischen Teams der TH
Lübeck, der TU Darmstadt und der Universität Kassel im Rahmen des
Hamburger Architektur Sommers ihre Module auf dem Gelände vor den
Deichtorhallen. Im Anschluss werden die Exponate nach Lwiw in die Ukraine
transportiert und dort an das Architekturbüro „Bureu Balbek“ übergeben.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 17. Juni ab ca. 12.30 Uhr statt,
bei der die Studierenden die Funktionsweise ihrer Wohnmodule erklären. Mit
dabei: Der ukrainische Architekt Slava Balbek von balbek bureau. Die
Planer*innen aus Kyiv haben mit ihrem Projekt „Re:Ukraine“ die Grundlage
für das Projekt „Unity!“ gelegt. Das zweite Modulhaus wird im Rahmen der
NORDBAU Messe 2023 vom 06. bis 10. September in Neumünster gezeigt.

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Leuphana vergibt Promotionsstipendien für rechtswissenschaftliche Forschung

Das Joachim Herz Promotionskolleg für Rechtswissenschaften an der Leuphana
Universität Lüneburg beginnt im kommenden Wintersemester mit einem
Doktorandenprogramm zum Thema Recht und Transformation. Für die Teilnahme
an diesem Programm stellt das Kolleg neun Promotionsstipendien zur
Verfügung. Sie haben eine Laufzeit von bis zu vier Jahren und sind mit
1.650 Euro monatlich dotiert. Die Ausschreibung richtet sich an
Absolventinnen und Absolventen der Rechtswissenschaften und angrenzender
sozialwissenschaftlicher Disziplinen. Die Bewerbungsfrist endet am 11.
Juni 2023.

Das Promotionskolleg beschäftigt sich mit grundlegenden
rechtswissenschaftlichen Fragestellungen, die sich aus der
gesellschaftlichen Transformation und der damit verbundenen Transformation
des Rechts ergeben. Phänomene wie Digitalisierung, stetiger
gesellschaftlicher Wandel etwa infolge demografischer Veränderungen sowie
fortdauernde Krisen und Konflikte, stellen auch aus rechtlicher Sicht
große Herausforderungen dar. Das Joachim Herz Promotionskolleg möchte
deshalb insbesondere rechtswissenschaftliche Forschungsarbeiten aus den
Themenfeldern Digitalisierung, Klimawandel, (Inter-)nationale Konflikte
und Transformation fördern.

Die Leuphana hatte im vergangenen Jahr eine Fakultät Staatswissenschaften
eingerichtet. Sie bietet erstmals in Deutschland Jura-Studierenden die
Möglichkeit, sowohl einen rechtswissenschaftlichen Masterabschluss als
auch das juristische Staatsexamen zu erwerben. Die Joachim Herz Stiftung
unterstützt das Vorhaben und stellte der Leuphana zunächst 750.000 Euro
für das Joachim Herz Promotionskolleg für Rechtswissenschaft zur
Verfügung.

Weitere Informationen finden sich hier http://www.leuphana.de/joachim-
herz-stipendien

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