Lebensmittelpreise werden auch in 2014 weiter steigen
"Die Preiserhöhung um rund 4 Prozent spiegelt die immer weiter gestiegenen Produktionskosten der Lebensmittelhersteller wider. Eine Entspannung der schwierigen Ertragslage zeichnet sich 2014 nicht ab, wie sich die Preise entwickeln hängt von vielen Faktoren ab", so Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie. Die Branche betrachtet die Entwicklungen an den globalen Agrarrohstoffmärkten mit Sorge, angebots- und nachfragebedingte Preisschwankungen können nur schwer ausgeglichen werden. Besorgniserregend sind zudem drohende Kostensteigerungen durch zunehmende Regulierung. Steigende Energiekosten oder eine verbraucherpolitische Marktlenkung würde die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen empfindlich treffen. Dies würde sich mittelfristig auch auf die Preise auswirken.
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Die negative Reaktion der Börse auf die aktuellen Nachrichten aus dem ThyssenKrupp-Konzern ist nach Ansicht mancher Experten übertrieben. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Stahlanalyst Michael Broeker von der Frankfurter Wertpapierhandelsbank Steubing, es sei "wenig sachdienlich", den verzögerten Verkauf des ThyssenKrupp-Stahlwerks in Brasilien zu kritisieren. Das Management des DAX-Konzerns hätte möglicherweise "Schwierigkeiten mit den Aktionären bekommen, falls die Vermögenswerte von Steel Americas verschleudert worden wären". Allerdings sei es ein Fehler gewesen, den Verkauf in einem eng gesteckten Zeitraum realisieren zu wollen.
Thomas Middelhoff, Ex-Chef von Arcandor und Bertelsmann, wehrt sich gegen Mutmaßungen des Spiegel, er habe seiner Heimat Bielefeld den Rücken gekehrt und sei nun in St. Tropez gemeldet, um Millionenforderungen seiner Prozessgegner zu entgehen. "Alles Quatsch", sagte der Manager gegenüber der Neuen Westfälischen Zeitung in Bielefeld. "Ehrabschneidend" findet er die Überlegung des Spiegels. "Ich habe das satt. Das kann so nicht weitergehen", sagte er. Dabei bestreitet der 60-Jährige gar nicht, dass er sich formal beim Meldeamt der Stadt Bielefeld ab-, und in Südfrankreich angemeldet habe. "Meine Frau ist sehr frankophil", sagt er. "Sie wollte immer schon gern nach Frankreich." Middelhoff besitzt bereits seit seinen Bertelsmann-Zeiten eine Villa in St. Tropez. 2011 habe das Ehepaar den Schritt nach Frankreich machen wollen, dies dann jedoch zunächst revidiert. Der nächste Anlauf sei dann in diesem Jahr gekommen.