Caritas: Mindestlohn führt zu mehr Armut
Nach zahlreichen Wirtschaftsvertretern und Ökonomen hat jetzt auch die Caritas als Hilfswerk der katholischen Kirche eindringlich vor einem einheitlichen und flächendeckenden Mindestlohn gewarnt. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Caritas-Präsident Peter Neher, jeder Mindestlohn müsse vor dem Hintergrund der Lage der Langzeitarbeitslosen bewertet werden. "Geschieht dies nicht, kann er zu mehr und nicht zu weniger Armut führen", warnte Neher vor den an diesem Dienstag erstmals anstehenden Beratungen der Koalitions-Unterhändler von CDU, CSU und SPD über die Themen Arbeit und Soziales.
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Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist erstmals nach fünf Anstiegen wieder leicht gesunken. Der weitere Geschäftsverlauf wird von den Unternehmen etwas weniger optimistisch als im Vormonat beurteilt. Die aktuelle Geschäftslage wird geringfügig weniger positiv eingeschätzt. Sie ist jedoch weiterhin überdurchschnittlich. Die deutsche Konjunktur nimmt noch nicht volle Fahrt auf. Der Geschäftsklimaindikator für das Verarbeitende Gewerbe ist gesunken. Die aktuelle Geschäftslage wird weniger positiv beurteilt. Die Geschäftserwartungen sind zwar leicht zurückgegangen, die Industriefirmen blicken aber dennoch optimistisch auf den weiteren Geschäftsverlauf. Die Kapazitätsauslastung hat sich nicht geändert. Die Exporterwartungen sind auf den höchsten Wert des Jahres gestiegen.
Die SB-Warenhauskette Real will die Modernisierung ihrer Filialen in Deutschland vorantreiben. Jede dritte der bundesweit 310 Filialen stehe vor einer grundlegenden Erneuerung, sagte der Chef der SB-Warenhauskette, Didier Fleury, im Gespräch mit der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. "Ein Drittel der Standorte ist erst kürzlich renoviert worden und befindet sich auf dem aktuellen Stand", sagte Fleury. "Ein weiteres Drittel steht recht gut da, hier sind lediglich kleinere Modernisierungen geplant - zum Beispiel der Umbau einzelner Abteilungen." In diesen Häusern gehe es um Investitionen im Volumen von jeweils zwei oder drei Millionen Euro. "Ein weiteres Drittel unserer Filialen wollen wir komplett anpacken", betonte der Manager.
Mit dem steigenden Tempo der Arbeitswelt wachsen auch die Anforderungen der Chefs an ihre Mitarbeiter. Rund um die Uhr erreichbar zu sein, ist für ein Drittel der Arbeitnehmer inzwischen Realität (Quelle: Randstad Arbeitsbarometer 1/2012). Doch reicht das, um den Erwartungshaltungen zu genügen? Auf welches Know-how legen Arbeitgeber in Deutschland heutzutage wert? Mit dieser Frage beschäftigt sich die aktuelle Arbeitnehmerbefragung im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers (Q3/2013). Laut 87 Prozent der Befragten sind die Anforderungen im Job in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Besonders wichtig sei es Arbeitgebern in Deutschland, dass ihre Mitarbeiter über möglichst breit gefächerte Kompetenzen verfügen. Seinen Job gut zu machen heißt heute längst nicht mehr, ausschließlich über Fachkompetenz zu verfügen.