Brasilien: Kosten bremsen Wachstum
Das brasilianische Wachstumsmodell, das auf Konsum setzt, ist zusammengebrochen. Wegen des schwierigen Arbeitsmarktes, geringer Wettbewerbsfähigkeit und schleppender Entwicklung der Infrastruktur ist der berüchtigte ständige Kostenanstieg ("Brazil cost") zu einer schweren Belastung für die Wirtschaft geworden. Zu diesem Ergebnis kommt der internationale Kreditversicherer Coface in seinem neuen Panorama zu Brasilien. Der Ausweg aus dieser Stagflation liege nicht in wirtschafts- oder finanzpolitischen Maßnahmen, sondern in Bildung, Gesundheits- und Strukturreformen, sagt Coface-Chefökonom Yves Zlotowski. Die brasilianischen Unternehmen sind vom langsamen Wachstum und hohen Zinsen betroffen. Sie haben deshalb zunehmend Probleme, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen.
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Angesichts der Insolvenz der Praktiker AG hält die Semper Constantia Privatbank (SCPB) fest, dass sie nicht zu den kreditgebenden Bankenvon Praktiker gehört und demzufolge auch kein Kreditexposure hat. Sie ist auch kein Investor in Praktiker. Die SCPB war und ist nicht an der operativen Sanierung von Praktiker beteiligt. Entgegen anderslautenden Fehlinformationen hält sie auch keine Aktien von Praktiker oder der zypriotischen Gesellschaft Maseltov und der Donau Invest, die beide zu den Großaktionären von Praktiker gehören. Auch deren Vertreterin Mag. Isabella de Krassny steht in keinem Dienstverhältnis zur Bank.
In der RAG-Stiftung gibt es Bedenken gegen einen direkten Einstieg bei ThyssenKrupp. Wie die Rheinische Post unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise der Landesregierung berichtet, bereitet die Stiftung sich deshalb auf ein anderes Szenario vor. Sollte die Krupp-Stiftung oder der Konzern die RAG-Stiftung um Hilfe bitten, könne diese unter Umständen ein millionenschweres Darlehen gewähren, heißt es in Düsseldorf. Als Sicherheit soll die Krupp-Stiftung Teile ihrer ThyssenKrupp-Aktien bei der RAG-Stiftung verpfänden.