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Schließung von 315 deutschen Praktiker-Märkten ist eine sinnvolle Marktbereinigung

PraktikerZwanzig Prozent auf alles - außer Tiernahrung." Der nervige aber einprägsame Werbeslogan von Praktiker ist ein Indiz, warum die drittgrößte deutsche Baumarktkette gescheitert ist. Wer zu sehr auf die Schnäppchen-Strategie setzt, lockt zwar kurzfristig Kunden. Doch ist die Billig-Kampagne zu Ende, gehen diese wieder anderswo einkaufen. Vor allem gehört zum soliden wirtschaftlichen Erfolg mehr. Prima Produkte, gute Lage und vor allem freundlich-kompetente Beratung sind wichtig. Wobei Letzteres in Baumärkten sehr unterschiedlich geschieht. Heimwerker-Laien fühlen sich oft alleingelassen. Wenn sie überhaupt Personal finden, parliert das in unverständlichem Fachjargon. Aber auch nette, kompetente Hilfe kann man erleben. Abgesehen von den spezifischen Problemen von Praktiker dürfte Deutschland mit seinen rund 2400 Bau- und Heimwerkermärkten schlicht überversorgt sein. Die Zahl derer, die selbst tapezieren, Fliesen verlegen oder ihre Gartenlaube persönlich zusammenbauen, ist nicht unendlich steigerbar.

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Staatsanwaltschaft durchsucht erneut UBS-Büros in Deutschland

Filiale der UBSDie UBS ist erneut Ziel einer Razzia geworden. Bundesweit wurden in den vergangenen Tagen mehrere Filialen der Schweizer Großbank durchsucht. Ein Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft Bochum bestätigte entsprechende Informationen des Wall Street Journal Deutschland aus Finanzkreisen. "Die Ermittlungen dienen der Auffindung von Geschäftsunterlagen, aus denen sich weitere Erkenntnisse und Nachweise über die Steuerhinterziehung der UBS-Kunden gewinnen lassen", erklärte er auf Anfrage. Die UBS war für eine Stellungnahme nicht direkt erreichbar.

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Öko-Stromumlage als Job-Killer

Standort DeutschlandDie Grünen sollten sich den Fall des Edelstahlwerks in Bochum in ihr Merkheft kleben. 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit, weil die Aufsichtsbehörde die Entlastung von der Öko-Stromumlage ablehnt: Wäre es nicht so bitter, man müsste der Behörde dankbar sein für dieses absurde Beispiel aus dem Reich der EEG-Umlage. Es zeigt eindrucksvoll auf, welche Folgen die Zusatzbelastung für energieintensive Industrien in Deutschland hat, die sich im internationalen Wettbewerb befinden. Und es entlarvt die Argumentation der Grünen, die Entlastung der Großverbraucher sei eine ungerechtfertigte Bevorzugung auf Kosten der Kleinen, als politisches Ablenkungsmanöver.

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Industrie leidet unter sinkenden Aufträgen

WirtschaftDie deutsche Industrie hat im Juni erneut empfindliche Einbußen hinnehmen müssen. Der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) für das Verarbeitende Gewerbe sank gegenüber dem Vormonat von 49,4 auf aktuell 48,6 Zähler. Damit notierte der wichtige Konjunkturfrühindikator bereits den vierten Monat in Folge unter der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Die meisten Unternehmenkonnten ihre Produktion zwar geringfügig steigern, sahen sich jedoch ein weiteres Mal mit schrumpfenden Auftragseingängen konfrontiert. Viele Hersteller reagierten auf die rückläufigen Bestellungen mit weiteren Stellenstreichungen und den stärksten Preissenkungen seit dreieinhalb Jahren. "Die Unternehmen profitierten auch im Juni von sinkenden Einkaufspreisen. Niedrigere Kosten halfen ihnen, dem Wettbewerbsdruck besser standzuhalten", betonte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), in Frankfurt.

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