Irak-Krise: Waffenlieferungen sind der falsche Ansatz
Der aktuelle Konflikt im Irak wird nicht dadurch gelöst, dass die Bundeswehr überschüssige alte Waffen aus ihren Lagerbeständen in Kurdistan entsorgt. Den Kurden mag mit Waffenlieferungen kurzfristig bei ihrem Widerstand gegen die Terror-Miliz gedient sein, gewonnen werden kann der Kampf gegen den Islamischen Staat aber nur politisch. Wenn seine Koalition mit anderen sunnitischen Aufständischen zerbricht. Und wenn Deutschland und andere westliche Staaten endlich deutlich mehr Druck ausüben auf diejenigen Länder, aus denen Finanzströme Richtung Terror fließen.
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"Die AfD lehnt die überhasteten und unüberlegten Waffenlieferungen an die Kurden ab. Zusätzliche Waffen werden in Krisengebieten nie für Entspannung sorgen, sondern ergeben in der Regel zusätzliches Konfliktpotential", erklärt Alexander Gauland, stellvertretender Sprecher der Alternative für Deutschland. Der Bundesregierung werfe Gauland vor, dass sie mit den Waffenlieferungen keine vernünftige Politik verbinde. Sie übersehe völlig, dass die Kurden einen eigenen Staat wollten und die Waffen nach der Abwehr der IS-Terroristen dafür einsetzen würden. Die Bundesregierung handle politisch leichtfertig, wenn sie dies nicht sehe.