Schwarz-Grün in Hessen als Test für den Bund
In Hessen stehen die Zeichen auf Schwarz-Grün. Dieses Bündnis hätte vor allem für die CDU Vorteile. Sie will weiter regieren, ohne Ministerposten abgeben zu müssen. In einer Großen Koalition müssten die Christdemokraten die Macht mit der SPD teilen, die bei der Wahl weniger als acht Prozentpunkte hinter ihnen lag. Die Grünen sind dagegen der deutlich kleinere Partner. In Hessen soll auch getestet werden, ob Schwarz-Grün im Bund 2017 möglich ist. Informelle Gespräche zwischen Bundestagsabgeordneten werden hierzu bald beginnen. Eine logische Folge des Beschlusses der Grünen, dass künftig mehr Machtoptionen nötig seien. Dabei übersieht die Ökopartei allerdings, dass sie durch eine Hinwendung zu den Konservativen weiter an Glaubwürdigkeit verlieren dürfte.
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Das NPD-Verbotsverfahren ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Die Innenminister der Länder sind nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks jetzt bereit, eine Garantieerklärung für die Verbotsunterlagen abzugeben. Darin wird versichert, dass das für das Verbotsverfahren zusammengetragene Material keine Informationen enthält, die von V-Leuten der Verfassungsschutzbehörden stammen. Das erste NPD-Verbotsverfahren war im Jahr 2003 an der undurchsichtigen Rolle der V-Leute gescheitert. Um eine solche Situation im künftigen Verfahren zu vermeiden, hatten unter anderen die beiden vom Bundesrat beauftragten Rechtswissenschaftler Christian Waldhoff und Christoph Möllers entsprechende Testate der Innenminister erbeten. Doch vor allem in den Innenministerien von Baden-Württemberg, Thüringen und dem Saarland gab es Vorbehalte gegen eine solche Regelung.