Wirtschaft

Mindestlohn: Kontrolleure verhängten nur 200.000 Euro an Bußgeldern

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Zoll hat 2015 lediglich Bußgelder in Höhe von insgesamt 194.184 Euro gegen Arbeitgeber verhängt, die den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde unterlaufen haben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt.

Demnach gab es 2015 bundesweit lediglich 705 Ermittlungsverfahren der FKS wegen Nichtgewährung des gesetzlichen Mindestlohns. Die Bundesregierung hatte zugesichert, Personalengpässe bei der FKS durch Neueinstellungen und mehr Auszubildende aufzulösen. Der Antwort zufolge soll der Zoll zwischen 2017 und 2022 insgesamt 1600 zusätzliche Planstellen in...

Mittelstand: Investitionsplanungen auf Allzeithoch, aber Sorge vor Brexit

Deutsche Mittelständler schauen derzeit sehr zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr 2016. Laut der aktuellen Mittelstandsstudie der WGZ Bank, der DZ Bank und des Bundesverbandes der deutschen Volks- und Raffeisenbanken (BVR) hat sich die Stimmung im deutschen Mittelstand im Vergleich zum vergangenen Herbst deutlich erholt und liegt auf "sehr hohem Niveau". Das berichtet der "Tagesspiegel".

Aktuell größte Sorge der Mittelständler ist ein möglicher Brexit, der Austritt Großbritanniens aus der EU. Die Mehrzahl rechnet mit negativen Folgen für ihr Geschäft.

(ots) / Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Bayer: Mitarbeiter begrüßen Monsanto-Pläne und erhalten Beschäftigungssicherung

Der Bayer-Betriebsrat begrüßt den Monsanto-Deal. "Die Übernahme von Monsanto sichert nachhaltig die Zukunftsfähigkeit von Bayer", sagte Oliver Zühlke, Chef des Gesamtbetriebsrats, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

In einer Erklärung habe sich Bayer verpflichtet, am Kündigungsschutz bis 2020 festzuhalten und auch keine Geschäftsaktivitäten zur Finanzierung des Deals zu verkaufen. Auch soll es keinen Stellenabbau geben. "Rationalisierungsmaßnahmen zur Finanzierung der Akquisition werden in Deutschland nicht stattfinden", heißt es in der dreiseitigen Erklärung, die unter anderem Zühlke und Bayer-Chef Werner Baumann unterzeichnet haben. Zudem werde Bayer weiter in deutsche Standorte investieren.

(ots)

Katholische Pax-Bank hält den Kauf von VW-Aktien ist ethisch nicht vertretbar

Klaus Schraudner, Chef der katholischen Pax-Bank, hält es derzeit für ethisch nicht vertretbar, Volkswagen-Aktien zu kaufen. Die Fonds der Pax-Bank haben sich daher von den VW-Anteilen getrennt.

"Wir haben schnell auf den Abgasskandal reagiert, weil es sich um Betrug handelt. Und Betrug ist für uns nicht akzeptabel",sagte Schraudner dem Tagesspiegel. Die Bank würde aber genau beobachten, wie sich VW weiter verhält. "Ändert der Konzern seine Praxis nachhaltig, kann ich mir vorstellen, dass wir wieder einsteigen", sagte Schraudner.

(ots) / Bild: Automobile Italia (CC BY 2.0)