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Nach Herzinfarkt oder Herz-OP: Konsequente Rehabilitation hilft bei Rückkehr in den Alltag

Aber: Nur etwa die Hälfte der HerzpatientInnen mit Anspruch auf Reha nimmt
Angebot wahr

Nach der Behandlung eines Herzinfarkts im Krankenhaus mittels Herzkatheter
und Stent oder einer Bypassoperation ist die akute Lebensgefahr meist erst
einmal gebannt. Für die Betroffenen, die einen Herzinfarkt überlebt haben,
ändert sich das Leben dennoch oft schlagartig. Häufig werden sie aus dem
Berufsleben gerissen und wissen nicht, ob sie je wieder in ihrem Beruf
arbeiten können, sie sind verunsichert, was sie ihrem Herzen noch zumuten
können, haben Angst vor einem erneuten Herzinfarkt. „Deshalb ist es für
Patienten mit Herzinfarkt, aber ebenso mit Herzschwäche
(Herzinsuffizienz), koronarer Herzkrankheit, Herzklappenerkrankungen und
anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen extrem wichtig, direkt im Anschluss an
die Behandlung in der Akutklinik eine kardiologische Rehabilitation
durchzuführen“, hebt Professor Dr.  Bernhard Schwaab, Vorstandsmitglied
der Deutschen Herzstiftung hervor. „Denn Ziel einer kardiologischen
Rehabilitationsbehandlung ist es, die Patientinnen und Patienten optimal
medizinisch weiter zu versorgen und gesundheitlich auf vielfältige Weise
so zu fördern, dass sie möglichst stabil und mit einem guten
Selbstwertgefühl in den Alltag mit Familie, Gesellschaft und Beruf
zurückfinden“, ergänzt Schwaab, Chefarzt der Curschmann Klinik,
Rehabilitationskrankenhaus für Kardiologie und Angiologie, Timmendorfer
Strand. Die wichtigsten kardiologischen Reha-Maßnahmen inklusive
psychologischer Unterstützungsprogramme bei verschiedensten Herz-
Kreislauf-Erkrankungen, hat die Deutsche Herzstiftung in dem neuen
Ratgeber „Kardiologische Rehabilitation“ zusammengefasst, der kostenfrei
unter Tel. 069 955128-400 oder unter <https://herzstiftung.de/reha-
broschuere> erhältlich ist. Die Broschüre informiert umfassend –
gegliedert nach unterschiedlichen Herzerkrankungen – vom Antrag bis zur
konkreten Umsetzung der Reha und der passenden Nachsorge.

Nur etwa die Hälfte der Betroffenen mit einem akuten Herzereignis nimmt
die kardiologische Rehabilitation in Anspruch
Prinzipiell steht in Deutschland allen Patienten nach einem akuten
kardialen Ereignis mit Krankenhausaufenthalt auch eine kardiologische
Rehabilitation (Anschluss-Heilbehandlung, AHB, Anschluss-Rehabilitation,
AR) zu.  Am besten sollte die Reha bereits in der Akutklinik beantragt
werden und sich direkt an den Aufenthalt im Krankenhaus anschließen. Denn
gerade in den ersten Wochen nach dem Akutereignis sind die Patienten für
lebensstiländernde Maßnahmen besonders empfänglich. In dieser Zeit ist
auch der Bedarf an Unterstützung zur Krankheitsverarbeitung und zur
Bewältigung der Angst besonders hoch.  Leider nimmt nur etwa die Hälfte
der Anspruchsberechtigten eine kardiologische Reha überhaupt wahr – und
davon noch einmal deutlich weniger Frauen als Männer. Bei den Patienten
nach Herzoperation ist dieser Anteil höher, bei den Patienten mit
Herzschwäche jedoch deutlich niedriger. Dabei hat sich die Prognose für
Patientinnen und Patienten, insbesondere nach Herzinfarkt und nach Bypass-
OP, in den letzten Jahren auch dank der kardiologischen Rehabilitations-
Maßnahmen wesentlich gebessert.

Teilnahme an kardiologischer Rehabilitation verbessert Lebenserwartung
Studiendaten zeigen, dass die Teilnahme an einer Rehabilitationsmaßnahme
nicht nur die Therapietreue hinsichtlich Medikamenteneinnahme,
körperlicher Bewegung, Nikotinverzicht, gesunder Ernährung und Lebensstil
fördert sowie die Lebensqualität deutlich verbessert. Auch die
Lebenserwartung der Betroffenen wird mitunter erhöht und es kommt zu
weniger Krankenhausaufenthalten aufgrund der Herzerkrankung. Somit ist die
konsequente Nachsorge in einer kardiologischen Rehabilitationseinrichtung
bei Vorliegen oder bei Neudiagnose von schwerwiegenden Herz-Kreislauf-
Erkrankungen unverzichtbar für die Betroffenen. „Wer nach einem
Herzinfarkt zur kardiologischen Reha geht, erleidet nur etwa halb so
häufig einen erneuten Herzinfarkt. Auch das Risiko, an den Folgen des
Infarktes zu sterben, sinkt erheblich“, ergänzt Reha-Mediziner Schwaab.

Wichtige Maßnahmen in der kardiologischen Rehabilitation
Eine kardiologische Reha (KardReha) basiert auf mehreren Säulen, die sich
– je nach Bedarf des Patienten – unterscheiden können. Zu Beginn einer
Reha werden gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die persönlichen Reha-
Ziele festgelegt. Je nachdem wo diese liegen, können ergänzend zum
Beispiel berufliche und psychische Probleme, Stressbewältigung oder eine
Raucherentwöhnung mitaufgenommen werden.  Die Basis der KardReha sind
Bewegungstherapie und körperliches Training. Die psychosoziale
Unterstützung spielt ebenfalls eine große Rolle. Denn Angst und
Depressionen aufgrund einer Herzerkrankung stehen oft einer
gesundheitlichen Verbesserung im Weg. Darüber hinaus ist es wichtig, einen
gesunden Lebensstil mit Nikotinstopp, Entspannung, Ernährung und gesundem
Körpergewicht zu vermitteln sowie die medikamentöse Therapie zu
optimieren.

Bewegung und herzgesunde Ernährung
Ein dauerhaft gesunder Lebensstil ist der Schlüssel zu gesunden Gefäßen.
Zentral ist die regelmäßige körperliche Bewegung, am besten fünfmal pro
Woche je 30 bis 45 Minuten und die herzgesunde Ernährung, nach Vorbild der
Mittelmeerküche mit viel Gemüse, wenig Fleisch, eher Fisch, wenig Salz,
vielen Ballaststoffen, insbesondere in Form von Vollkornprodukten, weniger
Zucker und mehr pflanzlichen Ölen anstelle von tierischen Fetten.

Psychologische Unterstützung in der KardReha
Nach Experteneinschätzung benötigen 20 bis 30 Prozent der Herzinfarkt-
Betroffenen psychologische Hilfe, um zum Beispiel Ängste vor einem
erneuten Infarkt zu verarbeiten. Betroffene ziehen sich oft aus dem
sozialen Leben zurück und müssen ihre berufliche und familiäre Situation
neu ausrichten. In der Reha werden Patienten daher gezielt bei der
Krankheitsverarbeitung und Stressbewältigung unterstützt. Sie erhalten
Hilfe bei der Bewältigung von Angstzuständen, Depressionen oder anderen
seelischen Belastungen. Je früher eine Therapie beginnt, desto besser
lässt sich verhindern, dass sich die Probleme verfestigen. Einzel- und
Gruppentherapien, psychologische Unterstützung und das Einüben von
Entspannungstechniken können Betroffenen eine stabile und selbstbewusste
Rückkehr in den Alltag ermöglichen.

Service: Neuer Ratgeber für Betroffene
Die Herzstiftung informiert Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
Interessierte im kostenfreien Ratgeber „Kardiologische Rehabilitation“
über die Chancen die Reha-Maßnahmen bieten, was bei der Antragstellung zu
beachten ist, welche Form der Reha-Maßnahme individuell am besten passt,
um die kardiovaskuläre und seelische Gesundheit zu verbessern und über
vieles mehr. Der Ratgeber kann kostenfrei unter Tel. 069 955128-400 oder
unter <https://herzstiftung.de/reha-broschuere> bestellt werden.

Tipp: Weitere Informationen zum Thema bietet die Herzstiftung in zwei
Podcast-Folgen an:
„Stärkung fürs schwache Herz – warum eine Reha wichtig ist“- Gespräch mit
Prof. Dr. Bernhard Schwaab zur Bedeutung der Reha bei Herzschwäche:
<https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/podcasts/herzschwaeche-
reha>

„Wie viel Sport geht nach Herzinfarkt?“ - Gespräch mit
Sportwissenschaftler Peter Dohmann über körperliches Training nach
Herzinfarkt oder Bypassoperation:
<https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/podcasts/herzinfarkt-sport>

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nfektion mit Fernsteuerung: Neue Erkenntnisse zur Shigellose

Bakterien der Gattung Shigella, eng verwandt mit dem bekannten E. coli,
sind die zweithäufigste Ursache für tödlich verlaufende bakterielle
Durchfallerkrankungen, mit weltweit über 200.000 Opfern pro Jahr.
Ausbrüche von Stämmen, die gegen gängige Antibiotika resistent sind,
treten immer häufiger auf. Um Shigella und andere krankheitserregende
Bakterien besser in den Griff zu bekommen, suchen Forschende weltweit nach
neuen therapeutischen Angriffspunkten. Nun lieferten Marburger
Forscherinnen und Forscher Einblicke in die bakterielle Genregulation der
Bakterien, die gleichzeitig zu einem besseren Verständnis ihrer
Infektionsfähigkeit beitragen.

Ein neu entdeckter molekularer Schalter spielt eine zentrale Rolle im
Infektionsprozess bei Bakterienruhr.
Einem Team um Prof. Dr. Martin Thanbichler, Max-Planck-Fellow am Max-
Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie und Professor für
Mikrobiologie an der Philipps-Universität Marburg, gelang kürzlich die
Entdeckung und Aufklärung eines speziellen bakteriellen Schalters, der die
Verteilung des Erbguts bei der Zellteilung steuert. Nun zeigt sich, dass
derselbe Mechanismus auch für die Regulation bakterieller Gene von
Bedeutung ist.
Die Forschenden untersuchten den Infektionsprozess des Bakterienruhr-
Erregers Shigella flexneri. Dabei konnten sie nicht nur den
Regulationsprozess aufklären, sondern auch wichtige Informationen liefern,
wie das Bakterium diesen Mechanismus nutzt, um die Infektion zu steuern.
Ihre Ergebnisse liefern mögliche neue Ansatzpunkte zur Bekämpfung dieser
und verwandter bakterieller Krankheitserreger.
Ein ungewöhnlicher Schalter mit weitreichender Bedeutung
Der molekulare Schalter, den das Team vor wenigen Jahren fand, hat eine
ungewöhnliche Eigenschaft: sein An- und Ausschalten basiert auf CTP, dem
Ribonukleotid und RNA-Baustein Cytidin-Triphosphat (das chemisch verwandte
Adenosin-Triphosphat, ATP, ist auch als universeller Energieträger
biologischer Prozesse bekannt). Da die Fähigkeit zur Bindung und Spaltung
von CTP voraussichtlich bei vielen bakteriellen Proteinen besteht,
vermuten die Forschenden, dass es sich dabei um ein grundlegendes, bislang
unentdecktes Steuerungsprinzip handelt. Dieses könnte auch für den
Menschen relevante bakterielle Prozesse betreffen. Tatsächlich fanden sie
heraus, dass die Regulation von Virulenzgenen bei Shigella über einen CTP-
abhängigen Schalter erfolgt, der für das Infektionsgeschehen von zentraler
Bedeutung ist.
Grundsätzlich verdanken Shigella und verwandte Bakterien ihre
Infektionsfähigkeit, aber auch ihre Resistenz gegen Antibiotika einer
besonderen Ausstattung: Plasmide, ringförmige DNA-Moleküle, die unabhängig
vom eigentlichen Genom vererbt oder weitergegeben werden. Bereits vor 20
Jahren wurde ein Protein namens VirB entdeckt, das als so genannter
Transkriptionsfaktor das Ablesen mehrerer Gencluster auf dem Shigella-
Virulenzplasmid steuert und damit die Fähigkeit der Bakterien, menschliche
Darmzellen zu infizieren, kontrolliert. Trotz langjähriger Forschung blieb
der Mechanismus, mit dem VirB die Genexpression steuert, völlig im
Dunkeln.
„Fergesteuertes“ Anschalten der Shigella-Infektion
Bemerkenswert ist, dass VirB nicht zu den klassischen
Transkriptionsfaktoren gehört. Es ist vielmehr mit derselben Klasse von
Proteinen verwandt wie die CTP-abhängigen Schalter, die helfen, die
Erbinformation von Bakterien bei der Zellteilung reibungslos auf die
Tochterzellen zu verteilen. „Die Stelle, an der VirB an die DNA bindet,
ist überraschend weit von seinen Zielgenen entfernt. Es war unklar, wie es
über so große Distanzen aktiv sein kann“, sagt Sara Jakob, Erstautorin der
Studie, die in Nature Communications erschienen ist.
„Bioinformatische Strukturvorhersagen deuteten darauf hin, dass VirB CTP
binden könnte. Unsere Untersuchungen haben dann gezeigt, dass es
tatsächlich auch einen CTP-abhängigen Schaltmechanismus nutzt, um die
Expression von Virulenzgenen zu steuern“, ergänzt Prof. Thanbichler.
Dank eines methodisch breiten Ansatzes gelang es, den Mechanismus
aufzuklären: Das Protein interagiert mit seiner Bindestelle auf der DNA
und legt sich ringförmig um das DNA-Molekül, wobei CTP den VirB-Ring wie
ein doppelseitiges Klebeband in einem geschlossenen Zustand hält. In
dieser Form gleitet VirB dann seitlich an der DNA entlang, so dass die
Bindestelle wieder zugänglich wird und weitere VirB-Moleküle geladen
werden können. Diese verändern dann die Struktur der DNA, so dass die
Zielgene abgelesen werden können. Der CTP-abhängige Lade- und
Gleitmechanismus ermöglicht es VirB, als molekularer Schalter die
Genexpression während der bakteriellen Pathogenese aus der Ferne zu
steuern.
CTP-Abhängigkeit als möglicher Ansatzpunkt für neue Therapien
„Mutationen, die die Bindung von CTP verhindern, blockieren das Laden von
VirB auf die DNA in vitro und unterdrücken die Bildung von VirB-DNA-
Komplexen sowie die Expression von Virulenzgenen in Shigella-Zellen“,
erklärt Sara Jakob.
Da dieser Schaltertyp beim Menschen nicht vorkommt, könnte VirB ein
Angriffspunkt für neuartige Therapeutika sein, die spezifisch die Virulenz
von Shigella unterdrücken und so eine bessere Behandlung der Shigellose
ermöglichen, hofft Martin Thanbichler: „Unsere Arbeiten liefern den ersten
Nachweis eines CTP-abhängigen Schalters, der an der Genregulation
beteiligt ist. Sie zeigen damit, dass diesem neu entdeckten
Regulationsprinzip in Bakterien eine weitreichende Bedeutung bei der
Steuerung biologischer Prozesse zukommt.

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Bakterielle Keime wirksam bekämpfen

BVL informiert auf der Grünen Woche über Maßnahmen gegen
Antibiotikaresistenzen

Antibiotika sind unverzichtbare Arzneimittel zur Behandlung bakterieller
Infektionskrankheiten - sowohl beim Menschen, aber auch bei Haus- und
Nutztieren. Werden Bakterien gegenüber einem Antibiotikum unempfindlich,
wird von einer Antibiotikaresistenz gesprochen. Das heißt, antibiotische
Medikamente können ihre Wirkung nicht mehr entfalten. Vor diesem
Hintergrund informiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 19. bis zum 28. Januar auf der Grünen
Woche in Berlin, wie Antibiotikaresistenzen entstehen und sich ausbreiten,
welche Rolle das BVL bei ihrer Eindämmung spielt und was man selbst gegen
Antibiotikaresistenzen tun kann.

Ein circa zwei Meter hohes Display in Form einer Lupe weist den
Besucherinnen und Besuchern weithin sichtbar den Weg zum BVL-Messestand in
Halle 23a. Darauf abgebildet sind häufig vorkommende Bakterien, die bei
Mensch und Tier zum Teil schwere Krankheiten auslösen können. Manche
dieser Bakterien sind von Natur aus unempfindlich gegen bestimmte
Antibiotika. Andere können resistent gegen das eingesetzte Antibiotikum
werden, wenn es zum Beispiel nicht korrekt angewendet wird.

Resistente Bakterien können nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch
vom Nutztier auf Landwirtinnen und Landwirte und vom Haustier auf
Tierhalterinnen und Tierhalter (und umgekehrt) direkt übertragen werden.
Außerdem können sie sich auf Lebensmitteln befinden. Eine Infografik auf
dem Messestand des BVL zeigt anschaulich solche und weitere
Verbreitungswege.

Zu den Aufgaben des BVL gehört, die Resistenzentwicklung bei Bakterien von
Nutz- und Haustieren zu beobachten und ihrer Verbreitung entgegenzuwirken.
Dazu untersucht das BVL fortlaufend Bakterien von erkrankten Tieren auf
ihre Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Antibiotika. Diese Arbeit
können Besucherinnen und Besucher der Grünen Woche auf einem virtuellen
Rundgang durch die Labore des BVL hautnah erleben.

Die Ergebnisse des BVL-Antibiotikaresistenzmonitorings helfen
Tierärztinnen und Tierärzten, eine sinnvolle Vorauswahl der zur Behandlung
geeigneten Antibiotika zu treffen. Außerdem werden sie bei der Zulassung
von Antibiotika für die Behandlung von Tieren berücksichtigt.

Darüber hinaus informieren die Expertinnen und Experten des BVL auf ihrem
Messestand, welche Maßnahmen Verbraucherinnen und Verbraucher selbst gegen
die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen ergreifen können. Dazu gehören
zum Beispiel die korrekte Anwendung der antibiotisch wirksamen
Medikamente, regelmäßiges Händewaschen oder das vollständige Erhitzen von
rohem Fleisch oder rohen Eiern.

Hintergrundinformation

Der Messestand des Bundesamtes für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (BVL) ist Teil des Grüne Woche-Auftritts des
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das BVL ist
eine eigenständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMEL. Es ist
für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und
gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland zuständig. Im Bereich
der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit übernimmt es umfassende
Managementaufgaben und koordiniert auf verschiedenen Ebenen die
Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Bundesländern und der Europäischen
Union.

Weiterführende Informationen

•       BVL-Webseite zur Grünen Woche 2024:
https://www.bvl.bund.de/gruenewoche2024

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BZgA: Grippewelle – Mit der Grippeimpfung jetzt bestmöglich schützen

In der kalten Jahreszeit finden Grippe- und Rhinoviren, das Coronavirus
sowie andere Atemwegserreger wie das Respiratorische Synzytial-Virus
optimale Bedingungen, sich zu verbreiten: Wir verbringen mehr Zeit in
Innenräumen und in der Raumluft können sich Atemwegserreger anreichern.
Mit Beginn der Grippewelle im Dezember 2023 ist es besonders wichtig, den
Impfschutz gegen Influenza, COVID-19 und Pneumokokken gemäß den
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) aktuell zu halten. Der
„Grippe-Impfcheck“ der BZgA gibt mit wenigen Klicks Auskunft, für wen die
Schutzimpfung gegen Influenza angeraten ist.

In der kalten Jahreszeit finden Grippe- und Rhinoviren, das Coronavirus
sowie andere Atemwegserreger wie das Respiratorische Synzytial-Virus
optimale Bedingungen, sich zu verbreiten: Wir verbringen mehr Zeit in
Innenräumen und in der Raumluft können sich Atemwegserreger anreichern.
Mit Beginn der Grippewelle im Dezember 2023 ist es besonders wichtig, den
Impfschutz gegen Influenza, COVID-19 und Pneumokokken gemäß den
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) aktuell zu halten.

Dr. Johannes Nießen, Errichtungsbeauftragter des Bundesinstituts für
Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) und Kommissarischer
Leiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont:
„Insbesondere Personen, die zu Risikogruppen zählen, sollten ihren
Impfschutz überprüfen und empfohlene Impfungen wahrnehmen. Die wichtigste
Maßnahme zum Schutz vor Influenza ist die Grippeschutzimpfung. Noch ist es
nicht zu spät, sich impfen zu lassen. Die Impfung gegen Grippe kann in
einem Termin mit einer Impfung oder Auffrischimpfung gegen das Coronavirus
in Anspruch genommen werden.“

Der „Grippe-Impfcheck“ der BZgA unter https://www.impfen-
info.de/grippeimpfung/grippe-impfcheck gibt mit wenigen Klicks Auskunft,
für wen gemäß STIKO-Empfehlung die Schutzimpfung gegen Influenza angeraten
ist: Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke aller Altersstufen,
Schwangere sowie für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und
Pflegeheimen sind besonders gefährdet, bei einer Grippe Komplikationen wie
eine Lungenentzündung zu entwickeln und schwer oder sogar lebensbedrohlich
zu erkranken. Auch Kontaktpersonen von Gruppen bzw. Personen mit erhöhtem
gesundheitlichem Risiko sowie Medizin- und Pflegepersonal sollten sich
unbedingt impfen lassen.

Grippeviren und weitere Erreger von Atemwegsinfektionen können über
Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen, aber auch über Hände
und Oberflächen übertragen werden. Folgende Tipps mindern das
Ansteckungsrisiko von Atemwegsinfektionen:
• Halten Sie Abstand zu Personen mit Symptomen einer akuten
Atemwegserkrankung.
• In der Erkältungs- bzw. Grippesaison kann in Innenräumen das Tragen
einer Maske sinnvoll sein – insbesondere, wenn Sie zu einer Personengruppe
mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko zählen.
• Personen mit Symptomen einer Atemwegserkrankung sollten zum Schutz
anderer eine Maske tragen.
• Wer Symptome einer akuten Atemwegsinfektion hat, sollte drei bis fünf
Tage und bis zur deutlichen Besserung der Symptomatik zu Hause bleiben.
• Während dieser Zeit sollte der direkte Kontakt zu Personen, insbesondere
solchen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben,
möglichst vermieden werden.
• Lüften Sie geschlossene Räume regelmäßig.
• Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife verhindert die
Weitergabe von Krankheitserregern über die Hände.
• Mit den Händen nicht Mund, Nase oder Augen berühren – sonst können
Krankheitserreger über die Schleimhäute in den Körper gelangen.
• Verwenden Sie beim Husten und Niesen ein Taschentuch oder halten Sie die
Armbeuge vor Mund und Nase und wenden sich von anderen Personen ab.

Weiterführende Informationen der BZgA zum Thema:

• Unter https://www.impfen-info.de/grippeimpfung/ gibt es Antworten auf
alle gängigen Fragen rund um das Thema Grippeimpfung.
• Der Erregersteckbrief „Grippe“ informiert zur Erkrankung und
Schutzmöglichkeiten durch Impfen und Hygiene in sechs Sprachen unter:
https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza/
• Informationen zum Schutz vor Atemwegserkrankungen:
https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/krankheitsbilder/atemwegsinfektionen
• Informationsmaterialien zur Grippeschutzimpfung, Broschüren und Poster
können unter https://www.impfen-
info.de/mediathek/printmaterialien/grippeimpfung/ abgerufen oder unter
https://shop.bzga.de/alle-kategorien/impfungen-und-persoenlicher-
infektionsschutz/grippeimpfung/
kostenfrei im BZgA-Shop bestellt werden.
• Informationen zu Influenza-Impfstoffen sind beim Paul-Ehrlich-Institut
(PEI), dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel,
abrufbar: https://www.pei.de/influenza-impfstoffe
• Mit der Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“ rufen die Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI)
zur jährlichen Grippeschutzimpfung auf:
https://www.bzga.de/presse/pressemotive/impfaufklaerung-und-hygiene/

Bestellung der kostenlosen BZgA-Materialien unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bzga.de/
Fax: 0221/8992257
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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