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Lucerne Festival an Ostern 2015, Sinfoniekonzert 1, 25. März 2015, besucht von Léonard Wüst

Teodor Currentzis Dirigent

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorabinformationen:

Schon im Foyer wurde gemunkelt und weitergereicht, dass die vorgesehene Solistin für dieses Konzert, die weissrussische Sopranistin Nadine Koutcher relativ heftig erkrankt und mit fast 40 Grad Fieber bettlägerig war und so natürlich nicht auftreten könne. Dies wurde mir  beim Pressetreffpunkt von der Hausfotografin des Lucerne Festival, Priska Ketterer, definitiv bestätigt, ebenso, dass deshalb das Programm kurzfristig umgestellt werden musste und jetzt ausschliesslich Werke von Jean - Phillipe Rameau (1683 – 1764) zur Aufführung gelangen würden. Das neue Programmblatt werde in Bälde von der Medienveranwortlichen Nina Steinhart nachgereicht. Dies alles brachte auch meine Konzertvorbereitungen etwas durcheinander, schnappe ich mir doch jeweils das Programm und setze mich  bis zur Saaltüröffnung (30 Minuten vor Konzertbeginn) irgendwo hin und studiere das  ausführliche Konzertprogramm (Angaben zu Komponisten und deren zur Aufführung gelangenden Werke, Biografien der Protagonisten usw.) sehr genau. In diesem Fall aber, war dies  Makulatur, ausser, dass ich mich etwas näher mit Rameau beschäftigen konnte, einem von mir bisher relativ wenig, bis gar nicht beachteten Komponisten, wie ich reuevoll gestehe, erwiesen sich doch  dessen Werke als wahre Trouvaillen, vor allem, wenn sie so präsentiert werden wie von diesem magischen (ja, kann man nicht anders formulieren) Ensemble aus dem eher unbekannten Perm im Uralvorland am Fluss Kama (ca. 1 150 km von Moskau entfernt) gelegen.

Konzertrezension:

Festivalintendant Michael Häfliger persönlich erklärte die Programmänderungen und wies darauf hin, dass man für solche Fälle, gut vorbereitet sei. In Absprache mit dem musikalisch Verantwortlichen (in diesem Falle also Theodor Currentzis) spreche man sich ab und definiere allenfalls den Programmablauf neu. Dieses Mal wurde der ganze erste Programmteil, also: Johann Sebastian Bach (1685-1750) BrandenburgischesKonzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048  KantateMein Herz schwimmt im Blut BWV 199,  gestrichen und durch ein reines Rameaukonzert ersetzt.

Häfliger gab sich überzeugt, dass das Publikum trotzdem ein aussergewöhnliches Konzert erleben werde. Wie recht er doch hatte, zeigte sich gleich zu Beginn. Die Ensemblemitglieder der „Musica Aeterna“ betraten die Bühne bei völlig abgedunkeltem Konzertsaal. Im Schein von zwei kleinen Lampen, befestigt am Dirigentenpult, gaben eine Querflöte, eine Violine und eine Laute erste Töne in den Raum. Erst dann betrat der Dirigent und Gründer des 2004 entstandenen Orchesters, der gebürtige Grieche Theodor Currentzis (*1972) die Szenerie. Ein fast schemenhafter und geheimnisvoller Moment. Der Saal blieb weiterhin meist abgedunkelt. Das hinderte aber die Protagonisten nicht, mit ihren Interpretationen der barocken Kompositionen Rameaus Licht ins Dunkel zu bringen. Äusserst bemerkenswert auch, dass alle Violinisten und Bratschen das gesamte Programm stehend absolvierten, mit vollem Körpereinsatz, musikalisch ebenso brillant wie in der Körpersprache. Dazu ein „Derwisch“ am Pult, mal wild gestikulierend, dann wieder elegant tänzelnd, seine „Schützlinge“ anspornend. Es knisterte und alle Anwesenden waren sich sehr wohl bewusst, dass sich Aussergewöhnliches abspielte an diesem Abend. Ein Glanzpunkt nach dem andern, den die „Ewigen“, die aeterne, setzten. Das Publikum verblüfft und hingerissen ob diesem auditorischen Orkan der Gefühlswelten, der durch den Nouvelssal fegte. Passend auch, dass die Musiker sich zur Pause, wieder im Dunkeln, einzeln hinausschlichen, das aufgeregt aufgewühlte Publikum sie aber umgehend auf die Bühne zurückapplaudierte. Nicht enden wollende Applauswogen, einzelne Bravorufe führten beinahe zu einer stehenden Ovation. Auch der sonst so selbstsichere, überall gefeierte Currentzis schien gar etwas verwirrt. (Vor der Pause schon Zugaben?)

Ein fast vergessenes Instrument, die LauteAllmählich begriffen auch die Zuhörer, dass es jetzt eine Unterbrechung geben müsse. So entliess man die Musiker doch noch in die wohlverdiente Pause. Begeisterte Konzertbesucher diskutierten an- und aufgeregt in den Wandelhallen des KKL das bis anhin Gebotene und kehrten gespannt zurück in den Saal. Ebenso motiviert präsentierten sich auch die „Ewigen“ wieder. Mit einer kurzen Introduktion durch Querflöte, zwei Violinen und Laute, bevor wieder das ganze Ensemble Glanzlicht um Glanzlicht setzte und die fast schon stilistisch rokokomässigen musischen Konstrukte des Jean-Philippe Rameau perfekt umsetzten. Den Glanz des Sonnenkönigs, auch des Château und der Jardins von Versailles erahnen lassend. Abwechselnd übernahm die Kleinformation das Diktat, dazu setzte sich Curretzis völlig locker und entspannt auf den Boden der Bühne, um dann resolut wieder das Zepter zu übernehmen. Er erinnerte mich stark an den Amadeus von Milos Forman, wie er so hemmungslos herumzappelte, die Haare fliegen liess, maliziös und graziös in den Bewegungen, jede Faser des Körpers in völligem Einklang mit der Musik. Eine fast schon ekstatische, perverse (wohl deshalb so schöne) Vereinigung mit der Musik und sich selbst vor Publikum. Man kam aus dem Staunen nicht heraus. Fasziniert, ja akustisch hypnotisiert und perplex, wollte man nur noch, dass es nie enden würde.

Aber wie alles Schöne kann es nicht aeterne dauern aber die, vornehmlich sehr jungen Akteure des Ensembles, setzen auch das nahende Ende trefflich in Szene. Was dann folgte überraschte selbst gestandene Konzertgänger, wie meinen chilenischen Sitznachbarn, der nur noch ungläubig den Kopf schüttelte. Das Publikum raste und applaudierte mit einer stehenden Ovation heftigst, eine Zugabe fordernd. Currentzis schnallte sich eine Pauke um und bewegte sich damit durch die Reihen seines Orchesters, locker scherzend mit den Musikern, flirtend mit dem Publikum. Es kam wie es kommen musste, man gab sich nicht zufrieden und beorderte die Protagonisten klatschend auf die Bühne zurück. Nach weiteren zwei Zugaben nochmals Standing Ovations. Es war spürbar: auch die Musiker gehörten zu den Geniessern!

Schlussendlich nach langer Zeit verliess man dann den Ort des Geschehens und tauchte wieder ein in die reale, banale eigene Welt.

Nachtrag: Ich dachte immer, dass „Derwische“ eher aus der Türkei stammen, offensichtlich gibt es die aber auch anderswo. Ebenso dürfte Theodor Currentzis wohl im Moment der einzige Grieche sein, dem auch die Deutschen alternativlos (wie die Angie M. sagen würde) huldigen. Eine Hommage an einen nicht so bekannten Komponisten, fast geneigt zu schreiben, dass der krankheitsbedingte Ausfall von Nadine Koutcher sich als glückliche Fügung erwies.

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Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Kultur Casino Bern, 21. März 2015, besucht von Paul Ott

Royal Stockholm Philharmonic Orchestra

 

 

 

 

 

Die Teufelsgeigerin und der Dirigent

 

Samstag, 21. 3. 2015. Im Kultur Casino Bern wartet ein ausverkauftes Haus gespannt auf das dritte Saisonkonzert von Migros-Kulturprozent-Classics. Es beginnt mit Arthur Honeggers „Mouvement symphonique Nr. 2“, betitelt „Rugby“, ein kurzes Orchesterstück aus dem Jahr 1928, dynamisch, laut und expressiv, aber beim unbedarften Zuhören eher unzugänglich. Man spürt zwar die Spannung zwischen den Blechbläsern und den Streichinstrumenten, aber ohne Erläuterungen im Programmheft wäre man wohl nicht auf einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Musik und Sport aufmerksam geworden.

Solistin Violine  Patricia KopatchinskajaDann betritt die Solistin, die wohl das Publikum angezogen hat, die Bühne: die in Bern lebende Geigerin Patricia Kopatchinskaja. Barfuss steht sie auf den Brettern, als sie mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sakari Oramo Peter Tschaikowskis „Konzert für Violine und Orchester“ vorträgt. Das zurückhaltende, ja fast gedämpfte Orchester lässt der Solistin allen Raum, den sie benötigt, und Patricia Kopatchinskaja nutzt ihn zu einer brillanten, modernen Interpretation, stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Natürlich ist es das „fingerbrechende Virtuosentum“, wie sie selber sagt, welches das Publikum begeistert. Ansteckend ist darüber hinaus aber die unbeschwerte Spielfreude. Vor dem inneren Auge sieht man die Violinistin über die russischen Steppenlandschaften reiten, hört sie jubilieren und innehalten –  ein echter Beitrag zur späten Romantik, den Peter Tschaikowski 1878 am Genfersee, wo er sich zur Erholung aufhielt, geschrieben hat.

Dirigent Sakari OramoIn der begeisternden Zugabe greift Sakari Oramo, selber ein begnadeter Violonist, zur Geige und duelliert sich mit seiner Solistin in einem fröhlichen musikalischen Zwiegespräch. Das Publikum ist entspannt, lacht, würde gerne mittun, wenn die Teufelsgeigerin zum Tanz aufspielt: Musik, wie man sie sich wünscht.

Nach der Pause interessiert, wie der finnische Dirigent mit seinem schwedischen Orchester die „Sinfonie Nr. 1“ seines Landsmanns Jean Sibelius interpretiert. Man hat in Bern einen gültigen Massstab, denn dieselbe Sinfonie wurde Ende Januar vom Berner Symphonieorchester unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali aufgeführt, der Dirigent ein wild fuchtelnder Irrwisch, das Orchester kompakt und präzise. Sakari Oramo selbst wirkt in seiner sonst ruhigen Art etwas heftiger, lockert die Zügel, so dass die Musiker wesentlich mehr Dynamik auf die Bühne bringen. Der Vergleich zwischen den beiden Interpretationen geht jedoch unentschieden aus.

Finnlands „Nationalkomponist“ schrieb die Sinfonie 1899, als seine Heimat noch zum Zarenreich gehörte. Daraus erwächst die Spannung zwischen Volksmelodiösem, nordischer Schwermut und Zitaten aus dem europäischen Musikschaffen. Aus diesem Erratischen, den hingeworfenen Blöcken, suche ich die Melancholie der finnischen Landschaft, die „Vier-Jahreszeiten“ von Turku, Sibelius’ Heimatstadt, die ich als Autor auf einer Lesreise im Herbst 2013 kennen lernen durfte, kurze Tage, lange Nächte, kalter Wind. „Ein schwieriges Stück“, sagt meine Begleiterin, und auch das Publikum applaudiert heftig, aber doch verhaltener als vor der Pause. Sakari Oramo schiebt, nachdem die Sinfonie mit leisen Tönen zu Ende geht, noch eine Romanze des schwedischen Komponisten Lars-Erik Larsson nach, die den Abend versöhnlich abrundet.

Text: Paul Ott:www.literatur.li 

Fotos: www.migros-kulturprozent.ch/

 

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Historia Viva historische Vortragsreihe Schicksalsjahr 1415, 3. Vortrag der Reihe, 19.3.2015, 1415 im Rathaus Sursee, besucht von Léonard Wüst

Diepold Schilling ChronikenErstaunlicherweise betrachtet man das Schicksalsjahr 1415 von immer weiterer Entfernung her, je näher man sich mit ihm befasst. War beim 1. Vortrag der lokale Blickwinkel der Ereignisse das Thema, beim 2. der regionale, bzw. eidgenössische, so betrachteten wir, zusammen mit dem Referenten am 3. Vortrag die Geschehnisse schon aus europäischer Sicht, welche geopolitischen Entwicklungen diese Ereignisse bewirkten, respektive begünstigten/beschleunigten. Deren eigentliche Auslöser ja der schwelende Konflikt zwischen dem Luxemburger König  Sigmund und Friedrich IV., Herzog von Habsburg-Österreich, in Tirol, in Kombination mit den innerkirchlichen Unruhen waren.

Der Referent verweist des Öftern auf die Berner Chronik von Conrad Justinger, der sich als eine der bedeutendsten, genauesten und umfassendsten Quellen für seine Recherchen erwiesen habe, gilt  doch die Chronik Justingers als eine der qualitativ bemerkenswertesten Stadtchroniken des frühen 15. Jahrhunderts und hat auf die bernische und eidgenössische Geschichtsschreibung der Folgezeit einen bestimmenden Einfluss ausgeübt. Auch erwies sich der Historiker Thomas Maissen, respektive dessen Bücher als sehr ergiebige Quelle.

Sieber zeigte deutlich auf, dass die Eidgenossenschaft nicht in dem Sinne schon bestand wie wir sie heute kennen, sondern eher lockere Städte- oder Ständebündnisse, die sich sehr schnell zu anderen Konstellationen verändern konnten, je nach politischer Grosswetterlage und den jeweiligen Partikularinteressen. Sehr klar schälte sich auch heraus, dass damals der Einfluss der Kirche eine sehr grosse Rolle spielte, da die Eidgenossen als sehr gläubig galten. Die Eidgnossschaft stand inmitten dieser ganzen Wirren mit Reformation, Gegenreformation, Aufstieg und Fall von Dynastien und Herrschaftshäusern, Reisläuferei und teilweise Grossmachtsvisionswahn einiger Ständevertreter (die fanden dann ja bei Marignano hundert Jahre später bekanntlich ein jähes Ende). Auch hatten z.B. die Berner ganz andere Prioritäten (u.a. den Burgunderfürsten Karl den Kühnen in Schach halten), die Zürcher die internen Probleme mit und um ihren Bürgermeister Hans Waldmann, die reformierte Städte wie Bern hier, die katholischen Urschweizer da usw. Schlussendlich gipfelte das Ganze ja später in den Sonderbundskriegen und, oder auch, zur versöhnlichen Kappeler Milchsuppe 1529.

1415 war auch der Höhepunkt und vorläufige Abschluss des Kapitels Luxemburger gegen Habsburger. Es entstanden in ganz Mitteleuropa lockere Zweckbündnisse und, oder politisch/wirtschaftliche Interessengemeinschaften, es wurde spioniert, gelogen, betrogen, alle gegen jeden und jeder gegen alle. Es wurden aber auch Handelsbündnisse geschmiedet, die Söldner zentral entlohnt. Dreh- und Angelpunkt war für längere Zeit die Burg Stein bei Baden. Wichtige Treffpunkte waren aber auch Wirtshäuser, Tavernen und Gasthäuser. Baden war übrigens äussert beliebt bei den Delegierten, nicht nur aufgrund der zentralen Lage, sondern weil die Bäderstadt auch zur Zerstreuung kulturell – gesellschaftlich einiges zu bieten hatte, mit illegalen Spielhöllen, Bordellen und eben allem, was so dazugehört für eine richtig zünftige Delegiertenversammlung. Da es aber in den Städten gebildetere Schreiber gab (es sollte ja alles aufgeschrieben und archiviert werden), wurde das ebenfalls sehr zentral gelegene Luzern später öfters für Tagsatzungen berücksichtigt. Viel Bürokratie wurde nun auch zentral erledigt, die Stadtoberen der eroberten Herrschaftsgebiete, z.B. von Sursee wurden zu jährlichen oder  zweijährlichen Rapporten in die Stadt gebeten und mussten ihren Gebietern oder Lehensherren Rechenschaft ablegen. Gewisse Städte genossen auch Privilegien wie beschränkte Gerichtsbarkeit etc. Man arrangierte sich so gut es eben ging, manchmal halt zähneknirschend, hatte dafür aber in gewissem Sinne auch eine mehr oder weniger starke Schutzmacht im Rücken.

Aber immer, wenn’s wirklich drauf ankam, siehe Burgunderkriege, schmiedeten unsere Vorfahren die richtigen Allianzen und versöhnten sich temporär wieder für übergeordnete gemeinsame Interessen und Ziele (Vielleicht die Basis der auch heute sehr häufig praktizierten und vielzitierten freundeidgenössischen Kompromisse).

 

Die langsame aber kontinuierliche Entwicklung hin zum Bundesstaat war aber bereits vorgespurt und wurde schlussendlich nach dem Wiener Kongress 1815 (bei dem die Vertreter der Eidgenossenschaft auf diplomatischer Ebene heftig mittanzten) zur Realität.

Nicht alles was ich hier schreibe wurde von Claudius Sieber – Lehmann wortwörtlich so geschildert, lässt sich aber mit ein bisschen Fantasie und dem nötigen Basiswissen (Allgemeinbildung) zusammenreimen und transportieren.

Am nächsten Donnerstag, 26. März, 20.00 Uhr gibt es nochmals eine Gelegenheit an einem, dem letzten der diesjährigen Märzvortragsreihe, äusserst spannend – lehrreichen und höchst interessanten Vortrag Thema: Architektur, Kunst und Klöster, Kulturgeschichte der Eidgenossenschaft um 1400 selbst dabei zu sein. Referentin: Anja Rathmann – Lutz von der Universität Basel.

Näheres finden Sie auf der Homepage des Vereins Historia Viva, über unten eingefügten Link erreichbar.

Berner Chronik von Conrad Justinger ist über unten eingefügten Link erreichbar

http://www.digibern.ch/katalog/berner-chronik-conrad-justinger

Querverweise auf Wissenswertes über den Historiker Thomas Maissen:

http://www.blick.ch/news/politik/christoph-blocher-ueber-mythen-und-historiker-sie-wollen-die-schweiz-aufloesen-id3573870.html

http://www.hierundjetzt.ch/media/filer_public/50/5d/505d9cb3-e4b1-41d2-8f82-42a41e26c3f6/174-1_medienmitteilung_geschichte_der_schweiz_20140610.pdf

Als Hilfe für allfällige zukünftige Konfliktlösungen hier noch das Rezept der Kappeler Milchsuppe:

Albert Anker Kappeler Milchsuppe 1869

 

http://www.kochbu.ch/rezepte/rezepte.php?rid=6098

Text: www.leonardwuest.ch

Bild:  http://www.historiaviva.ch

Link auf den 1. Vortrag der Reihe  vom 5. März 2015: Schicksalsjahr 1415, Luzern erobert Sursee

http://innerschweizonline.ch/wordpress/historia-viva-historische-vortragsreihe-schicksalsjahr-1415-im-rathaus-sursee-besucht-von-leonard-wuest/

Link auf den 2. Vortrag der Reihe  vom 12. März 2015: Schicksalsjahr 1415, „1415 ein historischer Wendepunkt? Kriegsführung, Kommunikation und Politik in Luzern und der Eidgenossenschaft“

http://innerschweizonline.ch/wordpress/historia-viva-historische-vortragsreihe-schicksalsjahr-1415-im-rathaus-sursee-besucht-von-leonard-wuest-2/

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Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Tonhalle Zürich, 20. März 2015, besucht von Irène Hubschmid

Royal Stockholm Philharmonic Orchestra

 

 

 

 

 

 

Konzertprogramm:

Arthur Honegger (1892-1955) Allegro „Rugby“ Mouvement symphonique Nr. 2

Peter Tschaikowski (1840-1893) Allegro moderato, Canzonetta Andante, Finale Allegro vivacissimo, Konzert für Violine und Orchester, D-Dur op. 35

Nach der Pause:

Jean Sibelius (1865-1957), Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39, Andante ma non troppo – Allegro energico, Andante (ma non troppo lento), Scherzo (Allegro), Finale (quasi una fantasia) Andante – Allegro molto

 

Rezension:

 

 

Dirigent Sakari OramoHonegger’s Rugby: Musik und Sport! Der Schweizer Komponist Arthur Honegger brachte die grössten Fachkenntnisse mit, war er doch ein begeisterter Hobbysportler. Die Sinfonie klang dementsprechend laut und rhythmisch. Sie verlangt auch viel Sportlichkeit von Dirigent und Orchester, ebenso vom Zuhörer. Aber zwischendurch gab es nichtdestotrotz auch sehr melodiöse Momente.

 

 

 

Dann folgten slawische Klänge:

Patricia Kopatchinskaja, Solistin ViolineDie Solistin Patricia Kopatchinskaja begeisterte den vollbesetzten Saal mit ihrer Interpretation von Tschaikowski. Die Künstlerin gilt (laut WDR) als „Naturereignis“. (Welch Zufall, dass am selben Tag eine partielle Sonnenfinsternis durch die Planetenkonstellation ausgelöst wurde). Die Zuhörerschaft zeigte mit dem Applaus einen derartigen Enthusiasmus, dass der finnische Dirigent Sakari Oramo und die Solistin, gebürtige Moldawierin und Wahlschweizerin, gemeinsam noch eine Zugabe auf ihren Violinen spielten. Ein ungewohnter Anblick, aber amüsant, wie die zwei Musiker im Takt tanzten zu Ligetis „Balada si joc“. Als krönender Abschluss gewährte die energische Patricia Kopatchinskaja noch als zweite Zugabe das Violinen Solo von Jorge Sanchez-Chiong: Crin 1996.Nach der Pause: Die Sinfonie Nr. 1 von Jean Sibelius. Zum Auftakt der Komposition spielte nur ein Klarinettist mit leisen, sanften Tönen, die sich aber steigerten zu schrillen Klängen. Die Pauke und Hörner waren gefordert, dazwischen hörte man perlend, zarte Harfentöne. Einen stimmungsvollen Frühlingsanfang bereitete uns das fantastische Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und die herausragende Solistin.

«Wer mit einer vorgefertigten Meinung ins Konzert kommt, kann bei mir nur enttäuscht werden. Ich spiele nicht das, was man erwartet » (Patricia Kopatchinskaja im Gespräch mit Christian Berzins).

Patricia Kopatchinskaja im Gespräch mit Christian Berzins

http://www.migros-kulturprozent.ch/Magazin-Menschen/Menschen/Magazin-Menschen-Ein-Konzertsaal-ist-keine-Wellnessoase/198599/Default.aspx?DetailTemplateId=66&DetailZone=center

Text: www.irenehubschmid.ch 

Fotos: www.migros-kulturprozent.ch/

 

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