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Gesundheit

Urlaubsplanung 2017: Impfung gegen Hepatitis-Viren bietet wirksamen Schutz für die Leber

Bald ist es soweit: endlich Urlaub. Bei einer Urlaubsreise soll alles
anders und besser als zuhause sein: das Wetter, das Essen, die Getränke
und vielleicht gibt es auch einen Flirt mit einer Reisebekanntschaft. Doch
bei einem zu unbeschwerten Genuss besteht das Risiko einer Infektion mit
Hepatitis-Viren. Nicht nur Fernreisende, die beispielsweise in die Tropen
fliegen, sind gefährdet. Auch in der beliebten Mittelmeer-Region sind
Hepatitis-Viren weit verbreitet. Die Deutsche Leberstiftung weist im
Vorfeld der Urlaubssaison 2017 auf die Gefahren einer Infektion mit
Hepatitis-Viren hin und rät rechtzeitig vor Reiseantritt zu einer
kombinierten Impfung gegen Hepatitis A und B.

„Mehr als die Hälfte aller neu diagnostizierten Hepatitis
A-Virusinfektionen in Deutschland sind ein ungewolltes Reisesouvenir. Wer
sich nach dem Urlaub in der Mittelmeer-Region oder den Tropen müde und
abgespannt fühlt, sollte unbedingt seine Leber überprüfen lassen“, rät
Professor Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen
Leberstiftung. „Einen wirksamen Schutz vor einer Infektion mit Hepatitis
A-Viren bietet eine Impfung. Ich empfehle die Verwendung von
Kombinationsimpfstoffen, die gleichzeitig gegen Hepatitis A und B
schützen.“

Hepatitis ist eine Virusinfektion der Leber, die besonders häufig in
beliebten Reisezielen wie den Tropen, im Mittelmeerraum und Südeuropa
auftritt. Hepatitis-Viren werden in die Typen A bis E eingeteilt. Abhängig
vom Virustyp erfolgt eine Ansteckung über Lebensmittel, infiziertes
Wasser, Blut und andere Körperflüssigkeiten. Wenn nicht die in Deutschland
vorgeschriebenen hohen Hygienevorschriften eingehalten werden, bergen auch
Spritzen, Bluttransfusionen, Tätowierungen und das Stechen von Piercings
ein Hepatitis-Risiko. Ein Impfschutz ist nur gegen die Virustypen
Hepatitis A und Hepatitis B möglich. Die Impfung gegen Hepatitis B schützt
auch vor Hepatitis delta, da diese Erkrankung nur mit einer Hepatitis B
gemeinsam vorkommen kann.

Hepatitis A, umgangssprachlich auch „Reisegelbsucht“ genannt, ist
überwiegend dort verbreitet, wo die sanitären Bedingungen schlecht sind
und das Trinkwasser – auch in gefrorener Form beispielsweise als Eiswürfel
– kontaminiert ist. Darüber hinaus können Lebensmittel wie Muscheln und
Meerestiere mit Hepatitis A-Viren belastet sein. Auch Schmierinfektionen
durch direkten Kontakt zwischen Menschen sind möglich. Ein besonders hohes
Hepatitis A-Risiko haben Touristen, die eher unkonventionell reisen und
unter ungünstigen hygienischen Bedingungen den Urlaub verbringen: Von den
sogenannten „Backpackern“ kehrt schätzungsweise einer von 50 mit einer
Hepatitis A-Virusinfektion zurück nach Deutschland. Doch auch Touristen,
die im komfortablen 5-Sterne-Hotel absteigen, sind nicht vor den
resistenten Viren sicher: Hepatitis A-Viren überleben selbst ungünstige
Umweltbedingungen wie hohe Temperaturen oder viele Desinfektionsmittel.

Obwohl eine Hepatitis A niemals chronisch wird und nur sehr selten einen
schweren Verlauf nimmt, kann sie bei älteren Menschen zu einem akuten
Leberversagen führen. Einen wirksamen Schutz gegen Hepatitis
A-Virusinfektionen bietet nur die Impfung.

Auch gegen die gefährlichere Variante Hepatitis B schützt nur eine
Impfung. Übertragen wird das Hepatitis B-Virus durch Blut oder
Körpersekrete. Ungeschützte Sexualkontakte und Kontakte mit der Gefahr
kleinster Hautverletzungen sind daher die häufigsten Ansteckungsquellen.
Tätowierungen, Rasuren, Ohrlochstechen oder Piercings, die nicht steril
durchgeführt werden, können zu einer Ansteckung führen. Die Hepatitis B
kann chronisch werden. Betroffene können in der Folge an Leberzirrhose und
Leberzellkrebs erkranken.

„Jeder, der einen Urlaub plant, sollte ein Beratungsgespräch mit einem
Arzt führen, zu dem eine reisemedizinische Beratung und eine Überprüfung
des Impfschutzes gegen Hepatitis A und Hepatitis B gehören“, sagt
Professor Manns. „Impfen ist die beste Vorbeugung gegen die Hepatitis A, B
und delta – das sollten wir nutzen“, betont er.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch
Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern.
Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die
öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt
und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem
Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und
Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung
sehr erfolgreich. Weitere Informationen: http://www.deutsche-
leberstiftung.de.
BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert
umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen,
ihre Diagnosen und Therapien – jetzt in dritter, aktualisierter und
erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-89993-899-9, € 16,99. Weitere Informationen: http://www.deutsche-
leberstiftung.de/Leber-Buch.

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Exklusives Intensivseminar: Krankenhausmanagement

Am 8. und 9. November 2017 stehen im Intensivseminar Krankenhausmanagement
mit Prof. Dr. Michael Philippi für externe Gäste exklusiv 5 Plätze zur
Verfügung.

Die Anforderungen an den Krankenhausbetrieb und dessen Management sind in
den vergangenen 20 Jahren enorm gewachsen. Krankenhausmanagement bedeutet
heutzutage Führung in einem hochkomplexen System. Diese anspruchsvolle,
facettenreiche Aufgabe ist mit großen Chancen verbunden, birgt aber auch
erhebliche Risiken. Sowohl die Krankenhausträger und die Beschäftigten,
als auch Vertreter aus Politik und Gesetzgebung sowie selbstverständlich
alle Patienten erwarten zukunftsfähige Strategien und Perspektiven –
inhaltlich wie wirtschaftlich.

Die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft veranstaltet deshalb am
Mittwoch, 8. No-vember 2017 (10:00 bis 18:00 Uhr), und Donnerstag, 9.
November 2017 (09:00 bis 13:00 Uhr) das Intensivseminar
Krankenhausmanagement in den Hochschulräumlichkeiten in Bremen. Geleitet
wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Michael Philippi, langjähriger
Geschäftsführer der Sana-Kliniken AG und seit 2016 Honorarprofessor für
Gesundheitsökonomie an der APOLLON Hochschule. Gemeinsam mit den
Teilnehmern arbeitet er praxis- und fallorientiert die strategischen wie
operativen Prioritäten des Krankenhausmanagements – aber auch mögliche
Konflikte – heraus, analysiert Erfolgsstrategien und bewertet
Vorgehensweisen sowie Instrumente.

Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt, davon sind 15 Plätze
für Studierende der APOLLON Hochschule reserviert, die bereits das
Einführungsseminar sowie 50 Prozent der zu er-bringenden Credit Points
ihres jeweiligen Studiengangs absolviert haben. Die Kosten betragen in
diesem Fall 150 Euro. Für externe Interessierte, die über Vorkenntnisse
der Akteure und Prozesse des Krankenhausmanagements verfügen, stehen 5
Plätze zur Verfügung, die Seminar-Teilnahme kostet hier 300 Euro. Das
Anmeldeformular ist online abrufbar. Bei Interesse sollte es bis zum
25.10.2017 ausgefüllt und unterschrieben an die APOLLON Hochschule
gesendet werden. Anmeldungen werden auch gern per Fax (0421/37 82 66 190)
oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. entgegen genommen.

Dr. rer. pol. Michael Philippi, Diplom-Kaufmann und promovierter
Wirtschaftswissenschaftler, war von 2008 bis 2016 Vorsitzender der Sana
Kliniken AG. Bereits seit 1995 durchlief er dort verschiedene
Führungspositionen, bevor er in die Unternehmensleitung der Klinikgruppe
berufen wurde. Er ist zudem Vizepräsident der Deutschen
Krankenhausgesellschaft (DKG) und Vizepräsident des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken (BDPK). 2016 erhielt Dr. Philippi die
Honorarprofessur für Gesundheitsökonomie an der APOLLON Hochschule, der er
durch seinen Sitz im Hochschulkuratori-um bereits zuvor nahestand.
Entsprechend seiner herausragenden Expertise legt Philippi im Rahmen
seiner Professur einen besonderen Schwerpunkt auf die Führung von
Gesundheitseinrichtungen.

Weitere Informationen im Internet unter <www.apollon-hochschule.de>

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Pflege 4.0: Leitlinien für den Erwerb digitaler Kompetenzen in Pflegeberufen veröffentlicht

Der Beirat IT-Weiterbildung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat
Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und den Erwerb digitaler
Kompetenzen in der Pflege entwickelt.

Heute gibt es in Deutschland knapp drei Millionen Pflegebedürftige, die
von etwa 1,1 Millionen Beschäftigten in der stationären und ambulanten
Pflege versorgt werden. Welche digitalen Kompetenzen künftig in
Pflegeberufen gefordert sein werden, wie deren Entwicklung und Erwerb
gelingen kann und welche Maßnahmen dafür ergriffen werden müssen, sind
Gegenstand der heute veröffentlichten „Leitlinien Pflege 4.0“. Darin
werden fünf Handlungsfelder identifiziert und konkrete Empfehlungen für
Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ausgesprochen.

Prof. Dr. Jochen Koubek, Sprecher des GI-Beirats IT-Weiterbildung:
„Technische Innovationen im Pflege- und Gesundheitssektor, wie neue
Dokumentations- und Kommunikationsmedien, Assistenzsysteme, innovative
Robotertechnik oder Mobilitätslösungen können die Versorgung und Betreuung
in erheblichem Umfang entlasten. Dafür müssen die Erfahrungen,
Bedürfnisse, Kultur und Lernmöglichkeiten von Pflegebedürftigen,
Pflegenden und Angehörigen frühzeitig einbezogen werden. Zudem bedarf es
eines Erwerbs digitaler Kompetenzen bei den Beschäftigten und den
Führungskräften im Pflegebereich.“

Prof. Barbara Schwarze: „Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern
haben wir fünf Handlungsfelder definiert. Zunächst geht es um eine
Verständigung über die aktuellen Rahmenbedingungen für die Pflege vor dem
Hintergrund der Digitalisierung. Es muss umgehend ein klarer Fokus auf die
Stärkung der Aus-, Fort und Weiterbildung gelegt werden: Hier steht die
Vermittlung von Datenschutz und ethischen Fragestellungen, die
Intensivierung von Zusammenarbeit und Beteiligung sowie die Verbesserung
der Attraktivität der Pflegeberufe im Vordergrund.“

Die Handlungsempfehlungen wurden von einer Vielzahl von Expertinnen und
Experten aus Pflegepraxis, Wissenschaft, Wohlfahrtsverbänden, IT- und
Pflegewirtschaft entwickelt. Sie werden im Rahmen des Digitalgipfels
vorgestellt, der heute und morgen in der Metropolregion Rhein-Main
stattfindet. Hier diskutieren Politik und Wirtschaft über das Vorankommen
der digitalen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft. Schwerpunkt
des Gipfels ist die Digitalisierung in Medizin und Gesundheit.

Die Publikation kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
www.gi.de/pflege40.

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Die Blutbahn startet in Bielefeld

Die rote Blutbahn des Uni.Blutspendedienst OWL fährt ab sofort in Bielefeld.  Foto Armin Kühn
Die rote Blutbahn des Uni.Blutspendedienst OWL fährt ab sofort in Bielefeld. Foto Armin Kühn

Mehr als 150 mögliche Lebensretter kann die einmalige blutrote Stadtbahn
von moBiel aufnehmen. So originell wirbt der Uni.Blutspendedienst OWL
jetzt für das Blutspenden.

„Alle sind sich darin einig, dass bei einer schweren Erkrankung oder im
Notfall schnell und sicher Blutkonserven zur Verfügung stehen müssen“,
sagt Prof. Dr. Cornelius Knabbe, Direktor des Instituts für Laboratoriums-
und Transfusionsmedizin am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen. „Und doch geht die Bereitschaft zum Blutspenden zurück – und
das nicht nur in der Sommerzeit.“

Dagegen will der Mediziner, der über sein Institut einen der größten
universitären Blutspendedienste in Deutschland leitet, etwas tun.
Rechtzeitig vor dem Weltblutspendetag am 14. Juni startet in dieser Woche
eine neue Blutspendekampagne für Bielefeld. Im Mittelpunkt: Die rote
Blutbahn, die ab sofort unterwegs ist und mit einer kessen Botschaft ein
Anliegen vermittelt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger zu Herzen nehmen
sollen. „Wir transportieren gerade bis zu 391 Liter potentielles
Spenderblut“, so lautet der Aufdruck an der Längsseite.

Am 14. Juni ist Weltblutspendetag

Vier bis sechs Mal pro Jahr könnte jeder gesunde Mensch Vollblut spenden.
Blutplättchen- oder Plasmaspenden sind sogar noch häufiger möglich. Die an
den Uni.Blutspendedienst OWL angeschlossenen Spendeeinrichtungen, sechs
davon allein in der Region, zwei in Bielefeld, verzeichnen 30.000 Spender
jährlich. „Einige wenige spenden regelmäßig, der Bedarf innerhalb der
Region wird aber nicht gedeckt,“ sagt Knabbe.
Das Blut der Spender wird im Bad Oeynhausener Institut sorgfältig
aufbereitet und steht den Kliniken in Ostwestfalen-Lippe danach als
Konzentrate roter Blutkörperchen und Blutplättchen oder als
Blutplasmapräparate zur Versorgung von Unfallopfern, schwer Kranken und
verletzten Menschen zur Verfügung. "Die Blutsprodukte benötigen Krebs- und
Nachsorgepatienten ebenso wie Unfallopfer oder Menschen, die sich zum
Beispiel einer großen Herzoperation unterziehen müssen,“ erläutert Knabbe
und verweist auf das HDZ NRW mit seinem Transplantationszentrum und der
größten Herzchirurgischen Klinik in Deutschland. „Die Blutbahn soll auch
daran erinnern, dass jeder von uns einmal auf Spenderblut angewiesen sein
kann. Das erfordert eine selbstlose Spendenbereitschaft.“

Die originelle Idee, die von der Agentur Hoch5 (Bünde) und der Ströer
Gruppe in Bielefeld entwickelt und umgesetzt sowie von moBiel und dem
Herz- und Diabeteszentrum NRW unterstützt wird, könnte Schule machen. Eine
unverbindliche Information zum Thema Blutspenden lohne sich in jedem Fall,
betont Knabbe. Am Weltblutspendetag werden die Bielefelder Spender am
Oberntorwall und auch in allen anderen Blutspendeeinrichtungen des HDZ NRW
zudem mit einer kleinen Überraschung bedacht. Info-Tel. 0800-444 0 777
(Anruf kostenlos).
www.blutspendedienstowl.de

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