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Gesundheit

Verstopfte Gefäße – Legen Sie Ihrem Blut keine Steine in den Weg! – Tipps für gesunde Gefäße Bundesweiter Aktionstag Gefäßgesundheit am 24. Juni 2017

Bereits zum siebten Mal findet am 24. Juni der
bundesweite Aktionstag Gefäßgesundheit statt. Veranstaltet wird der Tag
gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für
Gefäßmedizin (DGA) und der Deutschen Gefäßliga.

Gefäßerkrankungen wie die Venenthrombose, die Lungenembolie oder die
periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), auch bekannt als
Schaufensterkrankheit, sind Volkskrankheiten. Doch ihre Anzeichen, ihre
Verbreitung und ihre zum Teil dramatischen Folgen sind in der Bevölkerung
weitestgehend unbekannt. Deshalb stehen am Aktionstag die Aufklärung über
diese Krankheiten und die Bedeutung gesunder Gefäße im Fokus.

Wie bleiben Ihre Gefäße gesund?

Die Redewendung „Vorbeugen ist besser als heilen“ trifft auch auf die
Gesundheit der Gefäße zu. Die folgenden Tipps sorgen für einen intakten
Blutfluss in Arterien und Venen:

•       Trinken Sie ausreichend! Optimal sind 2 Liter pro Tag –
natriumarmes Wasser und Tees sind gute zuckerfreie Durstlöscher

•       Ernähren Sie sich bewusst! - z.B. durch Vollkornprodukte, Müsli,
frisches Obst und Gemüse, wenig Fette, magere Fische sowie fettarme
Milchprodukte und gehen Sie sparsam mit Salz um!

•       Bleiben Sie aktiv! Nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug, fahren
mit dem Rad statt mit dem Auto und gehen Sie bewusst (abrollen über die
ganze Fußsohle) mit bequemem Schuhen. In vielen Städten gibt es
Gefäßsportgruppen mit speziellem Gehtraining.

•       Rauchstopp! Jeder Zigarettenzug verändert im Blut eine Milliarde
Sauerstoffmoleküle in freie Radikale, die wie Torpedos die Gefäßwände
angreifen und damit eine Arterienverkalkung fördern. Suchen Sie sich
Unterstützung, um mit dem Rauchen aufzuhören, z.B. Rauchentwöhnungskurse
über die Krankenkasse.

•       Integrieren Sie Venengymnastik in Ihren Alltag! Wenn Sie beruflich
viel Sitzen oder Stehen können Sie Ihre Gefäße ganz einfach am
Arbeitsplatz trainieren. Übungen finden Sie unter https://goo.gl/4IO7BU

•       Kennen Sie die Risikofaktoren! Menschen mit Bluthochdruck,
Diabetes mellitus, zu hohen Cholesterinwerten und Übergewicht haben ein
erhöhtes Risiko an den Gefäßen zu erkranken.

Der Aktionstag Gefäßgesundheit am 24. Juni - Informationsveranstaltungen
für Bevölkerung und Patienten

An diesem Tag finden deutschlandweit Veranstaltungen mit dem Ziel statt,
die Bevölkerung über Risiken und mögliche Folgen von Gefäßerkrankungen zu
informieren. Akteure aus dem Gesundheitswesen wie Ärzte in Kliniken und
Praxen, Apotheken, Sportinstitute, Gesundheitsämter sowie politische
Akteure sind im gesamten Bundesgebiet eingeladen, sich am Aktionstag
Gefäßgesundheit zu beteiligen.
Hier können Sie nach Veranstaltungen in Ihrer Nähe suchen:
http://www.risiko-thrombose.de/terminuebersicht.html

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Die Patientenverfügung: Entscheidend für die Therapie Veranstaltung des Klinischen Ethik-Komitees am Herz- und Diabeteszentrum NRW

Der Wille des Patienten ist die Basis für die Therapie.  (Foto: Armin Kühn)
Der Wille des Patienten ist die Basis für die Therapie. (Foto: Armin Kühn)

„Der Wille des Patienten ist die Basis für die Behandlung.“ Mit diesem
Satz bringt Professorin Ruth Rissing-van Saan auf den Punkt, was der
Bundesgerichtshof 2010 unter ihrer Federführung zur strafrechtlichen
Situation in Deutschland entschieden hat. „Auch wenn Mediziner anders
entscheiden würden, darf eine Behandlung aktiv beendet werden, wenn der
Patient es so will.“

Die ehemalige Bundesrichterin hat die Einladung des Klinischen Ethik-
Komitees am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, unter
dem Vorsitz von Antje Freitag gerne angenommen, um die aktuellen Maßgaben
des Bundesgerichtshofs zu den inhaltlichen Anforderungen an eine
Patientenverfügung zu diskutieren. Gemeinsam mit Dr. Arnd May, Klinischer
Ethiker am Zentrum für Angewandte Ethik in Erfurt, macht sie aber auch
deutlich, wie schwierig es oft sein kann, den eindeutigen Willen des
Patienten festzustellen.

„Die Patientenverfügung ist damit vor allem ein Rechtsinstrument,“ sagt
Antje Freitag. „Deshalb sollte darin detailliert beschrieben sein, in
welchen Situationen und bei welchen Maßnahmen es zur Anwendung kommt.“
Angesichts der Komplexität von Erkrankungen und den darüber vorliegenden
Erkenntnissen fällt eine Beurteilung im klinischen Alltag dagegen oft sehr
schwer. Angehörige, behandelnde Ärzte und Pflegekräfte, Psychologen,
Physiotherapeuten oder Mitarbeiter des Sozialdienstes können
unterschiedlicher Meinung nicht nur darüber sein, welche Maßnahme für
einen Patienten die beste ist, sondern auch darüber, welche Maßnahme
mutmaßlich seinem Willen entspricht. In diesen Fällen empfiehlt sich eine
ethische Fallberatung, die das Komitee des Klinikums als regelmäßige und
seit Jahren etablierte Maßnahme im HDZ NRW durchführt, um auf der
Grundlage von medizin- und pflegeethischen Prinzipien zu einer
individuellen Bewertung und gemeinsamen Lösung zu gelangen.

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Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen, ist ein international anerkanntes Zentrum zur Behandlung von
Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 37.000 Patienten pro Jahr,
davon 14.400 in stationärer Behandlung, ist das HDZ NRW ein führendes
Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier
Universitätskliniken und Institute seit mehr als 30 Jahren
interdisziplinär zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik der Ruhr-
Universität Bochum.

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G-BA Beschluss: AbbVies erstes Krebsmedikament bietet Zusatznutzen bei schwer zu behandelnder CLL

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat
gestern für die erste von AbbVie in Europa zugelassene Krebstherapie
seinen Beschluss veröffentlicht und ihr einen nicht-quantifizierbaren
Zusatznutzen für die zugelassenen Indikationen* bei der chronischen
lymphatischen Leukämie (CLL) beschieden. Da zum jetzigen Zeitpunkt noch
keine vergleichenden Studiendaten zur Monotherapie mit diesem Medikament
vorliegen, konnte der G-BA diesen Zusatznutzen zum aktuellen Zeitpunkt
nicht als erheblich, beträchtlich oder gering einordnen.(1)

„Damit ist auch vom G-BA anerkannt, dass unsere Krebstherapie einen
Zusatznutzen für Menschen  mit schwer zu behandelnder chronischer
lymphatischer Leukämie hat“, kommentiert Dr. Patrick Horber,
Geschäftsführer bei AbbVie Deutschland. „Sie hat den Status eines Orphan
Drug und wurde aufgrund des hohen medizinischen Bedarfs in dieser
Patientenpopulation und des hohen therapeutischen Werts bereits auf Basis
von einarmigen Phase-II-Daten zugelassen. Da diese Daten zum jetzigen
Zeitpunkt keine quantitative Einordnung des Zusatznutzens ermöglichen, war
die Entscheidung des G-BA, dafür einen nicht-quantifizierbaren
Zusatznutzen festzusetzen, zu erwarten“, so Dr. Horber weiter.

Der Beschluss, dass AbbVies Krebstherapie einen nicht-quantifizierbaren
Zusatznutzen für schwer zu behandelnde CLL-Patienten bietet, ist auf fünf
Jahre befristet. Nach Ablauf der Befristung findet eine erneute
Nutzenbewertung statt. In diesem Zusammenhang hat AbbVie die Auflage
erhalten, bis 15.06.2022 weitere Daten vorzulegen.

„Wir forschen weiter im Bereich der chronischen lymphatischen Leukämie und
führen derzeit beispielsweise Phase-III-Studien zur Kombinationstherapie
mit unserem Medikament durch“, erklärt Dr. Sandra Bloch, Medical Director
bei AbbVie Deutschland. „Hieraus werden vergleichende Daten gegenüber
einem anderen Therapieregime hervorgehen.“

AbbVies erste in Europa zugelassene Krebstherapie mit neuem
Wirkmechanismus
Seit Dezember 2016 ist AbbVies erstes Krebsmedikament in Europa verfügbar.
Die Europäische Zulassungsbehörde hatte dies auf Basis zweier Phase-II
Studien zugelassen, die eine gute Wirksamkeit bei vorbehandelten
Hochrisiko-CLL-Patienten zeigten. Bei dem Medikament handelt es sich um
einen innovativen Inhibitor des B‐Zell‐Lymphom‐2‐Proteins (BCL‐2), der als
Tablette verabreicht wird. Das BCL‐2‐Protein, das den natürlichen
programmierten Zelltod einiger Zelltypen verhindert, kann bei
verschiedenen Krebserkrankungen stark ausgeprägt sein. Das Medikament
hemmt selektiv die Funktion von BCL‐2. Die Substanz wird derzeit für die
Behandlung verschiedener Krebserkrankungen von AbbVie und Roche
untersucht. Die Vermarktung erfolgt außerhalb der USA durch AbbVie und in
den USA gemeinschaftlich durch AbbVie und Genentech, einem Mitglied der
Roche-Gruppe.

„Mit dieser Therapie können wir Patienten und Ärzten eine innovative
Therapie mit einem einzigartigen Wirkmechanismus zur Verfügung stellen“,
ergänzt Dr. Horber. „Sie kann zum jetzigen Zeitpunkt besonders denjenigen
Patienten helfen, die eine besonders schlechte Prognose aufweisen, deren
Therapiemöglichkeiten begrenzt sind bzw. die kein Ansprechen auf eine
andere Therapie gezeigt haben.“

Über AbbVie in der Onkologie
AbbVies Bestreben ist es, den Krebs zu besiegen, und baut dabei auf die
Zusammenarbeit in der Onkologie-Community, die Wissenschaftler, Ärzte,
andere Unternehmen der Branche, Patientenorganisationen und Patienten
umfasst. Das Ziel dabei ist, Arzneimittel zur Verfügung zu stellen, die
die Therapie und die Behandlungsergebnisse bei Krebspatienten auf eine
völlig neue Ebene heben, und die weltweit einen echten Unterschied im
Leben von Menschen machen. Durch Erforschung und Investitionen in neue
Technologien und Therapieansätze setzt AbbVie neue Maßstäbe bei der
Behandlung einiger der am schwersten zu behandelnden Krebserkrankungen.
Durch die Übernahme von Pharmacyclics 2015 und Stemcentrx 2016 sowie durch
verschiedene Kooperationen mit externen Partnern umfasst das
Onkologieportfolio von AbbVie zugelassene Therapien sowie eine robuste
Pipeline mit zahlreichen neuen Molekülen, die weltweit in nahezu 200
klinischen Studien zu 20 verschiedenen Tumorarten untersucht werden.

Über AbbVie
AbbVie (NYSE:ABBV) ist ein globales, forschendes BioPharma-Unternehmen,
das sich der Entwicklung innovativer Therapien für einige der komplexesten
und schwerwiegendsten Erkrankungen der Welt verschrieben hat. Mission des
Unternehmens ist es, mit seiner Expertise, seinen engagierten Mitarbeitern
und seinem Innovationsanspruch die Behandlungsmöglichkeiten in vier
Therapiegebieten deutlich zu verbessern: Immunologie, Onkologie, Virologie
und Neurowissenschaften. In mehr als 75 Ländern arbeiten AbbVie-
Mitarbeiter jeden Tag daran, die Gesundheitsversorgung für Menschen auf
der ganzen Welt voranzutreiben. In Deutschland ist AbbVie an seinem
Hauptsitz in Wiesbaden und seinem Forschungs- und Produktionsstandort in
Ludwigshafen vertreten. Insgesamt beschäftigt AbbVie Deutschland rund
2.600 Mitarbeiter. Neuigkeiten von AbbVie finden Sie unter news.abbvie.de,
weiterführende  Informationen zum Unternehmen gibt es unter www.abbvie.com
und www.abbvie.de. Folgen Sie @abbvie_de auf Twitter oder besuchen Sie
unsere Profile auf Facebook oder LinkedIn.

* Das Medikament ist zum einen als Monotherapie bei Erwachsenen mit CLL
zugelassen, die eine besondere Mutation (17p‑Deletion oder TP53-Mutation)
aufweisen und die für eine Behandlung mit einer bestimmten Therapieklasse
(Hemmer des B‑Zell-Rezeptor-Signalwegs) nicht geeignet sind oder ein
Therapieversagen zeigten; zum anderen als Monotherapie bei Erwachsenen zur
Behandlung einer CLL ohne Mutation, bei denen sowohl unter einer Chemo-
Immuntherapie als auch unter einem Hemmer des B‑Zell-Rezeptor-Signalwegs
ein Therapieversagen auftrat.

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Detektivarbeit am Krankenbett – Was können wir von Dr. House und seltenen Erkrankungen lernen?

Jürgen Rolf Schäfer leitet das „Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen“.  Pressestelle der Philipps-Universität Marburg/H. Graßmann
Jürgen Rolf Schäfer leitet das „Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen“. Pressestelle der Philipps-Universität Marburg/H. Graßmann

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Rolf Schäfer im Mercedes-Benz Museum
Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe „Dialog im Museum“ statt.
22. Juni 2017 um 19 Uhr
im Mercedes-Benz Museum, Großer Saal
Mercedesstraße 100, 70372 Stuttgart

Seit 2013 leitet Jürgen Rolf Schäfer das „Zentrum für unerkannte und
seltene Erkrankungen“. Für viele Patienten, die nach einer oft jahrelangen
Odyssee durch Arztpraxen als „hoffnungslose Fälle“ gelten, stellt es die
letzte Hoffnung dar. Gemeinsam mit einem Spezialistenteam öffnet Schäfer
ihre Krankenakten neu und nimmt die Symptome unvoreingenommen und mit dem
gesamten Spektrum wissenschaftlicher Methoden unter die Lupe.

Um bereits Studenten für seltene Erkrankungen zu begeistern, führte er in
Marburg ein „Dr. House“-Seminar ein. Dieses soll den jungen Medizinern
diagnostische Strategien vermitteln und sie für die Probleme der Menschen,
die an unerkannten Krankheiten leiden, sensibilisieren. In seinem Vortrag
berichtet Schäfer, was die Erforschung seltener Krankheiten für den
medizinischen Fortschritt leistet und wie modernste Technologien ihm dabei
helfen, rätselhafte Patientengeschichten zu lösen.

Zur Person: Nach seinem Studium in Tübingen, Marburg und Frankfurt
forschte der Internist Prof. Dr. Jürgen Rolf Schäfer vier Jahre an den
National Institutes of Health (NIH) in den USA. Seit 2004 ist er
Akademischer Direktor der Philipps-Universität Marburg. Er hat die Dr
.-Pohl-Stiftungsprofessur inne und ist Direktor des „Zentrums für
unerkannte und seltene Erkrankungen“. Schäfer erhielt zahlreiche
Auszeichnungen wie 2010 den „Ars legendi Preis“ für exzellente Lehre in
der Medizin oder 2013 den „Pulsus Award“ als Arzt des Jahres.

Daimler und Benz Stiftung
Impulse für Wissen – die Daimler und Benz Stiftung verstärkt Prozesse der
Wissensgenerierung. Ihr Fokus richtet sich dabei auf die Förderung junger
Wissenschaftler, fachübergreifende Kooperationen sowie Forschungsprojekte
aus sämtlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Die operativ tätige und
gemeinnützige Stiftung zählt zu den großen wissenschaftsfördernden
Stiftungen Deutschlands.


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.daimler-benz-stiftung.de

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