Zum Hauptinhalt springen

Gesundheit

Saturday Morning Lecture: Regenerative Medizin – Organe aus dem Reagenzglas

Biomedizin als Querschnitt der Wissenschaften

Die Menschen werden durch verbesserte Lebensbedingungen immer älter. Die moderne Biomedizinforschung arbeitet intensiv daran, mit zunehmenden Alter verstärkt auftretende Verschleißerscheinungen effektiv zu behandeln. In vielen Fällen werden dazu sogenannte Festkörperimplantate eingesetzt, wie etwa künstliche Hüften oder Zahnimplantate. Wünschenswert wäre es aber, kranke Organe oder Gewebe zu regenerieren und dabei körpereigene Zellen zu verwenden. Hierzu gehören Gewebeimplantate wie Herzklappen oder künstliche Venen. „Dieser Traum eines Jungbrunnens wird sicher noch nicht in wenigen Jahren Wirklichkeit“, sagt Prof. Dr. Thomas Scheper vom Institut für Technische Chemie der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität. „Doch hat die moderne Biomedizinforschung, bei der Mediziner, Ingenieure und Naturwissenschaftler eng zusammenarbeiten, in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte gemacht.“ In seinem Vortrag im Rahmen der „Saturday Morning Lecture“ am kommenden Samstag, 28. Mai 2016, zeigt Scheper Beispiele aus der regenerativen Medizin, mit der die Lebensqualität von Patienten verbessert werden konnte.

Der Eintritt ist frei.

Wann? Sonnabend, 28. Mai 2016, 11 Uhr

Wo? Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover, Großer Physik-Hörsaal (e214)

Web? http://www.maphy.uni-hannover.de  Leibniz Universität Hannover,

Hintergrund:

Ziel der Biomedizinforschung bei der Herstellung patientenspezifischer Festkörper- oder Gewebeimplantate ist es, körpereigene Zellen zu gewinnen, zu vermehren und auf den geeigneten Implantaten oder Gerüststrukturen aufzubringen und in die gewünschten Zelltypen zu differenzieren. Ingenieure und Naturwissenschaftler entwickeln dazu Methoden, Materialien auf die Zellen aufzubringen, biokompatibel herzustellen und zu strukturieren. Anschließend müssen sich die Zellen auf den Oberflächen „wohlfühlen“ und vermehren, um genau in das Zielgewebe übertragen zu werden.

Im Vortrag wird die Interaktion der verschiedenen Wissenschaftsgebiete dargestellt, um zu zeigen wie komplex die Herstellungsprozesse sind

  • Aufrufe: 222

Neuer Bachelor-Studiengang an der Hochschule Fulda: Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik

Das Studienangebot verknüpft erstmals ökonomische, gesundheitspolitische und sozialrechtliche Fragen und will die Absolventinnen und Absolventen befähigen, die Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem mitzugestalten.


Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik heißt der neue Studiengang, den der Fachbereich Pflege und Gesundheit an der Hochschule Fulda ab Wintersemester 2016/17 erstmals anbietet. Der Name ist Programm: Das Studienangebot verknüpft aufs engste ökonomische, gesundheitspolitische und sozialrechtliche Fragen und bietet damit einen bundesweit einmaligen Ansatz. Angesprochen sind alle, die sich vorstellen können, an Entscheidungen über die Zukunft des Gesundheitswesens mitzuwirken.

„Unsere Absolventinnen und Absolventen sollen Einfluss nehmen können auf die Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem. Dazu müssen sie verstehen, wie die verschiedenen Einrichtungen und Institutionen miteinander verwoben sind“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Greß das Studienziel. „Wir sind überzeugt: Gesundheitsökonomie ist nicht ohne Gesundheitspolitik denkbar und umgekehrt“. Die Gesundheitswirtschaft sei einer der größten Teilbereiche der Volkswirtschaft, jeder zehnte Euro, der in Deutschland ausgegeben werde, fließe ins Gesundheitssystem.

Neben der Ökonomie spiele die Politik eine entscheidende Rolle. Denn politisch werde entschieden, wer Zugang zu welcher Art von Gesundheitsversorgung hat und wie welche Qualität in der Versorgung Kranker oder Pflegebedürftiger sichergestellt und finanziert werde. Hinzu komme, dass verschiedenste Gruppen ihre Interessen durchzusetzen versuchten. Dieses komplexe System zu durchschauen, dazu will der Studiengang befähigen.

Greß, der regelmäßig als Experte im Gesundheitsausschuss des Bundestags zu gesundheitspolitischen Fragen Stellung nimmt, schätzt die Jobperspektiven für die Absolventinnen und Absolventen als sehr gut ein: „Durch meine Kontakte mit der Politik, mit Bundestagsabgeordneten und Referenten bekomme ich mit, wie groß der Bedarf in der Politik nach Personen ist, die genau das können, was wir ausbilden wollen“, sagt er. Potentielle Arbeitgeber sind beispielsweise Institutionen der öffentlichen Hand, Sozialversicherungsträger, Spitzenorganisationen von Leistungserbringern im Gesundheitswesen, Institutionen der Politikberatung, Träger der Entwicklungshilfe sowie freie Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft.

Der Studiengang umfasst sechs Semester und schließt ein Praxissemester sowie ein studentisches Projekt ein. Ein Auslandssemester ist möglich. Das Studium schließt mit dem akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.) ab. Auf einen Masterstudiengang in Public Health sind die Absolventinnen und Absolventen optimal vorbereitet.
Weitere Informationen finden Sie unter
hs-fulda.de/goep
https://www.youtube.com/watch?v=QElX3ojw-8c

  • Aufrufe: 214

Online-Programm zur Gesundheitsförderung älterer Menschen startet

Gesund älter zu werden hat für viele einen hohen Stellenwert. Bei der Suche nach Informationen nutzen auch ältere Menschen zunehmend das Internet. Ein kostenloses interaktives Onlineprogramm zur Gesundheitsförderung älterer Menschen steht ab sofort unter der Adresse www.hasicplus.eu zur Verfügung. Das Online-Programm wurde im Rahmen des EU-Projects „Healthy Ageing Supported by Internet and Community“ (HASIC) unter Federführung der HAW Hamburg entwickelt.


Besonders ältere Menschen können mehr dafür tun, gesund zu bleiben und der Verschlechterung ihres Gesundheitszustands vorzubeugen. Daher gewinnt Gesundheitsförderung für diese Zielgruppe zunehmende Wichtigkeit. Für die Informationssuche und viele Aktivitäten wächst die Bedeutung des Internets kontinuierlich. Die Entwicklung eines internet-basierten Online-Programms zur Gesundheitsförderung älterer Menschen ist somit ein konsequenter Schritt, um auch diesen modernen Kommunikationsweg zur Unterstützung eines gesunden Älterwerdens zu nutzen.

Im Rahmen des EU Projekts „Healthy Ageing Supported by Internet and Community“ (HASIC) wurde das Programm HASICplus entwickelt und von einem interdisziplinären Team aus Wissenschaftlern und IT-Spezialisten unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Westenhöfer am Competence Center Gesundheit (CCG) der HAW Hamburg realisiert.

HASICplus geht von einem umfassenden Gesundheitsverständnis aus, das neben der körperlichen Gesundheit auch seelisches Wohlbefinden und soziale Gesundheit einschließt. In zwölf Informations- und Lerneinheiten können sich Interessierte mit gesunder Ernährung und Bewegung beschäftigen, außerdem mit Themen wie Selbstmanagement, Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) und sozialem Miteinander. Dabei bietet HASICplus den Besucher nicht nur reine Information: nach einer Registrierung stehen auch praktische Übungen und Anleitungen zur Förderung der verschiedenen Bereiche zur Verfügung.

Das Online-Programm ist für die Teilnehmer kostenlos und unter www.hasicplus.eu zu finden. Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg,

  • Aufrufe: 290

Deutsche Leberstiftung zum Weltnichtrauchertag: Rauchen schadet auch der Leber

Am 31. Mai 2016 ist „Weltnichtrauchertag“. Dieser Tag wurde 1987 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiert, um auf die durch den Tabakkonsum verursachten Gesundheitsrisiken aufmerksam zu machen. Die Deutsche Leberstiftung weist darauf hin, dass Rauchen grundsätzlich der Leber schadet und vorhandene Lebererkrankungen verschlimmern kann.


In Deutschland raucht etwa jeder vierte Erwachsene. Laut Auskunft der Deutschen Krebshilfe ist Tabakkonsum für etwa ein Drittel aller Krebs-Neuerkrankungen verantwortlich. Über 90 Prozent aller Lungenkrebs-Fälle werden durch Rauchen verursacht.

Neben Lunge, Rachen und Kehlkopf wird unter anderem auch die Leber durch den Tabakkonsum geschädigt. Außerdem steigt bei vorhandenen Lebererkrankungen das Risiko für schwerwiegende Folgen wie Leberzellkrebs.

Die Leber ist die Entgiftungszentrale des Körpers und filtert Schadstoffe aus dem Blut. Auch das Nikotin, das durch den Tabakkonsum in den Körper gelangt, wird über die Leber abgebaut und belastet so dieses lebenswichtige Organ.

Besteht bereits eine Lebererkrankung, wie zum Beispiel eine chronische Infektion mit einem Hepatitis-Virus, erhöht Rauchen das Risiko für die Bildung einer Leberzirrhose und in der Folge eines Leberzellkrebses. Da chronische Entzündungen der Leber oft ohne Symptome verlaufen und daher lange Zeit unbemerkt bleiben, kann das Rauchen über Jahre diese Krankheit unbemerkt verschlimmern. Das zeigten beispielsweise mehrere große Studien für Hepatitis B-Patienten aus Taiwan, die übereinstimmend einen deutlichen Anstieg des Risikos für Leberzellkrebs bei Rauchern gegenüber Nichtrauchern nachgewiesen haben.

Rauchen ist auch als bedeutender Risikofaktor für ein Fortschreiten der Lebererkrankung bei Patienten mit einer Fettleber identifiziert worden. Menschen, die mehr als 10 Jahre mindestens eine Schachtel Zigaretten pro Tag geraucht haben, weisen eine höhere Wahrscheinlichkeit auf, eine fortgeschrittene Lebervernarbung („Fibrose“) oder gar eine Leberzirrhose zu entwickeln. In Deutschland haben mehr als 10 Millionen Menschen eine Fettleber.

Die Deutsche Leberstiftung empfiehlt daher allen Patienten mit einer Lebererkrankung, das Rauchen einzustellen.

10 Jahre Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung seit ihrer Gründung vor zehn Jahren sehr erfolgreich. Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien – jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-642-1, € 16,95: http://www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

  • Aufrufe: 203