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Gesundheit

Gröhe will Kontrollen im Gesundheitswesen deutlich verschärfen

Die Renitenz der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bei der Aufarbeitung ihrer Skandale könnte nun auch Folgen für alle anderen Spitzenorganisationen im Gesundheitswesen haben. Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegel" plant Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) die Kontrollmöglichkeiten per Gesetz deutlich zu verschärfen.

(ots)

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Politiker kritisieren Regierungspläne für Arzneitests an Demenzkranken

Mit seinem Plan, die Möglichkeiten für Arzneitests an Demenzkranken auszuweiten, stößt Gesundheitsminister Hermann Gröhe auch in der Regierungskoalition auf Widerstand. Die kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kerstin Griese, appellierte an den CDU- Politiker, das Gesetzesvorhaben nochmals zu überdenken.

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Navigations-App für Rollstuhlfahrende mit erweiterten Funktionen

Die am Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt (h_da) momentan entwickelte App „Wheel Scout“ unterstützt Rollstuhlfahrende bei der Navigation. Sie zeigt an, ob der vorgesehene Weg barrierefrei, eingeschränkt oder nicht zu bewältigen ist. Neu ist, dass die App auch innerhalb von Gebäuden funktioniert und zudem mit einer Sprachsteuerung versehen ist. Rollstuhlfahrende können sich somit noch einfacher navigieren lassen und dies auch durch Gebäude hindurch.
„Manchmal führt der kürzeste und barrierefreiste Weg durch Gebäude oder das Ziel liegt in einem Gebäude, zum Beispiel der Hörsaal einer Hochschule oder das Bahngleis eines Bahnhofs“, erläutert Projektleiterin Prof. Dr. Bettina Harriehausen-Mühlbauer vom Fachbereich Informatik der h_da. „Deswegen haben wir die Outdoor-Navigation um ein Indoor-Routing erweitert. Die Positionsbestimmung innerhalb von Gebäuden wird mittels Beacons, die Bluetooth-Signale mit ihrer Geoposition aussenden, berechnet. Auf diese Weise kann die App eine Route berechnen, die Gebäude mit ein-bezieht.“

Im Outdoor-Modus funktioniert „Wheel Scout“ via GPS-Ortung. Für die Darstellung der Routen greift die App über eine technische Schnittstelle auf das Kartenprogramm „Open Street Map“ zu und nutzt hier die Funktionalität der so genannten „Points of Interest“, mit denen Sehenswürdigkeiten markiert werden. „Wheel Scout“ markiert hingegen Barrieren mit eigens dafür entworfenen Barriere-Symbolen. Nutzerinnen und Nutzer können neue Barrieren selbst eintragen und sich individuelle Profile ent-sprechend ihrer Fähigkeiten anlegen. Die App funktioniert als plattformunabhängige Web-Anwendung auf allen mobilen Geräten.

Die ebenfalls neu integrierte Sprachsteuerung erleichtert die Bedienbarkeit von „Wheel Scout“ zusätzlich, denn viele Rollstuhlfahrende können auch ihre Finger nicht uneingeschränkt bewegen. Sie sprechen stattdessen die Adresse des gewünschten Zielorts ein. Die hierfür nötige Sprachsteuerungs-Software entwickelte European Media Laboratory in Heidelberg. „Wir haben dabei auf unsere bisherigen Erfahrungen mit der Sprachsteuerung für barrierefreies Autofahren aufgebaut“, sagt Dr. Siegfried Kunzmann, Leiter Forschung und Entwicklung am EML. „Durch die Spracheingabe haben die Rollstuhlfahrer sprichwörtlich die Hände frei.“

Weiterer Kooperationspartner ist der Unabhängige Verband der Zivilinvaliden LA-PIC/UVZ aus Südtirol, der die Weiterentwicklung von Wheel Scout finanziert. „Die Aufgabe des Unabhängigen Verbandes der Zivilinvaliden von Südtirol Italien ist es, wichtige Inputs von Betroffenen an das Entwickler-Team weiterzuleiten und anschließend die App zu testen. Durch diese App werden Barrieren nicht beseitigt, jedoch sicher um-gangen. Dies ist eine große Hilfe zur Bewältigung der alltäglichen Probleme in der Mobilität der Betroffenen", sagt Vorstandsmitglied Jakob Kristler. Eine erste marktreife Version von „Wheel Scout“ ist für 2017 vorgesehen. Hochschule Darmstadt

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Neue PatientenLeitlinie veröffentlicht: Diabetes – Schäden an der Netzhaut: Vorbeugen und behandeln

Ein dauerhaft zu hoher Blutzucker kann Folgeschäden verursachen. Bei etwa 1 bis 2 Menschen mit Typ-2-Diabetes treten im Verlauf der Erkrankung Schäden an der Netzhaut auf. Nicht immer sind sie bedrohlich, aber sie können dazu führen, dass Erkrankte schlechter sehen. Rechtzeitig erkannt, lassen sich diese Schäden bei einigen Betroffenen erfolgreich behandeln. Deshalb empfiehlt die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Prävention und Therapie von Netzhautkomplikationen bei Diabetes regelmäßige Kontrollen der Augen.


Welche Empfehlungen die Experten außerdem zur Vorbeugung aussprechen und welche Behandlungen für wen infrage kommen, darüber informiert jetzt verständlich die PatientenLeitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie. Sie übersetzt die Empfehlungen der Experten in eine allgemeinverständliche Sprache. Außerdem bietet sie Menschen mit Diabetes und deren Angehörigen wichtige Informationen zum Umgang mit der Krankheit und Unterstützung beim Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt.

Das NVL-Programm zielt auf die Entwicklung und Implementierung versorgungsbereichsübergreifen

der Leitlinien zu ausgesuchten Erkrankungen hoher Prävalenz unter Berücksichtigung der Methoden der evidenzbasierten Medizin. Insbesondere sind Nationale VersorgungsLeitlinien inhaltliche Grundlage für die Ausgestaltung von Konzepten der strukturierten und integrierten Versorgung.
Weitere Informationen finden Sie unter
PatientenLeitlinie Diabetes – Schäden an der Netzhaut: Vorbeugen und behandeln
Nationale VersorgungsLeitlinie Prävention und Therapie von Netzhautkomplikationen bei Diabetes
Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien  Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin,

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