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Gesundheit

AIDS: Sicherheit beim HIV-Test jetzt schon nach sechs Wochen

Aidstest jetzt schon nach 6 Wochen WartezeitDie Regel galt mehr als drei Jahrzehnte: Nach einem HIV-Risiko musste man zwölf Wochen Ungewissheit aushalten, bevor der HIV-Test eine Infektion sicher ausschließen konnte. Das hat sich nun geändert. Die heute üblichen Labortests liefern schon nach sechs Wochen zuverlässige Ergebnisse. Die zuständigen Fachgesellschaften haben die neue Frist in einer gemeinsamen Stellungnahme festgeschrieben. Auch die europäischen Testleitlinien wurden bereits entsprechend geändert.

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2. Deutscher Medienpreis Depressionshilfe mit Einreichungsrekord und ausgezeichneter Qualität

Zehn herausragende Beiträge aus Print, Radio und TV stehen in der Endrunde des Deutschen Medienpreises Depressionshilfe. Die hochkarätige Jury unter Vorsitz des Stiftungs-Schirmherrn Harald Schmidt hat aus 68 Einreichungen medienübergreifend zehn Nominierte benannt, aus denen nun die Finalisten gekürt werden. Nach dem Premierenjahr mit 53 Einreichungen in 2013 verzeichnet der Medienpreis damit einen deutlichen Anstieg der Bewerbungen um 28 Prozent. Die Gewinner werden im Rahmen des 3. Deutschen Patientenkongresses Depression am 12. September von Harald Schmidt in Anwesenheit weiterer Jurymitglieder ausgezeichnet.


Die Nominierten des 2. Deutschen Medienpreises Depressionshilfe 2015 sind:

- Anke Bösenberg und Verena Lammert / WDR Fernsehen: „#notjustsad – Depressionen bei jungen Mädchen“

- Emily Ulbricht und Jule Käppel / Radio Fritz (RBB): „Total normal verrückt – Meine Freundin, ihre Depression und ich (Teil 1-4)”

- Michael Köppel, Sabine Nisslmüller, Simon Hufeisen und Lilly Wagner / EinsPlus (SWR): „Wahnsinnig normal. Wie Psycho sind wir?“

- Stefan Schweiger / Focus Gesundheit: „Mehr als nur traurig“

- Michael Kraske / Stern Gesund Leben: „Therapiekompass – Schritt für Schritt aus der Schwermut“

- Anne-Ev Ustorf / Psychologie Heute: „Bin ich depressiv? Oder nur schlecht drauf?“

- Claudia Euen, Ronny Arnold und Kim Kindermann / Deutschlandradio Kultur: „Depression im Kinderalter – Wenn Lachen nicht mehr möglich ist“

- Christiane Winter und Katrin Schmiedekampf / DB mobil: „Kein Grund, traurig zu sein“

- Claudia Godzieba, Carolyn Höfchen und Gabi Reich / EinsPlus (SWR): „Depression. Kein Grund zum Traurigsein“

- Anna Bühler und Till Ottlitz / PULS (Jugendprogramm des Bayerischen Rundfunks): „Die Frage: Werden wir immer depressiver?“

„Der Großteil der Einreichungen war prämierungswürdig. Da fällt die Auswahl von 10 Nominierten alles andere als leicht.“, kommentiert der Jury-Vorsitzende Harald Schmidt den Auswahlprozess. „Daher haben wir uns entschieden, zusätzlich eine lobende Erwähnung an den Radiosender „radio BERLIN 88,8“ des RBB auszusprechen, der dem Thema Depression über drei Tage lang Sendezeit eingeräumt hat – und damit durch die vielfältige Darstellung über die Zeit vorgemacht hat, wie eine tagesbegleitende Radiowelle mit dem Anspruch „Gute Laune Programm“ auch mit Themen wie Depression den Hörer erreichen und bewegen kann.“ Prof. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Initiator des Preises fügt hinzu: „Das deutliche Einreichungsplus, aber vor allem die nochmals gestiegene Qualität der Beiträge, die zum Teil von sehr jungen Autoren und Redakteuren eingereicht wurden, macht deutlich, dass die mediale Auseinandersetzung mit dem Thema Depression erfreulicherweise zunimmt. Und das nicht nur in Publikumstiteln mit gesundheitlichem Schwerpunkt, sondern auch in nationalen Tages- und Wochenzeitungen, Onlineportalen, TV, Radiostationen inklusive Offenen Kanälen bis hin zu Straßenmagazinen und Schülerzeitungen. So erreicht das Thema viele Menschen und vor allem auch jene, die nicht explizit, z.B. als Betroffene oder Angehörige, danach suchen. Je besser die Menschen über die Erkrankung Depression informiert sind, umso leichter wird es Betroffenen fallen, sich
professionelle Hilfe zu holen. Depressionen sind gut behandelbar!“

Der Deutsche Medienpreis Depressionshilfe wird 2015 bereits zum zweiten Mal vergeben. Der von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ins Leben gerufene Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert und wird über alle Mediengattungen hinweg verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Medienbeiträge, die einem breiten Publikum anschaulich und sachlich kompetent von Depressionserkrankungen sowie deren Behandlungsmethoden berichten.

Zur Jury gehören neben dem Vorsitzenden und Stiftungs-Schirmherrn Harald Schmidt: Dr.
Cinthia Briseño (Wort & Bild Verlag), Petra Gessinger (Medizin Compact), Uwe Kammann
(Publizist/Medienberater, bis 2014 Geschäftsführer des Grimme-Instituts), Johann Michael
Möller (MDR), Christel Römer (Leipziger Bündnis gegen Depression), Annett Schlesier
(Deutsche Bahn AG), Thomas Voigt (Otto Group) und Prof. Dr. Ulrich Hegerl (Stiftung
Deutsche Depressionshilfe / Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der
Universität Leipzig).
 
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.deutsche-depressionshilfe.de/stiftung/medienpreis-2015.php
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Gröhe kündigt für Pflegebedürftige Verbesserung an

Die neue zweite Stufe der Pflegereform wird nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe für viele Menschen Verbesserungen bringen. "Mittelfristig könnten dadurch bis zu 500.000 Menschen zusätzlich Unterstützung erhalten", sagte Gröhe der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

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Gemeinsame Stellungnahme: Chronische Dialyse im Krankenhaus sichert die Versorgung!

Die Versorgung der 80.000 Dialysepatienten in Deutschland erfolgt fast ausschließlich im ambulanten und nur zu einem geringen Teil im stationären Sektor. Das Spektrum der Dialyse im Krankenhaus reicht von der Akut-und Notfall-Dialyse sowie der Behandlung von Patienten mit akutem Nierenversagen auf Intensivstationen über die Dialyse bei chronischen Dialysepatienten mit stationär behandlungspflichtigen Erkrankungen bis hin zur chronischen Dialyse. Letztere wird nun von den Kostenträgern grundsätzlich in Frage gestellt und es gibt bereits Pläne, die chronische Dialyse in Krankenhäusern drastisch einzuschränken.


Gegen dieses Vorhaben spricht sich die gesamte Nephrologie – darunter die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), der Verband leitender Klinikärzte in der Nephrologie (VLKN), aber auch die niedergelassenen Nephrologen des Verbandes Deutsche Nierenzentren (DN) e. V. sowie die gemeinnützigen Dialyseanbieter KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. und die PHV – Der Dialysepartner Patienten-Heimversorgung – vehement aus. „Denn ein solcher Schritt gefährdet perspektivisch die gesamte Dialyseversorgung in Deutschland“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Floege, Präsident der DGfN.

Warum wird die chronische Dialyse in Krankenhäusern gebraucht?

- Um eine hochqualitative stationäre Versorgung niereninsuffizienter Patienten sicherstellen zu können, ist Erfahrung erforderlich. Wenn im Krankenhaus jedoch nur noch Notfalldialysen durchgeführt werden, fehlt die Behandlungsroutine. Es ist zu befürchten, dass dann die Qualität der Akut- und Notfalldialysen leidet, die stationären Patienten also schlechter versorgt werden.

- Die Möglichkeit der Notfalldialysen muss an 7 Tagen der Woche an 24 Stunden vorgehalten werden. Fällt die chronische Dialyse an Krankenhäusern weg, ist die Vorhaltung der modernen Maschinen und insbesondere des geschulten Personals für die Krankenhäuser kostenintensiv und hoch defizitär. Die chronischen Dialysebehandlungen in ausreichendem Umfang sorgen für eine gleichmäßige Auslastung der Dialyseeinrichtung und tragen damit zur Wirtschaftlichkeit, letztlich also auch zum Erhalt der eigentlichen stationären Versorgung bei.

- Die Einschränkung der chronischen Dialysen an Krankenhäusern gefährdet die nephrologische Weiterbildung – und damit in Zukunft auch insgesamt die Dialyseversorgung. Denn auch KollegInnen, die später in die Niederlassung gehen, werden zunächst in Krankenhäusern aus- und weitergebildet. Das bereits jetzt bestehende Problem des Nachwuchsmangels wird verstärkt und perspektivisch ist dann kaum noch eine flächendeckende Versorgung der Dialysepatienten zu leisten.

„Daher protestieren auch wir niedergelassenen Nephrologen gegen das Vorhaben, die Zahl chronischer Dialysen in Krankenhäusern drastisch zu reduzieren. Dies würde unnötig die gute, flächendeckende Versorgung von Dialysepatienten in Deutschland aufs Spiel setzen“, erklärt Dr. Michael Daschner, Vorstandsvorsitzender des DN e.V. „Es wird ohnehin nur ein geringer Teil der Patienten (etwa 3 - 5%) chronisch in Krankenhäusern dialysiert, die meisten Patienten befinden sich in ambulanter Versorgung. Die Nephrologie ist also bereits weitestgehend ambulant aufgestellt. Eine ausreichende Zahl an in den nephrologischen Schwerpunktkliniken durchgeführten Dialysen ist notwendig, um die Aus- und Weiterbildung sowie die Behandlungsqualität zu sichern. Wir sind offen für eine flächendeckend definierte Zahl von chronischen Dialysen in den qualifizierten Kliniken und sehen Wege, solche notwendigen Behandlungen in das Regelwerk der ambulanten Versorgung einzubringen. Zusammenfassend halten wir das Vorhaben, diese Dialysen ohne Rücksicht auf Ausbildungskapazitäten und Versorgungsqualität massiv zu kürzen, für höchst bedenklich. Dies gefährdet perspektivisch die gesamte Nephrologie.“

Unterzeichner
Prof. Dr. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e. V.
Werner Dähne, Vorstandsvorsitzender der PHV – Der Dialysepartner Patienten-Heimversorgung
Dr. Michael Daschner, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutsche Nierenzentren (DN) e. V
Prof. Dr. Jürgen Floege, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)
Prof. Dr. Martin Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender des Verbandes leitender Klinikärzte in der Nephrologie


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.dgfn.eu
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