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Gesundheit

''Impfen fürs Leben'' ist das Motto der Europäischen Impfwoche 2014

ImpfenMit Impfungen kann man sich effektiv vor vielen Infektionskrankheiten schützen. „Impfen ist eine der großen Errungenschaften der Medizin. Es ist deshalb wichtig, den Impfschutz der Bevölkerung weiter auszubauen“ sagt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe anlässlich der diesjährigen Europäischen Impfwoche, die am 22. April 2014 beginnt. Im Rahmen der Impfwoche werden auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene Aktivitäten angeboten, um über die Bedeutung von Schutzimpfungen zu informieren.

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Impfen ist ein Privileg und keine Körperverletzung

ImpfungEs gibt viele Eltern, die verunsichert sind. Sie wollen das Beste für ihr Kind, sorgen sich um das körperliche und seelische Wohl ihres Nachwuchses. Und gerade diese Eltern geraten bevorzugt ins Visier von militanten Impfgegnern, die mit einer Mischung aus Verschwörungstheorien und allgemeingültigen Gesundheitstipps tatsächlich für einen gewissen Eindruck sorgen. Kinderärzte schlagen aus Verzweiflung die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie die Pseudo-Argumentation der eifernden Impfkritiker über sich ergehen lassen müssen. Diese verharmlosen und verteufeln in ihren seriös wirkenden Publikationen zugleich. So helfe eine gesunde Ernährung gegen Masern, die Krankheit sei ohnehin harmlos und garantiere nur der bösen Pharmaindustrie hohe Profite.

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Pflegesatz für Heimbewohner in Stufe III steigt auf 1612 Euro pro Monat

PflegesatzDie Sätze in der Pflegeversicherung steigen durchschnittlich um rund vier Prozent, das geht aus dem Gesetzentwurf zur Pflegereform hervor, der der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt. Demnach steigt ab dem 1. Januar 2015 in der häuslichen Pflege der Satz für die Stufe eins von 450 auf 462 Euro, in der Stufe zwei steigt er von 1100 auf 1144 und in der dritten Stufe von 1550 auf 1612 Euro. Für Heimbewohner steigt der Satz in Stufe eins von 1023 auf 1064, in Stufe zwei von 1279 auf 1330 und in Stufe drei von 1550 auf 1612 Euro. Unter anderem für diese Verbesserungen steigt der Beitragssatz in der Pflegeversicherung zum 1. Januar 2015 um 0,3 Prozentpunkte.

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Neue Entwicklungen in der Hirnschrittmacher-Therapie könnten mehr Menschen mit Parkinson helfen

Welt-Parkinson-Tag 2014: In Deutschland leiden etwa 250 000 Menschen an Morbus Parkinson, die zunächst mit Medikamenten gut behandelt werden können. Eine Therapie mit Hirnschrittmachern, die Tiefe Hirnstimulation (THS), gilt seit vielen Jahren als hochwirksame Behandlung im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium, wenn sich die motorischen Symptome der Parkinsonkrankheit mit Medikamenten nicht mehr kontrollieren lassen. Mit den positiven Ergebnissen der EARLYSTIM-Studie 2013 zeichnet sich eine Erweiterung des therapeutischen Zeitfensters für den Einsatz der THS ab. Experten setzen die THS seither schon bei jüngeren Patienten ein und verbessern so die Lebensqualität um bis zu 26 Prozent.


Betroffene könnten aber noch mehr von der THS profitieren, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April 2014. Derzeit testen Düsseldorfer Forscher neue Stimulationsverfahren, die die Parkinson-Therapie weiter verbessern könnten.

Morbus Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie tritt vor allem ab dem 50sten Lebensjahr auf und äußert sich durch Bewegungsstörungen, bedingt durch zittrige oder steife Muskeln. Um diese Symptome zu lindern, setzten Spezialisten in Deutschland im vergangenen Jahr rund 800 Parkinsonerkrankten feine Elektroden in einen bestimmten Gehirnabschnitt ein. Über eine Fernbedienung wird ein Schrittmacher programmiert und aktiviert, der unter dem Schlüsselbein sitzt und die Elektroden mit Strom versorgt. „Die Elektroden geben auf diese Weise schwache Stromimpulse an umliegende Nervenzellen ab, was die unkontrollierten Bewegungen vermindert und zu einer besseren Beweglichkeit führt“, so der Düsseldorfer Parkinson-Experte Professor Dr. med. Alfons Schnitzler, Vizepräsident der DGKN.

Während Parkinson-Patienten bis vor kurzer Zeit einen solchen Hirnschrittmacher erst nach etwa zwölf Jahren Krankheitsdauer erhielten, setzen Ärzte ihn heute in bestimmten Fällen bereits nach durchschnittlich sechs Jahren ein – mit guten Erfolgen. So lindert die Tiefe Hirnstimulation Symptome bei diesen jüngeren Betroffenen stärker als eine optimierte medikamentöse Behandlung und verbessert somit die Lebensqualität. „Erstaunlicherweise führt die THS in dieser Patientengruppe nicht nur zur Verbesserung der motorischen Symptome – die Patienten schätzen auch ihre kognitive Leistungsfähigkeit als verbessert ein“, sagt Professor Schnitzler, Leiter der Abteilung Bewegungsstörungen und Neuromodulation der Neurologischen Klinik an der Uniklinik Düsseldorf. „Leider kommen Parkinson-Patienten häufig gar nicht zum Spezialisten, um eine Hirnschrittmacher-Therapie für sich zu erörtern“, sagt der DGKN-Experte, „oder sie stellen sich zu spät vor, wenn sich ihre Lebensqualität bereits unwiderruflich verschlechtert hat.“

Um die THS noch weiter zu verbessern, erforscht das Düsseldorfer Team um Schnitzler in Kooperation mit anderen Arbeitsgruppen neue Stimulationstechniken, die durch technische Weiterentwicklungen möglich geworden sind. „Wir gehen davon aus, dass beispielsweise durch kürzere Impulszeiten bessere Ergebnisse erzielt werden können“, sagt Schnitzler. Derzeit wird auch ein neues Hirnschrittmacher-Modell getestet, das die elektrischen Impulse an die Gehirnaktivität anpassen soll. „Der erweiterte Stimulator gibt nicht nur Impulse an das Gehirn, er misst auch die Nervenzell-Aktivität“, erklärt der Neurologe und Neurophysiologe Schnitzler. Ziel ist die Entwicklung eines adaptiven Hirnschrittmachers, der die Stimulation dynamisch an die Eigenaktivität der krankhaften Nervenzellen anpasst – bisher ist eine gleichmäßige Dauerstimulation üblich.

Weltweit testen mehrere Zentren die neue Technik. „Die meisten davon befinden sich in Deutschland, etwa in Düsseldorf, Würzburg, Köln, München und Berlin. „Bei der Weiterentwicklung der THS ist Deutschland führend“, sagt der DGKN-Experte Schnitzler. „Wir möchten alle Parkinson-Patienten dazu ermuntern, sich früher von spezialisierten Neurologen untersuchen zu lassen, um zu prüfen, ob eine Tiefe Hirnstimulation für sie in Frage kommt.

Quellen:
*Welter et al. “Optimal target localization for subthalamic stimulation in patients with Parkinson disease” Neurology published online March 19, 2014
*Little et al. „Adaptive Deep Brain Stimulation in Advanced Parkinson Disease” ANN NEUROL 2013;74:449–457
*Hirschmann et al. “A direct relationship between oscillatory subthalamic nucleus–cortex coupling and rest tremor in Parkinson’s disease” Brain, October 22, 2013 A, doi:10.1093/brain/awt271

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