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Regional

Stadt Dortmund Infos:Umfragebericht zur Nachfragesituation auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt

So vielfältig die Lebensstile und Haushalte in der Stadt sind, so differenziert gestaltet sich auch die Nachfrage nach Wohnraum. In Zeiten angespannter Wohnungsmärkte, Mietpreissteigerungen und hohen Baukosten sollten sich Wohnungsneubau und Bestandsentwicklung auf differenzierte Ansprüche der Nachfragegruppen einstellen. Das wird im Umfragebricht zur Situation auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt deutlich, den eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung nun vorlegt.

Trend zur Eigentumsbildung setzt sich fort
Neue Nachfragemuster bzgl. Wohnungsgröße, Wohnungstyp, Kosten und Lagekriterien werden durch die im Frühjahr 2017 von der Dortmunder Statistik durchgeführte Bürgerumfrage ebenso offenkundig wie die Bestätigung klassischer Wohnwünsche. Mieterinnen und Mieter wünschen sich bezahlbare Wohnungen; besonders im Alter spielen geringe Kosten eine immense Rolle. Gut gelegen, günstig, barrierefrei und energieverbrauchsarm sind insgesamt die wichtigsten Kriterien bei der Wohnungssuche. Daneben hält der Trend zur vermehrten Eigentumsbildung an, was besonders im unteren und mittleren Preissegment zu Anspannungen auf dem Wohneigentumsmarkt führt. Die gute Rücklaufquote von 35 % bestätigt das Interesse der Dortmunder Bevölkerung am Befragungsthema und dessen gesellschaftliche Bedeutung.

Umfrage inhaltlich breit aufgestellt
Ergänzt werden die Ergebnisse der schriftlichen Befragung von Dortmunderinnen und Dortmundern durch Interviews mit Wohnungsmarktakteuren, Vertreterinnen und Vertretern besonderer Nachfragegruppen (Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen, Transferleistungsempfängerinnen und -empfänger, Flüchtlinge, wohnungslose Personen, Gruppenwohnprojekte, Studierende und High Potentials). Weiterhin wurden fachlich berührte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung beteiligt. Die Anregungen reichen von der Steuerung des Verhältnisses von Einfamilienhaus- und Geschosswohnungsbau in Baugebieten bis hin zur Gewährleistung der Nahversorgung in Wohnquartieren. Die Vermeidung von Segregationsprozessen in der Stadt und die Durchsetzung der sogenannten 25 %-Regelung für geförderten Wohnungsbau in Baugebieten sind ebenso zu berücksichtigen wie die Ausweitung des Unterstützungsangebotes seitens der Stadtverwaltung für Mieterinnen und Mieter, Bauwillige, Investorinnen und Investoren.

Das Dortmunder Planungsbüro StadtRaumKonzept führte die o.g. Interviews durch, organisierte und moderierte einen dialogorientierten Workshop für Experten und Verwaltung. So konnte insbesondere zielgruppenspezifisch nachgehakt werden, welche Hinweise und Stellschrauben (neben den oben genannten) sich für die Stadt- und Wohnbauflächenentwicklung sowie für den Wohnungsmarkt ergeben:

-        Attraktive Angebote für Familien (Konkurrenz Umland) weiterhin ausbauen

-        Wohnprojekte weiterhin unterstützen

-        Angebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf zum selbstbestimmten Wohnen ausbauen

-        Unterstützungsangebote für Wohnungslose bedarfsgerecht ausweiten

-        Angebot an barrierefreien Wohnraum ausweiten

Der Umfragebericht wird auf der Homepage der Stadt Dortmund zum Download bereitgestellt.

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Stadt Dortmund Infos:Sachstandsbericht zum Forschungsprojekt DoNaPart

Der Verwaltungsvorstand hat in seiner heutigen Sitzung den Sachstandsbericht der Koordinierungsstelle „nordwärts" zum Forschungsprojekt DoNaPart (Dortmund. Nachhaltigkeit. Partizipation) zur Kenntnis genommen und die Weiterleitung der Vorlage an die politischen Gremien veranlasst.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt DoNaPart („nordwärts"-Projektnummer 884) knüpft an bereits angelaufene Veränderungs- und Entwicklungsprozesse in den Dortmunder Stadtteilen Westerfilde und Bodelschwingh an und möchte Erkenntnisse darüber gewinnen, wie durch Mitbestimmung und Mitgestaltung die Lebensqualität und das Empowerment (selbstbestimmter Einsatz für das Wohlergehen, z. B. eines Quartiers) von Bewohner/-innen gesteigert werden kann. Erprobt wird dies anhand von Aktionen zum Mitmachen in den Lebensbereichen Energie, Konsum und Mobilität.

Das Projekt hat im Frühjahr 2017 gemeinsam mit dem Quartiersmanagement sowie einem Aktionsbüro des Jobcenters ein ehemaliges Ladenlokal auf der Westerfilder Straße 23, heute Quartiersbüro, bezogen. Hier finden wöchentliche Sprechstunden, projektbezogene Besprechungen und Stammtische sowie auch Abendveranstaltungen (z. B. Filmvorführungen) statt.

Neben dem Aufbau des Quartiersbüros hatten die Bewohner/-innen im Jahr 2017 einige Möglichkeiten zum aktiven Mitmachen und Mitgestalten. So konnte auf dem Westerfilder Sommerfest u. a. ein Lastenfahrrad in einem Parcours getestet und Seedbombs (selbst gerollte Erdkugeln mit Blumensamen) gebaut werden. Dank der Mitwirkung von Quartiersbewohner/-innen jeder Altersgruppe sind zudem die Pflanzkübel auf dem Westerfilder Marktplatz neu bemalt und bepflanzt worden. Zwei Wochen später gab es einen Fahrradnachmittag mit Flohmarkt, auf dem Räder verkauft werden konnten, sowie einer Fahrradwerkstatt, an der unter Anleitung von Experten das defekte Fahrrad eigenständig repariert werden konnte. Im Oktober fand die erste Quartierswerkstatt statt. Hier wurden Fragen wie: „Was soll sich ändern?“, „Was könnten konkrete Aktionen sein“ und „Was sind die nächsten Schritte?“ diskutiert.

Aufbauend auf den gesammelten Erfahrungen, Erkenntnissen und Stimmungen im Quartier wird es im Jahr 2018 neun Mitmachmaßnahmen geben. Hierzu zählt zum Beispiel ein „Carrot Mob“: An einem bestimmten Tag soll von möglichst vielen Menschen in einer vorab bestimmten Einrichtung (z. B. Kiosk) eingekauft werden. Der Besitzer verpflichtet sich einen Anteil der erzielten Mehreinnahmen in energieeinsparende Maßnahmen zu investieren. Mit lokalen Akteuren wird erneut die Fahrradwerkstatt angeboten, in der Bewohner/-innen Fahrräder reparieren können. Eine Plattform zum Tauschen und Teilen, auf der z. B. Bücher, Lebensmittel oder auch Werkzeuge zwischen Quartiersbewohnern getauscht werden können ist in Planung. Verschiedene Pflanzaktionen sollen das Quartier in kleine grüne Oasen verwandeln. Alle Bewohner/-innen, Akteure sowie neue Mitstreiter sind eingeladen mitzumachen.

Im ganzen Projekt wird laufend analysiert, ob und wie sich die verschiedenen Angebote und Formate auf Beteiligungsprozesse- und verfahren auswirken. Ein weiterer Projektschwerpunkt zielt auf die Stärkung des „Empowerments“ der Menschen vor Ort ab.

Zum Hintergrund
Die Koordinierungsstelle „nordwärts" hat in dem Projekt die Aufgabe, die Ansprache und Einbindung der Menschen vor Ort sowie der Akteure aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft zu koordinieren. Die durch das Projekt DoNaPart gewonnenen Erkenntnisse fließen sowohl in die Weiterentwicklung und Qualifizierung der Beteiligungsformate des Projektes „nordwärts" als auch in zukünftige gesamtstädtische Beteiligungsprozesse ein. Dortmund steht damit Modell für die Entwicklung von Empfehlungen zu nachhaltigen Partizipationsverfahren und -strukturen, die auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene übertragbar sein sollen.

Zum Projektverbund gehören neben der Koordinierungsstelle „nordwärts" der Stadt Dortmund die Fachhochschule Dortmund (Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften), das Wuppertal Institut sowie das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) aus Dortmund. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre (11/2016-10/2019).

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Stadt Dortmund Infos:Projektträgerschaft zur Umsetzung von Investitionen im Bereich der Abwasserbeseitigung

Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Dortmund beabsichtigt gemäß Wirtschaftsplan in den kommenden Jahren die Investitionen per anno auf rd. 35 Mio. EUR zu steigern. Gegenüber der Zeit vor 2014, als die Stadtentwässerung als Abteilung des Tiefbauamtes organisiert war, ist damit mehr als eine Verdoppelung des Investitionsrahmens vorgesehen. Die Gründe liegen in erster Linie in höheren Anforderungen und sich daraus ergebende Investitionsbedarfe. In erster Linie sind dies:

- Hochwasserschutz
- Anforderung eines „Guten Ökologischen Zustandes“ für die städtischen
 Gewässer
- Reduzierung des Unterhaltungsaufwandes für Gewässer und Kanäle
- Umsetzung einer Kanalsanierungsstrategie zur Substanzerhaltung
- Kanalnetzerweiterung durch Neuerschließungen
- Überflutungsvorsorge
- Regenwasserabkopplung von der Mischwasserkanalisation
- Nachhaltige Niederschlagswasserbeseitigung

Neue Art der Abwicklung von Projekten
Insgesamt werden derzeit mehr als 300 Projekte bearbeitet. Aufgrund der begrenzten Personalressourcen soll ein Anteil der erhöhten Investitionen über eine neue Art der Projektabwicklung realisiert werden. Für die Umsetzung von Investitionen im Bereich Abwasserbeseitigung in einem Zeitraum von vier Jahren mit einem Gesamtvolumen von 20 Mio. EUR soll eine Projektträgerschaft durch Dritte erfolgen.

Aufgabe des Projektträgers wird es sein, gemäß der fachlichen Vorgaben der Stadtentwässerung Baumaßnahmen im Bereich Kanalsanierung zu planen und umzusetzen. Gegenstand der Projektträgerschaft soll neben der originären Planungsleistung auch die eigenverantwortliche Leitung, Steuerung und Überwachung der Bauleistung samt aller für die Planung und den Bau notwendigen Nebenleistungen, wie Baugrundgutachten sowie Abstimmungen mit sachberührten Dritten werden. Der Projektträger übernimmt damit alle Bauherrenfunktionen vollumfänglich bis zur Fertigstellung der Kanalbaumaßnahmen und der Übergabe in das Eigentum des Eigenbetriebs Stattentwässerung. Der Projektträger ist an das öffentliche Vergaberecht gebunden.

Vergabeverfahren steht jetzt an
Nach einer Grundsatzentscheidung des Rates im Jahre 2017 und der zwischenzeitlichen Erarbeitung der Projektstruktur soll nunmehr das Vergabeverfahren durchgeführt werden.

Mit der Entwicklung einer Konzeption, der Leistungsbeschreibung und den Vertragsbedingungen für eine solche Projektträgerschaft wird Neuland betreten. Deshalb wurde bereits die Fachkanzlei für Vergaberecht, AULINGER, Essen, mit besonderer Erfahrung im Vertrags- und Vergaberecht für komplexe Bauleistungen mit der Erarbeitung der Vergabeunterlagen beauftragt. Dies beinhaltet die anzuwendenden Kriterien für den Teilnahmewettbewerb zur Identifikation geeigneter Unternehmen, die Zuschlagskriterien sowie die Methode zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots sowie alle Vertragsbedingungen, die bei der Auftragsausführung zur Anwendung kommen sollen.

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Stadt Dortmund Infos:Kanalsanierung und Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ im Fokus: Stadtentwässerung legt Jahresabschluss 2017 vor

Der Jahresabschluss für das Jahr 2017 der Stadtentwässerung Dortmund samt Lagebericht war Thema in der heutigen Sitzung des Verwaltungsvorstandes. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 beträgt 879 Millionen Euro. Den größten Anteil an den Umsatzerlösen von insgesamt 139 Millionen Euro machen die Abwassergebühren aus. Die Aufwendungen in Höhe von 127 Millionen Euro wurden maßgeblich durch Beiträge an die Abwasserwirtschaftsverbände, Zinsen, Abschreibungen und Personalaufwendungen bestimmt.

Das Vermögen der Stadtentwässerung ist zu 97,9 Prozent langfristig gebunden. Hierzu gehören insbesondere Abwasserkanäle und Grundstücke. Die Finanzierung des Vermögens besteht zu 43,9 Prozent aus Eigenkapital, zu 53,2 Prozent aus Fremdkapital und zu 2,9 Prozent aus investiven Zuschüssen.

Investitionen in das städtische Kanalnetz
Mit einem Anlagevermögen von rund 860 Millionen Euro bildet das öffentliche Kanalnetz eine der größten Vermögensanlagen der Stadt Dortmund. Der Umfang der Investitionstätigkeiten wurde weiter ausgebaut. Von den im Jahr 2017 geplanten Investitionsauszahlungen für Entwässerungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen in Höhe von 23,7 Mio. € wurden 22,8 Mio. € verausgabt. Dies entspricht einer Quote von 96,2 %. Unter Berücksichtigung der Anlagenzugänge aus städtebaulichen Verträgen ergab sich eine Erhöhung des Anlagevermögens um 27,0 Mio. €. Gegenüber den Vorjahren vor Gründung des Eigenbetriebes konnten die Investitionen seit Gründung des Eigenbetriebes damit deutlich erhöht werden. Somit ist die Zielgröße einer maßgeblichen Erhöhung der Investitionen mit Gründung des Eigenbetriebes im Jahre 2014 weiterhin erreicht. Schwerpunkt der Investitionen bilden Maßnahmen zur Kanalsanierung und damit zur Sicherung der Substanz des bestehenden Kanalnetzes von rund 2000 Kilometern Länge.

Zukunftsinitiative Wasser in der Stadt von morgen        
Die Abkehr vom alleinigen Fokus der schnellen Ableitung von Abwasser zu Maßnahmen mit Mehrfachnutzen wird vorangetrieben. Maßnahmen zur integralen Wasserwirtschaft stärken die Widerstandfähigkeit der Stadt gegenüber den Auswirkungen von Starkregenereignissen, schaffen neue Aufenthalts- und Naherholungsqualitäten, vernetzen Grünflächen und Wasserkorridore und verbessern das Kleinklima z. B. durch höhere Verdunstungsraten. Die Abkopplung des Erlenbaches vom Mischwasserkanalnetz und seine Einleitung in die bereits naturnah umgestaltete Emscher in Schüren ist eine Maßnahme aus dem Jahr 2017.

Gemeinsam mit anderen Städten der Emscher Region wurde eine Arbeitshilfe zur Wassersensibilität in Bebauungsplänen erarbeitet. Ziel der Arbeitshilfe ist es, die an den kommunalen Planverfahren Beteiligten für die wassersensible Stadtentwicklung zu sensibilisieren und diese nachhaltig im Planungsalltag zu verankern. Hierzu soll dieses Aufgabenfeld möglichst frühzeitig im Planverfahren Beachtung finden. Die Sachbearbeiter in der verbindlichen Bauleitplanung sowie die wasserwirtschaftlichen Fachplaner erhalten durch die Arbeitshilfe eine Unterstützung für die Bearbeitung der wasserwirtschaftlichen Themen im Rahmen der Aufstellung von Bebauungsplänen.

Umgang mit Starkregenereignissen
Die Handlungsstrategie für den Umgang mit Starkregenereignissen der Stadt Dortmund wurde weiter verfolgt. Aufbauend auf der vorliegenden stadtweiten Fließwegeanalyse begann die Erarbeitung einer Oberflächenabflusssimulation für das gesamte Stadtgebiet.

Der von der Stadtentwässerung geleitete städtische Arbeitskreis Überflutungsvorsorge hat sich in seinen Sitzungen intensiv mit der Berücksichtigung der Überflutungsvorsorge bei städtischen Bauprojekten sowie bei der Aufstellung neuer Bebauungspläne befasst.

Auch in bereits bebauten Gebieten hat die Stadtentwässerung strukturiert vorhandene städtische Frei- und Brachflächen hinsichtlich ihrer Nutzung zur Überflutungsvorsorge und Regenwasserbewirtschaftung überprüft. Im Pilotgebiet wurden geeignete sogenannte Klimainseln ausgewählt, für die ein Förderantrag beim Land Nordrhein-Westfalen eingereicht wurde. Bei erfolgreicher Umsetzung wird die strukturierte Prüfung sukzessive auf das Stadtgebiet ausgeweitet.

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