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Neues Center der Halbleiter-Forschung in Dresden eröffnet

Ein Leuchtturm der Halbleiterforschung mit internationaler Reichweite
entsteht in Dresden. Mit Etablierung des Centers for Advanced CMOS &
Heterointegration Saxony bündeln das Fraunhofer IPMS und das Fraunhofer
IZM-ASSID ihre Kompetenzen. Sie bieten künftig die komplette
Wertschöpfungskette in der 300 mm Mikroelektronik und damit die
Voraussetzung für Hightech-Forschung für Zukunftstechnologien.

Mit dem Fraunhofer IZM-ASSID und Fraunhofer IPMS, Bereich Center
Nanoelectronic Technologies CNT, sind zwei bundesweit einzigartige
Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Mikroelektronik in Sachsen
angesiedelt. Es sind heute die beiden einzigen deutschen Forschungszentren
für angewandte Mikroelektronikforschung, die auf Basis von 300 mm Wafer-
Industriestandard-Equipment forschen.
Mit der Bündelung der Kompetenzen und Gründung des Centers for Advanced
CMOS & Heterointegration Saxony entstehen hervorragende Perspektiven,
Halbleiter-Unternehmen und Systemanwender sowie Material- und
Anlagenhersteller weltweit anzuziehen und an Silicon Saxony zu binden. Für
Industrie- und Forschungsaufträge sind neben hervorragendem Personal und
Know-how eine Ausstattung mit einem modernen Geräte- und Anlagenpark
entscheidend.

Mit einem Investitionsvolumen von etwa 140 Mio. € in Reinraum-Anlagen ist
das Fraunhofer IPMS in Deutschland einmalig im Bereich der angewandten
Forschung auf dem modernen 300 mm Wafer-Industriestandard im Frontend der
CMOS-Herstellung positioniert. Das Fraunhofer IZM-ASSID ergänzt diese
Expertise mit innovativen Packaging- und Systemintegrations-Technologien.
Geleitet wird das Center künftig von Dr. Wenke Weinreich, Bereichsleiterin
am CNT und stellvertretende Institutsleiterin des Fraunhofer IPMS, sowie
Dr. Manuela Junghähnel, Standortleiterin am IZM-ASSID.

Investitionen für Zukunftstechnologien

»Das gemeinsame Center mit einem Reinraum von 4000 m² Größe ermöglicht
eine enge Kooperation und Verzahnung der wissenschaftlich-technischen
Kompetenzen beider Forschungseinrichtungen. Dadurch entsteht eine
herausragende R&D-Technologieplattform sowie eine Effizienzsteigerung und
Vervollständigung der Wertschöpfungskette, welche zugleich neue
Forschungsfelder eröffnet«, erklärt Dr. Manuela Junghähnel. Dr. Wenke
Weinreich fügt hinzu: »Der 300 mm Wafer-Industriestandard ist
entscheidend, denn nur so kann einerseits ein schneller Transfer von
Forschungsergebnissen in die Halbleiter-Industrie Sachsens, bundesweit und
auch weltweit gewährleistet werden. Andererseits ist dieser Waferstandard
auch Grundvoraussetzung für die Hightech-Forschung für
Zukunftstechnologien, wie Neuromorphic und Quantencomputing.«

Feierliche Eröffnung

Das Center for Advanced CMOS & Heterointegration Saxony wird heute
feierlich eröffnet. Es entsteht am Standort des Fraunhofer IPMS, An der
Bartlake 5 in Dresden, im neuen, 4000 m² großen Reinraum. Sachsens
Ministerpräsident Michael Kretschmer: »Sachsen ist einer der führenden
Mikroelektronik-Standorte in Europa. Jeder Dritte europäische Chip wird im
Freistaat produziert. Mit dem European Chips Act hat die EU die Weichen
für weitere Investitionen gestellt. Sachsen setzt auf eine enge Vernetzung
von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Das neue Fraunhofer-Center für
Halbleiter-Forschung ist einmalig in Deutschland und wird einen
entscheidenden Beitrag für Innovationen im Silicon Saxony leisten. In
Dresden findet zukünftig angewandte Mikroelektronik-Forschung mit
hochmodernen 300mm Wafern auf Weltniveau statt. Hightech-Forschung für
Zukunftstechnologien sichert Innovationskraft und Wohlstand im Freistaat.
Ich danke der Fraunhofer-Gesellschaft für ihr klares Bekenntnis zum
Standort Sachsen.«

Auch der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Reimund
Neugebauer, zeigt sich begeistert: »Das neue Center for Advanced CMOS &
Heterointegration Saxony ist ein exzellentes Beispiel für eine proaktive
Gestaltung der europäischen Entwicklung von Halbleitertechnologien und
leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung unserer technologischen
Souveränität. Durch die Zusammenführung der exzellenten wissenschaftlich-
technischen Kompetenzen bildet das Zentrum zukünftig die gesamte
Wertschöpfungskette der Halbleiter-Technologien effizient ab - von der
Forschung über die Pilotfertigung auf 300 Millimeter großen
Siliziumscheiben bis hin zur Kontaktierung und zur Endmontage.«

Für die zukünftige Weiterentwicklung der notwendigen Kompetenzen in der
Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik werden die R&D-Angebote des
Fraunhofer IZM-ASSID und Fraunhofer IPMS hinsichtlich der 300 mm
Prozesskompetenzen so gestaltet und ausgebaut, dass die lokale und
nationale Industrie von KMUs bis zu Großunternehmen (z.B. Globalfoundries,
Infineon, Bosch) von den modernsten Technologien bestmöglich profitieren
kann. Die Integrationsplattform wird darüber hinaus auch in
kundenspezifischen Projekten im Rahmen des Leistungszentrums
»Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik« und in der
Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) genutzt.

Mit einem positiven Blick auf diese Vernetzung schließt
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: »Für die Zukunft der
Mikroelektronikforschung und -technolologieentwicklung in Dresden,
Sachsen, Deutschland und Europa ist die Eröffnung des CNT ein Meilenstein.
In gemeinsamer Kraftanstrengung von Fraunhofer-Gesellschaft, Bund und
Freistaat Sachsen ist es gelungen, eine der führenden
Forschungseinrichtungen im Bereich der 300mm-Technologie nachhaltig zu
sichern. IPMS-CNT und IZM-ASSID setzen im Rahmen des Centers for Advanced
CMOS & Heterointegration auf strategische und vertiefte Zusammenarbeit. So
wird ‚Silicon Saxony‘ weiter gestärkt und wird künftig wichtige Beiträge
zur Bearbeitung der Zukunftsthemen in der Mikroelektronik leisten.«

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Über das Center Nanoelectronic Technologies

Das Center Nanoelectronic Technologies (CNT) ist ein Geschäftsbereich des
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS. Es leistet
angewandte Forschung auf 300-mm-Wafern für Mikrochip-Produzenten,
Zulieferer, Gerätehersteller und F&E-Partner. Zur Bearbeitung der
Kundenaufträge stehen auf 4000 m² Reinraumfläche der Klasse 6 und 3 (nach
ISO 14644-1) sowie Laborflächen für über 80 Prozessierungs- und
Analytiktools zur Verfügung. Der Anlagenpark umfasst unter anderem
Abscheide- und Ätzanlagen sowie Inspektions- und Analysegeräte zum
Bestimmen von Defekten und dem Messen von Schichteigenschaften.

Über das Fraunhofer IZM-ASSID

Das Fraunhofer IZM-ASSID, ein Institutsteil des Fraunhofer IZM, verfügt
über eine dem neusten Stand der Technik entsprechende 200-300 mm-
Technologielinie für die 3D-Wafer-Level-Systemintegration auf der Basis
der Kupfer-Through-Silicon-Via (Cu-TSV)-Technologie. Die Prozesslinie am
Fraunhofer IZM-ASSID ist insbesondere auf eine fertigungsnahe und
industriekompatible Entwicklung und Prozessierung (ISO 9001) ausgelegt.
Bestandteile der Linie sind Prozessmodule für die TSV-Formierung, für das
Post-TSV-Processing, das Pre-Assembly (Dünnen und Vereinzeln), die 3D
Stack Formierung. Die Konzeption der Linie erlaubt sowohl eine
anwendungsbezogene Entwicklung von Prozessen als auch die Qualifikation
und Prototypenfertigung für 3D-Wafer-Level-System System in Packages.

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Die neue Website der Bundesanstalt für Wasserbau – informativ, vielseitig und spannend

Die Website baw.de ist unsere zentrale digitale Kommunikationsplattform.
Sie erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit und wird monatlich
fast 100.000 Mal aufgerufen“, kommentierte der Leiter der Bundesanstalt
für Wasserbau (BAW), Prof. Dr.-Ing. Christoph Heinzelmann, den Start des
grundlegend überarbeiteten Internetauftritts, der am heutigen Tag online
gegangen ist. „Unser Webauftritt ist der erste Anlaufpunkt für
Informationen über die BAW. Er präsentiert unsere vielfältigen digitalen
Angebote sowie unsere umfangreichen Projekt- und Forschungsarbeiten und
richtet sich an unsere Partner in Verwaltung, Wissenschaft und Unternehmen
sowie an die interessierte Öffentlichkeit.“

Infrastruktur, Umwelt und Mobilität – diese drei Themenbereiche markieren
die wesentlichen Aufgabenschwerpunkte der BAW und kommen daher in der
neuen Struktur besonders zum Ausdruck. Anhand ausgewählter
Beispielprojekte haben Besucherinnen und Besucher der Website die
Möglichkeit, sich vertieft über die Arbeit der BAW zu informieren. Prof.
Heinzelmann ergänzt: „Durch unsere Arbeit leisten wir einen wichtigen
Beitrag dazu, dass die Wasserstraßen in Deutschland den wachsenden
verkehrlichen, technischen und ökologischen Anforderungen gerecht werden.“

Die Startseite des neuen Internetauftritts bietet Schnellzugriff auf das
große Spektrum sämtlicher Dienste und Informationsangebote der BAW. Die
interessierte Öffentlichkeit findet dort beispielsweise das IZW-
Medienarchiv mit derzeit mehr als 20.000 frei verfügbaren Bildern aus der
langen Geschichte der Bundeswasserstraßen, den BAW-Flickr-Kanal mit
aktuellen Bilddokumentationen, Erklärvideos zu wasserbaulichen Themen auf
dem BAW-YouTube-Kanal und vieles mehr. Im BAWBlog berichten Beschäftigte
der BAW direkt aus ihrem Arbeitsalltag.

Im Repositorium für den Wasserbau ‚HENRY‘ hält die BAW aktuell über 10.000
frei zugängliche wissenschaftliche Publikationen für die
Fachöffentlichkeit bereit. Spezielle Fachinformationen zu
verkehrswasserbaulichen Themen sind im BAWiki zu finden, das als
breitgefächertes Nachschlagewerk fortlaufend erweitert wird und zunehmend
an Bedeutung gewinnt, wie die Zugriffszahlen zeigen. Mit diesen und
weiteren Onlineangeboten positioniert sich die BAW als eine der
wichtigsten Fachinformationsquellen in Deutschland und Europa auf dem
Gebiet des Verkehrswasserbaus.

Originalpublikation:
www.baw.de

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Erster Kulmbacher Bierrechtstag der Universität Bayreuth

„Bier und Nachhaltigkeit – Was bringt der europäische Green Deal?“ - unter
diesem Titel laden der Lehrstuhl für Lebensmittelrecht am neuen Campus in
Kulmbach und die Forschungsstelle für Lebensmittelrecht (FLMR) der
Universität Bayreuth gemeinsam mit dem Bayerischen Brauereimuseum im
Kulmbacher Mönchshof ein, um über Nachhaltigkeitstrends in der Bierbranche
zu diskutieren. EU-, Bundes- und Landesebene werden vertreten sein, wenn
am 29. Juli 2022 Expert*innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die
Konsequenzen des Green Deal erörtern.

Es sind ehrgeizige Ziele, die die EU-Kommission im Dezember 2019
formuliert hat: Sie will in der EU „den Übergang zu einer modernen,
ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft schaffen, die bis
2050 keine Netto-Treibhausgase mehr ausstößt, ihr Wachstum von der
Ressourcennutzung abkoppelt, niemanden, weder Mensch noch Region, im Stich
lässt“. Der Aufschrei vor allem in der Automobil- und Energiewirtschaft
war groß. Doch der Green Deal berührt weit mehr Bereiche, als bislang
öffentlich diskutiert wurde. Welche Konsequenzen ergeben sich zum Beispiel
für die heimische Brauwirtschaft und die damit zusammenhängende
Landwirtschaft, die Industrie und den Handel? Dem wird sich erstmals eine
Tagung widmen, die jetzt auf Initiative der Universität Bayreuth etabliert
und vom Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. veranstaltet wird: der 1.
Kulmbacher Bierrechtstag.

„Der Brausektor ist essenziell für Oberfranken, Bayern, Deutschland und
Europa. Um ihn in seiner Vielfalt nachhaltig und zukunftsfest zu machen,
brauchen wir einen intelligenten Rechtsrahmen. Daran wollen wir beim
ersten Kulmbacher Bierrechtstag arbeiten“, sagt Prof. Dr. Kai Purnhagen,
Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelrecht und Direktor der
Forschungsstelle für Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth (FLMR).
Diese Tagung ist die erste ihrer Art, die sich speziell mit rechtlichen
und politischen Fragen des Brausektors beschäftigt und dabei die gesamte
Wertschöpfungskette in den Blick nimmt: Anbau, Verarbeitung, Brauen,
Vertrieb, Handel und Konsum spielen bei der Tagung gleichermaßen eine
Rolle. In Kulmbach erhalten Akteur*innen aus Politik und Verwaltung die
Chance, aktuelle Initiativen bekannt zu machen und mit der Praxis zu
diskutieren. Diese wiederum erhält die Chance, sich mit der Wissenschaft
zu vernetzen und so Innovationen auf den Weg zu bringen. „Wir freuen uns
sehr, dass wir den 1. Kulmbacher Bierrechtstag zusammen mit dem neuen
Campus in Kulmbach der Universität Bayreuth bei uns im Bayerischen
Brauereimuseum durchführen werden. Wir sehen uns einerseits der Tradition
der Brau- und Bierkultur verpflichtet, beschäftigen uns andererseits auch
mit deren Fortschreibung: ohne Tradition keine Innovation“, betont Dr.
Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V.,
dessen Zweck in der Bewahrung und Pflege der Lebensmittelkultur besteht.

Über das Programm:
Am Vormittag stehen Beiträge des Bayerischen Brauerbunds e. V., des
Bundeslandwirtschaftsministeriums, verschiedener bayerischer Ministerien
und des Europaparlaments auf dem Programm. Die neuen Ziele und
Regulierungsinstrumente werden von Forschenden der Universität Bayreuth
wissenschaftlich bewertet. Am Nachmittag kommt die Praxis zu Wort:
Vertreter*innen von Brauereien, Brautechnikunternehmen und Handel
präsentieren Best Practices, z.B. wie Nachhaltigkeit in Brauereien
gefördert und gemessen werden kann. Eine Paneldiskussion zum Thema „Bier
und Nachhaltigkeit - wo wollen wir hin?“ rundet den Tag ab.

Über die Veranstalter:
Die Tagung geht zurück auf eine Idee des Lehrstuhls für Lebensmittelrecht
an der neuen Fakultät für Lebenswissenschaften: Ernährung, Lebensmittel
und Gesundheit der Universität Bayreuth in Kulmbach. Hier werden
naturwissenschaftliche Perspektiven, methodische Revolutionen in den
Biowissenschaften und moderne Konzepte der Wirtschafts-, Rechts-, Sozial-
und Verhaltenswissenschaften auf völlig neue Art verknüpft. Zu diesem
deutschlandweit einzigartigen Ansatz gehört es auch, sich nicht nur für
einzelne Forschungsprojekte Partner*innen außerhalb des
Wissenschaftsbetriebs zu suchen. Diese finden die Mitglieder der neuen
Fakultät direkt vor der Haustür: eine Mischung aus Mittelstand und Global
Player der Lebensmittelindustrie, aus Tradition und Innovation. Die
Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht (FLMR)
der Universität Bayreuth, deren Direktor Prof. Dr. Kai Purnhagen, Inhaber
des Lehrstuhls für Lebensmittelrecht ist, unterstützt die Tagung
wissenschaftlich. Der Museen im Mönchshof e.V. mit dem Bayerischen
Brauereimuseum veranstaltet den 1. Kulmbacher Bierrechtstag.

Über den Ort:
Der Mönchshof gilt als kulturhistorisches Schaufenster des
Lebensmittelstandorts Kulmbach. Er beherbergt unter anderem das Bayerische
Brauereimuseum, das Bayerische Bäckereimuseum und das Deutsche
Gewürzmuseum sowie ein den Museen angeschlossenes museumspädagogisches
Zentrum. Mit über 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist das
Bayerische Brauereimuseum eines der größten Spezialmuseen rund um Bier.
Die herausragende Bedeutung des „flüssigen Goldes“ in Bayern, Franken und
insbesondere Oberfranken wird dort aus gesellschaftlicher,
wirtschaftlicher und historischer Sicht ebenso dargestellt wie das
Handwerk des Bierbrauens. Wertvolle Exponate wie alte Bierkrüge, Sudhäuser
und bibliophile Kleinode finden sich hier, unter anderem eine rund 3.000
Jahre alte Bieramphore aus einem Hügelgrab bei Kasendorf im Landkreis
Kulmbach, die als ältestes Indiz für das Bierbrauen in Deutschland gilt.

Partner:
Der Bayerische Brauerbund e.V., die BRAUWELT und das Cluster Ernährung am
Kompetenzzentrum für Ernährung KErn sind Partner des 1. Kulmbacher
Bierrechtstags. Unterstützt wird die Tagung von der Kulmbacher Brauerei
AG.

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Trading und Investieren – Gibt es einen Unterschied?

Trading und Investieren  Symbolbild Quelle pixabay
Trading und Investieren Symbolbild Quelle pixabay

Im allgemeinen Sprachgebrauch verschmelzen die Begriffe Trading und Investieren sehr häufig. Vielen Menschen – auch Anlegern selbst – fällt die Unterscheidung zwischen Trading und Investieren schwer. Im Grunde dient beides dazu, durch den Handel mit Vermögenswerten Rendite zu erwirtschaften. Dennoch sind die beiden Handelsarten nicht als Synonyme zu verstehen. Dieser Artikel soll die Unterschiede herausarbeiten.

 

Unterschiede zwischen Trading und Investieren

 

Beide Handelsarten ermöglichen Anleger den Zugang zu verschiedenen Finanzmärkten, also zum Aktienmarkt, zur Krypto Börse, zum Forex Markt und vielen mehr. Dennoch gibt es maßgebliche Unterschiede, so dass es an dieser Stelle schon mit den Gemeinsamkeiten vorbei ist.

 

Anlagehorizont

 

Investoren, die an der Börse Aktien & Co kaufen, verfolgen in der Regel mit einem längeren Anlagehorizont. Ziel ist es dabei, langfristig Gewinne zu machen. Investitionen dieser Art dienen häufig der Altersvorsorge oder auch dem Sparen für den Nachwuchs. Häufig nehmen Investoren sogar große Wertverluste hin – stets in der Hoffnung, dass die Rechnung durch den langen Anlagehorizont dennoch aufgehen wird.

Beim Trading sieht das anders aus, denn es beschreibt einen äußerst aktiven und frequenten Handelsstil, bei dem es darum geht, die Schwankungen der Börse optimal auszunutzen. Andre Witzel, ein erfahrener Trader, hat vor einigen Jahren seinen Blog „Trading für Anfänger“ ins Leben gerufen. Dort erklärt er Einsteigern nicht nur alles, was sie über Märkte, Trading Strategien und Chart Analysen wissen müssen, sondern fängt bei den Basics an: Was genau Trading ist, fasst er unter folgendem Link verständlich zusammen: http://Trading-fuer-anfaenger.de.

 

Trading Grundlagen

 

Das Traden ist vor allem für Anleger interessant, die auf kurze oder auf mittelfristige Sicht Gewinne an der Börse machen möchten. Ziel dieser kurzfristiger angelegten Investitionen ist es, Gewinne aus vorübergehenden Kursschwankungen abzugreifen – dabei kann es sich um Zeitspannen von Tagen, Stunden, Minuten oder sogar nur Sekunden handeln. Der Vorteil?

Trader profitieren nicht nur von steigenden Kursen, sondern können sich auch Abschwünge zunutze machen. Während Anleger mit langer Laufzeit Wertverluste „aussitzen“ müssen, um Verluste nicht zu realisieren, dienen drohende Verluste für Trader eher als Indikator: Es wird Zeit, aus einem Trade auszusteigen. Verkauft ein Anleger bei fallenden Kurswerten, spricht man vom Short Selling – einem sogenannten Leerverkauf.

 

Diese Trading Stile gibt es

 

Auch Trading ist nicht gleich Trading. Es gibt unterschiedliche Trading Stile, die sich deutlich vom klassischen Investieren unterscheiden. Sie alle gehören zu Trading. Daytrading bezeichnet eine Handelsart, bei der Positionen innerhalb eines Börsentages gekauft und wieder abgestoßen werden. Beim Swing-Trading passen Trader ihre positionsindividuelle Strategie an die Preisbewegungen an – Trades können dabei nur Stunden, aber auch über Tage oder Wochen hinweg gehalten werden.

Die kurzfristigste Form des Tradens nennt man Scalping. Auf Deutsch bedeutet Scalping so viel wie „kleinste Gewinne machen“. Hierbei nehmen Trader kleinste Kursbewegungen mit, um bei möglichst vielen Positionen Rendite zu erwirtschaften. In der Summe können so über den Tag hinweg stattliche Beträge eingenommen werden. Scalper verkaufen ihre Trades in der Regel spätestens nach ein paar Stunden. In vielen Fällen erfolgt der Verkauf nur Minuten oder Sekunden nach dem Kauf.

 

In Märkte investieren oder Märkte handeln?

 

Handelsstile unterscheiden sich. Letztlich ist es wichtig, dass der Stil zum Anleger passt. Personen, die Risiko scheuen und sorgenvoll an die Zukunft denken, sind mit langfristigen Investitionen besser beraten als Anleger, die im Hier und Jetzt von ihrem Kapital profitieren möchten. Je nachdem, welchem Handelsstil man nachgeht, ist es wichtig, am passenden Markt zu investieren.

 

Gute Märkte für Investitionen

 

Investoren, die langfristig investieren möchten, setzen gerne auf Edelmetalle oder Aktien etablierter Unternehmen. Diese konnten meist schon in der Vergangenheit durch ein langsames, aber stetes Wachstum überzeugen und gelten daher als „sichere Pferde“. Weil bei langfristigen Investitionen der Sicherheitsfaktor oft eine große Rolle spielt, entschließen sich viele Anleger dazu, ETFs zu kaufen. Die börsengehandelten Fonds bieten eine starke Diversifikation, bilden einen gesamten Index ab und gelten als besonders risikoarm.

 

Gute Märkte zum Traden

 

Tradern stehen fast alle Märkte offen. Investitionen, die sich erst über eine lange Laufzeit auszahlen, eignen sich allerdings weniger. Trader bevorzugen volatile Aktien, Kryptowährungen, Devisen auf dem FX-Markt oder den Handel mit Derivaten wie Optionen, CFDs oder Zertifikaten.

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