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Für ein starkes Europa: Neues Direktorium des Center for Applied European Studies (CAES) gewählt

Frankfurt UAS würdigt Verdienste von Michel Friedman beim Aufbau des
Centers

Frankfurt ist eine europäische Hauptstadt; sie liegt im Herzen Europas und
beheimatet neben ihrer internationalen Bevölkerung auch zahlreiche
europäische Institutionen, allen voran die Europäische Zentralbank. Mit
dem interdisziplinär forschenden Center for Applied European Studies
(CAES) macht die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS)
deutlich, dass sie anwendungsorientierte Beiträge aus der Wissenschaft und
Antworten auf europäische Fragen liefern will – gerade in der aktuellen
Situation, in der ein mutiges und einheitliches Handeln der Europäischen
Union gefragt ist, um einen Krieg auf europäischem Boden zu stoppen. Das
CAES hat ein neues Direktorium gewählt. Prof. Dr. Barbara Lämmlein,
Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere
Schlüsselkompetenzen, Data Literacy und empirische Methoden sowie
Studiendekanin des Fachbereichs Wirtschaft und Recht, folgt als
Geschäftsführende Direktorin auf Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, der die
Funktion sechs Jahre innehatte. Sie wurde für eine Amtszeit von drei
Jahren gewählt. Die Stellvertretung übernimmt Prof. Dr.-Ing. René Thiele,
Vizepräsident für Studium und Lehre der Frankfurt UAS. Weitere
Direktoriumsmitglieder sind Prof. Dr. Susanne Koch, Professorin für
Betriebswirtschaftslehre und Logistik und Geschäftsführende Direktorin des
Zentrums für Persönlichkeitsentwicklung und Gesellschaftliche
Verantwortung (ZPG) sowie Prof. Dr. Carola Berneiser, Professorin mit dem
Schwerpunkt Familienrecht/ Kinder- und Jugendhilferecht/Kinderschutz und
Studiendekanin am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit.

Verfechter des demokratischen Europas
Mit den Worten „Mut für mehr Europa“ und „Europa ist Zukunft, mehr Europa
ist mehr Zukunft“ eröffnete Prof. Dr. Dr. Michel Friedman als
Geschäftsführender Direktor das CAES an der Frankfurt UAS im Juni 2016.
„Es war eine Herzensangelegenheit der Frankfurt UAS, sich in Europafragen
zu positionieren. Im Namen unserer Hochschule geht mein außerordentlicher
Dank an Michel Friedman für seine exzellente Arbeit im strategischen
Aufbau des Centers und für sein Engagement für Europa. Friedman war als
Gründungsdirektor des CAES ein enormer Gewinn für unsere Hochschule. Er
hat es in den vergangenen sechs Jahren geschafft, diese Hochschule mit dem
Aufbau des CAES als Aushängeschild und Ansprechpartnerin für angewandtes
Wissen und die Wissenschaft rund um Europa zu etablieren. In seiner Zeit
an der Frankfurt UAS bestach Friedman nicht nur als extrem wortgewandter
Moderator und kritischer und für die Sache provokativer Diskussionspartner
bei Veranstaltungen, sondern beeindruckte durch die Etablierung
weitreichender Formate für Studierende und die breite Öffentlichkeit vor
allem als unermüdlicher Kämpfer für das europäische Wertesystem, wobei es
ihm ein besonders Anliegen war, gerade junge Menschen von der enormen
Wichtigkeit zu überzeugen, für diese Werte einzustehen und sie nicht als
selbstverständlich hinzunehmen. Michel Friedman ist und bleibt für mich
ein Vorbild, wie vehement man sich für die Demokratie Europas einsetzen
muss – höchst aktuell, gerade in diesen Zeiten“, erklärt Prof. Dr. Frank
E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. Dievernichs Dank richtet
sich ebenso an Prof. Dr. Martina Klärle, ehemalige Vizepräsidentin für
Forschung, Weiterbildung und Transfer, die als Präsidentin an die Duale
Hochschule Baden-Württemberg (DBWH) gewechselt ist, sowie an Prof. Dr.
Ulrich Schrader, die zuvor im Direktorium tätig waren.

Joschka Fischer, Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik
Deutschland a.D., sprach sich in seiner Festrede zur Eröffnung des
Zentrums dafür aus, „das undenkbare [zu] denken – Europas Zukunft!“. Somit
hatte Friedman bereits bei der Eröffnung des Centers mit Fischer eine
bedeutende Persönlichkeit in Europaangelegenheiten als Festredner
gewonnen. Fast sechs Jahre später zählt das Europazentrum Gespräche und
Diskussionen mit über 100 renommierten Expertinnen und Experten in 35
Veranstaltungen. Die drei Formate „Think Europe – Europe thinks“,
„EUROPA2030 – Visionen und Wirklichkeiten“ und wissenschaftliche Symposien
für die breite Öffentlichkeit, Studierende sowie die Schülerschaft haben
sich bewährt. Zudem fanden 16 Kooperations- und Vernetzungsveranstaltungen
statt. Des Weiteren wurden sechs Bände der CAES-Schriftenreihe
veröffentlicht sowie eine Publikation durch das CAES fachlich begleitet.
Zu den zahlreichen hochrangigen Gästen gehörten unter anderem die
ehemalige Bundesjustizministerin und jetzige Verteidigungsministerin
Christine Lambrecht, Außenminister a.D. Sigmar Gabriel, der ehemalige
Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble, Prof. Dr. Dres. h.c. Angelika
Nußberger, Juristin und ehemalige Richterin am Europäischen Gerichtshof
für Menschenrechte und Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck, der zu den
Auswirkungen des Coronavirus auf Europa sprach.

Ausblick: So soll sich das CAES in den kommenden Jahren fokussieren
Mit der neuen Geschäftsführenden Direktorin Prof. Dr. Barbara Lämmlein
gewinnt das CAES eine forschungsstarke Persönlichkeit, deren Herz ebenso
für die Sache schlägt. „Den Aspekt der anwendungsorientierten Forschung
für die europäischen Themen und Werte noch stärker in den Fokus zu rücken,
ist ein Anliegen von Barbara Lämmlein für ihre nun beginnende Amtszeit als
Kopf des CAES“, so Dievernich.

Prof. Dr. Barbara Lämmlein, die bereits zuvor als Direktoriumsmitglied das
CAES mitgetragen sowie unter dem Dach des CAES eigene Forschung betrieben
hat, ergänzt: „Europa steht für mich vor allem für Vielfalt,
Entwicklungsmöglichkeiten und Demokratie. Ich freue mich auch besonders
darauf, unseren Studierenden verschiedene Facetten des wichtigen Themas
Europa näherzubringen.“ Die Kooperation mit Unternehmen, Verbänden,
Behörden und Hochschulen im In- und Ausland wird weiterhin durch
gemeinsame fachbereichsübergreifende Formate getragen. Darüber hinaus soll
die interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit des Zentrums nachhaltig
ausgebaut werden. Auch künftig wird sich das CAES mit der regelmäßigen
Durchführung von Veranstaltungen wie Vortragsreihen und Symposien sowie
Veröffentlichungen von Forschungs- und Diskussionsergebnissen an die
Öffentlichkeit wenden. Verstärkt sollen Studierende, Mitarbeitende sowie
Professorinnen und Professoren unter anderem durch den Ausbau von
Weiterbildungsangeboten und Ringvorlesungen in die Aktivitäten des
Zentrums eingebunden werden. Im Zentrum aller Formate stehen der Austausch
und Diskurs von kulturellen, ökonomischen, politischen und
wissenschaftlichen Perspektiven, welche die Begleitung des Themas Europa
sowie die Entwicklung anwendungsorientierter Lösungsvorschläge für
europäische Fragestellungen und Herausforderungen fördern.

Für Frieden, Demokratie und Solidarität in Europa
Anlässlich der Geschehnisse im Russland-Ukraine-Konflikt hat sich das
neugewählte Direktorium des CAES bereits am 1. März 2022 wie folgt
geäußert: „Die Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt der letzten Woche
ist besorgniserregend und schockierend. […] Dies stellt nicht nur einen
klaren Völkerrechtsbruch dar, sondern auch die Ambiguität zweier Welten
auf dem europäischen Kontinent – Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im
Gegensatz zu Gewalt und Autokratie. […]“ (das komplette Statement sowie
ein weiteres zur Meinungs-, Presse- und
Informationsfreiheit/Demonstrationsrecht unter: <www.frankfurt-
university.de/caes-ukraine>)

Weitere Informationen zum Direktorium unter: <https://www.frankfurt-
university.de/de/hochschule/zentren-und-institute/caes/unser-
profil/direktorium/
>; mehr zur Forschung: <https://www.frankfurt-
university.de/de/hochschule/zentren-und-
institute/caes/forschungsprojekte/
>.

Das Center for Applied European Studies (CAES):
Das interdisziplinär forschende Center for Applied European Studies
begleitet das Thema Europa wissenschaftlich und entwickelt
anwendungsorientierte Lösungsvorschläge für europäische Fragen und
Herausforderungen. Neben Forschungsprojekten und der Errichtung von Think
Tanks sollen anwendungsorientierte Bildungs-, Fort- und
Weiterbildungsmodule entwickelt werden. Um die „Erfindung“ Europas und
seiner Zukunft in einer öffentlichen Debatte zu ermöglichen, bietet das im
Juni 2016 an der Frankfurt University of Applied Sciences eröffnete
„Center for Applied European Studies“ Symposien, Vorträge und öffentliche
Veranstaltungen an. Die Veröffentlichung relevanter Forschungs- und
Diskussionsergebnisse ist ein weiteres wichtiges Ziel. Im Vordergrund der
Arbeit steht die Interdisziplinarität der Projekte. Durch den Austausch
der unterschiedlichen Fachbereiche der Frankfurt University of Applied
Sciences und einem internationalen Austausch werden neue Konzepte
entwickelt. Auch der Austausch von kulturellen, ökonomischen, politischen
und wissenschaftlichen Perspektiven soll weitere Erkenntnisse
hervorbringen und zur Diskussion stellen.
<www.frankfurt-university.de/caes>

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Vom Studium im Shutdown zum NextNormal

n der finalen Folge der europäischen Podcastreihe der DHBW Karlsruhe
„NextNormal“ ziehen Studierende Bilanz und wagen einen Blick in die
Zukunft.

Seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland kommen Studierende in den
Podcastformaten „NextNormal“ und “Studium im Shutdown” zu Wort und werden
zu ihren Studienerfahrungen während des Corona-Shutdowns befragt (studium-
im-shutdown.de, next-normal.eu).
Gemeinsam mit Studierenden aus verschiedenen Hochschulen, Studiengängen
und europäischen Ländern diskutierte die Arbeitsgruppe NextEducation der
DHBW Karlsruhe, wie sie die jetzige Situation als Studierende erfahren,
was für die Zukunft der Hochschulbildung gelernt und mitgenommen werden
kann und welche Visionen für ein ideales Studium der Zukunft sich daraus
entwickeln lassen. In einer finalen Folge der europäischen Podcastreihe
„NextNormal – WeStudyAtHome“ ziehen Studierende aus Deutschland nun Bilanz
– und diskutieren, was sich für die Zukunft der Hochschulen ändern muss
und welche Vision sie davon haben.

Studierenden wird bewusst, was gute Lehre ausmacht

Finnland, Österreich, Malta, Tschechien, Belgien, Spanien, Rumänien,
Italien, Slowenien, Niederlande – mit Unterstützung der European Students‘
Union (ESU) sprach das Podcast-Team um Laura Eigbrecht, Ulf-Daniel Ehlers
und Patricia Bonaudo mit Studierenden und Studierendenvertreter*innen aus
ganz Europa darüber, wie sie das Studium in Zeiten der Pandemie
wahrnehmen, welche Herausforderungen es gibt, aber auch darüber, welche
Visionen und Wünsche sie für die Zukunft haben. Auch Schwerpunktthemen wie
Mobilität, mental health und neue Lernkonzepte wurden besprochen. Diese
Gespräche wurden wissenschaftlich ausgewertet und publiziert (siehe
beispielsweise Ehlers & Eigbrecht 2021 in MedienPädagogik 40,
https://doi.org/10.21240/mpaed/40/2021.11.27.X) und die Ergebnisse auf
zahlreichen Konferenzen vorgestellt und diskutiert. Die Auswertungen
zeigen unter anderem, dass Studierende ohne Ausnahme erlebt haben, dass
Studieren auch anders funktioniert und bewusster wahrnehmen, was gute
Lehre für sie ausmacht.

Online-Lernen ist jetzt normal

Zum Abschluss von „NextNormal“ sollte es folglich sowohl darum gehen,
Bilanz zu ziehen, als auch einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Dafür
kommt „NextNormal“ zum ersten Mal nach Deutschland – für ein
abschließendes Gespräch mit Lilith Diringer und Paul Klär, ihrerseits in
zahlreichen Studierendeninitiativen auch während der Pandemie engagiert,
u.a. auch den DigitalChangeMakern und dem fzs, dem freien Zusammenschluss
von Student*innenschaften.
„Learning is not only the way of downloading things – this not only can be
seen by students now but by everyone. All people did not have many
possibilities to learn something new and to get into touch with something
new. We do not only educate educate ourselves while studying at university
but also afterwards”, so Lilith Diringer im Gespräch – und Paul Klär
stellt fest: „I struggle with the term ‘normal’ – because online is normal
to me now. We can’t go back to normal – we have to create a new normal,
and that includes adapting some things.”

Bilanz und Impulse für die Zukunft

Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers, Professor für Bildungsmanagement und
Lebenslanges Lernen an der DHBW Karlsruhe, der die ursprüngliche Idee zu
den Podcastreihen hatte, zieht Bilanz: „Neben zahlreichen
Herausforderungen hat die Pandemie auch das Potenzial von Studierenden
hervorgebracht, selbstbestimmt und selbstorganisiert ihre Lernprozesse zu
gestalten, zu reflektieren und als Expert*innen für gute Hochschullehre
zur Gestaltung des Studiums der Zukunft beizutragen.  Das sollten wir
nutzen – und wir hoffen, dass wir mit „NextNormal“ ein paar Impulse in
dieser wichtigen Diskussion setzen konnten.“

Forschungsgruppe der DHBW Karlsruhe plant neue Podcastserie

Doch die letzte Episode von „NextNormal“ bedeutet nicht das Ende der
Arbeitsgruppe im Bereich von Podcasts: Eine neue Podcastreihe zu
Zukunftskompetenzen, Future Skills, in der Hochschulbildung, wird als Teil
einer globalen Initiative zeitnah veröffentlicht werden – mit spannenden
Gesprächen mit Hochschulexpert*innen aus aller Welt.

Die Forschungsgruppe NextEducation um Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers
erforscht an der DHBW Karlsruhe die Zukunft der (Hochschul-)Bildung unter
Bedingungen einer zunehmend digitalisierten Welt.

Hier geht’s zur finalen Folge der Podcastreihe „NextNormal“:
https://anchor.fm/next-normal/episodes/14--Germany---Taking-Stock-and-
Envisioning-the-Future-of-Higher-Education-e1fpoeb

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„Kampf um Räume“ – Was bedeutet der Krieg in der Ukraine?

Die Berlin University Alliance und der Sonderforschungsbereich 1265 „Re-
Figuration von Räumen“ versuchen diese Frage in einer Paneldiskussion
(inklusive Live-Stream) zu klären

Im Ukrainekrieg wird nicht nur um Grenzverläufe gekämpft, es werden ebenso
gesellschaftliche Ordnungen verschoben. Um diese Neuordnungen besser zu
verstehen, findet am 29. März 2022 um 18 Uhr eine Paneldiskussion mit
Live-Stream am Institut für Architektur der Technischen Universität Berlin
statt.

Das 21. Jahrhundert gilt als global vernetztes Zeitalter. „Doch prallt im
Ukrainekrieg nun imperiale militärische Raumbesetzung auf wirtschaftliche
Netzwerkräume“, sagt Prof. Dr. Martina Löw, Sprecherin des
Sonderforschungsbereichs 1265 und der Grand Challenge Initiative Social
Cohesion der Berlin University Alliance. Es existieren nicht nur mehr
befestigte Grenzen weltweit als je zuvor, im Ukrainekrieg wird auch um
neue Grenzlinien gekämpft. „Es werden kulturell wichtige ukrainische
Städte zerstört. Mit dem urbanen Raum stehen ukrainische Knoten der
Vernetzung unter Beschuss“, so Martina Löw weiter. Auch am digitalen Raum
macht diese Zerstörung nicht Halt. So schottet Russland seine
Netzwerkräume gegen fremde Einflüsse ab, und in der Ukraine werden
digitale Infrastrukturen nachhaltig zerstört.

Das Panel mit weiteren namhaften Mitdiskutierenden wie Prof. Dr. Katharina
Bluhm, Dr. Ievgen S. Donskyi und Prof. Dr. Steffen Mau wird diskutieren,
ob die Kämpfe um Raum als Folge von Globalisierung verstanden werden
können. Im Zentrum stehen aber nicht nur Ursachen, sondern auch
Konsequenzen des Krieges. Erodiert sozialer Zusammenhalt lokal und
weltweit oder wird er nicht vielfach gerade gestärkt? Orientiert sich die
russische Invasionspolitik am vormodernen Imperium oder werden nicht
gerade klassisch konservativ-moderne Argumente vorgebracht? Welche Zukunft
ist im Angesicht der Zerstörung noch denkbar? Im Gespräch werden Deutungen
der Kriegsursachen, Folgen des Krieges und Beobachtungen zur Neuordnung
der Welt verhandelt.

Zeit und Ort:
Dienstag, 29.03.2022, 18:00 Uhr
Institut für Architektur der Technischen Universität Berlin,
Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin

Livestream unter:
(Link zum Stream auf den YouTube-Kanälen vom SFB, IfA und der Berlin
University Alliance WissenAusBerlin)
https://www.youtube.com/c/institutfurarchitekturtuberlin
https://www.youtube.com/watch?v=4AU1US_layY

Es diskutieren:
Technische Universität Berlin: Prof. Dr. Hubert Knoblauch und Prof. Dr.
Martina Löw
Freie Universität Berlin: Prof. Dr. Katharina Bluhm und Dr. Ievgen S.
Donskyi
Humboldt-Universität zu Berlin: Prof. Dr. Steffen Mau

Die Berlin University Alliance
Die Berlin University Alliance ist der Verbund der drei Berliner
Universitäten Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin,
Technische Universität Berlin sowie der Charité – Universitätsmedizin
Berlin für die gemeinsame Gestaltung von Wissenschaft in Berlin. Die vier
Partnerinnen haben sich zusammengeschlossen, um den Wissenschaftsstandort
Berlin zu einem gemeinsamen Forschungsraum weiterzuentwickeln, der zur
internationalen Spitze zählt. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen dabei
die gemeinsame Erforschung großer gesellschaftlicher Herausforderungen,
die Stärkung des Austausches mit der Gesellschaft, die Nachwuchsförderung,
Fragen der Qualität und Wertigkeit von Forschung sowie übergreifende
Vorhaben in Forschungsinfrastruktur, Lehre, Diversität,
Chancengerechtigkeit und Internationalisierung. Die Berlin University
Alliance wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und
Ländern.

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Zweiter Schüler-Wettbewerb: Mit Algen die Zukunft gestalten

Dank der vielen Arten und Verwendungen ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für Projekte rund um das Thema Algen für den Wettbewerb.  Sektion Phykologie
Dank der vielen Arten und Verwendungen ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für Projekte rund um das Thema Algen für den Wettbewerb. Sektion Phykologie

Alle Schülerinnen und Schüler in Gymnasien, Gesamtschulen und ähnlichen
Einrichtungen können Projekte einreichen zum zweiten Wettbewerb „Mit Algen
die Zukunft gestalten“. Jedes Projekt kann teilnehmen, sofern die
Einreichenden 16 Jahre oder älter sind. Den Preistragenden winken neben
Auszeichnung und Sachpreis auch eine Einladung zur nächsten
wissenschaftlichen Konferenz der Sektion Phykologie in der Deutschen
Botanischen Gesellschaft, in der die ausschreibenden Algenforscherinnen
und -forscher organisiert sind. Vom 12. bis 15. März 2023 in Jena können
die Preistragenden ihr Projekt den Forscherinnen und Forschern vorstellen.
Einsendeschluss ist der 30. November 2022.

Die Projekte können alle Themen rund um Algen aufgreifen: beispielsweise
die Algen-Diversität im Schulteich, eine Analyse von Algen-Inhaltsstoffen
oder wie man Algen kultivieren kann. Lasst Euren Ideen freien Lauf! Die
Preistragenden werden eine Urkunde und einen Sachpreis erhalten. Zudem
übernimmt die Sektion die Reisekosten innerhalb Deutschlands und die
Unterkunft für eine Übernachtung für bis zu zwei Personen zur
Preisverleihung. Die Schülerinnen und Schüler werden eingeladen, ihr
Projekt auf der nächsten wissenschaftlichen Tagung der Sektion vom 12. bis
15. März 2023 in Jena vorzustellen. Dort haben sie auch Gelegenheit, in
eine wissenschaftliche Tagung hineinzuschnuppern und sich mit
Algenforscherinnen und -forschern zu unterhalten. Das siegende Projekt
wird auch auf der Webseite der Sektion Phykologie veröffentlicht. Bitte
schickt Eure Projektbeschreibungen und Ergebnisse in elektronischer Form
(Text, Poster, Diashow, Film, Audio) bis zum 30. November 2022 an den
Vorstand der Sektion Phykologie an die E-Mail-Adresse <Schueler-Preis@dbg-
phykologie.de>. Der Umfang soll fünf Seiten bzw. drei Minuten nicht
überschreiten. Die Jury besteht aus den Vorstandsmitgliedern der Sektion
Phykologie.

Was uns an Algen fasziniert: Formenreichtum
Weit über Hunderttausend Algenarten gibt es auf unserem Planeten, in
vielen Größen, Formen und Farben. Sie leben in Ozeanen, im Süßwasser sowie
auf feuchten Oberflächen und Böden. Es gibt mikroskopisch kleine
Mikroalgen, wie beispielsweise Kieselalgen oder Dinoflagellaten und
Makroalgen mit an Blätter, Stängel und Wurzeln erinnernde Strukturen. Zu
den Makroalgen gehören auch die bis zu 50 Meter langen Tange, die teils
ausgedehnte Unterwasserwälder bilden und solche besonderen Ökosysteme
prägen.

Warum Algen wichtig sind
Algen sind Photosynthese betreibende Organismen, die einfacher als höhere
Pflanzen aufgebaut sind. Basierend auf den noch einfacheren Blaualgen
(photosynthetisch aktive Cyanobakterien), haben Algen den Sauerstoff vor
Jahrmillionen erstmals in nennenswerter Menge in die Atmosphäre gebracht.
Heute produzieren sie zusammen einen großen Teil des für uns
lebensnotwendigen Sauerstoffs. Sie fixieren rund die Hälfte des weltweit
von Photosynthese treibenden Lebewesen aufgenommenen Kohlendioxids. Sie
spielen somit eine zentrale Rolle für das Leben und das Klima auf unserer
Erde. Außerdem stehen sie als im Wasser treibendes Phytoplankton und am
Boden lebendes Mikrophytobenthos an der Basis der Nahrungsketten, sind
also Grundbestandteile aller aquatischen Ökosysteme.

Wofür Algen genutzt werden
Als Verdickungs-, Gelier- und Überzugsmittel sind Makroalgen in vielen
Nahrungsmitteln enthalten und werden auch für Kosmetika verarbeitet. Immer
mehr rücken auch Mikroalgen in den Fokus. Aufgrund ihrer großen
biologischen Vielfalt haben Algen viele Eigenschaften, für die sich nicht
nur Biologinnen und Biologen interessieren, sondern auch Geochemikerinnen
und Geochemiker sowie die Industrie. Diese untersuchen etwa die Silikat-
haltigen Wände der Kieselalgen (Leichtbauweise von Autofelgen), die
Kalkplättchen bestimmter Meeresalgen oder die Nervengifte und das
Meeresleuchten mancher Dinoflagellaten.

Wer den Preis verleiht
Die Sektion Phykologie ist das größte, gemeinnützige Netzwerk für
Algenforschung im deutschsprachigen Raum. Als Gruppe in der Deutschen
Botanischen Gesellschaft (DBG) fördert sie Forscherinnen und Forscher und
möchte auch Fachfremde für die faszinierende Welt der Algen begeistern.
Die Sektion fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs, vereint alle
Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer Mitglieder.
Jährlich stellt sie eine Alge des Jahres der Öffentlichkeit vor.

Ansprechpartner für diese Meldung
Die Vorstandsmitglieder der Sektion Phykologie der DBG, E-Mail: <Schueler-
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>
Zu dieser Meldung: https://www.dbg-phykologie.de/schueler-preis

Hintergrund-Information: Sektion Phykologie, Deutsche Botanische
Gesellschaft und VBIO
Die Mitglieder der Sektion Phykologie (https://dbg-phykologie.de)
untersuchen Algen wissenschaftlich und bearbeiten ökologische,
physiologische, taxonomische und molekularbiologische Fragestellungen an
Mikro- und Makroalgen. Die Sektion fördert die Algenforschung und
unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie ist eine der sechs
Fachsektionen der Deutschen Botanischen Gesellschaft e. V. (DBG:
https://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de). Die DBG ist
Gründungsmitglied im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in
Deutschland e. V. (VBIO: https://www.vbio.de) und vertritt mehr als 900 in
den Pflanzenwissenschaften Forschende.

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