„Jung & Krebs – Wissen für junge Betroffene“ – Der Podcast der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs
Pünktlich zum morgigen Weltkrebstag, dem 4. Februar 2022, veröffentlicht
die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ihr neuestes
Hilfsprojekt von jungen Betroffenen für junge Betroffene. Mit dem
kostenfrei verfügbaren Podcast „Jung & Krebs – Wissen für junge
Betroffene“ schafft die Stiftung einen niederschwelligen und empathischen
Zugang zu wichtigen Tipps und Informationen im Umgang mit einer
Krebserkrankung.
Pro Jahr erkranken etwa 16.500 junge Menschen zwischen 18 und 39 Jahren an
Krebs. Eine Krebsdiagnose bedeutet für diese Patient:innen einen
gravierenden Einschnitt in die gesamte Lebens- und Zukunftsplanung. Dabei
unterscheiden sich die Problemstellungen und Herausforderungen deutlich
sowohl von Patient:innen aus dem Bereich der pädiatrischen Onkologie als
auch der Onkologie bei Erwachsenen ab 40 Jahren.
Plötzlich sehen sich die Betroffenen mit besonderen Problemen und
Entscheidungen, auch außerhalb der Krankheit, konfrontiert. Neben der
bestmöglichen medizinischen Krebstherapie rücken auch Themen wie
Kinderwunsch und Familienplanung, eine mögliche Unterbrechung des
Ausbildungsweges oder wirtschaftliche und soziale Notlagen in den
Vordergrund. Damit werden junge Betroffene oft allein gelassen.
Deshalb hat es sich die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs
seit ihrer Gründung im Sommer 2014 zur Aufgabe gemacht, Projekte und
Hilfsangebote gemeinsam mit und für junge Betroffene zu entwickeln und
umzusetzen.
„Junge Menschen, die eine Krebsdiagnose erhalten haben, besitzen im Laufe
ihrer Erkrankung ein ganz besonderes Gespür dafür, welche speziellen
Bedürfnisse sie während und nach der Therapie benötigen oder benötigt
hätten“, betont Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Vorstand der Stiftung und
Oberärztin an der Charité Berlin, und fährt fort: „Wir haben in der
Stiftung den großen Vorteil, täglich eng mit jungen Betroffenen
zusammenzuarbeiten und sie nach ihrer Meinung und ihren Erfahrungen fragen
zu können. So entstehen authentische Tipps und Hilfen von
Krebspatient:innen für Krebspatient:innen.“
Dabei sind die Bereitstellung und das Vermitteln von Wissen zentraler
Bestandteil der Arbeit der Stiftung. Mit den Projekten „Erste-Hilfe“ und
„Wissen für Dich“ hat die Stiftung in der Vergangenheit bereits
umfangreiche Informationssammlungen angelegt. Diese Inhalte werden der
Öffentlichkeit ab dem Weltkrebstag 2022 regelmäßig in einem neuen Podcast-
Audioformat präsentiert.
Das neue Format ermöglicht neben der Zeit- und Ortsunabhängigkeit ein
Konsumieren der Inhalte sowohl on- als auch offline. Wie wichtig dieser
Aspekt für junge Betroffene sein kann, weiß auch PD Dr. med. Inken
Hilgendorf, stellv. Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung und medizinische
Expertin des TREFFPUNKTs Thüringen: „Betroffene müssen im Allgemeinen viel
Zeit in Wartezimmern verschiedener Praxen oder Klinikabteilungen und
natürlich auch während der jeweiligen Therapiezyklen überbrücken. Diese
Situationen versucht man dann oftmals so sinnvoll wie möglich zu nutzen,
recherchiert am Mobiltelefon oder auf dem Tablet und sucht sich
Informationen. Der Podcast ‚Jung & Krebs‘, den Betroffene von überall aus
hören können, ist dafür perfekt.“
Das bestätigt auch Fayez, der mit 27 Jahren die Diagnose NET
(Neuroendokriner Tumor) erhielt und sich seit vielen Jahren im TREFFPUNKT
Berlin und in den Projekten der Stiftung engagiert: „Jeder Krebspatient
kennt sich mit warten aus, und auch deshalb freue ich mich sehr über den
neuen Podcast der Stiftung. Es gibt bereits sehr viele Podcasts zu allen
möglichen Themen, aber hier versuchen wir direkt, von Patient zu Patient,
Hilfen und Informationen weiterzugeben, über die ich mich damals sehr
gefreut hätte. Die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, müssen nicht alle
machen, auf einige hätte auch ich gerne verzichtet, und daher ist eine
Weitergabe von Erfahrungen und Erlebnissen so wertvoll.“
Genauso sieht es auch Timur. Der junge Berliner erkrankte mit 22 Jahren an
einem Hodentumor und gibt in der ersten Folge des Podcasts einen Einblick
in die Situation junger Betroffener unmittelbar nach der Diagnose und zu
Beginn der Akutphase der Therapie: „Damals hätte ich mir einen Podcast wie
‚Jung & Krebs‘ gewünscht, der meine Situation versteht, mir hilft und mich
ablenkt. Heute daran mitwirken zu können, ist mir eine
Herzensangelegenheit.“
Die erste Staffel des Podcasts umfasst zehn Folgen, die immer am ersten
Freitag eines Monats veröffentlicht werden und sich mit verschiedenen
Aspekten des Bereichs „Jung und Krebs“ beschäftigen. Dazu gehören der
Umgang mit der Diagnose und dem sozialen Umfeld, aber auch Fragen im
Bereich der Partnerschaft und Sexualität sowie dem Kinderwunsch und der
Familienplanung. In jeder Folge trifft die Schauspielerin und
Stiftungsbotschafterin Lea Marlen Woitack Menschen, die von ihren eigenen
Erfahrungen in Bezug auf die Diagnose Krebs berichten. In den
Gesprächssituationen zwischen jungen Betroffenen bzw. Expert:innen aus dem
Netzwerk der Stiftung und ihrer Stifterin, der DGHO Deutsche Gesellschaft
für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V., sowie der Moderatorin
werden Informationen, Tipps und Tricks niederschwellig vermittelt.
„Ich habe mich riesig gefreut, mit der Stiftung zusammen diesen Podcast zu
machen. Meine Begegnungen mit den Betroffenen haben mir immer wieder neue
Perspektiven auf das Leben gegeben. Jetzt einen Rahmen zu schaffen, in dem
die jungen Menschen uns an ihrer Geschichte teilhaben lassen und sie bei
der Schilderung ihrer Erfahrungen zu begleiten, ist für mich sehr
erfüllend“, erklärt Woitack und fährt fort: „Persönlich höre ich viele
Podcasts und finde es ist ein super Medium, um Informationen auf eine
leichte und unterhaltsame Weise zu konsumieren. Deswegen hoffe ich, dass
dieser Podcast jungen Betroffenen Antworten auf ihre Fragen geben kann und
ihnen zeigt, dass sie nicht allein mit der Situation sind.“ Sie hofft
zudem, dass auch Angehörige und Ärzt:innen diesen Podcast hören. „Das
Umfeld hat unmittelbaren Einfluss auf das Leben der Betroffenen, und da
gibt es wohl für alle den einen oder anderen AHA-Effekt.“
In Kooperation mit der Produktionsfirma „Auf die Ohren“ und den
langjährigen Unterstützer:innen von Studio GOOD macht der Podcast der
Stiftung gezielt auf die Gruppe der jungen Betroffenen aufmerksam. „Uns
hat das ganzheitliche Engagement während der Produktion von Seiten der
Stiftung, Betroffenen und Expertinnen hoch erfreut. Das spürt man in jeder
einzelnen Folge durch. Hier wurde etwas mit Sinn geschaffen, und das
erfüllt nicht nur beim Hören“, empfindet Lukas Klaschinski,
Geschäftsführer von Auf die Ohren.
Der Podcast beschäftigt sich mit der Lebenswelt und den daraus
resultierenden Fragen und Problemen junger Betroffener und ist dadurch
nahbar und niederschwellig.
„Vor allem bei meiner ersten Erkrankung waren meine Familie und ich mit
der Situation überfordert. Wir mussten mühselig Informationen sammeln,
statt sie zu bekommen. Mit dem Podcast-Projekt möchte ich dazu beitragen,
dass Betroffene in der schwierigen Phase der Diagnose und Therapie schnell
und emphatisch informiert werden können“, erklärt Sebastian, der selbst
zwei Mal an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war und sich seit vielen Jahren für
andere Betroffene einsetzt.
Wie schwierig es ist, sich bei der Vielzahl an Informationen zurecht zu
finden, weiß auch Katharina. Die junge Potsdamerin erkrankte im Februar
2018 mit 25 Jahren an Brustkrebs. Seitdem begleiten sie Nachwirkungen der
Therapie. „Sich alles durchzulesen und vor allem zu filtern, kann sehr
überfordernd sein. Mir selbst fällt es seit der Erkrankung schwer, lange
Texte zu lesen. Daher höre ich selbst in meiner Freizeit gerne Podcasts.
Dass es einen solchen nun auch für junge Erwachsene mit Krebs gibt,
ermöglicht einen Weg, sich zu wichtigen Themen komprimiert zu informieren.
Durch die Erfahrungsberichte ist ebenfalls klar: Du bist nicht allein! Das
motiviert."
Ab dem 4. Februar 2022, dem Weltkrebstag, wird der Podcast „Jung & Krebs –
Wissen für junge Betroffene“ auf allen Plattformen, die Podcasts anbieten,
verfügbar sein.
Spotify:
https://open.spotify.com/show/
Apple:
https://podcasts.apple.com/de/
betroffene/id1607078158?l=en
Podigee:
https://jungundkrebs.podigee.i
Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs
Jedes Jahr erkranken in Deutschland nahezu 16.500 junge Frauen und Männer
im Alter von
18 bis 39 Jahren an Krebs. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit
Krebs ist Ansprechpartnerin für Patient:innen, Angehörige,
Wissenschaftler:innen, Unterstützer:innen und die Öffentlichkeit. Die
Stiftungsprojekte werden in enger Zusammenarbeit mit den jungen
Betroffenen, Fachärzt:innen sowie anderen Expert:innen entwickelt und
bieten direkte und kompetente Unterstützung für die jungen Patient:innen.
Die Stiftung ist im Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für
Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. gegründet worden. Alle
Stiftungsprojekte werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Die
Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist als gemeinnützig
anerkannt.
Die Produktionsfirma – Auf die Ohren
Auf die Ohren produziert hörbare Emotionen: einzigartige Podcasts mit
Liebe, Leidenschaft und Professionalität. Als 360 Grad Full-Service-
Produktionsfirma mit über 15 Jahren Erfahrung im Bereich Audio betreut und
übernimmt Auf die Ohren dabei jeden notwendigen Schritt bei der Entstehung
eines Podcasts. Auszug aus den aktuellen Projekten: Beats&Bones + Süßes
oder Saurier vom Museum für Naturkunde Berlin, In extremen Köpfen, Stahl
aber herzlich, 1Live der Raum.
Design von Studio GOOD
Studio GOOD ist eine Kreativagentur mit Blick auf das Gute. Seit über zehn
Jahren betreut die Agentur vor allem NGOs, Stiftungen und Institutionen
aus Kultur, Bildung und Wissenschaft. Die Schwerpunkte liegen in der
Konzeption und Gestaltung von Webseiten und mobilen Apps sowie in der
Entwicklung von Marken und crossmedialen Kampagnen. Dabei steht die
gemeinsame und vertrauensvolle Arbeit im Mittelpunkt, um überzeugende
Lösungen zu finden. Mehr Informationen und eine Auswahl guter Projekte
unter: www.studio-good.de
Spendenkonto der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs:
Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE33 1002 0500 0001 8090 01, BIC: BFSW
DE33 XXX
Die ausschließliche Nutzung der Vornamen bei den jungen Krebspatient:innen
hat datenschutzrechtliche Gründe.
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