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Online war der Austausch gut, vor Ort aber noch besser

(vorne v.r.n.l.) Prof. Dr. Martina Klärle, Vizepräsidentin Frankfurt UAS; Staatsminister Axel Wintermeyer; (vorne v.l.n.r.) Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke; Jutta Nothacker, Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region; Prof. Dr. Gisèle Mendy-Bilek, UPPA  Viola Stirner  Viola Stirner/Frankfurt UAS
(vorne v.r.n.l.) Prof. Dr. Martina Klärle, Vizepräsidentin Frankfurt UAS; Staatsminister Axel Wintermeyer; (vorne v.l.n.r.) Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke; Jutta Nothacker, Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region; Prof. Dr. Gisèle Mendy-Bilek, UPPA Viola Stirner Viola Stirner/Frankfurt UAS

European Summer University 2021 bringt Logistik-Studierende aus Frankreich
und Deutschland an der Frankfurt UAS zusammen/Mitdiskutiert haben
Staatsminister Wintermeyer und Europa-Staatssekretär Weinmeister

Der Schwerpunkt Logistik des Fachbereichs Wirtschaft und Recht der
Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) hat vom 27. Juni
bis 2. Juli zur European Summer University 2021 geladen. Nachdem der erste
Teil der Summer University bei der französischen Partnerhochschule
Université de Pau et des Pays de l'Adour (UPPA) im Mai noch online
stattfinden musste, konnte die Frankfurt UAS nun nach langer Zeit erstmals
wieder in Präsenz einen internationalen Austausch anbieten und hat das
Programm dafür in kürzester Zeit von digital auf analog umgestellt.
Studierende aus Bayonne, einem der Standorte der UPPA, waren nach
Frankfurt gereist, um mit den Studierenden des Master-Studiengangs Global
Logistics der Frankfurt UAS gemeinsam Themen der Logistik zu besprechen.
Auf dem Plan standen beispielsweise die (Pharma) Supply Chain, der
innerstädtische Transportweg sowie die Digitalisierung der
Logistikprozesse. Zu Gast waren Staatsminister und Chef der hessischen
Staatskanzlei Axel Wintermeyer, sowie der Europa-Staatssekretär Mark
Weinmeister, da Aquitaine hessische Partnerregion ist. Die Summer
University wurde von der „Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die
Region“ finanziell unterstützt. Mit den Studierenden sprachen die beiden
im House of Logistics and Mobility (HOLM) am Frankfurter Flughafen über
Logistik und Mobilität bzw. Europa. Einer der Programmpunkte war ein
Workshop zum Thema Lean Management/Lean Logistic Day mit einem Vertreter
des Mainzer Biotechnologieunternehmens Biontech SE.

„Nachdem die für Sommer 2020 geplante Akademie abgesagt werden musste,
freue ich mich, dass die französischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun
hier bei uns in Hessen sein können. So wertvoll die Digitalisierung für
viele Lebensbereiche ist, kann sie den unmittelbaren Austausch keineswegs
ersetzen“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel
Wintermeyer und führte weiter aus: „Hessen ist als Transitland der
richtige Ort, um sich intensiv mit den Themen Logistik und Mobilität zu
beschäftigen. Frankfurt/Rhein-Main ist eine internationale
Verkehrsdrehscheibe mit dem Frankfurter Flughafen als Knotenpunkt der
globalen Waren- und Passagierströme. Wir als Landesregierung setzen uns
mit Nachdruck für seine Wettbewerbsfähigkeit ein, aber ebenso für die
Interessen der Menschen, die in der Umgebung wohnen. So kam es zur
Gründung der ‚Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region‘, die die
Summer University und ihre wissenschaftlichen Tagungen sehr gerne
unterstützt.“

„Da Corona-bedingt lange nicht sicher war, ob wir unsere französischen
Gäste vor Ort empfangen können, wurde die ganze Summer School innerhalb
von zwei Wochen auf die Beine gestellt. Ein Kraftakt, den wir für den
persönlichen Austausch gerne gestemmt haben. Denn natürlich wollten wir
neben allem fachlichen Input zusätzlich auch zeigen, wie schön Frankfurt
und die Rhein-Main-Region ist“, betont Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, der
die Summer University gemeinsam mit Prof. Dr. Benjamin Bierwirth und
weiteren Kolleginnen und Kollegen des Research Lab for Urban Transport
(ReLUT) organisierte. Neben sieben Projektthemen aus dem Logistik-Bereich,
die die Studierenden selbst vorbereiteten und präsentierten, konnte in
kurzer Zeit ein Programm mit Vorträgen und Diskussionsrunden mit wichtigen
Playern der Branche, darunter Dachser, Air Cargo Community Frankfurt e.V.,
contargo Rhein-Main GmbH, oder Biontech, zusammengestellt werden.

Weitere Informationen zum Fachbereich Wirtschaft und Recht unter: <www
.frankfurt-university.de/fb3>; mehr zum Master-Studiengang Global
Logistics: <https://www.frankfurt-university.de/de/studium/master-
studiengange/global-logistics-msc/fuer-studieninteressierte/
>.

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Mit virtueller Realität den Neutrinos auf der Spur

Das Neutrino Experiment KATRIN auf dem Campus Nord des KIT. (Foto: KIT)  KIT
Das Neutrino Experiment KATRIN auf dem Campus Nord des KIT. (Foto: KIT) KIT

Durch Virtual Reality wird das physikalische Innenleben des
internationalen Großexperiments KATRIN am Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) nun für jeden erkundbar. Bei dem virtuellen Erlebnis
können Besucherinnen und Besucher erfahren, wie KATRIN funktioniert, und
dank interaktiver Elemente sogar selbst experimentieren. Entstanden ist
die VR-Umgebung in Kooperation mit dem Nationalen Institut für
Wissenschaftskommunikation (NaWik). Zur Online-Vorstellung am 7. Juli 2021
um 17:00 Uhr sind Öffentlichkeit und Medien eingeladen (Anmeldung:
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>)

Durch Virtual Reality wird das physikalische Innenleben des
internationalen Großexperiments KATRIN am Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) nun für jeden erkundbar. Bei dem virtuellen Erlebnis
können Besucherinnen und Besucher erfahren, wie KATRIN funktioniert, und
dank interaktiver Elemente sogar selbst experimentieren. Entstanden ist
die VR-Umgebung in Kooperation mit dem Nationalen Institut für
Wissenschaftskommunikation (NaWik). Zur Online-Vorstellung am 7. Juli 2021
um 17:00 Uhr sind Öffentlichkeit und Medien eingeladen (Anmeldung:
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>)

Diese Presseinformation finden Sie mit Foto zum Download unter:
https://www.kit.edu/kit/pi_2021_062_mit-virtueller-realitat-den-neutrinos-
auf-der-spur.php


Neutrinos sind die leichtesten, häufigsten, aber auch rätselhaftesten
Masse tragenden Teilchen in unserem Universum. Sie sind elektrisch neutral
und wechselwirken mit ihrer Umgebung nur über die Gravitation und die
sogenannte schwache Kraft. Bis vor Kurzem wurden Neutrinos im
Standardmodell der Teilchenphysik als masselose Teilchen beschrieben. Aus
Beobachtungen von atmosphärischen und solaren Neutrinos konnte in den
vergangenen Jahren jedoch gezeigt werden, dass Neutrinos doch eine kleine
Masse besitzen. Die Größe der Masse ist aber immer noch unbekannt. Mit dem
Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment (KATRIN) wollen Forschende die Masse
dieser rätselhaften Teilchen erstmals genau bestimmen. Notwendig ist dafür
unter anderem ein hochauflösendes Spektrometer mit großem Durchmesser
(zehn Meter). Das Experiment wird von Forschenden am KIT in Zusammenarbeit
mit nationalen und internationalen Partnern durchgeführt, derzeit sind
rund 200 Personen beteiligt.

Neuartige VR-Umgebung macht Großexperiment zugänglicher

Großexperimente der Grundlagenforschung wie KATRIN sind üblicherweise für
die Öffentlichkeit kaum zugänglich. Dies liegt an den besonderen
Reinheitsauflagen und Sicherheitsvorschriften – und natürlich auch daran,
dass die laufenden Experimente nicht gestört werden dürfen. Nun öffnet
eine Virtual-Reality-Anwendung neue Möglichkeiten der Erfahrbarkeit. Die
Nutzerinnen und Nutzer bekommen so einen direkten Einblick in das Innere
der Forschungsanlage und erfahren, wie sich die Elementarteilchen in
diesem großen Versuchsaufbau bewegen und verhalten. Zudem bietet die
Anwendung auch die Möglichkeit, selbst in die Rolle einer
Wissenschaftlerin oder eines Wissenschaftlers zu schlüpfen und mit dem
Experiment zu interagieren – etwa indem Variablen der Messung beim
virtuellen Betrieb verändert werden.

Zukünftige Anwendung in der Lehre geplant

Die neuartige VR-Anwendung wurde im Forschungsprojekt Science In
Presentations am NaWik in Kooperation mit dem KIT entwickelt und wird von
der Klaus Tschira Stiftung gefördert. Sie kombiniert fotorealistische 360
-Grad-Ansichten des Versuchsaufbaus des KATRIN-Experiments mit einer
virtuellen Ebene. Die Anwendung besteht aus einem geführten Abschnitt, in
dem ähnlich einem Rundgang ein Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin
die Anlage und die eigene Forschung erklärt, sowie der anschließenden
Möglichkeit, die Anlage auf eigene Faust zu erkunden. Dort berichten
weitere KATRIN-Forschende noch mehr über die Funktionsweise und Ziele des
einzigartigen Experiments. Die VR-Anwendung läuft im Browser und kann
entweder mit einem eigenen Head-Mounted-Display („VR-Brille“) oder
alternativ am Tablet, Laptop oder PC genutzt werden.

Künftig soll die VR-Umgebung auch in der Lehre des KIT eingesetzt werden.
Dafür wird sie aktuell vom NaWik und dem KIT-Zentrum Elementarteilchen und
Astroteilchenphysik (KCETA) weiterentwickelt. Finanziert wird das Vorhaben
mit Mitteln aus der Förderung „Research Infrastructures in Research-
Oriented Teaching“ des KIT im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und
Ländern.

Online-Veranstaltung in der VR-Umgebung

Vorgestellt werden soll das VR-Erlebnis des Neutrino-Experiments zum
ersten Mal live bei einer Online-Veranstaltung am 7. Juli 2021 um 17:00
Uhr. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sowie die interessierte
Öffentlichkeit sind dazu herzlich eingeladen. Nach Kurzimpulsen zum
KATRIN-Experiment und dem Forschungsprojekt Science In Presentations
werden Einblicke in die VR-Anwendung gegeben. Anschließend besteht die
Gelegenheit für Fragen und Diskussion.

Parallel dazu haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die browserbasierte
VR-Anwendung selbst auf ihren eigenen Geräten zu testen und Fragen und
Kommentare daraus auch in die Diskussion einzubringen.

Teilnehmende Expertinnen und Experten

•       Professorin Kathrin Valerius, Institut für Astroteilchenphysik am
KIT
•       Dr. Philipp Niemann, Wissenschaftlicher Leiter des NaWik
•       Yannic Scheuermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des NaWik

Zudem ist Professor Carsten Könneker, Geschäftsführer der Klaus Tschira
Stiftung, mit einem virtuellen Grußwort zugeschaltet.

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung bis Mittwoch, 07. Juli 12:00 Uhr per Mail an
Yannic Scheuermann: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

Zoom-Zugangsdaten
Die Zoom-Zugangsdaten werden nach Anmeldeschluss an alle Teilnehmenden
versandt.

Über das NAWIK

Das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation, eine gemeinnützige
GmbH, wurde 2012 von der Klaus Tschira Stiftung und dem Karlsruher
Institut für Technologie gegründet. Das Institut vermittelt Forschenden
und Studierenden die Grundlagen verständlicher und guter
Wissenschaftskommunikation mit Nicht- Spezialisten. Das Lehrangebot des
NaWik umfasst aktuell zwölf Seminartypen mit einem einheitlichen
didaktischen Konzept – von Basis- oder Präsentationsseminaren bis hin zu
Medienseminaren. Die Seminare werden in Präsenz oder als virtuelle
Angebote realisiert. Eine eigene Forschungsabteilung untersucht am NaWik
praxisrelevante Fragen der Wissenschaftskommunikation empirisch. Zudem ist
das NaWik Teil der Redaktion von wissenschaftskommunikation.de. Das NaWik
hat seinen operativen Sitz in Karlsruhe. Seminare werden bundesweit
angeboten.

Weitere Informationen: https://www.nawik.de

Details zum KIT-Zentrum für Elementarteilchen und Astroteilchenphysik:
https://www.kceta.kit.edu

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Positionspapier: DBFZ-Expert*innen sehen keine Vorteile für die Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Biomasse

DBFZ-Experten sehen keine energiewirtschaftlichen Vorteile für eine Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Biomasse  © Photo-Rabe / Pixabay
DBFZ-Experten sehen keine energiewirtschaftlichen Vorteile für eine Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Biomasse © Photo-Rabe / Pixabay

Mit der Abkehr von fossilen Brennstoffen suchen Betreibende von
Kohlekraftwerken nach neuen Geschäftsmodellen. Hierbei ist insbesondere
die Nutzung von Biomasse im Gespräch. In einem nun veröffentlichten
Positionspapier des DBFZ wird die mögliche Biomassenutzung in
Kohlekraftwerken im Hinblick auf den energiewirtschaftlichen Nutzen, die
Verfügbarkeit geeigneter Biomassepotenziale und Nachhaltigkeitswirkungen
beleuchtet. Fazit der Expert*innen: Nicht zuletzt aufgrund von Risiken für
Klima und Biodiversität sollte auf eine staatliche Förderung für die
Umrüstung von Kohlekraftwerken verzichtet werden.

Mit einem Anteil von über 50 % an der erneuerbaren Energieerzeugung trägt
Bioenergie maßgeblich zur Energiewende bei. Dieser Beitrag wird sich im
Zuge des Ausbaus anderer erneuerbarer Energien zukünftig verstärkt auf das
Schließen von Lücken im Energiesystem beschränken. Im Strom- und
Wärmebereich bedeutet dies vor allem eine flexible Energiebereitstellung
durch Biomasse. Mit dem Kohleausstieg gewinnt diese Rolle an Bedeutung, da
der Anteil volatiler erneuerbarer Energien an der Strom-und
Wärmebereitstellung mit der Abschaltung von Kohlekraftwerken steigt.
Darüber hinaus wird zunehmend diskutiert, ob Kohlekraftwerke mit Biomasse
emissionsarm weiterbetrieben werden sollen. Als Vorbilder dienen hier
Länder wie Großbritannien und Dänemark, in denen mehrere ehemalige
Kohlekraftwerke bereits auf die Verbrennung von Biomasse umgerüstet
wurden.

In Ihrem jetzt veröffentlichten Positionspapier „Umrüstung von
Kohlekraftwerken auf Biomasse“ weisen die Wissenschaftler*innen des DBFZ
darauf hin, dass die energetische Nutzung von Biomasse vergleichsweise
kostenintensiv und potenzialseitig begrenzt ist sowie nur unter Wahrung
strikter Nachhaltigkeitskriterien erfolgen sollte. Vor diesem Hintergrund
verweisen die Expert*innen des DBFZ darauf, dass keine hinreichenden
Belege für energiewirtschaftliche Vorteile von auf Biomasse umgerüsteten
Kohlekraftwerken vorliegen. Darüber hinaus wird betont, dass sich
nachhaltige nationale Biomassepotenziale weitgehend in Nutzung befinden,
weshalb eine zusätzliche Nachfrage durch Kohlekraftwerke voraussichtlich
zu steigenden Importen und/oder inländischen Nutzungskonkurrenzen führen
würde. Eine stark steigende Nachfrage nach Forstbiomasse würde außerdem
das Erreichen bestehender Klima- und Biodiversitätsziele gefährden, so die
Wissenschaftler*innen. Sollte eine Umrüstung dennoch staatlich gefördert
werden, muss diese an strenge Kriterien gekoppelt werden, um ökonomische
und ökologische Risiken zu minimieren. „Zur Gewährleistung einer
effizienten Biomassenutzung sollte insbesondere eine effektive
Wärmenutzung und ein flexibler Betrieb vorausgesetzt werden. Zusätzlich
sollten Vorkehrungen getroffen werden, um die energetische Nutzung
stofflich verwertbarer Biomasse zu begrenzen und bei Überschreitung
ökonomisch und ökologisch kritischer Schwellenwerte anzupassen“, so der
Mitverfasser des Positionspapers, Dr. Harry Schindler vom DBFZ.

Smart Bioenergy – Innovationen für eine nachhaltige Zukunft

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und
unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen und stofflichen
Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren
Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz und Effektivität
zum bestehenden und zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen
der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert
und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder für
Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam
mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mit der Arbeit
des DBFZ soll das Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen einer
energetischen und integrierten stofflichen Nutzung nachwachsender
Rohstoffe in einer biobasierten Wirtschaft insgesamt erweitert und die
herausragende Stellung des Industriestandortes Deutschland in diesem
Sektor dauerhaft abgesichert werden – www.dbfz.de.

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“Ihr braucht keine Work-Life-Balance, wenn Ihr Eure Leidenschaft findet!”

Bundesagentur SprinD-Rektor motiviert Studienabgänger zu gründen

Der Gründungsdirektor der Bundesagentur für Sprunginnovation (SprinD),
Rafael Laguna de la Vera, ermutigte in seiner Rede Absolventinnen und
Absolventen der Handelshochschule Leipzig (HHL), eigene Unternehmen zu
gründen und dabei den eigenen Leidenschaften zu folgen.

„Wenn Ihr Eure Leidenschaft für eine Sache findet, darin zum Experten
werdet und etwas Sinnvolles kreiert, braucht Ihr keine Work-Life-Balance!
Denn das Erschaffen fühlt sich dann nicht an wie Arbeit, sondern ist
gelebte Leidenschaft“ – so de la Vera anlässlich der HHL-Graduierungsfeier
für 221 Studierenden und 31 Doktorandeninnen und Doktoranden aus 31
Nationen.

De la Vera, der selbst aus der Nähe von Leipzig stammt, gründete nach der
Ausreise aus der damaligen DDR bereits als 16-Jähriger sein erstes
Unternehmen. Aus seiner Sicht hat sich die Stadt selbst in den vergangenen
zehn Jahren auf eine großartige Weise verändert. „Leipzig ist ein Hotspot
für aufregendes Wachstum geworden. Ich freue mich sehr, dass wir die
Agentur für Sprunginnovation hier ansiedeln konnten“, so de la Vera
weiter. Dass das Entwickeln und Schöpfen keine zeitlichen Begrenzungen
haben, illustrierte er am Beispiel von Horst Bendix, einem Leipziger
Ingenieur, der als 90-Jähriger einen Weg gefunden hat, Windenergie
kostengünstiger und einfacher nutzbar zu machen.
Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Porsche AG und
HHL-Aufsichtsratsvorsitzender betonte in seiner Ansprache an die
Graduierenden, dass dieser Studienjahrgang durch die Corona-Pandemie auf
eine Weise studieren mussten, wie es bisher noch keiner kannte: ohne reale
Kontakte, ohne Gruppenarbeiten und ohne soziale Veranstaltungen.

„Trotz aller Hindernisse, die in Eurem Weg standen, habt Ihr zwei Dinge
erreicht. Ihr habt einen Abschluss der HHL erreicht, der für
hochqualitative Bildung steht, und Ihr habt unter Beweis gestellt, dass
Ihr selbst unter sehr widrigen Bedingungen Eure Ziele erreichen könnt. Als
HHL Graduierte gehört Ihr zu den potentiellen Führungskräften weltweit und
tragt damit eine große Verantwortung.“
(Lutz Meschke, Stellvertr. Vorstandsvors. Porsche AG/ HHL-
Aufsichtsratsvorsitzender)

Die Absolventinnen und Absolventen hatten ein Jahr lang auf ihre
Graduierungsfeier warten müssen. Sie hatten bereits 2020 ihren Abschluss
gemacht und sich aufgrund der Pandemie dafür entschieden, Ihre
Verabschiedung zu verschieben, um ein Jahr später eine Präsenzfeier
erleben zu können. Aufgrund der Hygienevorschriften war aber auch in
diesem Jahr nur eine virtuelle Graduierungsfeier möglich. Laura Schmiedl,
HHL-Graduierende, die 2019 mit dem Studium begonnen hatte:
„Wir dachten, wir wären nach unserem Auslandssemester alle wieder auf dem
Leipziger Campus vereint, aber das geschah nie - wegen Corona.“

Dennis Vetterling, HHL-Graduierender:

„Bei all den Herausforderungen habe ich die Mitglieder der HHL-Familie als
diejenigen erlebt, die sich nicht festbeißen oder entmutigen lassen,
sondern schnell Lösungen erarbeiten konnten. Der HHL-Geist ist für mich,
der unbedingte Wille, Dinge zu verändern und die Sache an sich gelingen zu
lassen.“

HHL-Rektor Prof. Dr. Stephan Stubner betonte, wie das Erleben der Pandemie
die Verwundbarkeit des eigenen Lebens verdeutlicht hat, wie klar den
Menschen die Abhängigkeit von anderen bewusst wurde und wie deutlich der
Wert einer guten Bildung hervorgetreten ist. Daher appellierte er an die
Graduierten:

„Nutzt Eure erlangten Fähigkeiten, etwas Sinnvolles zu tun! Stellt nicht
nur die Frage: Verkauft sich das? Sondern fragt auch: Warum mache ich das?
Wie verbessern meine Handlungen mein Leben, das meiner Kinder und der
Enkelgeneration?“
(Prof. Dr. Stephan Stubner, Rektor Handelshochschule Leipzig, HHL)

Die virtuelle Graduierungsfeier der Handelshochschule Leipzig (HHL) ist in
englischer Sprache komplett anzuschauen unter youtube:
https://youtu.be/K3ny3osyrvc

Über die Handelshochschule Leipzig (HHL)

Die HHL zeichnet sich durch exzellente Lehre und klare
Forschungsorientierung und praxisnahen Transfer aus sowie durch
hervorragenden Service für ihre Studierenden. Das renommierte Global
Masters in Management Ranking 2020 der Financial Times verleiht der
Ausbildung an der Handelshochschule Leipzig (HHL) Spitzenplätze in Europa
und der Welt (Platz 2 in Deutschland, Platz 23 weltweit). Der
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat die HHL 2021 zum fünften
Mal in Folge als führende Gründerhochschule in Deutschland ausgezeichnet.
Aus der HHL sind in den vergangenen Jahrzehnten rund 300
Unternehmensgründungen hervorgegangen mit mehr als 40.000 Mitarbeitenden.
Als erste deutsche private Business Schule wurde die HHL im Jahr 2004
durch die AACSB (Association to Advance Collegiate Schools of Business)
akkreditiert und erlangte diesen Qualitätsstatus seither zum vierten Mal.
Das Studienangebot umfasst universitäre Voll- und Teilzeit-Master in
Management als M.Sc. oder MBA, ein Promotionsstudium sowie Management-
Weiterbildungen.

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