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Auftakt der Berliner Seniorenwoche

BfR mit Infostand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vertreten

Superfoods wie Chiasamen oder Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und
Mineralstoffen sollen dabei helfen, bis ins hohe Alter fit und gesund zu
bleiben. Aber wie gut ist das alles wirklich? Im Rahmen der 50. Berliner
Seniorenwoche informiert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit
einem Stand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ am 22. Juni 2024 über
Nahrungsergänzungsmittel, neuartige Lebensmittel und Küchenhygiene.
Besucherinnen und Besucher erfahren dort auch, dass eine gute
Küchenhygiene vielleicht wichtiger für die Gesundheit ist als teure
Superfoods oder Nahrungsergänzungsmittel. „Ältere Menschen gehören zu den
besonders empfindlichen Personengruppen und sind auch besonders gefährdet.
Umso wichtiger ist es zu wissen, wie man die Risiken in der heimischen
Küche minimiert“, sagt Professor Andreas Hensel, Präsident des BfR. „Denn
die häufigste Ursache für Lebensmittelinfektionen sind nach wie vor
Krankheitserreger, die in die Küche gelangen. Oft lässt sich das bereits
durch Hygienemaßnahmen verhindern.“

Die Berliner Seniorenwoche findet in diesem Jahr vom 22. Juni bis zum 29.
Juni 2024 unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ statt. Neben
Küchenhygiene stehen auch Nahrungsergänzungsmittel im Fokus am BfR-Stand.
Denn gerade Seniorinnen und Senioren greifen häufig zu
Nahrungsergänzungsmitteln. Aber nicht immer ist eine Supplementierung
sinnvoll. Durch zu hohe Dosierungen können unerwünschte Nebenwirkungen
auftreten, die nicht nur gesundheitliche Risiken bergen, sondern auch
Diagnosen verfälschen können.

Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, mit den
Fachleuten am BfR-Stand ins Gespräch zu kommen und am Glücksrad zu drehen,
denn zu gewinnen gibt es auch einiges.

Am 22. Juni 2024 startet um 10 Uhr die Eröffnungsfeier in der Amerika-
Gedenkbibliothek am Blücherplatz 1 in Berlin. Nach einem fachlichen
Austausch beginnt ab 11:45 Uhr der „Markt der Möglichkeiten“ – eine
Informationsbörse mit rund 70 Ausstellenden vor dem Bibliotheksgebäude.
Vertreten sind unter anderem gemeinnützige Organisationen,
Seniorenvertretungen, Institutionen und verschiedene Vereine mit einem
speziellen Angebot für Seniorinnen und Senioren. Der „Markt der
Möglichkeiten“ endet um 15:00 Uhr.

Das Programm der Berliner Seniorenwoche ist vielfältig und
abwechslungsreich, von Malkursen und Lesungen bis zu sportlichen
Aktivitäten und Nachbarschaftstreffen.

Das vollständige Programmheft finden Sie hier: https://www.paritaet-
berlin.de/fileadmin/user_upload/redaktion/pdf/2024/06_24/240514b_50berlinerseniorenwoche_programmheft_wochenprogramm_abgabe_druck-1.pdf

Das Programm zur Eröffnungsfeier ist hier nachzulesen:
https://www.berlin.de/sen/soziales/besondere-lebenssituationen
/seniorinnen-und-senioren/berliner-seniorenwoche/#headline_1_48

Die Berliner Seniorenwoche dient dazu, Angebote für Seniorinnen und
Senioren zu bündeln und seniorenrelevanten Themen mehr Aufmerksamkeit zu
verschaffen.

Weitere Informationen auf der BfR-Website zum Thema
Nahrungsergänzungsmittel
https://www.mikroco-wissen.de/

Weitere Informationen zum Thema Neuartige Lebensmittel
https://www.bfr.bund.de/de/neuartige_lebensmittel__novel_food_-215.html

Weitere Informationen zum Thema Küchenhygiene
https://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/kuechenhygiene-193722.html



Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums
für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung
und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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Infoveranstaltungen: Master Architektur Media Management AMM

An vier Terminen informiert Prof. Jan R. Krause über den Masterstudiengang
Architektur Media Management AMM an der Hochschule Bochum. Die
Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juli 2024.

An vier Terminen informiert Prof. Jan R. Krause über den Masterstudiengang
Architektur Media Management AMM an der Hochschule Bochum. Die
Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juli 2024. Teilnahme über Zoom:
https://hs-bochum-
de.zoom-x.de/j/8683244295?pwd=eDByRjMwT25YM1pURkVZZDdaVFE3UT09

Der einjährige Masterstudiengang AMM ist der einzige Master für
Architekturkommunikation im deutschen Sprachraum. Er bietet angehenden
Architekt:innen professionelle Methoden zur Profilbildung, Positionierung
und Öffentlichkeitsarbeit im Architekturbüro. Nach zwei Semestern
inklusive Masterthesis erhalten die Studierenden den Abschluss Master of
Science (M.Sc.). AMM Absolvent:innen sind als Kommunikationsmanager,
Pressesprecher oder Redakteure, in Marketing oder Ausstellungsdesign, als
selbstständige Mediendienstleister oder Freie Architekten tätig. Der
Abschluss des AMM-Masterstudiums erfüllt die Voraussetzungen für die
Eintragung in die Architektenliste der Architektenkammern. Das
akkreditierte, konsekutive Masterstudium AMM ist offen für alle Abschlüsse
eines Architekturstudiums (8, 7, 6 Sem BA, Diplom, Master).

Infoveranstaltungen:
26.06. 17-18 Uhr via Zoom
05.07. 16-17 Uhr via Zoom
08.07. 14-16 Uhr Live-Sprechstunde im AMM-Studio H1-17 und via Zoom
12.07. 16-17 Uhr via Zoom

Der Masterstudiengang Architektur Media Management an der Hochschule
Bochum ist bis 2031 als konsekutiver Architektur-Master akkreditiert.

Auszüge aus dem Bericht des Gutachtergremiums der AQAS – Agentur für
Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen:
- Der Masterstudiengang „Architektur Mediamanagement“ bietet eine
Architekturspezialisierung, die aufgrund ihrer Kompaktheit über die
Grenzen von Nordrhein-Westfalen hinaus nachgefragt wird.
- Die Konzentration der jeweiligen Lehre auf ein spezielles Gebiet führt
zu einem sehr intensiven, kompakten zweisemestrigen Studium, was ein
Alleinstellungsmerkmal in der Hochschullandschaft ist.
- Positiv wird gesehen, dass Studierende, die an einer anderen Hochschule
einen sechssemestrigen Bachelorabschluss erlangt haben, durch ein
individuelles „Anpass-Studium“ die Möglichkeit haben, ebenso in die beiden
Masterstudiengänge integriert zu werden.
- Die Programmverantwortlichen erweitern mit ihrem Studienprogramm die
Möglichkeiten für Architekt*innen, in Tätigkeitsfelder vorzustoßen, die
früher meist von anderen, nicht zwangsläufig architekturaffinen
Berufsgruppen abgedeckt wurden.
- Mit den Masterstudiengängen wird vom Fachbereich Architektur ein Angebot
aufgelegt, welches ein solides, qualitätvolles fachspezifisches Wissen
vermittelt und so das Potential hat, den Berufsstand nachhaltig positiv zu
prägen.
- Persönlichkeitsbildende Elemente sind im Studiengang vorhanden. Dazu
tragen insbesondere der sehr gute Betreuungsschlüssel, die ausgeprägte
Kommunikationskultur und die Kleingruppenstruktur bei.
- Die Praxisorientierung des Studiengangs ist deutlich. Die vorgelegten
Abschlussarbeiten sind auf hohem Niveau.
- Es wird eine konstruktive Feedbackkultur gelebt. Positiv ist das hohe
Engagement aller Beteiligten, welches zu einer angenehmen Atmosphäre und
erfolgsversprechender Studierbarkeit führt.
- Die Programmverantwortlichen haben die Curricula durch Integration von
Inhalten zur Nachhaltigkeit und zur Digitalisierung weiterentwickelt und
damit auf die Herausforderungen der Zeit angemessen reagiert.
- Die zukünftige, alltägliche, in Teilen interdisziplinäre Arbeit der
Architekten wird hier schon im Studium geübt.
- Mit diesem Lernkonzept entsteht eine lebhafte und zielorientierte
Kommunikationskultur, die durch das große Engagement der Lehrenden und
deren außercurriculare Zusatzangebote gestärkt wird.
- Die Studierenden werden mit dem angebotenen Studienverlauf an der
Hochschule Bochum sehr gut auf die tagtägliche Arbeit im Berufsleben
vorbereitet. Der Fachbereich Architektur der Hochschule Bochum wird somit
seinem Anspruch an eine Lehre, die zu einer qualifizierten
Erwerbstätigkeit führt, gerecht.
- Die Inhalte der drei Studienprogramme sind absolut am „Puls der Zeit“
und gehen auf tagesaktuelle Entwicklungen ein sowie auch auf die
Geschichte des Architekturgeschehens.
Der fachliche Diskurs auf nationaler und internationaler Ebene wird
systematisch berücksichtigt.
- Die Architekturfakultät gilt als Leuchtturm des Gesamtcampus der
Hochschule Bochum.

Fundament des Studiums ist das Architekturwissen aus dem abgeschlossenen
Architekturstudium und das architektonische Denken. Übergeordnetes
Qualifikationsziel des Masterstudienganges AMM ist Managementkompetenz in
Kommunikationsprozessen. AMM-Absolvent*innen beherrschen
Kommunikationsstrategien, zeigen Sicherheit im Umgang mit Medien und
Agenturen und können Kommunikationsmaßnahmen zielgruppengerecht
ausrichten. Eine Besonderheit des Masterstudiums AMM stellt die
ausgeprägte Praxisorientierung und die Realisierung von Praxisprojekten
dar. Das Masterstudium qualifiziert dazu, verantwortungsvolle Aufgaben in
Kommunikation und Projektmanagement zu übernehmen. Im Masterstudium wird
dafür die fachliche, konzeptionelle und handwerkliche Befähigung erreicht
und die Vernetzung mit der Architektur- und Medienszene entwickelt.
Potenzielle Berufsfelder sind die Tätigkeit als Architekt*in ebenso wie
die Arbeit in Kommunikationsabteilungen von Architekturbüros, Museen,
Galerien, Kulturinstitutionen, Marketingabteilungen von
Bauprodukteherstellern oder in Presse- und Werbeagenturen mit
Architekturbezug. Die Persönlichkeitsentwicklung wird insbesondere durch
Gruppenarbeiten gefördert. Hier wird Führung, Teamarbeit und
Konfliktmanagement trainiert.
Unser Thema ist Architektur.
Unsere Kompetenz ist Kommunikation.

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FIT-Programm des DAAD – ehs wirbt erfolgreich Projekt zur Unterstützung internationaler Studierender ein

Die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) hat erfolgreich Fördermittel
beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in der neuen
Programmlinie FIT eingeworben. Bis Dezember 2028 stehen der Hochschule
damit gut 600.000 € zur Verfügung, um internationale Studieninteressierte
in der Studienvorbereitung sowie internationale Studierende im
Studienverlauf zu unterstützen.
FIT steht für „Förderung internationaler Talente zur Integration in
Studium und Arbeitsmarkt“. Mit dem Programm unterstützt der DAAD deutsche
Hochschulen dabei, angehende internationale Fachkräfte schon im Studium
für das spätere Berufsleben zu stärken.

An der ehs werden Fachkräfte für die Soziale Arbeit, Kindheitspädagogik
und Pflege ausgebildet. Berufe in diesen Bereichen zählen zu den
Engpassberufen in Sachsen.
Seit ihrer Gründung 1991 beteiligt sich die ehs aktiv daran, auch
internationale Studierende zu Fachkräften auszubilden, u.a. indem sie
zusätzliche Studienplätze für Menschen aus Mittel- und Osteuropa und für
Menschen mit Fluchtbiografie anbietet. Das nun eingeworbene Projekt kann
daher auf langjährige Vorarbeiten und Erfahrungen im Bereich der
Unterstützung von ausländischen Studierenden an der ehs aufbauen.
Projektleiterin Irene Sperfeld freut sich über die erfolgreiche Einwerbung
und sagt:
„Durch die Förderung im FIT-Programm kann unsere Hochschule
internationalen Studierenden besonders gute Studienbedingungen bieten. Ein
Studium in der Fremdsprache Deutsch zu absolvieren, ist eine
Herausforderung, und auch Migrations- und Fluchterfahrungen erschweren
zuweilen das Studieren. Wir bieten niedrigschwellige Beratung an und
machen zahlreiche weitere Angebote, z.B. ein Probestudium, einen
Prüfungstrainingskurs Deutsch C1, studienbegleitende Workshops,
individuelles Tutoring und ein Mentoringprogramm für den Berufseinstieg.
Besonders die langfristige Perspektive bis Ende 2028 ermöglicht es uns,
internationale Studieninteressierte, Studierende und Alumni bedarfsgerecht
und nachhaltig zu begleiten.“
Der DAAD unterstützt seit April 2024 im Rahmen der „Campus Initiative
internationale Fachkräfte“ deutschlandweit 114 Hochschulprojekte bei der
Qualifizierung internationaler Fachkräfte. Die ehs ist eine der fünf
sächsischen Hochschulen, die mit einem FIT-Antrag erfolgreich waren. Für
die Initiative stehen bis 2028 insgesamt rund 120 Millionen Euro aus
Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bereit.

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Carol-Nachman-Preis und -Medaille 2024 verliehen an Oliver & Jörg Distler, Hanns-Martin Lorenz & Rotraut Schmale-Grede

Die Stadt Wiesbaden ehrt heute herausragende Persönlichkeiten mit dem
Carol-Nachman-Preis für Rheumatologie und der Carol-Nachman-Medaille.
Prof. Dr. Oliver Distler aus Zürich und Prof. Dr. Jörg Distler aus
Düsseldorf empfangen den Preis für ihre herausragenden Beiträge zur
Forschung und Behandlung von rheumatischen Erkrankungen. An Prof. Dr.
Hanns-Martin Lorenz und Rotraut Schmale-Grede geht die Carol-Nachman-
Medaille. Als Beteiligte im Kuratorium gratuliert die Deutsche
Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. (DGRh) den
Geehrten und dankt für ihr wichtiges Engagement. Die Preisverleihung fand
am 21. Juni 2024 um 18.00 Uhr im Festsaal des Wiesbadener Rathauses statt.

Mit der Verleihung des Carol-Nachman-Preises und der Medaille zollt die
Stadt Wiesbaden den Preisträgern und der Preisträgerin höchste
Anerkennung. Denn der mit 37.500 Euro dotierte Preis ist eine der höchsten
medizinischen Auszeichnungen Deutschlands. Er dient der Förderung der
klinischen, therapeutischen und experimentellen Forschungsarbeit auf dem
Gebiet der Rheumatologie. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und
Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr überreichten die Preise am
Freitagabend im Beisein von geladenen Gästen aus Medizin, Politik und
Gesellschaft.

Die feierliche Zeremonie im Festsaal des Wiesbadener Rathauses bot den
angemessenen Rahmen, um besondere Leistungen und den Einsatz im Kampf
gegen entzündlich-rheumatische Erkrankungen und eine bessere
rheumatologische Versorgung zu ehren. „Wir sind hoch erfreut, auch in
diesem Jahr so engagierte und international renommierte Preisträger
auszeichnen zu können“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Märker-Hermann,
Sprecherin des Carol-Nachman-Kuratoriums aus Wiesbaden. Den Carol-Nachman-
Preis erhalten die Professoren Oliver und Jörg Distler für Ihre
Forschungen zur Systemischen Sklerose (SSc). Ihre experimentellen Arbeiten
haben das pathophysiologische Verständnis der SSc erweitert und daraus
Ansätze für neue Therapien hervorgebracht sowie Modelle für die
präklinische Testung generiert. Neben den großen wissenschaftlichen
Verdiensten von Oliver und Jörg Distler sei es etwas Besonderes für das
Fach Rheumatologie und klinische Immunologie, wenn zwei Brüder eine
jeweils so überragende Forschungskarriere im deutschsprachigen Raum
erreichten, ergänzt Märker-Hermann. „Darüber hinaus freuen wir uns sehr,
mit der Carol-Nachman-Medaille ein Duo aus Selbsthilfe und Wissenschaft
auszeichnen zu dürfen“, sagt Prof. Dr. Christof Specker, Präsident der
DGRh. „Von der engen Zusammenarbeit von Fachgesellschaft und
Patientenvertretung profitieren die rheumatologische Forschung und die
Patientenversorgung erheblich“, so der Direktor der Klinik für
Rheumatologie und Klinische Immunologie an den Kliniken Essen-Mitte.

Prof. Dr. Oliver Distler ist ein international anerkannter Experte auf dem
Gebiet der Rheumatologie und Direktor der Klinik für Rheumatologie am
Universitätsspital Zürich. Der 52-Jährige hat mit seiner Arbeitsgruppe in
Zürich Tiermodelle der SSc erforscht. Bei Patienten mit SSc und im
Besonderen Patienten mit assoziierter Lungenfibrose wurden über viele
Jahre Registeranalysen (europäisches EUSTAR-Register) durchgeführt,
prognostisch wichtige Biomarker und In-vitro-Funktionstests für Fibrose
entwickelt sowie RNA-omics analysiert. Neben anderen internationalen
klinischen Studien hat Olive Distler als Erstautor die entscheidende
Studie hochrangig publiziert, die schließlich zur Zulassung des ersten
Medikaments zur Behandlung der SSc-Lungenfibrose geführt hat. Professor
Oliver Distler veröffentlichte mehr als 300 wissenschaftliche Artikel und
erhielt bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Arbeiten.

Prof. Dr. Jörg Distler, 50, ist ein führender Wissenschaftler im Bereich
der entzündlichen Gelenk- und Bindegewebserkrankungen und Professor an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er leitet die Universitätsklinik
für Rheumatologie und das Hiller-Forschungszentrum. Prof. Dr. Jörg Distler
hat erforscht, wie chronische Entzündungsprozesse zu dauerhaften
„Remodeling“- Reaktionen führen. Der Prozess von mikrovaskulären Schäden,
Gewebsentzündung und Differenzierung von Fibroblasten hin zu chronischer
Fibrose wurde in wesentlichen Schritten aufgeklärt. Seine experimentellen
Arbeiten sind die wissenschaftliche Basis für verschiedene neue Therapien
der SSc, die inzwischen auch Eingang in die klinische Versorgung gefunden
haben. Translational hat dies zudem Bedeutung für andere fibrotische
Erkrankungen wie Leberzirrhose, interstitielle Nierenerkrankungen oder
überschießende Narbenbildungen. Er ist Autor von über 250
wissenschaftlichen Publikationen und hat mehrere nationale und
internationale Forschungspreise erhalten.

Prof. Dr. Hanns-Martin Lorenz und Rotraut Schmale-Grede erhalten die
Carol-Nachman-Medaille für ihr gemeinsames unermüdliches Engagement für
eine bessere Sichtbarkeit der Rheumatologie mit dem Ziel der besseren
rheumatologischen Versorgung, der Behandlung und der Lebensqualität von
Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Als langjährige
Vorsitzende der Deutschen Rheuma-Liga (DRL) setzt sich Schmale-Grede
intensiv für die Selbsthilfe ein. Unter ihrer Führung rief die
Organisation zahlreiche Initiativen zur Unterstützung von Betroffenen ins
Leben und steigerte deren öffentliche Wahrnehmung. Die 68-Jährige ist eine
bedeutende Stimme für die Patientinnen und Patienten und beeinflusste
durch ihre Arbeit viele Leben positiv. Ihre Arbeit umfasst die Förderung
von Selbsthilfegruppen, die Information und die Interessenvertretung von
Rheumapatienten auf politischer Ebene. Für ihr soziales Engagement ist sie
vielfach ausgezeichnet.

Prof. Dr. Hanns-Martin ist Initiator des Bündnisses für Rheumatologie und
der Kampagne „rheu-ma2025.de“, einer Kampagne insbesondere für
Öffentlichkeitsarbeit und Lehre des Fachs Rheumatologie. Als Leiter der
Sektion Rheumatologie an der Universitätsklinik Heidelberg führte der
62-Jährige zahlreiche klinische Studien durch und trägt durch seine
wissenschaftliche Arbeit vielfach zur Entwicklung neuer therapeutischer
Ansätze und Behandlungsstandards bei. Durch seinen großen Einsatz in der
rheumatologischen Lehre und seine modernen Lehrformen begeistert er
zahlreiche Nachwuchsmediziner für die Rheumatologie. In den Jahren 2015
bis 2021 gehörte Lorenz dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für
Rheumatologie und Klinische Immunologie an und amtierte 2017/2018 als
deren Präsident. Nach wie vor ist er in vielen bedeutenden Projekten und
Gremien der DGRh aktiv. Gemeinsam intensivierten Schmale-Grede und Lorenz
auch die Zu-sammenarbeit der DRL mit der DGRh und prägten eine besondere
Qualität der Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und wissenschaftlicher
Forschung.

Carol Nachman war ein Wiesbadener Unternehmer und Spielbankkonzessionär,
der sich zeitlebens für die Erforschung und Behandlung rheumatischer
Erkrankungen engagierte. Nachman hinterließ der Stadt Wiesbaden ein
bedeutendes Vermächtnis, um herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf
dem Gebiet der Rheumatologie zu fördern und zu würdigen. Der Carol-
Nachman-Preis ist eine der weltweit angesehensten Auszeichnungen in der
Rheumatologie. Der Preis ist mit 37.500 Euro dotiert und wird seit 1972
jährlich verliehen.

Dem Carol-Nachman-Kuratorium gehören zwei Vertreter der Landeshauptstadt
Wiesbaden an, zudem der jeweilige Präsident der DGRh, ein Mitglied des
Beirates der DGRh, ein Wissenschaftler des Fachbereichs Rheumatologie der
Universität Mainz, ein Wissenschaftler der Helios Dr.-Horst-Schmidt-
Kliniken Wiesbaden, ein Chefarzt der in Wiesbaden ansässigen
Rehabilitationskliniken und ein Vertreter einer europäischen Gesellschaft
für Rheumatologie. Möglich ist auch die Berufung eines Ehrenvorsitzenden
durch den Magistrat.

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