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DGSM-Aktionstag Erholsamer Schlaf: Soziale Ungerechtigkeit und Ungleichheit liegen mit unter der Bettdecke

Jeder Mensch hat das Recht auf gesunden und erholsamen Schlaf – unabhängig
von Geschlecht, Alter, sozialer Stellung, Bildungsniveau oder
Berufszugehörigkeit! Das ist die Botschaft des Aktionstages Erholsamer
Schlaf der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
(DGSM) am 21. Juni 2024.

Da kann die Matratze so gut sein, wie sie will: wer an einer
vielbefahrenen Straße, an einer Bahnlinie oder in Ballungszentren wohnt,
schläft oftmals schlechter. Das ist nachvollziehbar. Wussten Sie jedoch,
dass die Schlafqualität mit dem Bildungsstatus zusammenhängt? Umso höher
der Bildungsstatus, umso besser die Schlafqualität!

„Wir werden neben diesen genannten Dingen beispielsweise darüber sprechen,
dass die nächtliche Schlafqualität von der Höhe des Einkommens abhängen
kann. Auch wird es ein Thema sein, dass Menschen ohne Arbeit schlechter
schlafen, genauso wie Menschen, die alleinstehend sind“, gibt Dr. Hans-
Günter Weeß vom Organisationsteam der Gesellschaft einen Einblick in die
Themen des Aktionstages.

Diese lauten:
•       „Ist Geld tatsächlich ein gutes Ruhekissen? Wie sich die soziale
Stellung auf den Schlaf auswirkt“
•       „Die Schlafräuber der modernen Industriegesellschaft: So
beeinflussen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unseren Schlaf“
•       „Geschlechterunterschiede beim Schlaf – Ungerecht? Unveränderbar?“
•       „Alt werden ist nichts für Feiglinge: Schlafhandicaps in Altenheim
und Pflege“
•       "Die Schlaffee kommt! Damit Kinder und Jugendliche lernen, warum
Schlaf wichtig ist - bevor sie Schlafprobleme haben“
sollen beleuchten, welche politische und gesellschaftliche Relevanz Schlaf
hat.

Was raubt Ihnen den Schlaf – und ist das gerecht?
Alle Interessierten sind eingeladen, Ihre Meinung zum Thema oder eine
Frage, die Sie dazu stellen möchten, per Mail an den Pressekontakt zu
senden! Experten der DGSM beantworten am 21. Juni diese Fragen live auf
YouTube. Weitere Infos folgen.

Gemeinsam für ein Recht auf Schlaf!
Nutzen Sie den DGSM-Aktionstag für eigene lokale Events und berichten Sie
uns gern davon! Senden Sie uns Fotos von Ihren Aktionen und wir teilen
diese auf unseren Social-Media-Kanälen! Werden Sie Schlaf-Botschafter und
helfen Sie mit, darüber zu informieren, wie enorm wichtig Schlaf für
unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist – vom Kindes- bis zum
Rentenalter!

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
nutzt jährlich den 21. Juni als längsten Tag des Jahres für einen eigenen
nationalen Schlaftag. Mit dem DGSM-Aktionstag Erholsamer Schlaf will die
Gesellschaft kontinuierlich auf die Bedeutung des Themas Schlaf aufmerksam
machen und dafür sensibilisieren.

Zur Information der Medien und für Fragen von Journalistinnen und
Journalisten veranstaltet die DGSM ein Online-Pressegespräch am 18. Juni
2024 um 11 Uhr. Weitere Infos folgen. Medienschaffende können sich dazu
bereits anmelden! Melden Sie sich ebenfalls, wenn Sie in den
Presseverteiler des Aktionstages aufgenommen werden möchten, oder einen
Experten als Gesprächspartner für Interviews suchen!

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Presseeinladung: Politik braucht Forschung braucht Wissenschaftskommunikation - Städte der Zukunft

Die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) und das Center for Advanced
Internet Studies (CAIS) laden zur Veranstaltung "Politik braucht Forschung
braucht Wissenschaftskommunikation" am 27. Mai 2024 in das Bürgerhaus Bilk
in Düsseldorf ein. Die Veransaltung richtet sich an politische
Entscheidungsträger:innen sowie Vertreter:innen aus der Wissenschaft und
der Wissenschaftskommunikation.

In einer Zeit, in der Herausforderungen komplexer und das Zusammenspiel
zwischen Forschungsbefunden und politischer Entscheidungsfindung
bedeutsamer wird, möchten wir mit Ihnen über die Rolle der
Wissenschaftskommunikation sprechen.

Rund um die Frage, wie sich Städte in Nordrhein-Westfalen zukünftig
nachhaltiger, smarter, partizipativer und lebenswerter gestalten lassen,
werden wir Ihnen Beispiele aus der Wissenschaftskommunikation
präsentieren.

In einer Gesprächsrunde möchten wir mit Ihnen gemeinsam diskutieren, wie
wissenschaftliche Forschung aufbereitet und vermittelt werden kann, um
politische Akteur:Innen und gesellschaftliche Gruppen zu erreichen und so
eine verlässliche Basis für Entscheidungen liefern kann.

Welchen Mehrwert kann die Wissenschaftskommunikation für eine
evidenzbasierte, innovative und zukunftsgewandte Gestaltung unserer
Zukunft bieten?

Wir freuen uns auf ein Grußwort der Ministerin für Kultur und Wissenschaft
des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes.

Wir laden Sie herzlich ein, an einem inspirierenden Tag teilzunehmen, der
Einblicke, Gespräche und Möglichkeiten zur Vernetzung bietet.

Montag, 27. Mai 2024
13:30-16:00 plus Empfang

Veranstaltungsort:
Bürgerhaus Bilk
Bachstraße 145
40217 Düsseldorf

Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig.

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Umweltbewusst heizen mit kalter Nahwärme

Im Interview erklärt Prof. Dr. Andrea Pelzeter, wie kalte Nahwärmenetze
innovative Energiequellen nutzen und die Umwelt schonen. Der Campus
Lichtenberg der HWR Berlin könnte zum Reallabor werden.

Zur Person

Architektin Prof. Dr. Andrea Pelzeter ist Professorin für Allgemeine
Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Facility Management an der
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin). Die Expertin für
Lebenszykluskosten von Immobilien und Carbon Footprint von
Dienstleistungen forscht intensiv und angewandt unter anderem zu
Nachhaltigkeit im Facility Management, Corporate Social Responsibility
(CSR) und Geschäftsmodellen als auch zu Abrechnungskonzepten für kalte
Nahwärmenetze.

Berliner Förderprogramm für Reallabore

Das Projekt „KWArtier – Kalte Nahwärmenetze für die Autarkie im Quartier
mit multiplen Erzeugern“ gehört zu den zehn Konzepten, die im Rahmen des
Berliner Programms zur Förderung von wirtschaftsorientierten Reallaboren
aus über 50 Bewerbungen ausgewählt wurden. Zur Kick-Off-Veranstaltung
Mitte Mai 2024 stellte die HWR-Forschungsgruppe ihr Vorhaben zur
klimaverträglichen Kühlung und Heizung am Campus Lichtenberg der
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe vor. Aktuell läuft
die sechsmonatige Konzeptphase. Drei der Finalisten erhalten den Zuschlag
für ein Reallabor mit einer maximalen Laufzeit von bis zu drei Jahren und
drei Millionen Euro Förderung. In Reallaboren bringen
Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen
ein, um zusammen Probleme zu verstehen, Lösungen zu erproben und die
Ergebnisse zu bewerten. Dabei geht es um wirtschaftlich tragfähige und
übertragbare Konzepte, die auch zur Wertschöpfung und Wirtschaftskraft in
Berlin beitragen.

Das Interview

Prof. Pelzeter, durch die Energiewende werden Menschen zu Prosumern –
könnten Sie das bitte kurz erklären?
Wenn Menschen auf ihrem Balkon eine Photovoltaik-Anlage aufstellen und den
so produzierten Strom teils selber verbrauchen und teils in das Stromnetz
einspeisen, dann sind sie sowohl Konsumenten als auch Produzenten von
Strom. In unserem Falle geht es dann um Abwärme, die im Rahmen von
Kühlungsmaßnahmen „produziert“ wird und die als Quelle für die Erwärmung
von Heizungswasser genutzt werden kann.

Kalte Nahwärme – klingt paradox.  Was ist das?
Ein lokales Netzwerk, zum Beispiel eine Ringleitung in der Erde, verbindet
Wärmequellen, möglicherweise ein zu kühlendes Serverzentrum, mit
Wärmesenken, das heißt, mit einer Heizung oder auch mit einem saisonalen
Wärmespeicher, der diese „Abfallwärme“ für die nächste Heizungssaison
aufbewahrt. Das Wasser in diesem Netzwerk hat ca. 10 bis 20 Grad Celsius,
was schön kalt ist für die Kühlung und im Winter eine relativ warme Quelle
für Wärmepumpen darstellt, die die Temperatur dann noch auf 30 Grad
anheben, damit Flächenheizkörper den Raum heizen können. Das ist
effizienter, als im Winter die Umgebungsluft (mit vielleicht 0 Grad
Celsius) als Wärmequelle für eine Luftwärmepumpe zu nutzen.

Wie kann kalte Nahwärme die Lebensqualität in der Stadt an Hitzetagen in
Berlin verbessern?
Das kalte Nahwärmenetz sorgt dafür, dass die im Sommer durch Kühlgeräte
gesammelte Wärme nicht die Außenluft weiter aufheizt, wie das bei den
Klima-Split-Geräten der Fall wäre, die man in manchen Fenstern beobachten
kann. Stattdessen wird die Wärme in Erdspeichern gesammelt und zu einem
späteren Zeitpunkt genutzt.

Inwiefern könnte die Umstellung dazu beitragen, CO2-Eimissionen in Berlin
zu reduzieren?
Einerseits kann die zur Kühlung aufgewendete Energie um circa zwei Drittel
reduziert werden. Andererseits muss die aus der Abwärme „gerettete“
Energie nicht erneut in Kraftwerken erzeugt werden – was nach heutigem
Stand noch immer mit der Verbrennung von Kohle oder Gas verbunden ist. In
unserem Beispiel könnten so ca. 450 Tonnen Kohlendioxid jedes Jahr für die
Kühlung und Heizung der Hochschulgebäude am Campus Lichtenberg eingespart
werden.

Wie wird das Ganze abgerechnet, wenn Prosumer nicht nur konsumieren,
sondern auch produzieren?
Das ist die Frage, die wir in dem von uns konzipierten Reallabor klären
möchten. Erhalte ich einen Bonus für meine Abwärme in der jährlichen
Heizungsabrechnung oder wird durch das kalte Nahwärmenetz lediglich meine
Kühlung je Kilowattstunde deutlich billiger? Wie hoch muss der
wirtschaftliche Vorteil sein, damit ich die Umrüstung an meinen Anlagen
vornehmen lasse? Wie teuer ist es, das kalte Nahwärmenetz mit Backups
abzusichern, damit die gewünschte Temperatur auch dann erreicht wird, wenn
zu wenig oder zu viel Abwärme zirkuliert?

Weshalb eignet sich der Campus Lichtenberg der HWR Berlin so gut als
Standort für ein Reallabor?
Der Campus Lichtenberg eignet sich zum einen technisch, weil es dort Kühl-
und Heizbedarf in nennenswerter Menge gibt. Zudem finden wir hier die
typische, herausfordernde Zusammenstellung von Stakeholdern vor:
Eigentümer, Nutzer und Betreiber der Gebäude sind unterschiedliche
Unternehmen beziehungsweise Institutionen mit spezifischer
Interessenslage. Eine dort entwickelte, prototypische Lösung wird dann
sehr gut auf andere Quartiere übertragbar sein.

Was macht so ein Reallabor aus?
Ein Reallabor lebt davon, dass man sich regelmäßig den tatsächlichen Stand
der Dinge ansehen kann: Wo wäre das besser der Fall, als an einem Ort, an
dem die beteiligten Personen lehren und forschen? Schließlich sollen
möglichst viele Menschen von dem Reallabor profitieren: zu den im Projekt
mitwirkenden Firmen und vergleichbaren Immobilieneigentümern und -nutzern
kommen hier noch die Studierenden der HWR Berlin hinzu. Studierende des
dualen Studiengangs Technisches Facility Management könnten am Beispiel
des kalten Nahwärmenetzes auch im Rahmen ihrer Studienprojekte
Berechnungen vornehmen und das Konzept bei ihren Arbeitgebern wie
Krankenhäusern, Wohnungsunternehmen oder der Berliner Verwaltung bekannt
machen.

Sehen Sie Potenzial, dass solch ein Projekt über den Campus hinaus
ausstrahlt?
Das ist in jedem Falle der Zweck eines Reallabors. Im Idealfall steht am
Ende des Projektes ein Baukastenmodell für die modulare Entwicklung von
kalten Nahwärmenetzen in städtischen Quartieren. Die beteiligten
Unternehmen können auf dieser Basis Beratungsleistungen anbieten
beziehungsweise Contracting-Angebote erstellen und auf das umgesetzte
Beispiel als Referenz verweisen.

Welche konkreten wirtschaftlichen Vorteile könnten sich für die Hochschule
und andere Beteiligte ergeben?
Alle können Geld sparen: Die HWR Berlin und gegebenenfalls die weiteren
Behörden auf dem Campus würden weniger Kosten für Heizung und Kühlung
aufwenden. Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH als Eigentümerin des
Quartiers hätte einen Wertzuwachs durch die im Reallabor installierten
Geräte und kann mit den eingesparten CO2-Emissionen auf dem Gelände ihre
Verpflichtungen gegenüber dem Berliner Senat erfüllen. Beteiligte kleine
und mittlere Unternehmen (KMU) haben Referenzen für zukunftsgerichtete
Geschäftsmodelle erlangt und können so mehr Umsatz generieren.

Wie können die Einsparungen anderweitig genutzt werden?
Mit dem eingesparten Geld können andere Maßnahmen zur Umsetzung von
Nachhaltigkeit am Campus Lichtenberg finanziert werden, beispielsweise für
den Artenschutz.

Wann und wie könnte es losgehen?
Derzeit befinden wir uns in der vom Land Berlin geförderten
Konzeptionsphase des Reallabors. Mit einem jetzt auszuarbeitenden
Masterplan und der Zustimmung der BIM zu den möglichen Umsetzungsmaßnahmen
bewerben wir uns gemeinsam mit neun weiteren Teams darum, als eines von
drei Projekten für die Realisierung ausgewählt zu werden. Wir haben eine
realistische Chance, aber Daumendrücken wäre trotzdem gut.

Frau Prof. Pelzeter, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führte Sylke Schumann, Pressesprecherin der Hochschule für
Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin).

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist eine
fachlich breit aufgestellte, international ausgerichtete Hochschule für
angewandte Wissenschaften, einer der bundesweit größten staatlichen
Anbieter für das duale Studium und im akademischen Weiterbildungsbereich.
Sie sichert den Fachkräftebedarf in der Hauptstadtregion und darüber
hinaus. Rund 12 500 Studierende sind in über 60 Studiengängen der
Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, Ingenieur- und Polizei- und
Sicherheitswissenschaften sowie in internationalen Master- und MBA-
Studiengängen eingeschrieben. Die HWR Berlin ist die viertgrößte
Hochschule für den öffentlichen Dienst in Deutschland und mehrfach
prämierte Gründungshochschule. Über 700 Kooperationen mit Partnern in der
Wirtschaft und im öffentlichen Dienst garantieren den ausgeprägten
Praxisbezug in Lehre und Forschung. 195 aktive Partnerschaften mit
Universitäten auf allen Kontinenten fördern einen regen
Studierendenaustausch und die internationale Forschungszusammenarbeit. Die
HWR Berlin ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for
Excellence“ und unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz
„Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

http://www.hwr-berlin.de

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Nachhaltige Geokunststoffe und Advanced Recycling – Kreislauffähige Kunststoffwirtschaft

Erstmalig stellt der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics
Economy CCPE das Thema »Nachhaltige Geokunststoffe für den Landschaftsbau«
auf der ACHEMA 2024 neben dem Thema »Advanced Recycling« vor. Wir laden
Sie herzlich ein, uns auf der Messe in Frankfurt (Halle 6.0 – Forschung
und Innovation | Stand D49) zu besuchen.

Ist es möglich, Kunststoffe für den Landschaftsbau aus biobasierten
Polymeren herzustellen? Können Produkte ohne Umweltprobleme und mit
kontrolliertem Abbau hergestellt werden? Genau diesen Fragen, die für eine
Vielzahl an kommerziellen Produkten wichtig ist, widmet sich das
Fraunhofer CCPE in seinem neuen Forschungsschwerpunkt »Nachhaltige
Geokunststoffe für den Landschaftsbau«.

Vom 10. bis 14. Juni 2024 zeigen unsere Spezialistinnen und Spezialisten
auf der ACHEMA 2024 anhand unseres Exponats auf, wie sich innovative und
nachhaltige Materialien für den Einsatz in komplexen Umgebungen designen
lassen. Geokunststoffe werden heutzutage bereits für diverse Anwendungen
auf Basis nachwachsender Rohstoffe, sowohl Biopolymere als auch z. B.
Naturfasern, hergestellt. Hierbei gilt es, sowohl herausfordernden
Anforderungen nicht nur initial, sondern über eine vordefinierte
Einsatzdauer zu genügen, um gleichzeitig aber für viele Anwendungen
vollständig bioabbaubar zu sein. In der Kooperation des Fraunhofer CCPE
werden bereits jahrelange Erfahrungen mit Biopolymeren, wie Polylactid
(PLA) und Polybutylensuccinat (PBS), sowie mit allen notwendigen
Prozessschritten mit Fokus auf die Herstellung hochqualitativer Fasern aus
PLA und PBS verfolgt. Flankiert werden diese durch Untersuchungen zu
zeitlich definiertem Abbau in Böden und aquatischen Umgebungen sowie durch
ökotoxikologische Einschätzungen der Neuentwicklungen, um den raschen
Transfer in die Anwendung zu gewährleisten.

Ebenfalls auf der ACHEMA stellt Fraunhofer CCPE das »Advanced Recycling«
aus. Gerade bei schwer recycelbaren Abfällen ist es oft eine
Herausforderung, das passende Verfahren zu finden. Mit der CCPE-
Recyclingkaskade für kunststoffhaltige Abfälle, die aus einer Kombination
von drei innovativen Fraunhofer-Technologien besteht, können hochwertige
Kunststoff-Rezyklate mit optimierter Produktausbeute erzeugt werden. Diese
Abfälle umfassen beispielsweise gemischte Verpackungsabfälle,
Schredderreste oder Verbundmaterialien, die mit konventionellen,
mechanischen Verfahren nicht mehr recycelbar sind. Die Einsatzstoffe
werden vorsortiert und dann mit einer Kombination aus drei innovativen
Recyclingtechnologien behandelt: lösungsmittelbasierter Prozess, Solvolyse
und iCycle® Prozess.

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