Zum Hauptinhalt springen

Start-ups haben bei Big Data die Nase vorne“

Die digitale Transformation ist von zentraler Bedeutung für den deutschen
Wirtschaftsstandort. Insbesondere junge Unternehmen können dazu beitragen,
Deutschland innovativer zu machen. Hanna Hottenrott, Leiterin des
Forschungsbereichs „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ am ZEW
Mannheim und Professorin an der Technischen Universität München, erklärt
dazu:

„Bei der Analyse von Big Data und der Nutzung digitaler Technologien haben
Start-ups die Nase vorne. Sie sind in der Regel flexibler, risikobereiter
und innovativer als etablierte Unternehmen. Zudem haben sie entscheidende
Vorteile, wenn es darum geht, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und
erfolgreich auf den Markt zu bringen. Wenn Start-ups die Möglichkeiten von
Big Data nutzen, erhöhen sie langfristig ihre Überlebens- und
Erfolgschancen.

Unsere Forschungsergebnisse zeigen aber auch: Der Einsatz von Big Data
birgt Risiken. Die Kompetenzanforderungen an neue Mitarbeitende führen zu
deutlich höheren Personalkosten. Die Einführung von Big Data in
Unternehmen kann scheitern und damit das gesamte Geschäftsmodell
gefährden. Der Aufwand für den Aufbau effizienter Unternehmensstrukturen
zur Nutzung neuer digitaler Technologien kann sich negativ auf die Umsatz-
und Ertragssicherheit auswirken und die Stabilität von Start-ups
insbesondere kurz- und mittelfristig gefährden.“

  • Aufrufe: 34

Tabuthema Harninkontinenz: Aktualisierte Leitlinie beschäftigt sich mit Langzeitdrainage und psychosomatischen Aspekten

Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema. Doch vor allem ältere Menschen
verlieren ungewollt Urin – etwa beim Husten – oder schaffen es nicht mehr
rechtzeitig auf die Toilette. Um eine bestmögliche Betreuung und
Behandlung für diese Patientengruppe nach neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen zu gewährleisten, wurde die aktuelle Leitlinie zum dritten
Mal umfassend aktualisiert und jetzt veröffentlicht. Die Federführung bei
der Erstellung der S2k-Leitlinie „Harninkontinenz bei geriatrischen
Patienten – Diagnostik und Therapie“ hat die Deutsche Gesellschaft für
Geriatrie (DGG) übernommen.

Leitlinien-Koordinator Professor Andreas Wiedemann, Leiter der
Arbeitsgruppe Inkontinenz bei der DGG, sagt: „Wir haben wichtige neue
Handlungsempfehlungen erarbeitet, die insbesondere bei hochaltrigen
Patientinnen und Patienten zu mehr Lebensqualität führen können.“

Insgesamt 14 Kapitel inklusive Literaturquellen umfasst das rund
150-seitige Dokument der Leitlinie. Das Themenspektrum reicht von
Diagnosemethoden und Assessmentinstrumenten über medikamentöse und
operative Therapie bis hin zu Toilettentraining und Hilfsmitteln.
„Komplett neu ist das Kapitel zur instrumentellen Harnblasen-
Langzeitdrainage. Denn gerade hier gibt es viele neue Daten über die
Lebensqualität von Katheter-Trägern. Bei geriatrischen Patienten ist es
häufig so, dass sie nicht mehr therapiert werden können oder keinen
Therapiewunsch haben, aber dank Katheter noch versorgt werden können“,
erklärt Leitlinien-Koordinator Wiedemann. Neu ist ebenfalls ein Kapitel,
das sich explizit mit psychosomatischen Aspekten von Harninkontinenz bei
älteren Menschen befasst.

Leitlinie adressiert noch mehr fachliche Anwendungsbereiche

Auch alle anderen Kapitel wurden in einem strukturierten Konsensprozess
mit allen Fachgesellschaften überarbeitet. „Die Reichweite der fachlichen
Anwendung dieser Leitlinie ist noch größer geworden. Sie ist nicht nur für
Geriater gedacht, sondern für alle, die geriatrische Patienten mit
Harninkontinenz in ihren Abteilungen und Praxen behandeln“, sagt
Wiedemann. Mit Blick auf die besondere Vulnerabilität geriatrischer
Patienten ergänzt er: „Manchmal kann es auch Sinn machen, eine abgeänderte
oder kürzere Version eines Behandlungsprogramms durchzuführen, um diesem
Umstand gerecht zu werden. Auch dafür gibt die vorliegende neue Leitlinie
konkrete Handlungsempfehlungen zur Orientierung.“
An der zweijährigen Gemeinschaftsarbeit zur Aktualisierung der Leitlinie
waren neben der DGG ebenso die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU),
die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), die
Deutsche Kontinenz Gesellschaft (DKG) sowie die Inkontinenz Selbsthilfe
und die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) beteiligt.

Weitere Informationen zur S2k-Leitlinie „Harninkontinenz bei geriatrischen
Patienten – Diagnostik und Therapie“ gibt es auf der AWMF-Website.

  • Aufrufe: 28

Vorhofflimmer-Ablation: Erfolg mit KI besser vorhersagbar?

Herzstiftung fördert innovatives Forschungsprojekt, das den Erfolg einer
Katheterablation bei Vorhofflimmern mittels KI-basierter EKG-Analyse
genauer vorhersagen soll. Neue Technik entwickeln das Helios Health
Institute und das Herzzentrum Leipzig.

Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen und gehört
mit der Herzinsuffizienz und dem metabolischen Syndrom zu den stetig
zunehmenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vorhofflimmern betrifft
schätzungsweise 1,5 bis 2 Millionen Menschen in Deutschland. Dabei zeigen
sich im Elektrokardiogramm (EKG) schnelle, unregelmäßige Aktivitäten
innerhalb der Vorhöfe anstatt eines normalen Herzrhythmus. Infolgedessen
lässt die Kontraktionskraft des Herzens nach und das Risiko für eine
Herzinsuffizienz oder einen Schlaganfall steigt. Die kathetergeführte
Verödung fehlerhafter Erregungsherde (Ablation) gilt als effektivste
Behandlungsmöglichkeit, um eine langfristige Wiederherstellung des
Sinusrhythmus zu erreichen. Dennoch kommt es bei einem Teil der Patienten
auch nach der Ablation erneut zu Vorhofflimmern. Aus diesem Grund ist es
wichtig, innovative Methoden zu erforschen, mit denen sich der
Therapieerfolg abschätzen und eine optimale Auswahl geeigneter
Patient*innen treffen lässt. In Deutschland wurden allein im Jahr 2021
rund 103.000 Katheter-Ablationen durchgeführt (Deutscher Herzbericht
2022). „Daher ist es enorm wichtig, die Erfolgsquote einer Ablation im
Vorfeld möglichst exakt zu berechnen und so die Zahl der Rückfälle nach
dieser Verödungsprozedur zu verringern. Das Forschungsprojekt am
Herzzentrum Leipzig leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, der auch der
Sicherheit und Lebensqualität von Patienten mit Vorhofflimmern zugute
kommt“, betont Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Kardiologe und
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Infos auch unter:
https://herzstiftung.de/vorhofflimmern-projektfoerderung/ki

Wissenschaftliche Aufbereitung von EKG-basierten Daten mithilfe von KI
Ziel des von der Herzstiftung mit 92.800 Euro geförderten Projekts
„ACCELERATE“ (1) des Herzzentrums Leipzig und des Helios Health Institute
in Berlin ist die Entwicklung von EKG-basierten Vorhersagemodellen, mit
deren Hilfe sich der Erfolg einer Katheterablation zur Behandlung von
Vorhofflimmern bzw. das Risiko für einen Rückfall (Arrhythmie-Rezidiv)
nach Ablation sowie krankhafte Umstrukturierungsprozesse am linken Vorhof
des Herzens (linksatriales Remodeling) verlässlich voraussagen lassen. Das
Forschungsvorhaben leiten Dr. Sebastian König, Funktionsoberarzt der
Abteilung Rhythmologie am Herzzentrum Leipzig, und Prof. Dr. Dr. Andreas
Bollmann, Geschäftsführer und Medizinischer Direktor am Helios Health
Institute sowie Leitender Oberarzt am Herzzentrum Leipzig. Die Leipziger
Forscher werden vorhandene Registerdaten des Herzzentrums Leipzig mit
Routinedaten aus der klinischen Versorgung und weiteren Datenquellen wie
der digitalen EKG-Datenbank „Leipzig Heart Center Atrial Fibrillation
Ablation Registry“ (2) ergänzen und umfassend hinsichtlich auftretender
Muster analysieren. Ziel ist die Entwicklung von Vorhersagemodellen, die
mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) zu einer umfassenden Analyse von
Standard-12-Kanal-EKGs in der Lage sind. Bisher fanden EKG-basierte
Parameter aufgrund der methodisch gesetzten Grenzen nur unter Einbeziehen
einzelner Werte Eingang in derartige Analysen. „In den letzten Jahren hat
die Auswertung von Oberflächen-12-Kanal-EKGs mithilfe von künstlicher
Intelligenz beziehungsweise Modellen des maschinellen Lernens immer mehr
an Bedeutung gewonnen“, berichtet Dr. König und betont: „Der Einsatz
dieser Technologien könnte die Vorhersage von Umstrukturierungsprozessen
am Vorhof des Herzens weiter verbessern.“ Erste Studien zur Annäherung der
Vorhofgröße hätten das bereits zeigen können.

Neue Vorhersagemodelle zur Risikoeinschätzung nach einer Ablation
Die Methodik für die auf KI- bzw. maschinellem Lernen (ML)-basierte
Datenanalyse wurde von einem interdisziplinären Team um Prof. Bollmann
etabliert. Sie soll die wenigen genauen klinischen Variablen und Scores,
die bisher genutzt wurden, um die Effektivität des Herzrhythmuserhalts
nach einer Ablation einzuschätzen, zukünftig ablösen. Das geförderte
Forschungsprojekt hat ein positives Votum der lokalen Ethikkommission
erhalten und kann somit mit der Integration der verschiedenen digitalen
Datenquellen in eine Studiendatenbank beginnen. Für die unterschiedlichen
Fragestellungen (Vorhersage von: Größe des linken Vorhofs, Vorhandensein
von Arealen im linken Vorhof mit geringer Erregungsleitung (Low-Voltage-
Areale), Risiko für ein Arrhythmie-Rezidiv [=wiederkehrende
Rhythmusstörungen]), werden unterschiedliche Selektionskriterien
eingesetzt und die entsprechenden Datensätze für die ML-basierte
Entwicklung von Vorhersagemodellen herangezogen. Eine externe Validierung
der auf diese Weise entstandenen Modelle ist u. a. in Kooperation mit der
Vanderbilt Universität, Nashville (USA) geplant. Ein Vergleich mit
vorhandenen klinischen Vorhersagevariablen soll schließlich Aufschluss
über die statistische Genauigkeit liefern. Wenn sich die neu entwickelten
Modelle als verlässlich und genau herausstellen, würde dies einen
wichtigen Schritt hin zu einer individualisierten Therapieentscheidung für
Patient*innen mit Vorhofflimmern bedeuten, welcher lediglich einer
schmerzfreien, günstigen und überall verfügbaren Basisdiagnostik bedarf.
(HZL/DHS)

Förderinitiative der Herzstiftung zum Vorhofflimmern: 1 Mio. Euro für die
Forschung
Das Forschungsvorhaben von Dr. Sebastian König und Prof. Dr. Dr. Andreas
Bollmann am Herzzentrum Leipzig ist eines von insgesamt 14 innovativen
Forschungsprojekten im gesamten Bundesgebiet, das die Herzstiftung im
Rahmen einer Forschungsförderinitiative mit einem Gesamtvolumen von einer
Million Euro fördert (Infos: https://herzstiftung.de/forschung-
vorhofflimmern). Die Folgen eines unerkannten und unbehandelten
Vorhofflimmerns können gravierend sein. „Es besteht daher ein dringlicher
Forschungsbedarf – vor allem, weil die Herzrhythmusstörung ein
wesentlicher Risikofaktor für Herzkomplikationen und Schlaganfälle ist“,
betont Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der
Deutschen Herzstiftung. Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, erhöht
sich durch Vorhofflimmern um das Fünffache.

Infos zu Vorhofflimmern bietet die Herzstiftung unter
https://herzstiftung.de/vorhofflimmern

Literatur
(1) Original-Projekttitel: Artificial intelligence-enabled ECG analysis
for the prediction of atrial remodeling in atrial fibrillation and rhythm
outcome of left atrial catheter ablation (ACCELERATE)
(2) Leipzig Heart Center Atrial Fibrillation Ablation Registry:
https://helios-health-institute.com/cases/das-helios-herz-register

  • Aufrufe: 139

Platzmangel im Gewerbe – wie Lagerböden zusätzlichen Raum schaffen

Lagerböden Symbolbild
Lagerböden Symbolbild

Nicht nur im Raum Bochum, auch in vielen anderen Gegenden in Deutschlands kämpfen die Betriebe mit verschiedenen Herausforderungen. Während die Kosten in vielen Bereichen immer weiter steigen, halten sich die Konsumenten mit Bestellungen, Einkäufen, Sanierungen. Reparaturen und Neuanschaffungen weiter zurück. Der Zwang, noch wirtschaftlicher zu denken, zu planen, zu produzieren und zu vermarkten zieht sich über alle Branchen. Ein Weg, um zumindest die Kosten für Immobilien etwas zu senken, ist die Schaffung von mehr Raum in der Gewerbeimmobilie durch Lagerbühnen beziehungsweise Hochböden. Was das genau ist und wie Lagerbühnen eingesetzt werden können, erklärt der Beitrag.

Was sind Lagerbühnen und Hochböden?


Eine
Lagerbühne oder ein Hochboden ist eine Konstruktion, die in einem bestehenden Raum für mehr Platz sorgen. Die Konstruktionen sind Stahlstrukturen, durch die eine erhöhte Fläche im Raum geschaffen wird. Man kann sich dies ganz einfach als den Einzug eines weiteren Bodens vorstellen. Dieser teilt den Raum aber nicht in zwei i sich abgeschlossene Stockwerke, sondern erzeugt nur innerhalb des einen Stockwerkes so etwas wie eine zusätzliche Ebene - eine Etage innerhalb einer Etage.

Warum sollte man Lagerbühnen und Hochböden einziehen?


Platz und Raum sind ein kostbares Gut. Auch, wenn immer
neue Gewerbegebiete erschlossen werden, müssen die Räume gebaut und dann auch von den Gewerbetreibenden bezahlt werden. Zwar sinken gerade die Immobilienpreise in Deutschland wieder, aber nach wie vor ist eines stark begrenzt und wird immer knapper: Lagerraum. Der Immobiliendienstleister CBRE prognostizierte unlängst einen Bedarf von mehr als vier Millionen Quadratmetern zusätzlichen Distributionsflächen. Vor allem der weitere Boom der Logistikbranche wird als Grund für den steigenden Bedarf und die zunehmende Verknappung von Lagerraum angesehen. Hochböden und Lagerbühnen sind hier clevere Lösungsansätze für die Schaffung von mehr Stauraum und Lagerfläche.

Anwendungsbereiche für Lagerbühnen


Die Anwendungsbereiche von Lagerbühnen und Hochböden sind vielfältig. Sie können als luftige Zwischengeschosse dienen, aber auch entsprechend gedämmt und abgesichert zu neuen Produktionsebenen und Kommissionierungsebenen werden. Einige Beispiel sollen die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen. Lagerbühnen dienen der Schaffung von:

  • hochgelagerten Klassifizierungsbereichen für die Aufbewahrung von Gütern und Produkten

  • getrennten Arbeitsbereichen wie Produktmontage und Lager

  • Büroebenen als abgeschlossene Arbeitsbereiche

  • Bereichen für den Wareneingang oder die Kommissionierung

  • Archiven und zweiten Ebenen für Bibliotheken

  • Empfangsbereichen, Präsentationsflächen und Ausstellungsflächen

 

Vorteile von Lagerbühnen zusammengefasst


Eine Hochboden oder eine Lagerbühne ist die perfekte Möglichkeit, um
Raum zu schaffen, ohne den Standort physisch zu erweitern. Es müssen keine zusätzlichen Flächen angemietet oder gekauft, und es muss nicht umgezogen werden. darüber hinaus überzeugen moderne Lagerbühnen mit vielen weiteren Vorteilen:

  • niedrige Kosten

  • schnelle und einfache Montage

  • zerlegbar und wiederverwertbar

  • sicher und widerstandsfähig

  • einfache Lösungen für optimalen Brandschutz

  • unterschiedliche Ausführungen für flexiblen Einsatz

  • Erweiterung um zusätzliche Funktionen wie Treppen Lifte oder Regale


Brauchen Gewerbetreibende und Firmen in der Produktion mehr Lagerfläche, Bürofläche oder Ausstellungsfläche, bieten sich Lagerbühnen als Lösung an. Natürlich ersetzen diese nicht auf Dauer die Notwendigkeit der
Schaffung von genügend Raum durch die Kommunen. Aber bei optimaler Planung und Umsetzung durch eine erfahrene Fachfirma in Zusammenarbeit mit hauseigenen Kennern der Strukturen und Abläufe im Unternehmen selbst werden so Räume geschaffen, die wesentlich zur Optimierung von Produktions- und Arbeitsprozessen im Unternehmen beitragen.


  • Aufrufe: 60