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DGA: Dr. Jann-Frederik Cremers ist neuer Pressesprecher der Fachgesellschaft

Stabwechsel in der Vorstandsriege der Deutschen Gesellschaft für
Andrologie e.V. (DGA): Mit Dr. Jann-Frederik Cremers hat die DGA einen
neuen Ansprechpartner für die Medien. Der Facharzt für Urologie und
Andrologie ist leitender Oberarzt der Abteilung für Klinische und
Operative Andrologie am Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie
(CeRA), Universitätsklinikum Münster, und wurde auf der DGA-
Mitgliederversammlung am 11. November 2023 in Berlin zum neuen
Medienbeauftragten gewählt.

Zum Jahresbeginn 2024 hat er sein Amt angetreten. Dr. Cremers folgt auf
den langjährigen Pressesprecher Dr. Christian Leiber-Caspers, Krefeld, der
nach Ablauf der Höchstamtszeit nicht mehr zur Wahl stand.

„Wie meinem Amtsvorgänger ist es mir ein wichtiges Anliegen,
wissenschaftlich fundiertes Wissen zur Männergesundheit in die breitere
Öffentlichkeit zu transportieren und die gesellschaftliche Bedeutung
andrologischer Erkrankungen sichtbar zu machen. Dafür werden wir als DGA
auch weiterhin bestmögliche Ansprechbarkeit für Medienvertreterinnen und
-vertreter herstellen“, so der neue Pressesprecher der Fachgesellschaft,
dessen medizinscher Schwerpunkt in der operativen Andrologie liegt. Dazu
gehören die Mikrochirurgie bei Fertilitätseinschränkungen, operative
Eingriffe bei Hodentumoren oder Erkrankungen des Penis bis hin zu
genitalangleichenden Operationen bei Trans*Personen im Rahmen des Centers
for Transgender Health desUniversitätsklinikums Münster.

„Andrologische Erkrankungen wie Erektionsstörungen, Hypogonadismus und
Fruchtbarkeitsstörungen des Mannes sind millionenfach verbreitete, oft
unterschätzte und noch immer tabuisierte, Volkskrankheiten. Mehr
Forschungsförderung bedarf es sowohl auf dem Gebiet der männlichen
Infertilität als auch bei der Verhütung des Mannes. Mit diesen und anderen
Botschaften wollen wir als wissenschaftliche Fachgesellschaft Patienten
wie auch gesundheitspolitische Entscheidungsträger erreichen“, betont DGA-
Präsidentin Prof. Dr. Sabine Kliesch, Chefärztin der Abteilung für
Klinische und Operative Andrologie, Centrum für Reproduktionsmedizin und
Andrologie (CeRA), Universitätsklinikum Münster, anlässlich der
Neubesetzung der Position des DGA-Pressesprechers.

Auf der DGA-Mitgliederversammlung im November 2023 in Berlin wurde neben
dem DGA-Pressesprecher außerdem Dr. Holger Uhthoff, Speyer, zum
Beauftragten für Berufspolitik und Dr. Leiber-Caspers zum DGA-
Tagungspräsidenten 2026 gewählt.

Save the date: 36. DGA-Jahrestagung 14.-16. November 2024 in Köln

Das andrologische Highlight dieses Jahres findet mit der 36. DGA-
Jahrestagung vom 14. bis 16. November 2024 in Köln unter der Leitung von
Dr. Alexander Sahi, Hürth, statt. „Medienvertreterinnen und -vertreter
erwarten dort spannende und topaktuelle Themen unseres Fachgebiets und
sind auf allen wissenschaftlichen Veranstaltungen herzlich willkommen“, so
Dr. Cremers.

Unsere Pressemitteilungen und Presse-Kontaktdaten finden Sie auf der
Website der Deutschen Gesellschaft für Andrologie e.V. (www.dg-
andrologie.de) unter dem Menüpunkt „Gesellschaft“.

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Geothermie: Die Erkundung des Untergrundes im Rheinland geht weiter

Wie lässt sich die Erdwärme tief unter Weisweiler zur Energiegewinnung
nutzen?
Der Antwort wollen die Fachleute jetzt wieder ein Stück näherkommen: Seit
Freitag wird vor dem Kraftwerk eine 500-Meter-Bohrung niedergebracht, die
zweite
Bohrung innerhalb weniger Monate. Sie wird das Wissen über den Untergrund
und
seine Eignung für die tiefe Geothermie erweitern. Zudem will das
Forschungsteam
dort eine tiefe Erdwärmesonde installieren, deren aufgenommene Energie
über eine
Wärmepumpe erschlossen werden kann. Damit würde dort mittelfristig
Tiefenwärme
zutage gefördert werden – erneuerbare Energie, mit der die noch zu
errichtenden
Forschungsgebäude beheizt werden sollen.

Auch die zweite Bohrung ist Teil des internationalen Interreg-
Forschungsprojekts
DGE-ROLLOUT*. Es wurde vom Geologischen Dienst NRW koordiniert. Für die
ersten
Bohrungen in Weisweiler sorgt RWE Power. Die Erdwärmesonde ist eine
Spezialanfertigung aus der Schweiz und wird betreut von der
Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG, die
in das
erste, 100 Meter tiefe Bohrloch seismologische Messgeräte eingebaut hat.
»Mit
diesem aufwändigen Projekt und unserem kommenden Standort in Weisweiler
wollen
wir weitere Untergrunddaten sammeln, die wir auf dem Weg zu Strukturwandel
und
Wärmewende im Rheinland brauchen«, sagt Prof. Rolf Bracke, Leiter der
Fraunhofer
IEG.

Auf der Grundlage der beiden Bohrungen könnte später unter Regie von
Fraunhofer
IEG eine tiefe Erkundungsbohrung niedergebracht werden, um Thermalwasser
führende Erdschichten zu orten. Sie würde auf ihrem Weg in die Tiefe auch
den
sogenannten Kohlenkalk erreichen. »Wir vermuten dieses karbonatische
Reservoirgestein ab einer Tiefe von etwa 1.300 Metern«, sagt Dr. Martin
Salamon
vom Geologischen Dienst in Krefeld. Geologische Erkundungen, wie Bohrungen
und
seismische Messungen, sind für die Erschließung zwingend erforderlich.

Studien der Fraunhofer IEG zeigen, dass Tiefengeothermie den aktuellen
Wärmebedarf Deutschlands mindestens zu einem Viertel decken könnte. Das
geothermische Potenzial von NRW ist besonders groß. Heißes Wasser aus der
Tiefe
wird zum Beispiel in Paris, Wien und München zur klimafreundlichen
Wärmeversorgung genutzt. Ist das Thermalwasser in ausreichenden Mengen
vorhanden
und heiß genug, kann es bei der Fernwärme-Versorgung von Haushalten oder
auch in
der Industrie fossile Energieträger, wie Erdgas und Braunkohle, ersetzen.

RWE Power-Vorstandsmitglied Dr. Lars Kulik: »Vom Kraftwerk Weisweiler
zieht sich
eine Fernwärmeleitung von RWE bis nach Aachen. Wenn sie eines Tages mit
Tiefengeothermie erzeugte und damit regenerative Fernwärme transportiert,
sind
Energiewende und Strukturwandel in unserer Region wieder ein gutes Stück
weiter.«

Weitere Informationen und Bilder finden Sie
unter: www.ieg.fraunhofer.de

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Buchpräsentation und jiddisch-deutsche Lesung: »Die Welt möge Zeuge sein«

Am Dienstag, den 13. Februar 2024 um 19.30 Uhr stellen Sabine Koller und
Alexandra Polyan die von ihnen herausgegebene Publikation »Die Welt möge
Zeuge sein« vor. Im Mittelpunkt der jiddisch-deutschen Lesung im
Literaturhaus Leipzig steht der Schriftsteller Dovid Bergelson. Der
Eintritt ist frei.

Dovid Bergelson, 1884 in der heutigen Ukraine geboren, prägte über vier
Jahrzehnte die moderne jiddische Literatur. Ob in Kiew, Berlin, New York
oder Moskau – Bergelsons literarische Stimme wurde gehört. Er galt als
Erneuerer der jiddischen Prosa zwischen Moderne und Sozialistischem
Realismus. Mit dem Zweiten Weltkrieg und der versuchten Judenvernichtung
erreichte sein Schreiben eine neue, existenzielle Dimension. Am 12. August
1952 wurde Bergelson in der »Nacht der ermordeten Dichter« zusammen mit
vier weiteren sowjetisch-jiddischen Autoren hingerichtet.

Die jiddisch-deutsche Lesung nimmt das Publikum mit auf den bewegten
Lebensweg Dovid Bergelsons. Sabine Koller und Alexandra Polyan von der
Universität Regensburg zeichnen seine fulminante literarische Entwicklung
nach: Sie folgen den Lebensthemen eines Autors, der Auge in Auge mit
Bedrohung und Gewalt, doch unerschütterlich in seinem Hoffen nach dem Ort
des Jüdischen in der Welt fragt. Die Lesung bringt im Dialog von Original
und Übersetzung erstmals übersetzte Schlüsseltexte dieser zentralen
Gestalt der jiddischen Literatur zu Gehör. Peter Comans, der das Werk
zusammen mit Susanne Klingenstein, Sabine Koller und Janina Wurbs aus dem
Jiddischen übersetzt hat, gibt Einblicke in seine Erfahrungen mit
Bergelsons Prosa.

Die Veranstaltung ist Teil des von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten
Kooperationsprojekts »Das kurze Leben der sowjetisch jiddischen Literatur«
zwischen dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon
Dubnow, Leipzig, dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung,
Berlin und der Professur für Slavisch-Jüdische Studien an der Universität
Regensburg.

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„Double Degree“ an FH Dortmund und KU Leuven

Einmal studieren, doppelt abschließen: In zwei Master-Studiengängen profitieren Studierende am Fachbereich Informatik der Fachhochschule Dortmund künftig von einer Kooperationsvereinbarung mit der angesehenen belgischen KU Leuven.

 

Die Vereinbarung ermöglicht einen sogenannten „Double Degree“: Wer an der FH Dortmund „Digital Transformation“ oder „Embedded Systems Engineering“ studiert und für ein Jahr an die KU Leuven wechselt, kann neben dem Dortmunder Master-Abschluss zusätzlich wahlweise den Abschluss „Master of Electronics & ICT“ oder „Master of Electromechanical Engineering“ erreichen. Gleiches gilt im Gegenzug für die Studierenden der KU Leuven.

 

„Ein Doppelabschluss-Abkommen für gleich zwei Master-Studiengänge mit der weltweit renommierten und in der EU regelmäßig in den Top-10 gerankten KU Leuven ist für die Fachhochschule Dortmund ein besonderes Ereignis“, kommentierte Prof. Dr. Stephan Weyers, Prorektor für Lehre und Studium. „Es ist zugleich das Ergebnis einer seit mehr als zehn Jahren währenden intensiven Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten. Die Studierenden bekommen eine tolle Chance.“ Die ersten Dortmunder wechseln voraussichtlich im Wintersemester 2024/25 nach Leuven.

 

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