Zum Hauptinhalt springen

Stipendiatinnen und Stipendiaten der Muthesius Kunsthochschule Kiel präsentieren ihre Arbeiten

Es ist eine Starthilfe in die Selbständigkeit: Mithilfe des
Atelierstipendiums der Muthesius Kunsthochschule können Absolvent*innen
für zwei Jahre Atelierräume im Kieler Anscharpark nutzen, um dort im
kreativen Umfeld an ihren Projekten zu arbeiten. Seit 2016 bietet die
Kunsthochschule ihren Absolvent*innen diese Möglichkeit. In einer
gemeinsamen Ausstellung gewähren acht Atelierstipendiat*innen nun einen
Einblick in ihr Schaffen: Ihre Präsentation ist ab Donnerstag, 8. Februar,
bis zum 10. März im Kunstverein Haus 8 im Atelierhaus des Anscharparks in
Kiel zu sehen.

Es ist eine Starthilfe in die Selbständigkeit: Mithilfe des
Atelierstipendiums der Muthesius Kunsthochschule können Absolvent*innen
für zwei Jahre Atelierräume im Kieler Anscharpark nutzen, um dort im
kreativen Umfeld an ihren Projekten zu arbeiten. Seit 2016 bietet die
Kunsthochschule ihren Absolvent*innen diese Möglichkeit. In einer
gemeinsamen Ausstellung gewähren die Atelierstipendiat*innen nun einen
Einblick in ihr Schaffen.

„Wir haben das Atelierstipendium eingerichtet, um unseren Absolventinnen
und Absolventen zunächst einmal das zu geben, was ihnen nach dem Abschluss
und dem Verlassen der Kunsthochschule fehlt: ein Raum zum Arbeiten“, sagt
Dr. Arne Zerbst, Präsident der Muthesius Kunsthochschule. Die Ateliers
befinden sich im Anscharpark, an einem besonderen Ort. „Für junge
Künstlerinnen und Künstler stellt dieses Stipendium nicht nur einen Anreiz
dar, in Kiel zu bleiben, sondern es markiert auch den Auftakt einer
positiven Bewegung, damit sich die Kunstszene in Kiel weiter entwickelt,
damit sie wachsen kann. Die Kunsthochschule wirkt hier als Sprungbrett in
das Becken künstlerischer und gestalterischer Freiberuflichkeit und es
freut mich immens, dass wir in unserer Ausstellung dank dieser Förderung
so vielseitige Talente vorstellen können“, sagt Zerbst.

An der Ausstellung beteiligt sind Sung-Ho Jo, Jinhwi Lee, Anja Mamero,
Anika Mohr, Lisa Pannek, Christine Salmen, Kalle Spielvogel und Hyunsuk
Yi. Die Ausstellung der Atelierstipendiat*innen wird am Donnerstag, 8.
Februar, um 18 Uhr im Kunstverein Haus 8, Atelierhaus im Anscharpark,
Heiligendammer Straße 15 in Kiel, eröffnet. Sie ist zu sehen bis zum 10.
März: freitags und samstags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

  • Aufrufe: 31

KHM-HEIMSPIEL mit Serienmacher Lutz Heineking junior zu Gast

Die Filmreihe "Heimspiel" präsentiert den Regisseur, Autor, Produzenten
und Absolventen der Kunsthochschule für Medien Köln mit Ausschnitten der
aktuellen und preisgekrönten TV- und Webserien seiner Firma
„eitelsonnenschein“ (Köln/Berlin).
Moderation: Prof. Melissa de Raaf und Tom Uhlenbruck
Mittwoch, 7. Februar 2024, 19 Uhr, Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676
Köln

Unser Gast an diesem Abend ist Lutz Heineking junior, Creative Director
und Inhaber der Produktionsfirma „eitelsonnenschein“ (Köln/Berlin). Der
KHM-Absolvent arbeitet als Regisseur, Autor und Produzent von Kinofilmen
und Fernsehserien. Mit seiner Firma „eitelsonnenschein“, für die auch
einige KHM-Absolvent*innen arbeiten, produziert er neben zahlreichen TV-
und Webserien auch Spiel- und Dokumentarfilme sowie Werbe- und Imagefilme.
Beim HEIMSPIEL SPEZIAL werden Ausschnitte aus seinen TV- und Webserien
„Andere Eltern“, „DRINNEN“, „KBV – Keine besondere Vorkommnisse“ und „Wir
sind die Meiers“ präsentiert und diskutiert.

Lutz Heineking junior (*1975 in Köln) studierte an der New York Film
Academy und an der International Filmschool London bevor er von 2006 bis
2009 ein Postgraduiertenstudium an der KHM absolvierte. Seit 2005
produziert er mit seiner Firma „eitelsonnenschein“ fürs Fernsehen und Kino
und wird regelmäßig für seine Regiearbeit und Produzententätigkeit
ausgezeichnet. 2015 war seine Fernsehserie „Endlich deutsch!“ für einen
Grimme-Preis nominiert, 2020 seine Comedy-Serie „Andere Eltern“. 2021
erhielt er einen Grimme-Preis für seine fiktionale Serie „DRINNEN – Im
Internet sind alle gleich“ (ZDF-Das kleine Fernsehspiel und ZDFneo). Sein
Kino- und Langfilmdebüt „Der Pfau“ startete 2023 erfolgreich in den Kinos
und wurde mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

„Andere Eltern“, TV-Serie (TNT), 2019/2020, Showrunner, Autor, Produktion,
Regie
Das Schlimmste am Elternsein sind immer die anderen Eltern – sie haben
nicht nur ungefragte Erziehungstipps parat, sondern stellen ihre
Sprösslinge in den Mittelpunkt des Universums. In „Andere Eltern“ trifft
eine Truppe hipper Eltern aufeinander. Ihr gemeinsames Projekt: Die
Eröffnung einer Kindertagesstätte. Mit Lavinia Wilson, Jasin Challah,
Johanna Gastdorf, Serkan Kaya u. a.

„DRINNEN – im Internet sind alle gleich“, Webserie (ZDF), 2020, Regie,
Koproduktion
Die 35-jährige Charlotte (Lavinia Wilson) wollte ihr Leben umkrempeln, und
zwar so richtig. Mit ihrem Job in der Werbeagentur hadert sie schon lange
und mit ihrer Familie läuft es auch nicht rund. Wie sehr es in ihr
brodelt, weiß allerdings nur ihre beste Freundin. Und vielleicht ist das
ganz gut so, denn plötzlich kommt die Pandemie und alles wird anders.
Eigentlich wollte Charlotte einfach nur raus. Raus aus dem Job, raus aus
der Ehe, aber jetzt muss sie erstmal innehalten und bleibt DRINNEN.

„KBV – Keine besondere Vorkommnisse“, TV-Serie (RTL), 2021, Autor, Regie,
Creative Producer
Nächtelang sitzen die Kommissare Gilles (Jürgen Vogel) und Samuel (Serkan
Kaya) im Auto, observieren und warten. Und warten. Warten, dass sich was
tut, und vertreiben sich die Zeit mit Anekdoten aus ihrem Privatleben. In
der Leitstelle des Polizeireviers halten es ihre Kolleginnen Carola
(Annette Frier) und Danni (Maike Jüttendonk) genauso. Und auch im
observierten Lagerhaus befremden die beiden Kriminellen Maurizio (Denis
Moschitto) und Bernhard (Rocko Schamoni) mit skurrilen Gesprächen und
Geschichten aus ihrer Vergangenheit.

„Wir sind die Meiers – Familie ist, wenn man trotzdem lacht“, TV-Serie
(ZDF), 2023, Regie
Familie kann man sich nicht aussuchen. Man muss nehmen, was man kriegt. In
der Sketchcomedy zeigt die typisch deutsche Familie Meier den Zeitgeist
Deutschlands im Jahr 2023. Hier treffen Boomer auf die Generation Z,
Schwaben auf Berliner, Wokeness auf Tradition. Mit Matthias Matschke,
Valerie Niehaus, Bettina Lamprecht und Holger Stockhaus.

  • Aufrufe: 23

Experte für psychiatrische Erkrankungen an die Universitätsmedizin Magdeburg berufen

Von Iowa nach Magdeburg: Zum 1. Februar 2024 ist Prof. Dr. Thomas Nickl-
Jockschat dem Ruf an die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-
Universität Magdeburg gefolgt und besetzt den Lehrstuhl für Psychiatrie
und Psychotherapie. Damit übernimmt der 46-Jährige auch die Leitung der
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Zuvor war er an der
Universität Iowa in den USA sowie an der RWTH in Aachen tätig. Sein Fokus
liegt auf der Erforschung genetischer Wurzeln und Umweltfaktoren, die
einen Einfluss auf psychische Störungen wie Schizophrenie oder Autismus-
Spektrum-Störungen haben.

Nickl-Jockschat betont: „Psychiatrische Störungen sind nicht nur für die
Betroffenen oft sehr belastend, sondern können auch als Modell für
Störungen komplexer menschlicher Verhaltensweisen dienen. Sie sind häufig
mit Veränderungen in Netzwerken des Gehirns bei den betroffenen
Patientinnen und Patienten verbunden.“ Seine translational ausgerichtete
Forschung konzentriert sich darauf, diese Veränderungen neuronaler
Netzwerke und ihre molekularen Grundlagen zu identifizieren und die
Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen.

Insbesondere interessiert ihn, wie sogenannte polygene Risiken zu
manifesten Störungsbildern führen. Dafür kombiniert er modernste Methoden,
von der Bildgebung über genetische Analysen, bis hin zu Tiermodellen. Ziel
dieses Forschungsansatzes ist ein besseres Verständnis der gesunden
Hirnorganisation und der Hirnveränderungen bei psychischen Störungen.
„Langfristig trägt dies nicht nur zu einer verbesserten Diagnostik und
genaueren Prognose von Krankheitsverläufen, sondern auch zu neuen
therapeutischen Ansätzen gerade bei Krankheitsbildern mit bislang nur
eingeschränkten Behandlungsoptionen bei“, so Nickl-Jockschat.

Seine Zusammenarbeit mit renommierten Instituten und Forscher:innen
weltweit, darunter dem Allen Institute for Brain Science und der
University of Pennsylvania, zeugt von seiner Vernetzung in der
internationalen Forschungsgemeinschaft. Aber auch in seiner klinischen
Tätigkeit habe er in Iowa umfassende Behandlungserfahrungen in
verschiedenen Interventionen wie Elektrokonvulsionstherapie (EKT),
repetitiver transkranieller Magnetstimulation (rTMS), Tiefer
Hirnstimulation, (Es-)Ketamin-Behandlung und Vagusnerv-Stimulation
erworben. Diese Therapieansätze kommen laut Nickl-Jockschat
schwerstkranken Patient:innen, insbesondere mit affektiven
Krankheitsbildern wie beispielsweise Depressionen, zugute.

Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie erklärt: „Internationale
Zusammenarbeit eröffnet neue Perspektiven und beschleunigt den
Fortschritt. Meine Erfahrungen in den USA haben meinen Horizont erweitert
und ich freue mich darauf, dieses Wissen nach Magdeburg zu bringen.“ Laut
Nickl-Jockschat biete Magdeburg für innovative Forschung ideale
Bedingungen: „Das neu entstandene Deutsche Zentrum für Psychische
Gesundheit und das Center for Intervention and Research on adaptive and
maladaptive brain Circuits in Mental Health (CIRC) sind auf dem Weg, zu
führenden Einrichtungen zu werden. Ich sehe hier eine einzigartige Chance,
meine Forschungsrichtungen zu integrieren und als Schnittstelle zwischen
Genetik, neuraler Systemebene und Verhalten weiter auszubauen.“

Auch die Lehre hat für Nickl-Jockschat einen ebenso hohen Stellenwert:
„Die Vermittlung meines Wissens ist genauso wichtig, wie die Forschung und
Krankenversorgung selbst. Ich freue mich darauf, nicht nur im Labor und
der Klinik, sondern auch im Hörsaal zu wirken und angehende Ärztinnen und
Ärzte, Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler sowie
Auszubildende in den Gesundheitsfachberufen in dieser faszinierenden
Disziplin zu unterrichten und Interdisziplinarität früh zu fördern",
betont der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

Zur Person:

Prof. Dr. Thomas Nickl-Jockschat, geboren 1977 in Weiden, war nach seinem
Studium der Humanmedizin an der Universität Regensburg als Assistenzarzt
an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie der Neurologischen
Klinik der RWTH Aachen tätig. Im Anschluss an seine Promotion an der
Universität Regensburg sowie der Facharztanerkennung für Psychiatrie und
Psychotherapie war er als Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie in Aachen tätig und machte unter anderem an der
amerikanischen Universität von Pennsylvania Station. 2017 erfolgte die
Berufung als außerordentlicher Professor für Psychiatrie und 2021 auf den
Andrew H. Woods Lehrstuhl für Psychiatrie an der Universität Iowa, USA.

Hintergrund:
Um in Sachsen-Anhalt eine Professur an einer Universität zu erlangen, muss
gemäß §36 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) ein
Berufungsverfahren durchgeführt werden. Geeignete Kandidat:innen
durchlaufen dabei ein umfangreiches Verfahren. Eine mit mehreren
Expert:innen besetzte Berufungskommission begutachtet die Leistungen der
Kandidat:innen in Forschung, Lehre und bei klinisch relevanten Professuren
auch in der Krankenversorgung.

  • Aufrufe: 24

Empfehlungen für die Nutzung von KI im Journalismus

Künstliche Intelligenz verändert die Welt – und auch
den Journalismus. Kommunikationswissenschaftler der Hochschule Magdeburg-
Stendal, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der
Hochschule Macromedia München zeigen in einem Grundlagenpapier für die
Friedrich-Ebert-Stiftung auf, wie KI das journalistische Arbeiten an
vielen Stellen erleichtern und optimieren kann – und worin die Gefahren
der neuen Technologien liegen.
Die Verfasser empfehlen Redaktionen, Leitlinien und Orientierungshilfen zu
formulieren und rufen die Politik dazu auf, solche Plattformen stärker zu
kontrollieren, auf denen Nachrichten verbreitet werden.

Ein Radiosender mit Moderatoren, denen die Künstliche Intelligenz eine
Stimme gibt. Videos auf Online-Plattformen, die Szenen abbilden, die nie
stattgefunden haben. Nachrichtentexte, die von keinem Journalisten
verfasst wurden, sondern von ChatGPT geschrieben sind. All das ist bereits
Realität. Obwohl KI-Anwendungen noch in den Kinderschuhen stecken, sind
sie schon heute zu Enormem fähig. So kann die Ende des vergangenen Jahres
veröffentlichte „Wolf-Schneider-KI“ der Online-Journalistenschule
Reporterfabrik Texte nach den Stilregeln des legendären Sprachkritikers
redigieren und umschreiben. Braucht es da überhaupt noch Menschen in den
Redaktionen?

Die drei Journalismus-Professoren Jonas Schützeneder (Hochschule
Magdeburg-Stendal), Klaus Meier (Katholische Universität Eichstätt-
Ingolstadt) und Michael Graßl (Hochschule Macromedia) haben nun für eine
Studie untersucht, welchen Mehrwert KI im Nachrichtenjournalismus heute
schon bietet, was die Folgen der neuen Technologie sind und welche
Perspektiven und Empfehlungen Journalismus und Politik in den Blick nehmen
sollten. Damit KI einen Mehrwehrt im journalistischen Newsroom darstellen
kann, gelte es, verschiedene Dinge zu beachten, so die Autoren. Zunächst
müsse eine „technisch-optimistische Redaktionskultur“ geschaffen werden.
„Journalismus und Medien können die zunehmenden Potenziale von KI-Tools
nicht ignorieren. Einfach Abwarten oder Abblocken – das ist keine Lösung“,
sagt Prof. Dr. Klaus Meier, der in Eichstätt Journalistik lehrt. Vielmehr
gelte es, gemeinsam und „mit offener Neugier“ auf die rasante Entwicklung
zu blicken, diese unter guter Moderation und bei Bedarf mit externer
Unterstützung aktiv auszuprobieren und die Potenziale und Schwächen immer
wieder neu zu diskutieren.

Die Experten sprechen sich für die Etablierung redaktioneller Leitlinien
aus. „Unkenntnis und Unsicherheit sowohl beim Publikum als auch in den
Redaktionen über mögliche Risiken von KI-Anwendungen im Journalismus
hemmen derzeit noch die Entwicklung“, stellt Prof. Dr. Jonas Schützeneder
fest.

Die Redaktionen sollten deshalb aufklären und erklären, welche Tools zu
welchem Zweck eingesetzt werden und wo die Grenzen liegen. „Verantwortung
und Sorgfaltspflicht müssen immer  bei der Redaktion bleiben.“
Branchenweit könne eine Ergänzung des Pressekodex hilfreich sein, etwa
indem Standards zur Kennzeichnung von Medienbeiträgen, die unter
Verwendung von KI entstanden sind, entwickelt werden. Skeptisch sehen die
Journalistik-Professoren hingegen Forderungen nach einer Zertifizierung
von KI-Tools. Denn eine Qualitätsüberprüfung werde vermutlich den
technischen Entwicklungen nicht nachkommen, außerdem sei journalistische
Qualität nicht zertifizierbar.

Gefahren sehen die Experten im Zusammenhang mit KI-Anwendung – mehr noch
als in den Redaktionen mit ihren journalistischen Routinen – auf den
Social-Media-Plattformen, die Content ausspielen.  Diese würden bislang zu
wenig unternehmen, um manipulierende und demokratiegefährdende Inhalte wie
Desinformation und Hassrede zu verhindern. Der deutschen, europäischen und
internationalen Medienpolitik falle eine effektive Regulierung der
Plattformen schwer, doch hier seien weiter Anstrengungen nötig.
„Gleichzeitig muss die öffentliche Aufklärung durch den Journalismus
gestärkt werden – als Gegengewicht auf Basis von Recherche, Faktencheck
und Aufklärung“, so Klaus Meier. Es lägen eine Reihe von Vorschlägen auf
dem Tisch, wie Journalismus gestärkt werden könne – gegebenenfalls auch
mit Steuermitteln. Meier und seine Fachkollegen schlagen insbesondere eine
verstärkte Innovationsförderung vor, etwa durch eine Unterstützung
öffentlicher Media Labs oder durch öffentliche Fonds für Innovationen im
Journalismus, die wettbewerblich vergeben werden. „Es ist empirisch
erwiesen, dass Innovationen im Journalismus seine Leistungen für die
Demokratie stärken.“

Politik, Medien, Wissenschaft und Bildung seien gefragt, an einer Stärkung
der Medienkompetenz mitzuarbeiten. Zwar gebe es hier eine Vielzahl von
Initiativen, jedoch seien Unkenntnis und Unsicherheit noch weit
verbreitet. „Es braucht eine gezielte Medienkompetenzförderung, die die
neuen KI-Technologien einschließt“, sagt Prof. Dr. Michael Graßl. Dies
müsse bereits in den Schulen beginnen, aber auch eine alltagsnahe
Auseinandersetzung in Unternehmen, Vereinen und Familien sei wichtig.
„Alle sind dabei gefragt, die Politik kann hier mit gutem Beispiel
vorangehen und aktiv Formen und Programme fördern, die an dieser Stelle
für Aufklärung und Wissen sorgen.“

Die drei Journalistik-Professoren, die an ihren Hochschulen den
journalistischen Nachwuchs ausbilden, sehen auch sich selbst in der
Pflicht: „KI wird immer mehr zum zu einem Kernthema, wenn wir unsere
Studierenden auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten“, so Klaus Meier.
Auch die Lehre in den Journalistik- und Medienstudiengängen müsse die
Chancen und Risiken von KI noch stärker in den Curricula verankern, um die
Medienschaffenden von morgen bestmöglich vorzubereiten.

Der Beitrag „Grenzen überwinden, Chancen gestalten – KI im
journalistischen Newsroom“ ist erschienen in „FES impuls“ der Friedrich-
Ebert-Stiftung ist online abrufbar, s. Originalpublikation.

Originalpublikation:
https://library.fes.de/pdf-files/a-p-b/20987.pdf

  • Aufrufe: 29