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Tanja Tetzlaff wird Professorin für Violoncello und Kammermusik an der Hochschule für Künste Bremen

Die Hochschule für Künste Bremen bekommt Verstärkung. Ab dem 1. April 2024
wird die renommierte Cellistin Tanja Tetzlaff Professorin an der HfK. Wer
sich für ein Musikstudium zum Studienstart im Sommersemester interessiert,
kann sich noch bis zum 31. Januar 2024 bewerben.

Tanja Tetzlaff verfügt über einen breiten Erfahrungsschatz als Solistin
und Kammermusikerin. Dem Bremer Publikum ist sie unter anderem durch ihr
Engagement bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen vertraut.

Eine besondere Qualität von Tanja Tetzlaff ist ihr außergewöhnlich breites
Repertoire. Neben den großen Konzerten des Standard-Cellorepertoires
liegen ihr besonders die Cellokonzerte von Unsuk Chin, Witold Lutosławski,
Jörg Widmann, Bernd Alois Zimmermann und das Doppelkonzert für Cello &
Percussion von Rolf Wallin am Herzen. Tetzlaff spielt mit Begeisterung
Streichquartett, Klaviertrio und tritt regelmäßig bei Kammermusik
Festivals auf.

Über die klassische Musikpräsentation hinaus, ist es Tetzlaff wichtig,
auch andere Kunstformen in ihr Schaffen einzubeziehen und sich mit dem
Zeitgeschehen auseinanderzusetzen. Das Thema Nachhaltigkeit nimmt für sie
eine besondere Stellung ein. Für ihren Einsatz, die Themen Naturschutz und
Klimawandel in den Konzertsaal zu bringen, wurde sie von dem „Orchester
des Wandels“ als Botschafterin auf Lebenszeit ernannt.

Die künstlerische Offenheit, Gestaltungskraft und die gesellschaftliche
Rolle, die die HfK Bremen als Kunst- und Musikhochschule innehat, haben
die Cellistin unter anderem davon überzeugt, sich als Professorin in
Bremen für die Musik- und Wissensvermittlung einzusetzen und zukünftige
Generationen von Musikerinnen und Musikern zu prägen:

„Ich bin überglücklich, diese wunderbare Aufgabe in meiner Heimatstadt zu
übernehmen, und freue mich sowohl auf das Aufbauen einer energetischen und
vielseitigen Celloklasse als auch auf die Betreuung der
Kammermusikabteilung! Ich bin schon sehr gespannt darauf, die Studierenden
kennenzulernen“, so Tetzlaff.

Interessiert an einem Musikstudium an der HfK Bremen? Zum Sommersemester
2024 können sich Hochschulwechsler:innen und fortgeschrittene Studierende
ab dem zweiten Fachsemester aktuell bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am
31. Januar 2024.

Weitere Informationen: https://www.hfk-bremen.de/de/neuigkeiten/apply-now-
musik-und-kunst-und-design/1022


Über die Person

Tanja Tetzlaff studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
bei Professor Bernhard Gmelin und am Mozarteum Salzburg bei Professor
Heinrich Schiff. Sie spielt ein Cello von Giovanni Baptista Guadagnini aus
dem Jahre 1776.

Weitere Informationen: https://tanjatetzlaff.com/

Über die Hochschule für Künste Bremen

Rund 1.000 Studierende aus über 50 Ländern, 59  Professor:innen, 88
Mitarbeiter:innen der Verwaltung und mehr als 150 Lehrbeauftragte machen
die Hochschule für Künste Bremen zu einem lebendigen Ort.

Die HfK ist eine Hochschule der scheinbaren Gegensätze. Sie ist regional
verankert und doch extrem international ausgerichtet. Sie erstreckt sich
über verschiedene Standorte der Stadt, die sehr unterschiedlich sind, von
klassizistisch bis schwimmend und zeitgenössisch. Sie ist Kunst- und
Musikhochschule zugleich. Dieser Kontext, der die Hochschule ausmacht, ist
von besonderer Qualität und bildet einen Rahmen, der es ermöglicht sowohl
die kollektive als auch die individuelle künstlerische Entwicklung zu
stärken.

Das Studienangebot umfasst die Freie Kunst, Integriertes Design, Digitale
Medien sowie die Künstlerische und Künstlerisch-Pädagogische Ausbildung
Musik. Die HfK bietet darüber hinaus seit 2020 die Möglichkeit, im Rahmen
des künstlerisch-wissenschaftlichen PhD-Programms, insbesondere in den
Schwerpunktbereichen Integriertes Design und Digitale Medien, zu
promovieren. Durch offene Lehrveranstaltungen und gemeinsame
Prüfungsbetreuungen sowie durch die Werkstätten, Studios und thematische
Projekte werden Dialog und Zusammenarbeit gezielt gefördert.

Mit rund 400 Veranstaltungen im Jahr gehört die HfK zu einer kulturellen
und gesellschaftlichen Säule der Stadt Bremen. Die Beziehung zwischen den
Mitgliedern der Hochschulgemeinschaft, ihre vielfältigen Kooperationen,
die engmaschige Betreuung sowie die verschiedenen regionalen und
internationalen Kollaborationen, tragen dazu bei, dass die Studierenden
sich zu starken individuellen Charakteren entwickeln. So entstehen
letztendlich Arbeiten, die hohe gesellschaftliche Relevanz haben.

www.hfk-bremen.de

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Aufbrechen

Öffentliche Konferenz des Studiengangs "Transformationsstudien" als
Prüfungsleistung

Alte Strukturen aufbrechen, einen Gegensatz aufbrechen, zu neuen
Gesellschaftsformen aufbrechen - das Wort „aufbrechen“ hat viele
Bedeutungen. Auch Knospen brechen auf, um zu Blüten zu werden.

Drei Tage lang haben Studierende der Europa-Universität Flensburg in der
Flensburger Innenstadt Vorträge zu sozial-ökologischen Transformationen
entlang der Bedeutungsebenen von „aufbrechen“ gehalten.  Sie studieren den
Master-Studiengang „Transformationsstudien". Dessen Leiter, Prof. Dr.
Matthias Schmelzer, wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass sich
die vier Bedeutungen von „aufbrechen“ gut auf die Themen des Studiengangs
beziehen ließen. Schließlich gehe es darum, „alte, nicht nachhaltige
Strukturen der imperialen Lebensweise aufzubrechen, dass nachhaltige
Alternativen, die als Nowtopias bereits im Hier und Jetzt verwirklicht
werden, wie Blüten reifen und aufbrechen, dass Widersprüche zwischen
verschiedenen Ansätzen – wie grünem Wachstum oder Postwachstum -
bearbeitet werden und aufbrechen, aber vor allem, dass wir uns gemeinsam
engagieren und – an vielfältigen Orten – aufbrechen, um eine
nachhaltigere, gerechtere und herrschaftsärmere Welt zu bauen.“

In Vorträgen beispielsweise über solidarische Städte, Degrowth als neues
Start-Up-Paradigma, die Bedeutung indigenen Wissen für eine neue Ökologie,
Sandaufspülungen vor Sylt oder die Überwindung des Mensch-Tier-Dualismus
in der Literatur interpretierten die 21 Masterstudierenden von Dienstag
bis Donnerstag das Thema „aufbrechen" und beschäftigten sich mit
rechtlichen Transformationen und alternativen Wirtschaftsmodellen sowie
Fragen von Macht & Herrschaft vor dem Hintergrund sozial-ökologischer
Krisen wie der Klimakrise.

Das Besondere dabei: Ihre Vorträge, die in der dänischen Bibliothek oder
im Ex-Sultanmarkt kostenlos und offen für die Universitäts- und
Stadtöffentlichkeit zu hören waren, waren gleichzeitig eine
Prüfungsleistung. Denn jeweils im Herbstsemester müssen die Studierenden
im dritten Semester in einem ungewöhnlichen Prüfungsformat innerhalb von
vier Monaten die Konferenz „zukunftsgestalten" mit Vorträgen, Catering und
Rahmenprogramm planen, organisieren und durchführen. Dr. Maike Böcker,
Koordinatorin des Studiengangs, betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass
dieses Prüfungsformat nicht zufällig gewählt wurde: „Es ist der
Gegenstand, mit dem sich die Studierenden in ihrem Masterstudium befassen.
Inhalt und Format gehen in dieser Prüfung zusammen. Gegenwärtige sozial-
ökologische Krisen fordern zum Aufbruch, und eine Transformation kann
nicht allein erfolgen, sie verlangt gemeinsame Aushandlung. Es gilt,
unterschiedliche Ressourcen und Kompetenzen einzubringen. Es müssen
Konflikte ausgehalten und Kontroversen ausgetragen werden. Es geht darum,
Visionen und Wege zu entwickeln und zu gehen.“

Bei der Organisation der Konferenz haben die Studierenden Visionen
entwickelt und umgesetzt. „In unserer Arbeitsweise bei der
Konferenzorganisation haben wir einen solidarischen und wertschätzenden
Umgang miteinander geübt. Für unsere Entscheidungen haben wir außerdem das
Konsens-Verfahren angewendet. Insgesamt sind wir so gut durch die vier
Monate gekommen und haben uns immer gegenseitig unterstützt. Das sehen wir
auch als Grund dafür, dass wir allen Interessierten ein vielfältiges
Konferenzprogramm anbieten konnten“, erklärte Transformationsstudierende
Lara Schimpf.

Zum Rahmenprogramm der diesjährigen Konferenz gehörten unter anderem eine
Lesung mit der Autorin Nadia Shehadeh, ein Vortrag des kurdischen Zentrums
„Civaka Azad" sowie ein Workshop zum Thema gemeinschaftliches
Wirtschaften.

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Schlüsselfaktoren bei der Entstehung von menschgemachten Erdbeben

In einer neuen Studie, die in den ‚Proceedings of the National Academy of
Sciences‘ veröffentlicht wurde, berichten Dr. Lei Wang und seine Kollegen
aus der Sektion Geomechanik und Wissenschaftliches Bohren des Deutschen
GeoForschungsZentrums GFZ zusammen mit Forschenden der Universität Oslo,
Norwegen, über zwei Schlüsselfaktoren bei menschgemachten Erdbeben, so
genannten Runaway Events: die Rauigkeit bereits bestehender tektonischer
Störungen und die damit verbundene Spannungsheterogenität in geologischen
Reservoiren.

Die menschliche Nutzung des geologischen Untergrundes kann Erdbeben
verursachen. Die Kontrolle dieser „induzierten Seismizität“ ist ein
wichtiger Faktor für die Akzeptanz der Energiewende. In den meisten Fällen
sind induzierte Erdbeben weder spür- oder messbar. Sie können bei der
Injektion oder Förderung von Flüssigkeiten auftreten, z. B. in Öl- oder
Gaslagerstätten, bei der Brauchwasserentsorgung in Bohrungen oder in
geothermischen Lagerstätten. In wenigen Fällen waren induzierte seismische
Ereignisse stark genug, um Projekte zu stoppen (z.B. 2006 in Basel/Schweiz
und 2017 in Pohang/Südkorea). Intensive Forschung hat in den letzten
Jahren zu erfolgreichen Versuchen geführt, solche „Runaway Events“ (siehe
Box unten) zu vermeiden. Das GFZ dokumentierte die erfolgreiche Kontrolle
2018 bei einem Geothermieprojekt in Helsinki. Marco Bohnhoff, Geophysiker
und Leiter der GFZ-Sektion „Geomechanik und Wissenschaftliches Bohren“
sagt: „Der Schlüssel zur systematischen Vermeidung großer induzierter
Erdbeben ist ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden physikalischen
Prozesse.“

In einer neuen Studie, die in den ‚Proceedings of the National Academy of
Sciences‘ veröffentlicht wurde, berichten Dr. Lei Wang und seine Kollegen
aus Bohnhoffs Sektion zusammen mit Forschenden der Universität Oslo,
Norwegen, über zwei Schlüsselfaktoren bei „Runaway Events“: die Rauigkeit
bereits bestehender tektonischer Störungen und die damit verbundene
Spannungsheterogenität in geologischen Reservoiren.

Die Studie kombiniert numerische Modellierungsergebnisse mit neuartigen
Experimenten zur Flüssigkeitsinjektion unter akustischer Überwachung, die
im geomechanischen Labor des GFZ durchgeführt wurden. „Wir haben
festgestellt, dass sich raue und glatte Verwerfungen in den Gesteinen
während unserer Laborexperimente völlig unterschiedlich verhalten.
Besonders spannend an unseren Beobachtungen war, dass wir zusehen konnten,
wo genau sich mikroseismische Aktivität abspielt. Demnach kommt es während
der Flüssigkeitsinjektion zu einer Spannungsübertragung bereits vor großen
induzierten Ereignissen – und das können wir messen“, sagt der Erstautor
Dr. Wang, der die Experimente und die Modellierung konzipiert und
durchgeführt hat.

Die Erde im Labor: So liefen die Experimente

Die Rauigkeit bereits bestehender Störungen in geologischen Reservoiren in
einigen Kilometern Tiefe ist schwer zu charakterisieren. Um die
unzureichende Messgenauigkeit bei der Abbildung oder Überwachung solcher
Verwerfungen in der Natur zu überwinden, hat die Forschungsgruppe sich
Gesteinsproben ins Labor geholt und darin selbst Verwerfungen mit
definierter Oberflächenrauigkeit erzeugt. Diese Gesteinsproben wurden dann
mit Hilfe einer triaxialen Druckapparatur auf nahezu kritische
Spannungszustände gebracht, um so die Prozesse in der Natur nachzustellen.

Die Gesteinsproben waren mit mehreren Sensoren bestückt, darunter
piezobasierte Labor-Seismometer zur Überwachung tausender winziger
Erdbeben, so genannter akustischer Emissionen, die die Verformung im
Inneren der unter Druck stehenden Gesteine anzeigen, bevor sie brechen.
Anschließend wurde in die Proben Wasser injiziert, was die hydraulische
Stimulation von geologischen Reservoirs simuliert.

„Die Kontrolle der Randbedingungen, die Reproduzierbarkeit und der Einsatz
eines dichten Überwachungsnetzes im Labor ermöglichten es uns, die
Entwicklung induzierter Erdbeben im Labor sowie auch langsame aseismische,
also bebenfreie Verformungen abzubilden. Wir konnten Schlüsselparameter
wie Verwerfungsgleiten und Gleitrate messen. So erhielten wir ein
umfassendes Bild, um die Physik der durch Injektion induzierten
Seismizität besser zu verstehen“, sagt Georg Dresen, Professor in der GFZ-
Sektion Geomechanik und wissenschaftliches Bohren, der die Studie leitete
und initiierte.

Wichtige Implikationen für Ereignisse in der Natur

Im Vergleich zu glatten Verwerfungen führt injektionsinduziertes Gleiten
auf rauen Verwerfungen zu einer räumlich konzentrierten Anhäufung
akustischer Emissionen, die in der unmittelbaren Umgebung kritisch
gespannter Bereiche auftreten. Dort sind die induzierten lokalen
Gleitraten höher, begleitet von einer relativ höheren Anzahl großer
Ereignisse.
Die Flüssigkeitsinjektion reaktiviert diese Verwerfungsbereiche zunächst
durch langsames, aseismisches Gleiten und verursacht nur wenige und kleine
seismische Ereignisse. Danach folgt eine immer stärkere räumliche
Konzentration der Mikrobeben, die schließlich zu großen induzierten
Ereignissen (Runaway-Events) führt. „Diese Studie hat wichtige
Implikationen für induzierte Erdbeben in der Natur: Wenn Fluidinjektionen
in geologischen Reservoiren in Echtzeit überwacht werden, können solche
Lokalisierungsprozesse vor der Entstehung größerer induzierter Ereignisse
erkannt und vermieden werden – ein entscheidender Schritt hin zur sicheren
Nutzung geologischer Reservoire“, sagt Marco Bohnhoff.

Ähnlichkeiten zwischen akustischen Ereignissen im Labor und induzierten
und natürlichen Erdbeben

Um die Relevanz der Laborexperimente für Erdbeben in geologischen
Reservoiren weiter zu untersuchen, haben die Autoren eine Vielzahl von
Datensätzen zur induzierten Seismizität zusammengestellt und die
seismische Energie als Funktion der ins System eingebrachten hydraulischen
Energie bei Laborexperimenten und im Reservoir-Maßstab auf der ganzen Welt
untersucht. Der Wert der seismischen Injektionseffizienz, also dem
Verhältnis zwischen der bei Erdbeben freigesetzten Energie und der
hydraulischen Energie, unterscheidet zwischen druckgesteuerten seismischen
Ereignissen und Runaway-Events.

Im Gegensatz zu Runaway-Events mit hoher seismischer Injektionseffizienz
weist nämlich die ungefährlichere schwache induzierte Seismizität, die
einen ausgedehnten druckgesteuerten Bruch zeigt, in der Regel eine viel
geringere seismische Injektionseffizienz auf. Dr. Wang betont, dass
„unsere Laborbeobachtungen Ähnlichkeiten mit den im Feldmaßstab
induzierten Erdbeben aufweisen, die druckgesteuerten Brüchen entsprechen,
was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass in unseren Experimenten die
Seismizität kurz nach Beendigung der Flüssigkeitsinjektion endet“.

Ziel: Kontrolle und letztlich Vermeidung spürbarer induzierter Seismizität

Die Studie ist Teil einer kürzlich gestarteten Forschungsinitiative, die
darauf abzielt, induzierte Erdbeben in geologischen Reservoiren und
langfristig schließlich auch große katastrophale natürliche Erdbeben
besser vorherzusagen. Teil dieser Initiative ist es, die Prozesse aus dem
Feldmaßstab in das Labor zu bringen, wo die steuernden Parameter
kontrolliert und die Prozesse, die zu seismischen Ereignissen führen,
reproduziert werden können. Marco Bohnhoff fasst zusammen: „Erst neuartige
Ansätze der Prozessierung der Messdaten, auch unter Einsatz Künstlicher
Intelligenz, und die Anwendung klassischer seismologischer Methoden zur
Analyse von Erdbeben auf Labordaten bilden die Grundlage, um die
Gesteinsdeformationsprozesse und letztlich Erdbeben genauer zu verstehen.
Studien wie die jetzt von Wang und seinen Co-Autoren machen Hoffnung und
bergen das Potenzial, vom Menschen verursachte seismische Gefahren zu
entschärfen. Dies ist letztlich eine Grundvoraussetzung für die Akzeptanz
der Nutzung des geologischen Untergrunds im Kontext der Energiewende.“


Box:
Runaway Event
Große Teile der Erdkruste stehen unter Spannung, selbst wenn dort
keinerlei Erdbeben dokumentiert sind. Außerdem gibt es Schwächezonen im
steinernen Untergrund, so genannte Störungen, und bereits bestehende
Brüche.
Energie, die von außen ins System kommt, kann dazu führen, dass sich vor
Urzeiten aufgestaute tektonische Spannung in Erdbeben entlädt, die weitaus
mehr Energie freisetzen als von außen kam.
Insbesondere bestehende Störungen sind für solche getriggerten Erdbeben
anfällig, die als Runaway Event bezeichnet werden.

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KIT im Rathaus: Gesundheit der Zukunft – Gesellschaft und Medizintechnik im Wandel

Die fortschreitende Digitalisierung prägt nicht nur unseren Alltag und die
Arbeitswelt, sondern hat auch einen tiefgreifenden Einfluss auf das
Gesundheitswesen. Mit dem Ziel, digitale und technologische Lösungen für
Medizinprodukte aus der Perspektive und zum Nutzen der Gesellschaft zu
entwickeln und sich auf ihre medizinischen Bedürfnisse zu konzentrieren,
fördert das KIT-Zentrum Health Technologies die Digitalisierung der
Gesundheitsversorgung. Ihre aktuelle Arbeit zu diesen Themen präsentieren
Forschende am Montag, 29. Januar 2024, um 18:30 Uhr im Karlsruher Rathaus.

Künftig wird sich der Ort der ärztlichen Versorgung mithilfe von E-Health,
Telemedizin und Wearables zunehmend von ärztlichen Praxen und Kliniken zu
den Patientinnen und Patienten nach Hause verlagern. Dies verlangt neue,
digitale und innovative Technologien und Infrastrukturen. KITHealthTech
bündelt verschiedene Disziplinen des KIT, darunter Medizintechnik,
additive Fertigung, Robotik, Lebenswissenschaften und Datenwissenschaften,
um die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben. Bei „KIT im Rathaus“
sprechen Forschende des im vergangenen Jahr gegründeten KIT-Zentrums über
die vielfältigen Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) und
Maschinellem Lernen in der Gesundheitsversorgung. Ein besonderer Fokus
liegt dabei auf der Zukunft der Gesundheitsforschung im Kindesalter sowie
dem Transfer digitaler Gesundheitsanwendungen und KI ins Gesundheitswesen
durch das Reallabor ROUTINE des FZI Forschungszentrums Informatik, einem
Innovationspartner des KIT.

Die Veranstaltungsreihe „KIT im Rathaus“ ermöglicht es Bürgerinnen und
Bürgern, diese spannende und vielfältige Forschung kennenzulernen. Alle
Interessierten, insbesondere auch Schülerinnen und Schüler, sind zu der
vom ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale
des KIT koordinierten Veranstaltung eingeladen. Ein anschließender Empfang
im oberen Foyer bietet Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und die dortige
Ausstellung zu besuchen.

Parallel zur Veranstaltung findet vom 29. Januar bis 1. Februar 2024 eine
Ausstellung des KITHealthTech im oberen Foyer des Rathauses statt. Der
Eintritt ist frei.
(mfr)

Programm

Grußworte
Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe
Professor Oliver Kraft, Vizepräsident Forschung des KIT

Das KIT-Zentrum Health Technologies (KITHealthTech) stellt sich vor
Professorin Ute Schepers, wissenschaftliche Sprecherin von KITHealthTech,
Institut für Funktionelle Grenzflächen des KIT

Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen in der Medizin
Professor Olaf Dössel, Institut für Biomedizinische Technik des KIT

Daten für Taten: Ein datengetriebener Blick in die Zukunft der Sport- und
Gesundheitsforschung im Kindesalter
Dr. Claudia Niessner, Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT

Reallabor ROUTINE
Christoph Zimmermann, Forschungszentrum Informatik, FZI

Weitere Informationen:https://www.zak.kit.edu/kit_im_rathaus.php

Details zum KIT-Zentrum Health Technologies:
https://www.healthtech.kit.edu/

Bildunterschrift: KITHealthTech arbeitet daran, den digitalen Wandel von
Medizintechnologien, personalisierter Medizin und Versorgung von
Patientinnen und Patienten voranzutreiben. (Foto: KIT)

Kontakt für diese Presseinformation:

Mareike Freier, ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und
Studium Generale des KIT, Tel.: +49 721 608-48027, E-Mail:
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und
vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den
globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie,
Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in
Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften
zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein
forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle
Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die
Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und
Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der
deutschen Exzellenzuniversitäten.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
https://www.kit.edu/kit/presseinformationen.php

Originalpublikation:
https://www.kit.edu/kit/pi_2024_004_kit-im-rathaus-gesundheit-der-zukunft-
gesellschaft-und-medizintechnik-im-wandel.php

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