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Gemeinsam die Mobilitätsherausforderungen in unseren Städten lösen

Einladung zur Themenkonferenz „Urban Mobility“ am 5.10.23 an der TU Berlin
/ Anmeldung für regionale Stakeholder und interessierte Bürger*innen
möglich

Werden wir in Zukunft nur noch in autonomen Fahrzeugen unterwegs sein? Wie
können wir das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Nahverkehr verbessern und
dabei sauber und effizient unsere Ziele erreichen? Wie können wir die
Mobilitätswende so gestalten, dass wir die Bedürfnisse unterschiedlicher
Interessensgruppen ansprechen und miteinander vereinen? Städtische
Mobilität steht derzeit vor enormen Herausforderungen, die nur gemeinsam
unter Einbindung aller beteiligten Stakeholder gelöst werden können.
Mit genau diesen Herausforderungen beschäftigt sich die Themenkonferenz
„Urban Mobility“. Wissenschaftler*innen der TU Berlin und
Praxisvertreter*innen aus Berlin geben in Impulsvorträgen Einblicke in die
wichtigsten und drängendsten Fragen der städtischen Mobilität. In
gemeinsamen Workshops können die Teilnehmer*innen anschließend aktiv über
zukünftige Lösungen diskutieren und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
ausloten.
Eine Anmeldung ist bis zum 29. September 2023 möglich, es sind noch Plätze
frei für Wissenschaftler*innen, regionale Stakeholder und interessierte
Bürger*innen. Wir würden uns freuen, wenn Sie auf die Konferenz und die
Anmeldemöglichkeit in Ihrem Medium hinweisen könnten.

Zeit: 5. Oktober 2023, 9.00 – 17.00 Uhr
Ort: TU Berlin, EINS, Ernst-Reuter-Platz 1, 10587 Berlin

Programm und Anmeldung
Themenkonferenz Urban Mobility
<https://www.tu.berlin/entrepreneurship/veranstaltungsdetails/events/event/0189bf97-6ef2-7aa6
-958f-6d3cb504bfc5
>

Veranstaltet wird die Konferenz durch das EU Büro <https://www.tu.berlin
/eu-buero> und durch das Centre for Entrepreneurship der TU Berlin
<https://www.tu.berlin/entrepreneurship/>.

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„Wie werden wir in Zukunft sterben?“

TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung initiiert Projekt für
menschenwürdige Versorgung – Aktuelle Publikation zum Thema:
Interdisziplinärer Sammelband zur Zukunft des Sterbens neu erschienen

Im Jahr 2045 werden ca. 1,2 Millionen Menschen in Deutschland versterben.
Ein neues Buchprojekt von Wolfgang George und Karsten Weber geht der Frage
nach, wie das Lebensende in Zukunft aussehen wird. 27 Autoreninnen und
Autoren untersuchen die gesellschaftlichen Bedingungen des Sterbens und
wie sich der individuelle, aber auch institutionelle Versorgungsalltag für
Sterbende ebenso wie für deren Angehörige sowie für die professionell mit
dem Tod beschäftigten Personen darstellen wird. Leitidee des Sammelbands
ist, Analysen und Überlegungen anzubieten sowie heute diskutierte
Entwicklungen, Trends und Szenarien in Bezug auf diesen letzten
Lebensabschnitt und dessen Herausforderungen im Jahr 2045 aufzuzeigen. Der
Band versammelt Beiträge von Wissenschaftler/-innen aus unterschiedlichen
Disziplinen wie Soziologie, Philosophie, Psychologie, Theologie, Pädagogik
sowie Sozial- und Kulturwissenschaften ebenso wie von Praktiker/-innen der
Gesundheitsversorgung (palliative Versorgung, Notfall- und
Intensivbetreuung, Pflege, Hospizbewegung, Patientenschutz). Der Blick in
die Zukunft soll helfen, mögliche Herausforderungen der Gestaltung des
Lebensendes zu identifizieren, damit diese Phase des Lebens auch in
Zukunft menschenwürdig erlebt werden kann.

Geplant ist, es nicht allein bei dem Sammelband und dessen Visionen der
Zukunft des Sterbens zu belassen, vielmehr soll ein durch den TransMIT-
Projektbereich für Versorgungsforschung initiiertes Projekt entwickelt
werden, das eine menschenwürdige Versorgung auch in der Zukunft sichert.
Hierzu müssen die individuellen Wünsche, Bedürfnisse und Möglichkeiten der
Betroffenen, deren Familie und Angehörigen noch konsequenter in den
Mittelpunkt des Versorgungsgeschehens gestellt werden. Als Ausgangspunkt
solch eines resilienten, durch gemeinsame Sorgekultur und Verantwortung
ausgezeichneten Vorgehens sowohl der Bürgerinnen und Bürger als auch der
relevanten Dienstleister werden die regionalen Multiplikatoren von
Städten, Gemeinden und Landkreisen angesprochen.

Wie werden sich aufgrund der zentralen Treiberkräfte wie
(sozio-)technische Entwicklung, demografisch-soziologische Verhältnisse,
Personal(-mangel), aber auch der Klimawandel und absehbare ökonomische
Anpassungen, die Ausgestaltung des letzten Lebensabschnitts und die damit
verbundene Betreuung Sterbender in den nächsten beiden Dekaden verändern?
Wie ist der Stand der Dinge, welche Trends existieren, ist deren bloße
Fortschreibung zielführend oder müssen Veränderungen vorgenommen werden?
Gegenwärtig versterben die Menschen in Deutschland zu ca. 80% in
Krankenhäusern und Pflegeheimen, was nicht dem formulierten Willen der
Bevölkerung entspricht. Wie werden sich die konsumverwöhnten und
dienstleistungsorientierten Babyboomer verhalten, wenn diese 2045 die
zentrale Gruppe der Sterbepopulation bilden? Welche kumulierten
Auswirkungen werden die bereits heute erkennbaren Verluste klassischer
Familienzusammensetzung und sozialer Verbindlichkeit sowie die zunehmende
Vereinzelung bei sich gleichzeitig ausweitendem Pflege- und
Unterstützungsnotstand haben? Kann es unter diesen Bedingungen überhaupt
gelingen, ein häuslich organisiertes Sterben verstärkt zu ermöglichen und
welche Rolle wird die spezielle ambulante palliativ Versorgung (SAPV),
Hospizbewegung, hausärztliche Versorgung und der Patientenschutz dabei
spielen? Auf was also sollten sich die Betroffenen, die professionellen
Versorgungsanbieter und nicht zuletzt die Politik einstellen bzw. welche
Rolle(-nerwartung) werden die betroffenen Stakeholder 2045 kennzeichnen?

Eine besondere Bedeutung besitzen auch die bis heute nicht vollständig
absehbaren Folgen einer zunehmenden Beeinflussung des Todesverständnisses
durch (neue) Medien (z. B. Spiele oder Avatare) und der mit diesen
verbundenen Kommunikationstechnologien, wird in sachkundigen Beiträgen des
Buches hervorgehoben. So entständen, etwa aufgrund zunehmender
Virtualisierung, die bis hin zu fantasiegeleiteten Visualisierungen
reichten, Visionen eines persönlichen Sterbens und Todes, die bis hin zu
einem die Unsterblichkeit suggerierenden, transhumanistischen
Menschenentwurf reichten. Eine ganze Community betreibe gegenwärtig eine
Aneignung des Sterbediskurses, kreiere hierfür eine neue Geschichte und
wohl auch Geschäftsmodelle von Sterben, Tod und Trauer. Der im Themenfeld
des Sammelbands ausgewiesene Soziologe und Theologe Reimer Gronemeyer
sowie der Bundesgesundheitsminister a. D. Herrmann Gröhe haben jeweils ein
Vorwort formuliert.

Das Buch umfasst 321 Seiten, 20 Kapitel und erscheint am 25. September
2023 im Psychosozial-Verlag in Gießen.

Nähere Informationen finden Sie unter: https://sterben-tod-trauer-2045.de/

Der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung unter
der Leitung von Prof. Wolfgang George widmet sich den verschiedenen
Anforderungen und Fragestellungen, die sich aus den Versorgungsfeldern der
Prävention, Gesundheitsförderung, Behandlung und Rehabilitation ergeben.
Eine besondere Akzentuierung erhält dabei die regionale
Versorgungsperspektive. Zuletzt wurden etwa die Ergebnisse der
deutschlandweit durchgeführten 3. Gießener Sterbestudie zu den
medizinisch-pflegerischen und psycho-sozialen Bedingungen des Sterbens
veröffentlicht. Im Rahmen des durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)
geförderten Projekts Avenue-Pal (Analyse und Verbesserung des sektor- und
bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagements in der
Palliativversorgung) wurden unter Federführung des TransMIT-
Projektbereiches für Versorgungsforschung sowie in Kooperation mit
namhaften Projektpartnern evidenzbasierte Leitlinien entwickelt, um nicht
notwendige Verlegungen palliativ versorgter Menschen in Zukunft zu
verhindern.

Weitere Informationen zum TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung
und Beratung unter:
https://www.transmit.de/geschaeftsbereiche/zentren/details/?z_id=144

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Studierende der IST-Hochschule unterstützen KlimaDiskurs.NRW bei der Weiterentwicklung der Online-Kommunikation

Bei der Übergabe der Projektergebnisse stehen vorn links Ingo Wagner, Geschäftsführer KlimaDiskurs.NRW und rechts neben ihm IST-Studentin Justine Peters von der Projektsteuerungsgruppe.  IST-Hochschule für Management
Bei der Übergabe der Projektergebnisse stehen vorn links Ingo Wagner, Geschäftsführer KlimaDiskurs.NRW und rechts neben ihm IST-Studentin Justine Peters von der Projektsteuerungsgruppe. IST-Hochschule für Management

Studierende des Master-Studiengangs „Kommunikationsmanagement“ an der IST-
Hochschule für Management haben im Rahmen eines Praxisprojekts den
digitalen Kommunikationsauftritt von KlimaDiskurs.NRW überarbeitet und
weiterentwickelt. Die Ergebnisse heben den Auftritt des gemeinnützigen
Vereins auf ein neues Level.

Eine vielversprechende Kooperation fand im Sommersemester zwischen dem
gemeinnützigen Verein KlimaDiskurs.NRW und rund 25 Studierenden des
Master-Studiengangs „Kommunikationsmanagement“ an der IST-Hochschule
statt. Das Projekt, das im Rahmen des Moduls "Digitale
Kommunikation/Digital Applied Communications Lab" ins Leben gerufen wurde,
zielte darauf ab, die externe Kommunikation des Vereins zu modernisieren
und weiterzuentwickeln. Studiengangsleiter Prof. Dr. Matthias Johannes
Bauer und sein Lehrbeauftragter Tim Müßle haben die Studierenden in diesem
Projekt eng begleitet.

KlimaDiskurs.NRW
KlimaDiskurs.NRW bringt Stakeholder aus der Breite der Gesellschaft
zusammen, die gemeinsam daran arbeiten, das Klima zu schützen und den
Wirtschafts- & Industriestandort NRW zu stärken. Ansatz und Methode des
Vereins sind einzigartig in NRW und Europa. „Die Kommunikationsstrukturen
des Vereins sind im 11-jährigen Bestehen des Vereins organisch gewachsen“,
erklärt Ingo Wagner, Geschäftsführer des Vereins. „Inzwischen betreuen wir
ein breites Portfolio an Kanälen und Inhalten, von LinkedIn und Instagram
über ,KlimaDiskurs – Der Podcast‘ bis hin zu unserem Newsletter
kommunizieren wir längst nicht mehr nur in den Verein hinein. Wir tragen
unsere Methode des offenen Austauschs auf Augenhöhe auch in die breite
Öffentlichkeit.“

Entstehung der Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden und dem Verein begann mit
einem klaren Ziel: die externe Kommunikation des KlimaDiskurs.NRW auf den
neuesten Stand zu bringen. Ingo Wagner sowie Sebastian Krieger, Referent
für Klima- & Energiepolitik, standen den Studierenden als Ansprechpartner
zur Seite und traten in dem unter Laborbedingungen durchgeführten Projekt
als Auftraggeber auf.

Überarbeitung des Kommunikationsauftrittes
Die Kommunikationsstudierenden führten ein detailliertes Briefing durch,
um die Anforderungen des Vereins zu verstehen. Es wurde deutlich, dass der
KlimaDiskurs.NRW die Modernisierung der Website, der Social-Media-
Auftritte, des Podcasts sowie die Integration von Videoinhalten wünschte.
Ziel war es, das Design und die Inhalte auf den verschiedenen
Kommunikationskanälen zu verschlanken, zu modernisieren und dynamischer zu
gestalten, um den Nutzer:innen eine bessere Orientierung zu ermöglichen.

Digitale Kommunikation erreicht neues Level
„Die Zusammenarbeit und Ergebnisse bringen unsere Kommunikation auf ein
neues Level“, so Wagner. „KlimaDiskurs.NRW wird künftig auf allen
Plattformen mit einer klar erkennbaren und noch mehr auf die Zielgruppen
zugeschnittenen Marke auftreten. In der alltäglichen Arbeit haben wir
keine Gelegenheit, in dieser Tiefe in die Analyse einzusteigen. Daher sind
wir für die Arbeit und das Engagement der Studierenden sehr dankbar!“

„Wichtig ist uns in diesen Projekten, dass wir keine Strohfeuer abbrennen
und solche Vereine hinterher mit den gleichen Herausforderungen wie vor
dem Projekt dastehen“, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr. Bauer mit Blick
auf die finanziellen und personellen Kapazitäten. Ein entscheidender
Aspekt für die Studierenden war deshalb die Evaluierung der vorhandenen
Ressourcen des KlimaDiskurs.NRW, um sicherzustellen, dass die
Überarbeitung des Kommunikationsauftritts auch in Zukunft vom Verein
selbstständig fortgeführt werden kann.

„Die Studierenden haben die Möglichkeit, ihr im Studium erworbenes Wissen
in der Praxis anzuwenden und zukünftige Arbeitsabläufe kennenzulernen“,
sagt er weiter. „Die Partnerschaft zwischen unserer Bildungseinrichtung
und KlimaDiskurs.NRW ermöglicht einerseits einen gesellschaftlich
relevanten Impact. Und es zeigt den Studierenden andererseits den
spannenden Job im gemeinnützigen Sektor“.

Mitglieder des Vorstands von KlimaDiskurs.NRW konnten sich bei der
Ergebnispräsentation ein Bild von der Arbeit der Studierenden machen. „Wir
sind begeistert und dankbar für die Arbeit“, so Ute Müller-Eisen, Mitglied
des Geschäftsführenden Vorstands von KlimaDiskurs.NRW. „Zugleich möchten
wir der Deutschen Postcode Lotterie danken, die den KimaDiskurs.NRW seit
Jahresbeginn fördert und ohne die dieses großartige Projekt nicht zu
machen gewesen wäre. Mit den überarbeiteten Kanälen erreichen wir noch
mehr Menschen mit unserem Ansatz, gemeinsam Zukunft zu gestalten.“

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DIVI kritisiert Vorschlag und Vorgehen für PFAS-Verbot

Logo der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) e.V.
Logo der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) e.V.

Teflonpfannen und regendichte Outdoorbekleidung: Sie wird es
möglicherweise bald nicht mehr geben. Herzschrittmacher, Narkosegeräte und
viele andere Medizinprodukte dann aber auch nicht mehr in der bisherigen
Form. Das beunruhigt Patienten, Ärzte und Hersteller. Grund dafür ist ein
Vorschlag für ein umfangreiches Verbot von sogenannten Ewigkeits-
Chemikalien – vom Fachmann als per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen,
abgekürzt PFAS, bezeichnet. Sollte das PFAS-Verbot in der momentan
vorliegenden Form umgesetzt werden, wird dies erhebliche Auswirkungen auf
die Patientenversorgung spätestens ab Mitte des Jahrhunderts haben und die
Uhr in der Medizin um mehrere Jahrzehnte zurückdrehen.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und
Notfallmedizin (DIVI) mahnt deshalb an, vor einem endgültigen PFAS-Verbot
die weitestgehend offene Frage zu klären: Welche Gefahren gehen für den
Menschen und die Umwelt von den Medizinprodukten, in denen überwiegend
Polymere mit niedrigem Gefährdungspotenzial verbaut sind, tatsächlich aus?
Die Antwort könnte eine risikoadaptierte Beurteilung der PFAS-Substanzen
ermöglichen und eventuell zeitlich unbegrenzte Ausnahmeregelungen
begründen.



Der Vorschlag des umfangreichen PFAS-Verbotes kommt vom Umweltbundesamt
(UBA) und weiteren Behörden aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark,
Schweden und Norwegen und wurde bei der Europäischen Chemikalienagentur
(ECHA) eingereicht. Denn PFAS werden, wenn im menschlichen Blut –
insbesondere bei Kindern – nachgewiesen, mit Gesundheitsstörungen wie z.B.
verminderten Impfreaktionen in Verbindung gebracht. Dies hat nicht nur das
UBA zu Recht beunruhigt. Dabei gelangen PFAS überwiegend über das
Trinkwasser und Lebensmittel in den menschlichen Körper. Da sich dies
offensichtlich nicht verhindern lässt, bietet der Vorschlag für ein PFAS-
Verbot auf den ersten Blick wenig Anlass zur Kritik.

Ewigkeits-Chemikalien in der Medizin – zwischen Skylla und Charybdis

Insgesamt sind ca. 10.000 Verbindungen betroffen, für die es aber zunächst
zahlreiche, zeitlich begrenzte Ausnahmeregelungen geben wird. PFAS-haltige
Biozidprodukte, Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittel sollen generell und
ohne zeitliche Begrenzung von der Regelung ausgenommen werden. Warum,
wundert sich der Fachmann, gelten die generellen Ausnahmen dann aber nicht
auch für wichtige Medizinprodukte wie Herzschrittmacher oder
Narkosegeräte?

Entwicklung von Alternativen bislang nicht gelungen

Die Entwicklung von Alternativen für nahezu alle PFAS ist bislang nicht
gelungen und wird vermutlich auch nicht gelingen. Trotzdem sollte
selbstverständlich dringend die Frage nach Alternativsubstanzen und
-methoden der rückstandsfreien Entsorgung weiter beforscht und möglichst
auch beantwortet werden. Aber selbst wenn es gelingen sollte, Alternativen
zu entwickeln, wird der Zulassungsprozess für diese dann neuartigen
Produkte den Zeitraum der Übergangsfristen von maximal 13,5 Jahren nach
Inkrafttreten der Verordnung mit ziemlicher Sicherheit zeitlich deutlich
überschreiten.

Momentan sind Hersteller von PFAS-haltigen Produkten, für die es bislang
keine Ausnahmeregelung gibt, aufgefordert, an einem bis zum 25.09.2023
dauernden Konsultationsverfahren der ECHA teilzunehmen, um
Ausnahmeregelungen für ihre Produkte zu erwirken. Es wird mit knapp 10.000
Eingaben gerechnet, was den Zeitplan für das Verbotsverfahren,
insbesondere den Geltungsbeginn im Jahr 2026 oder 2027, ambitioniert
erscheinen lässt.

Es ist ja noch nicht zu spät für schlaue Lösungen!

Das Leben mit PFAS ist offensichtlich schlecht. Das Leben ohne PFAS aber
auch! Davon ist die DIVI überzeugt. Es sind schlaue Lösungen auf der Basis
von differenzierten Risikobetrachtungen gefragt. Der vorliegende Vorschlag
zum PFAS-Verbot erinnert allerdings mehr an einen Rundumschlag.

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