10 Millionen Euro für die Erzeugung erneuerbarer, flüssiger Energieträger aus Kohlenstoffdioxidemissionen
Das Innovationsprojekt CAPTUS zeigt nachhaltige und kosteneffiziente Wege
zur Erzeugung von erneuerbaren Energieträgern mit hohem Mehrwert in
energieintensiven Industrien. Als Projektpartner unterstützt das Steinbeis
Europa Zentrum das internationale Konsortium aus 17 Partnern in CAPTUS
beim Austausch und bei der Verbreitung der Projektaktivitäten und
Ergebnisse, um so die gewonnenen Erkenntnisse effektiv an Zielgruppen der
Industrie und Öffentlichkeit zu vermitteln. Daneben ist das Steinbeis
Europa Zentrum auch für die Netzwerkaktivitäten mit anderen EU-geförderten
Projekten und Initiativen im gleichen Themenbereich verantwortlich.
Am 15. und 16. Juni 2023 feierten die Projektpartner, darunter das
Steinbeis Europa Zentrum, den Auftakt des EU-Projekts CAPTUS in Zaragoza,
Spanien. Das Innovationsprojekt zeigt nachhaltige und kosteneffiziente
Wege zur Erzeugung von erneuerbaren Energieträgern mit hohem Mehrwert in
energieintensiven Industrien; darunter die Nutzbarmachung und
Wertsteigerung von Kohlenstoffemissionen und deren Integration in
erneuerbare Energiequellen.
Aufgrund ehrgeiziger klimapolitischer Maßnahmen stehen energieintensive
Industrien heute vor einer großen Herausforderung. Sie müssen auf den
globalisierten Märkten wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig Maßnahmen
zur drastischen Reduzierung ihrer Kohlenstoffemissionen ergreifen. In
diesem Szenario des Übergangs spielt die Kohlenstoffabscheidung, -nutzung
und -speicherung eine Schlüsselrolle , und es werden Technologien mit
unterschiedlichem Reifegrad und unterschiedlicher Leistung erforscht. Die
Umwandlung von Kohlenstoffdioxid in hochwertige erneuerbare Energieträger
mit regenerativen Energien ist eine vielversprechende Strategie, um den
anthropogenen Kohlenstoffkreislauf zu schließen, um auf diese Weise die
Einsparziele bei Treibhausgasen und Energiebedarf zu erfüllen. Es gibt
zwar bereits verschiedene Umwandlungsverfahren, aber die meisten sind noch
sehr material- und energieaufwändig, kostspielig und ineffizient.
Im EU-Projekt CAPTUS werden hierzu neue innovative Lösungen erarbeitet.
CAPTUS wird nachhaltige und kosteneffiziente Wege zur Erzeugung von
erneuerbaren Energieträgern mit hohem Mehrwert in energieintensiven
Industrien aufzeigen, indem industrielle Kohlenstoffemissionen aufgewertet
und Stromüberschüsse aus erneuerbaren Energien integriert werden. Es
werden drei vollständige Wertschöpfungsketten für erneuerbaren
Energieträgern an drei verschiedenen Demonstrationsstandorten
demonstriert.
1. Aus Abgasen eines Stahlwerks werden durch eine zweistufige Fermentation
mikrobiologisch Triglyceride hergestellt.
2. Zur Herstellung von Bio-Ölen in einer Chemieanlage werden Lipid-
produzierende Mikroalgen kultiviert und dann gefolgt von hydrothermal
verflüssigt.
3. Auf der Basis einer elektrochemischen Reduktion von CO2 aus
Zementwerkabgasen wird Ameisensäure erzeugt.
Die vorgeschlagenen Technologien werden vom Labor- bis zum Pilotmaßstab
geprüft, und die gewonnenen erneuerbaren Energieträger werden durch
Qualitätsbewertungen und Veredelungsstudien für die Herstellung von
Hochleistungskraftstoffen validiert. Darüber hinaus wird CAPTUS die
Integration der validierten Lösungen für energieintensive Industrien
hinsichtlich wirtschaftlicher, ökologischer, gesellschaftlicher,
regulatorischer und geopolitischer Kriterien analysieren. Ebenso werden
Richtlinien und Strategien für einen Dekarbonisierungsplan entwickelt, das
Bewusstsein und die Akzeptanz von Kohlenstoffbindungs und
-speicherungstechnologien wird erhöht und die gewonnenen erneuerbaren
Energieträger werden verbessert. Schließlich geht es auch darum, geeignete
Geschäftsmodelle und Replikationsmöglichkeiten zu schaffen.
Als Projektpartner unterstützt das Steinbeis Europa Zentrum das
internationale Konsortium aus 17 Partnern beim Austausch und bei der
Verbreitung der Projektaktivitäten und Ergebnisse, um so die gewonnenen
Erkenntnisse effektiv an Zielgruppen der Industrie und Öffentlichkeit zu
vermitteln. Daneben ist das Steinbeis Europa Zentrum auch für die
Netzwerkaktivitäten mit anderen EU-geförderten Projekten und Initiativen
im gleichen Themenbereich verantwortlich.
Das Innovationsprojekt CAPTUS wird von der EU im Rahmen des Forschungs-
und Innovationsprogramm Horizon Europe mit 10 Millionen Euro finanziert.
Das Konsortium besteht aus 18 Partnern aus 8 Ländern, die
multidisziplinäre Kompetenzen und Ressourcen aus Wissenschaft, Forschung,
Technik, Industrie und Universitäten vereinen:
1. Fundación circe centro de investigación de recursos y consumos
energéticos (Koordinator) – Spanien
2. Sintef AS – Norwegen
3. Universidad de Cantabria – Spanien
4. Agencia estatal consejo superior de investigaciones cinefíficas –
Spanien
5. Universita degli studi di Genova – Italien
6. Steinbeis Europa Zentrum/ Steinbeis Innovation gGmbH – Deutschland
7. Ethniko kentro erevnas kai technologikis anaptyxis - Greece
8. Bio base europe pilot plant VZW – Belgien
9. Novis GmbH – Deutschland
10. Apria systems SL - Spanien
11. Draxis environmental SA – Griechenland
12. A4f algafuel SA – Portugal
13. Goodfuel BV – Niederlande
14. Rina consulting SPA - Italien
15. Arcelormittal Belgium NV- Belgien
16. Hychem, química sustentável SA - Portugal
17. Cementos portland valderrivas SA - Spanien
18. Energy efficiency in industrial processes asbl – Belgien
Das Projekt mit einer Dauer von 48 Monaten (Juni 2023- Mai 2027) und einem
Gesamtbudget von 10 Millionen Euro, feierte das Auftakttreffen am 15. und
16. Juni 2023 in Zaragoza, Spanien.
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