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Lernwelten-Kongress stellt Lehrende für Pflege- und Gesundheitsberufe in den Mittelpunkt

Dreiländer-Tagung am 28. und 29. September 2023: Im Spannungsfeld zwischen
Gesetzen, Curricula, Selfcare und pädagogischem Selbstverständnis

„Lernwelten“ ist der deutschsprachige Kongress für die Pädagogik der
Gesundheitsberufe mit langer Tradition. Als Dreiländer-Tagung für
Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er
Schrittmacher der Professionalisierung der Gesundheits- und
Pflegepädagogik und bietet Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und
Bildungspraxis eine Plattform zum Austausch und Netzwerken. Auf dem
diesjährigen Lernwelten-Kongress am 28. und 29. September 2023, der
gemeinsam mit hpsmedia an der Frankfurt University of Applied Sciences
(Frankfurt UAS) durchgeführt wird, stehen unter dem Titel „Let’s grow: Vom
Wirken und Sein der Lehrenden“ die Arbeitsbedingungen von Lehrenden aller
gesundheits- und pflegebezogenen Bildungsgänge – und derjenigen, die es
noch werden wollen – im Mittelpunkt.

Ziel ist es, gute Lösungen zu präsentieren, wie Rahmenbedingungen und
didaktisch-methodische Ansprüche zu vereinbaren sind, wie Resilienz
gefördert und eine gesunde Work-Life-Balance erreicht werden kann.

Lehrende in pflege- und gesundheitsbezogenen Bildungsgängen müssen
zahlreiche Herausforderungen bewältigen: Lernende müssen begleitet,
Lernprozesse nachhaltig gestaltet, Rahmenbedingungen berücksichtigt
werden. Berufsgesetze, länderspezifische Bestimmungen und curriculare
Überlegungen wirken dabei als konstitutive Leitplanken, bedürfen jedoch
einer konstruktiven und zukunftsbezogenen Ausgestaltung. Der Alltag von
Lehrenden in vorberuflichen, beruflichen, betrieblichen und akademischen
Bildungsgängen spielt sich stets in Spannungsfeldern ab: zwischen
gesetzlichen Rahmen und Eigenverantwortung, zwischen curricularen
Anforderungen einerseits und Kreativität und Innovation andererseits. Auf
dem diesjährigen Lernwelten-Kongress nehmen Vortragende und Teilnehmende
die Gestaltungsspielräume in den Blick, die innerhalb dieser
Spannungsfelder bestehen.
Im Fokus stehen:
•       das Bildungs- und Beschäftigungssystem mit den Neuordnungen der
Gesundheitsfach- und Assistenzberufe durch Bildungspolitik und
Gesundheits- und Pflegepolitik
•       die curricularen Prozesse sowie die Kooperationen zwischen den
Lernorten
•       die Auseinandersetzung der Lehrenden mit fachwissenschaftlichen
und berufsfelddidaktischen Ansprüchen
•       das pädagogische Selbstverständnis der Lehrenden, ihr
Gestaltungswille, ihre Begeisterung für den pädagogischen Alltag und ihre
Fähigkeit, trotz aller Ansprüche und Widersprüche für gelingende
Bildungsmomente zu sorgen

Neben Fachbeiträgen erwarten die Teilnehmenden u.a. Selfcare-Angebote, ein
Markt der Möglichkeiten, ein Dialog-Spaziergang, ein abendlicher
Sektempfang sowie eine Stadtführung.
Das Tagesticket kostet 198 Euro, die Teilnahme am gesamten Kongress 298
Euro; Studierende und Auszubildende zahlen 68 bzw. 98 Euro. Das Programm
steht zum Download unter:
https://www.lernwelten.info/mod/page/view.php?id=394

Termin: 28. September 2023, 09:30 bis 18:15 Uhr, 29. September 2023, 09:00
bis 17:00 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, 60318
Frankfurt, Gebäude 10

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Weiterentwicklung der Wärmepumpen-Ampel: Regionale Wärmepumpen-Potenziale und ein Einzelgebäude-Rechner

+++ Wärmepumpen-Ampel, ein Online-Informationsangebot der FfE
(Forschungsstelle für Energiewirtschaft), wurde umfangreich
weiterentwickelt +++ Die aktualisierte Web-site bietet ab sofort neue
Funktionen, die das Potenzial unterschiedlicher Wärmepum-pen-Technologien
für Wohngebäude in Deutschland aufzeigen +++

Die Wärmepumpen-Ampel wurde im September 2022 veröffentlicht. Das
gleichnamige Modell ermittelt auf Basis frei verfügbarer Daten
deutschlandweit und gebäudescharf, ob Wohngebäude im Bestand mit
Wärmepumpen versorgt werden können. Über ganz Deutschland hinweg beträgt
das Potenzial für die untersuchten Technologien Luft-Wärmepumpe,
Erdsonden-Wärmepumpe, Erdkollektor-Wärmepumpe und Solar-Eisspeicher-
Wärmepumpe 75 Prozent.

Regionale Potenziale je Bundesland, Landkreis und Kommune

In einer interaktiven Webkarte können Nutzer:innen die Potenziale auf
verschiedenen regionalen Ebenen (Bundesland, Landkreis, Kommune)
entdecken. Je Region lassen sich neben dem gesamten Anteil versorgbarer
Wohngebäude auch die Anteile je untersuchter Technologie sowie je
Gebäudetyp betrachten. Das soll unter anderem Kommunen eine erste
Orientierung bieten. Weiterhin stehen die Potenzialdaten zum kostenfreien
Download auf dem FfE Open Data Portal (https://opendata.ffe.de) zur
Verfügung und können beispielsweise für regionalisierte
Energiesystemanalysen genutzt werden.

Einzelgebäude-Rechner für Eigentümer:innen von Wohngebäuden

Interessierte Eigentümer:innen von Wohngebäuden können zudem mit Hilfe des
neuen Einzelgebäude-Rechners den Algorithmus des Modells für ihr eigenes
Gebäude nutzen.
Der Einzelgebäude-Rechner zeigt indikativ, ob auf einem Grundstück
genügend Wär-meenergie aus der Luft oder der Erde gewonnen werden kann, um
den Wärmebedarf eines Gebäudes mit einer Wärmepumpe zu decken.

Die Wärmepumpen-Ampel ist unter folgender URL erreichbar:  https
://waermepumpen-ampel.ffe.de/.

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Nikotinsalze in E-Liquids – was hat es damit auf sich?

Nikotinsalze in E Liquids Symbolbild von Mahdi Bafande unsplash
Nikotinsalze in E Liquids Symbolbild von Mahdi Bafande unsplash

Nikotinsalze verbreiten sich zunehmend in der Szene der Dampfer. Sowohl für Liebhaber von E-Zigaretten als auch von E-Shishas könnte die innovative Technologie eine ernsthafte Alternative darstellen. Was hat es mit diesem Trend auf sich, wo liegt der Mehrwert und welche Zielgruppen können sich von Nikotinsalz-Liquids angesprochen fühlen? Wir gehen der Sache auf den Grund.



Wer hat die Nikotinsalze erfunden?



Nikotinsalze wurden als Basis für E-Liquids für E-Zigaretten von der Firma Pax Labs im Jahre 2014 entwickelt. Heute lassen sie sich ebenfalls für E-Shisha Liquids nutzen. Den Lorbeerkranz erwarb sich bei der Erfindung Adam Bowen. Das entsprechende Produkt, das unter dem Namen Juul unter die Leute gebracht wurde, motivierte den Hersteller für elektronische Tabakprodukte zur Umbenennung, sodass das Unternehmen seitdem unter dem Label Juul Pax firmiert.



Den chemischen Prozess kurz erklärt



Die Beimengung des von der Tabakpflanze extrahierten Nikotins mit Benzoesäure bewirkt, dass sich das Nervengift mit ihren Salzen und Estern bindet, die der Chemiker als Benzoate bezeichnet. Dadurch entsteht eine gewisse Neutralisierungsfunktion, in deren Folge die verflüssigten Salzkristalle weniger reaktionsfreudig werden. Auf diese Weise kann Nikotin zur Erzeugung des gewünschten gasförmigen Aggregatzustandes unter wesentlich geringeren Temperaturen erhitzt werden und es lässt sich sanfter und leichter inhalieren.

Die Veränderung des vormals alkalischen pH-Werts, der durch den chemischen Prozess in einen annähernd neutralen Bereich zwischen 7 und 8 überführt wird, verstärkt diesen Effekt, da er für den Konsumenten bekömmlicher ist. Die Schleimhäute werden weniger gereizt, das typische Halskratzen, das bei Rauchern als Throat-Hit bekannt ist, wird vermieden und der Hustenreiz seltener ausgelöst.



Die Veränderungen durch Nikotinsalze beim Inhalieren von E-Liquids



Die verbesserte Bekömmlichkeit ist nur ein Teil der Medaille. Der andere Teil besteht darin, dass es dem Hersteller durch diesen Prozess möglich ist, dem E-Liquid wesentlich größere Nikotinmengen beizumischen, die vom Dampfer aufgenommen werden können. Die erste Juul von Pax Labs kam bei ihrer Premiere auf spektakuläre 60 mg/ml, was zu einem entsprechenden Medienecho beitrug.

 

Konsumenten werden einen verzögerten Wirkungseintritt feststellen; dafür hält die Wirkung länger an. Da die Salze den Nikotingeschmack nicht zur Geltung kommen lassen, soll das Geschmackserlebnis der Aromen vollmundiger sein.



Was ist beim Konsum zu beachten?



Vor allem Anfänger sollten sich der Gefahr der Überdosierung von Nikotin bewusst sein, was durch schnelles Ziehen aufgrund der wesentlich höheren Nikotinmengen von E-Liquids auf Basis von Nikotinsalzen schnell geschehen kann. Für Sub-Ohm-Dampfer eignet sich die innovative Technologie deshalb nicht.

Zum Gefahrenpotenzial dieser Variante gehört die Beigabe der Benzoesäure, die potenziell krebserregend ist. Dies stellte auch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) fest und mahnte weitere Untersuchungen an, ob die kanzerogene Gefahr Dampfer von E-Zigaretten und E-Shishas betrifft.



Wer wird von Nikotinsalzen angesprochen?



Die Zielgruppe für Nikotinsalze liegt klar auf der Hand. Es sind ehemalige Raucher, die zwar von der Zigarette loskommen, den Suchtstoff Nikotin aber weiter konsumieren möchten. Für sie steht die Tatsache im Vordergrund, dass E-Zigaretten und E-Liquids aufgrund des Erhitzungsprozesses unterhalb der Verbrennungsschwelle nachweislich weitaus weniger krebsgefährdend sind als herkömmliche Tabakwaren.

Wegweisend war in dieser Hinsicht die Studie der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England, die in diesem Vergleich die Krebsgefahr um 99,5 Prozent reduziert sah und die allgemeinen Gesundheitsrisiken immerhin um 95 Prozent.

Der möglicherweise gesundheitsgefährdende Effekt durch die Nutzung von Benzoesäure steht dem auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten bestehenden Mehrwert der geringeren Belastung der Atemwege gegenüber. Abschließend sollten sich Dampfer bewusst sein, dass sie durch einen Umstieg von der Zigarette auf Vaporizer – ob auf Basis von Nikotinsalzen oder nicht – ihre Sucht lediglich auf ein Substitutionsgut verlagern.

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Einsatz für Vereinbarkeit von Pflege und Beruf Fachhochschule Dortmund beteiligt sich an NRW-Landesprogramm

Die Fachhochschule Dortmund wird Teilnehmerin des Landesprogramms „Vereinbarkeit Beruf & Pflege in Nordrhein-Westfalen“. Rektorin Prof. Dr. Tamara Appel hat dafür eine entsprechende Charta unterzeichnet.

 

Um das Engagement für Pflegeverantwortung weiter zu stärken, sind an der FH Dortmund mehrere Maßnahmen, verbunden mit dem Landesprogramm, vorgesehen. Dazu gehört zum Beispiel, beratende „Pflege-Guides“ zu qualifizieren, Arbeitszeitmodelle individuell zu überprüfen, einen betrieblichen digitalen „Pflegekoffer“ mit aktuellem Informationsmaterial zu nutzen und sich auf Netzwerkveranstaltungen über Best-Practice-Lösungen auszutauschen.

 

„Mit ihrer Teilnahme am Landesprogramm kann die Fachhochschule für das Thema Pflege sensibilisieren und es noch sichtbarer machen“, sagt Sonja Wentzel, Pflegeberaterin beim FH-Familienservice. Dieser unterstützt neben Lehrenden und Beschäftigten auch Studierende, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern.

 

Weitere Informationen zum Landesprogramm:

www.berufundpflege-nrw.de

 

 

Hintergrund: Inhalte der Charta

  1. Wir fördern eine Unternehmenskultur, die geprägt ist von Respekt und Wertschätzung für die Aufgaben, die unsere Beschäftigten mit Pflegeverantwortung im Alltag übernehmen.
  2. Wir schaffen die Voraussetzung dafür, dass alle Beschäftigten, insbesondere solche mit Führungsaufgaben, diese Werte erkennen, teilen und leben.
  3. Uns ist bewusst, dass jede Pflege- und Unterstützungssituation unterschiedlich ist und sich auch immer wieder verändert, weshalb wir einen lösungsorientierten Umgang damit etablieren wollen.
  4. Wir führen einen Dialog mit den Betriebs- bzw. Personalräten, um die Anliegen der Beschäftigten und die Bedürfnisse der Unternehmen bestmöglich in Einklang zu bringen.
  5. Wir wollen den innerbetrieblichen Informationsstand über die gesetzlichen Rahmenbedingungen und über die im Unternehmen und in der Kommune vorhandenen Unterstützungs- und Beratungsleistungen bei allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verbessern.
  6. Wir sichern zu, dass zu dem Thema Vereinbarkeit Beruf und Pflege in unserem Unternehmen ein kontinuierlicher Dialog erfolgt.
  7. Wir wollen unser Engagement und unsere Erfahrungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu einem Bestandteil des externen Dialogs mit Akteur*innen aus Pflege und Gesundheit machen.
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