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Hochschuldidaktik Sachsen: ehs schließt Kooperationsvereinbarung ab

Die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) und die Hochschuldidaktik
Sachsen (HDS) haben eine Vereinbarung zur assoziierten Partnerschaft mit
zunächst dreijähriger Laufzeit geschlossen. Mit der Vereinbarung können
Mitarbeitende der ehs die Angebote der HDS nutzen.

Die Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) ist eine gemeinsame zentrale
Einrichtung der staatlichen Hochschulen Sachsens. Sie bietet den
Mitgliedern und Angehörigen der Partnerhochschulen hochschuldidaktische
Weiterbildungen an und unterstützt Lehrende bei der Erlangung und
Steigerung didaktischer Fähigkeiten. Die ehs ist eine staatlich anerkannte
Stiftungshochschule, die aus Steuermitteln des Freistaates Sachsen und der
Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens finanziert wird. Dank der
assoziierten Partnerschaft sind die Lehrenden der ehs den Lehrenden der
Partnerhochschulen in der Nutzung der Angebote gleichgestellt.
Die HDS bietet beispielsweise die Koordination, Durchführung,
Qualitätsentwicklung und Zertifizierung von hochschuldidaktischen
Weiterbildungen, Scholarships und Transfertätigkeiten (Tagungen, Journal,
Podcast, Internetseite/Blog, bundesweite/internationale Vernetzung).
Die Prorektor:in der ehs, Professorin Ivonne Zill-Sahm, ist ins Kuratorium
der HDS entsendet. Programmkoordinatorin von Seiten der ehs und damit an
der Programmplanung beteiligt ist Dina Rosenkranz, Referentin Studium &
Lehre sowie Qualitätsmanagement.

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Die Energiewende in Deutschland auf einen Blick: Ariadne‐Tracker prüft Fortschritt auf dem Weg zur Klimaneutralität

Um 2045 klimaneutral zu sein, muss das Energiesystem in einem nie
dagewesenen Tempo umgebaut werden. Ob die Energiewende in Deutschland auf
Kurs ist, zeigt jetzt der neue Transformations‐Tracker des
Kopernikus‐Projekts Ariadne auf einen Blick. Gefördert vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt der Tracker die
Entwicklung von mehr als 40 konkreten Schlüsselindikatoren ins Verhältnis
zu den Zielpfaden der Ariadne‐Szenarien zur Klimaneutralität – vom
Gesamtsystem, über die Energiewirtschaft bis in die einzelnen Sektoren
Gebäude, Verkehr und Industrie.

„Unsere Analysen zeigen: Um auf Kurs zur Klimaneutralität zu kommen, geht
es mit den Fortschritten der Energiewende in den meisten Bereichen zu
langsam voran", sagt Gunnar Luderer, Vize-Leiter des Ariadne-Projekts und
Szenarien-Experte des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).
„Vor allem bei Neuanschaffungen muss massiv umgesteuert werden, um den Weg
zur Klimaneutralität nicht zu verbauen“. Wo es schon läuft, aber auch, wo
es noch hakt, zeigt der Transformations-Tracker anhand von
Geschwindigkeits-Tachometern. Derzeit stehen diese erst in den wenigsten
Fällen auf Erfolg.

Neben Kennzahlen der letzten drei Jahre zu Emissionen und dem Ausbau von
Windenergie, Photovoltaik & Co gehören zu den berücksichtigten Indikatoren
auch jene Signale, die den Ausstieg aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas
verfolgen. Auch inwiefern Investitionen in Autos, Heizungssysteme und
Industrieanlagen mit den langfristigen Klimazielen vereinbar sind, fließt
also in den Transformations-Tracker mit ein. Denn gerade bei den
langlebigen Investitionsgütern zeigt sich, dass noch viel zu tun ist. Neue
Benziner oder Diesel fahren im Schnitt 18 Jahre auf den Straßen, neue
Gasheizungen sind 15-25, teils sogar 30 Jahre in Betrieb. Die fossile
Zukunft wird hier also bei Kaufentscheidungen mitunter gleich mitbestellt.

+++ Achtung Sondereffekt! Vorsicht bei der Formel für den Fortschritt +++

Auch bei den Erfolgen lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Jüngste
Ereignisse wie die Corona-Pandemie oder die Energiekrise haben auf die
Indikatoren einen starken Einfluss. Manch ein „Fortschritt“ auf dem Weg
zur Klimaneutralität ist deshalb nicht der notwendigen strukturellen
Transformation geschuldet, sondern geht lediglich auf kurzfristig wirkende
Entwicklungen zurück. Diese im Tracker gekennzeichneten „Sondereffekte“
sollten deshalb mit Vorsicht interpretiert werden, so die Fachleute. Denn
Emissionen, die etwa im Zuge der Pandemie durch das Herunterfahren der
Industrieproduktion oder weniger Verkehr auf den Straßen gesunken sind
steigen nach der Pandemie wieder an.

“Dass viele vermeintlich günstige Entwicklungen der letzten Jahre Folge
der Corona-Pandemie und der Energiekrise sind, ist zunächst ernüchternd“,
ergänzt Frederike Bartels vom PIK. „Umso mehr gilt es, auf dem aktuellen
Bewusstsein für Energiefragen jetzt aufzubauen und strukturelle
Veränderungen bei zukünftigen Investitionen oder individuellem Verhalten
anzustoßen, die dann einen nachhaltigen Nutzen für den Weg zur
Klimaneutralität haben”.

+++ Die Energiewende ist kein Selbstläufer: Ariadne-Szenarien als
Frühwarnsystem für Kurskorrekturen +++

Der Ariadne-Tracker kann so als Frühwarnsystem der Energiewende aufzeigen,
wo die Knack- und Knirschpunkte liegen und die praktische Umsetzung nicht
zu den Notwendigkeiten der gesetzten Klimaziele passt. Geleitet vom
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung unter Mitwirkung von Ariadne-
Fachleuten des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle
Energieanwendung der Universität Stuttgart, des Fraunhofer-Instituts für
Solare Energiesysteme, des DLR-Instituts für Verkehrsforschung und des
Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung baut der
Transformations-Tracker auf die im Ariadne-Projekt entstandenen Szenarien
auf, die verschiedene Transformationspfade zur Klimaneutralität 2045
beschreiben. Diese Transformationspfade umfassen das gesamte Energiesystem
und die Sektoren Industrie, Gebäude und Verkehr und integrieren im
Modellvergleich Gesamtsystem- und Sektormodelle. So können detaillierte
Energiewendepfade analysiert werden, um robuste Strategien abzuleiten und
Unsicherheiten oder Hemmnisse entlang der notwendigen Transformation
auszubuchstabieren.

Weblink zum Transformation Tracker:
https://tracker.ariadneprojekt.de/

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Tückisches Herzleiden: Die diastolische Herzschwäche „mit erhaltener Auswurfleistung“ ist weniger bekannt und wird seltener diagnostiziert

Die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zählt zu den Herzerkrankungen mit den
häufigsten vollstationären Krankenhausaufenthalten in Deutschland: rund
430.000 Klinikeinweisungen jährlich. Zugleich ist sie mit einem hohen
Leidensdruck für die Betroffenen verbunden.  Man unterscheidet zwei Formen
der Herzschwäche: Bei der systolischen Herzschwäche ist die
Auswurfleistung des Herzens vermindert. Bei einer diastolischen
Herzschwäche ist der Herzmuskel verdickt und kann sich in der Füllphase,
der Diastole, nicht genügend entspannen und dehnen, um sich mit
ausreichend Blut zu füllen. Das Herz verliert an Elastizität. In Folge
gelangt trotz guter Pumpleistung weniger Blut in den Körper. Die
Körpergewebe sind unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Die Patienten leiden unter Atemnot, rascher Erschöpfung, Brustschmerzen
und Kreislaufproblemen bis hin zur Ohnmacht.
Bluthochdruck, Vorhofflimmern, verengte Herzkranzgefäße, die sogenannte
koronare Herzkrankheit (KHK) und Diabetes mellitus Typ 2 begleiten eine
diastolische Herzschwäche häufig. „Sie sind nicht nur als
Begleiterkrankungen von Bedeutung, sie sind auch mitverantwortlich dafür,
dass diese Herzschwäche überhaupt entsteht“, weiß Professor Dr. Rolf
Wachter, stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik der
Universitätsklinik Leipzig. Da die diastolische Herzschwäche vielen
Menschen unbekannt ist, obwohl sie bei älteren Menschen die häufigste Form
der Herzschwäche darstellt, ist sie der Schwerpunkt der aktuellen HERZ
heute-Ausgabe 2/2023 mit dem Titelthema „Hilfe für das schwache Herz“. Sie
kann kostenfrei unter Tel 069 955128-400 oder unter
<www.herzstiftung.de/bestellung> angefordert werden. Weitere Infos zur
diastolischen Herzschwäche bietet die Herzstiftung unter
<https://herzstiftung.de/diastolische-herzinsuffizienz>

Bluthochdruck ist der häufigste Begleiter einer diastolischen Herzschwäche
Die meisten Betroffenen mit diastolischer Herzschwäche haben zusätzliche
Krankheiten. Zu den häufigen Begleitern gehören Bluthochdruck,
Vorhofflimmern, KHK sowie Diabetes mellitus Typ 2. Für den weiteren
Verlauf der Herzschwäche ist nicht nur die Therapie der Herzschwäche von
Bedeutung, sondern auch die gezielte Behandlung der Begleiterkrankungen.
Bluthochdruck begleitet die diastolische Herzschwäche am häufigsten. „Neun
von zehn dieser Patienten haben Bluthochdruck, oft schon viele Jahre und
häufig lange, bevor die Schwäche des Herzens in Erscheinung tritt“, sagt
Professor Dr. Rolf Wachter. „Es ist erwiesen, dass ein gut eingestellter
Blutdruck die Herzschwäche verbessern kann. Die Blutdruckwerte im Blick zu
halten, ist sowohl für die Prävention als auch für die Behandlung einer
Herzschwäche bedeutsam.“

Vorhofflimmern und KHK verschlechtern diastolische Herzschwäche
Eine weitere häufige Begleiterkrankung der diastolischen Herzschwäche ist
Vorhofflimmern. Laut dem Herzexperten tritt die Herzrhythmusstörung bei
über der Hälfte aller PatientInnen auf und ist, ebenso wie Bluthochdruck,
oftmals ein Vorläufer des schwachen Herzens. Vorhofflimmern verschlechtert
die Prognose der Herzschwäche deutlich. „Durch die Herzrhythmusstörung
büßt das Herz etwa 15 Prozent seiner Leistungskraft ein“, sagt Professor
Wachter. „Wird Vorhofflimmern diagnostiziert, sollte zugleich auch
untersucht werden, ob eine Herzschwäche vorliegt.“ Des Weiteren leiden
über 50 Prozent der Betroffenen mit diastolischer Herzschwäche an einer
Durchblutungsstörung der Herzkrankgefäße, der KHK. Werden im Rahmen der
Behandlung die verengten Herzkranzgefäße medikamentös therapiert oder
operativ erweitert, verbessern sich in der Regel auch die Symptome der
Herzschwäche.

Wie Diabetes mellitus und diastolische Herzschwäche zusammenhängen
Etwa ein Drittel aller Patienten mit diastolischer Herzschwäche hat
Diabetes mellitus Typ 2. Die „Zuckerkrankheit“ ist für Herz-Patientinnen
und -patienten ein großes Risiko, da die zu hohen Blutzuckerwerte Schäden
an den kleinen und großen Blutgefäßen und am Herzmuskel selbst
verursachen. „Treten Herzschwäche und Diabetes gemeinsam auf, ist das
Risiko deutlich höher, wegen der Herzschwäche im Krankenhaus behandelt
werden zu müssen oder daran zu versterben“, warnt Professor Wachter. Ein
medikamentös gut eingestellter Blutzucker ist für den Verlauf der
Herzschwäche von ebenso großer Bedeutung wie die Behandlung von
Bluthochdruck, Vorhofflimmern und KHK.

Aktuelle HERZ heute: Jetzt Probeexemplar anfordern!
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift HERZ heute „Hilfe für das schwache
Herz“ stellt weitere Begleiterkrankungen der diastolischen Herzschwäche
vor und informiert ausführlich über Ursachen, Diagnose und Therapie. Ein
kostenfreies Probeexemplar ist über
<https://www.herzstiftung.de/bestellung>,Tel. 069 955128-400 oder per
E-Mail unter <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> erhältlich. Weitere Infos zur
diastolischen Herzschwäche bietet die Herzstiftung unter
https://herzstiftung.de/diastolische-herzinsuffizienz
Die Zeitschrift erscheint viermal im Jahr und wendet sich an Herz-
Kreislauf-PatientInnen und deren Angehörige. Die Beiträge sind von
unabhängigen Herzexperten verfasst.

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Himmelsscheibe von Nebra: 10. Jahrestag der Aufnahme in das Weltdokumentenerbe

Mit der Himmelsscheibe von Nebra birgt die Sammlung des Landesmuseums für
Vorgeschichte Halle (Saale) einen archäologischen Fund von Weltgeltung.
Die mehr als 3.600 Jahre alte Bronzescheibe mit Goldapplikationen zeigt
die älteste bekannte Darstellung kosmischer Phänomene. Aufgrund ihrer
Bedeutung wurde sie am 18. Juni 2013 in das UNESCO-Dokumentenerbe ›Memory
of the World‹ aufgenommen.

Die weltberühmte Himmelsscheibe von Nebra, im Juli 1999 auf dem Mittelberg
von Sondengängern entdeckt und illegal ausgegraben, konnte im Februar 2002
im Rahmen einer spektakulären Lockvogelaktion unter Mitwirkung des
Landesarchäologen von Sachsen-Anhalt Harald Meller durch die Schweizer
Polizei sichergestellt werden.
Die Himmelsscheibe wurde um 1600 vor Christus zusammen mit ihren Beifunden
– zwei Schwertern, zwei Beilen, zwei Armspiralen und einem Meißel – auf
dem Mittelberg vergraben. Sie vereint regional vorhandenes, vermutlich aus
Babylonien stammendes astronomisches Wissen und Materialien aus
unterschiedlichen Regionen Europas: Kupfer aus dem Alpenraum, Zinn und
Gold aus Cornwall. Die Himmelsscheibe ist damit sowohl Zeugnis als auch
Schlüssel zu einer lange vergangenen, aber dennoch erstaunlich vernetzten
Epoche. Aufgrund ihrer Bedeutung als älteste Darstellung kosmischer
Phänomene wurde die Himmelsscheibe 2013 in das ›Memory of the
World‹-Register der UNESCO aufgenommen. Sie ist damit in bester
Gesellschaft, zum Weltdokumentenerbe gehören etwa die Gutenberg-Bibel,
Beethovens Neunte Sinfonie, das Nibelungenlied, die Goldene Bulle und seit
2023 auch der Codex Manesse und der Behaim-Globus. »Die Himmelsscheibe von
Nebra ist nicht nur einer der wichtigsten Funde und Besuchermagneten im
Landesmuseum. Sie ist Sachsen-Anhalts Mona Lisa, ein Fund von erheblicher
Bedeutung für die Menschheit als Ganzes. Dies hat die UNESCO mit der
Aufnahme in das Weltdokumentenerbe gewürdigt«, so Harald Meller,
Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt.

Die Himmelsscheibe unterstreicht nicht nur die Bedeutung des Kosmos für
die Menschheit, sie hat auch selbst die Erde bereits verlassen – zumindest
als Kopie. Mit dem Astronauten Matthias Maurer flog eine Nachbildung der
Himmelsscheibe zur Internationalen Raumstation ISS.
In der Folge der Sicherstellung kam es nicht nur zu polizeilichen
Ermittlungen und mehreren Gerichtsprozessen gegen die Raubgräber und
Hehler, sondern auch zu umfassenden wissenschaftlichen Untersuchungen, in
deren Fokus die Himmelsscheibe selbst, aber auch das kulturelle Umfeld
standen, in dem sie vor mehr als 3.600 Jahren geschaffen wurde. Die
Himmelsscheibe kann heute nicht nur als älteste Himmelsdarstellung der
Welt und eines der am besten untersuchten archäologischen Objekte
überhaupt gelten. Sie ist gleichzeitig ein Schlüsselfund, der grundlegende
neue Forschungen zu einer ganzen Epoche der mitteleuropäischen
Vorgeschichte, der frühen Bronzezeit (circa 2200 bis 1600 vor Christus),
der Zeit der sogenannten Aunjetitzer Kultur, angestoßen hat.

Auf dem Weltdokumentenerbe ist die früheste Darstellung einer Schaltregel
verschlüsselt abgebildet. Mit dieser Regel lassen sich Sonnen- und
Mondkalender annäherungsweise in Einklang bringen. Die ältesten
Kalendersysteme basieren auf der Abfolge der Mondzyklen und waren
sogenannte Lunarkalender. Allerdings ist das Mondjahr etwas kürzer als das
Sonnenjahr. Um zu verhindern, dass beispielsweise Feiertage deshalb durch
das Jahr wandern, waren regelmäßige Anpassungen durch das Einfügen von
Schalttagen oder Schaltmonaten notwendig. Diese einfache Erkenntnis stellt
die Menschen bis heute in der Praxis vor große Probleme, da beide Zyklen
nicht ganzzahlig umgerechnet werden können. Wir wissen heute, dass ein
Sonnenjahr – also der Umlauf der Erde um die Sonne – ungefähr 365 Tage, 5
Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden dauert. Der darauf basierende
Sonnenkalender misst abgerundet 365 Tage und ist damit um 11 Tage länger
als der Mondkalender.

Wollte man die kalendarischen Daten im Verlauf der Jahreszeiten beständig
halten, mussten daher zusätzliche Monate oder Tage eingefügt werden. Wann
das zu geschehen hatte, wurde erstmals vor über 3.600 Jahren auf der
Himmelsscheibe von Nebra kodiert dargestellt. In dem von uns heute
benutzten Kalender wird kein ganzer Schaltmonat mehr eingefügt, sondern
lediglich alle vier Jahre ein zusätzlicher Tag im Februar. Das Bemühen,
Mond- und Sonnenkalender in Einklang zu bringen, verbindet uns bis heute
mit den Menschen der Bronzezeit.

Die Himmelsscheibe von Nebra kann im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle
(Saale) im Original bewundert werden. Mit der Errichtung eines modernen
Besucherzentrums, der Arche Nebra, am Fuße des Mittelbergs wurde der
Bedeutung des Fundortes Rechnung getragen. Am 21. Juni 2023, dem Tag der
Sommersonnenwende, wird das Besucherzentrum Arche Nebra nach neunmonatiger
Schließung und Modernisierung wiedereröffnet. Ab 14 Uhr öffnen sich, an
diesem Tag bei freiem Eintritt, seine Türen wieder für die Öffentlichkeit.
Interaktive Präsentationen, Planetariumsshow, Kunst auf dem Weg zum
Fundort und ein astronomischer Aussichtsturm laden dann wieder
Interessierte aus Nah und Fern auf einen Besuch in die Welt der
Himmelsscheibe ein.
Weitere Informationen bieten das eMuseum Himmelswege (https://www.emuseum-
himmelswege.de/) und das umfangreiche Filmprogramm des Landesmuseums auf
YouTube unter www.youtube.com/c/LandesmuseumfürVorgeschichteHalle oder auf
der Website des Landesmuseums (https://www.landesmuseum-
vorgeschichte.de/).

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