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Filmmuseum Düsseldorf und Kunsthochschule für Medien Köln schließen Kooperationsvereinbarung

Filmmuseum Düsseldorf und KHM schließen Kooperationsvereinbarung
Der analoge Filmbestand der Kunsthochschule für Medien Köln geht als
Dauerleihgabe an das Filmmuseum Düsseldorf. Damit ist es gelungen, die
Filme der KHM-Studierenden auf 16 und 35 mm aus über 30 Jahren langfristig
zu sichern.
Am 1. Juni ging die letzte Teillieferung der insgesamt 772 Filmtitel auf
knapp 2.000 Filmrollen nach Düsseldorf.

Das analoge Filmmaterial der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) findet
im Filmmuseum Düsseldorf eine neue Heimat. Anfang dieses Jahres wurde eine
für beide Seiten gewinnbringende Kooperation vereinbart. Zum einen hat die
KHM mit dem Filmmuseum Düsseldorf einen hervorragenden Partner bei der
professionellen Archivierung des Filmmaterials ihrer Studierenden und
seine Bereitstellung für wissenschaftliche Zwecke gefunden, zum anderen
stellt die Dauerleihgabe der 772 Filmtitel für das Filmmuseum Düsseldorf
eine bedeutsame Erweiterung seiner Sammlung dar und passt zu seinem
Auftrag, das Filmerbe des Landes Nordrhein-Westfalen umfänglich zu
sichern.



„Diese neue Zusammenarbeit ist nicht nur für beide Institutionen ein
großer Gewinn, sondern auch für die Filmemacher*innen und Künstler*innen,
deren Filme damit bestmöglich bewahrt werden können“, freut sich Esther
Neumann, Leiterin des Archivs der medialen Künste an der KHM seit 2020.
Aus konservatorischen Gründen hatte sie bereits seit längerem eine Lösung
für die materialgerechte Archivierung des 16 und 35 mm Materials gesucht.

„Die Filmkopien lagern im Filmarchiv des Filmmuseums bei 6 Grad Celsius
und 25 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Die kalte und trockene Lagerung
vermeidet das Ausbleichen des Filmbildes und den Verlust der Farbe.
Außerdem schützt es vor der Entstehung des für den Filmträger schädlichen
‚Essigsäuresyndroms' und die Verbreitung von Mikroorganismen in der
Emulsionsschicht", beschreibt Thomas Ochs, zuständig für die
audiovisuellen Bestände des Filmmuseums Düsseldorf, die Voraussetzungen
für eine optimale Archivierung von analogem Filmmaterial. Außerdem können
die Filme unter originalen Bedingungen am Schneidetisch und auf Anfrage
für Vorführungen ausgeliehen werden.



In der Filmsammlung der KHM befinden sich viele Schätze aus den 1990er
Jahren wie die Spielfilmübung „Backstage“ (1992, 45 Min.), eine der ersten
16 mm Produktionen an der KHM unter der Leitung der damaligen Professoren
Dominik Graf und Peter F. Bringmann. Als Schauspieler*innen wirkten u. a.
Irm Hermann, Dirk Bach, Mechthild Großmann und Hella von Sinnen mit. Auch
der erste Kurzfilm von Regisseur Hans Weingartner „Frank“ (1999, 25 Min.),
betreut von Prof. Jeanine Meerapfel, oder das Musikvideo „Distroia“ (1999,
4 Min.) der Künstler*innen Rosa Barba und Herwig Weiser für das
Elektronik-Duo „Mouse on Mars" sind Teil der Sammlung.

Der Filmbestand der KHM umfasste anfangs die 16 und 35 mm Vorführkopien
der Filme der Studierenden. In den letzten Jahren kamen dann aus den
Kopierwerken, die aufgrund der Digitalisierung der gesamten
Produktionskette im Film nach und nach schließen mussten, neben den
Negativen der Filme auch eine große Anzahl an entwickelten Filmmaterialien
an die Hochschule zurück.

Thomas Empl, Mitarbeiter im Archiv der KHM, hat diesen Bestand über einen
Zeitraum von zwei Jahren akribisch gesichtet, geordnet und katalogisiert.
Im Rahmen seiner Recherchen kam es auch zum Austausch mit ehemaligen
Studierenden aus 30 Jahren KHM-Geschichte, die bei der Zuordnung von
Arbeitstiteln, Jahreszahlen und Gruppenprojekten behilflich waren und sich
vielfach erfreut äußerten, dass das teils vergessene oder verloren
geglaubte Filmmaterial nun eine neue Heimat findet. Die erarbeitete
Einlagerungsliste dient dem Filmmuseum Düsseldorf als Grundlage, die Filme
in der Verbunddatenbank TMS zu erfassen und die Informationen zu den
Filmtiteln auf d:kult (hier) öffentlich zugänglich zu machen.

Das Filmmuseum Düsseldorf hat sich dem Erhalt der „lebenden Photographien”
verpflichtet. Die Filmsammlung des Filmmuseums nahm ihren Anfang 1956 mit
historischem Material über Düsseldorf und wurde vom Filminstitut ab 1975
kontinuierlich erweitert. Der Sammlungsbestand umfasst heute circa 20.000
Kopien aus mehr als 120 Jahren. Filmemacher*innen, die in Nordrhein-
Westfalen leben und arbeiten oder dies früher taten, haben dem Filmmuseum
ihre Kopien anvertraut, darunter Lutz Mommartz, Christoph Schlingensief
und Wim Wenders. Nähere Informationen finden Sie hier
.

Die Kunsthochschule für Medien Köln bietet ein anspruchsvolles
Projektstudium an, das auf der freien Wahl und individuellen Kombination
der jeweiligen künstlerischen Schwerpunkte aufgebaut ist. Das Studium
„Mediale Künste“ kann in 9 Semestern (grundständig) oder in 4 Semestern
(postgradual) absolviert werden. Die KHM ist einer der größten
Entstehungsorte für künstlerische Filme junger Regisseur*innen und
Künstler*innen in NRW seit ihrer Eröffnung im Jahr 1990. Viele der an der
KHM entstandenen Filme wurden auf internationalen Festivals gezeigt und
haben Preise gewonnen. Nähere Informationen finden Sie hier

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Healthy Forest Regions – 9 Partner*innen, 6 Länder und 3 Jahre

Nach der erfolgreichen Umsetzung von BEECH POWER  (https://beechpower.eu/)
startete am 01.04. das zweite Interreg Central Europe Projekt
„HealthyForestRegions“ mit der HNEE als Leadpartnerin.

Vom 30. Mai bis 2. Juni trafen sich die 9 Partnerorganisationen aus 6
europäischen Ländern im Brandenburgischen Angermünde für den offiziellen
Start des Projektes und zur Abstimmung erster Schritte. Zu den beteiligten
Ländern gehören Österreich, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Kroatien
sowie Deutschland. Damit ist das Projekt ein hervorragendes Beispiel für
grenzübergreifende Kooperation im Naturschutz und in nachhaltiger
Entwicklung. Gleichzeitig ist das Projekt ein Beispiel für die
Zusammenarbeit von Kommunen, Hochschulen und weiteren auf europäischer
Ebene. Für den Projektmanager der HNEE Marcus Waldherr ist es der gelebte
europäische Gedanke, der in diesem Projekt erlebbar wird. Zur Verfügung
stehen über die Projektlaufzeit von 3 Jahren bis 2026 2,78 Millionen Euro.
Das Ziel ist es, Entscheidungsträger und relevante Akteure in die Lage zu
versetzen, die Funktionalität von Waldökosystemen zu sichern. Der Schutz
der biologischen Vielfalt und die Bereitstellung waldbasierter
Ökosystemleistungen für die nachhaltige regionale Entwicklung stehen im
Vordergrund. Für Prof. Pierre Ibisch muss die Lernkurve der Menschheit
heute anders als beim Waldsterben der 1980er Jahre jetzt steil sein, denn
„die Ökosysteme treffen Entscheidungen über das Wohlergehen der Menschen –
und sie verhandeln nicht.“
Die HNEE übernimmt in dem Projekt die Projektkoordination, Kommunikation
und Leitung des Arbeitspakets 3. Insgesamt gibt es 3 Arbeitspakete mit
unterschiedlichem Fokus: Bspw. die Erarbeitung von auf Wald basierenden
alternativen Einkommensquellen (zur Holzwirtschaft) wie Tourismus
Erholungsnutzung und anderen Waldprodukten, Bildung in örtlichen Schulen:
Erstellung eines Lehrpfades und Unterrichtsmaterials, Kartierung der
„Stakeholder“ und Erarbeitung von strukturellen Notwendigkeiten zum
Waldschutz und weiteren.

Weitere Informationen https://interreg-central.eu

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Kinderwunsch erfüllen: Was kann man tun, wenn es nicht klappt?

Kinderwunsch erfüllen mit einem B aby Symbolbild pixabay
Kinderwunsch erfüllen mit einem B aby Symbolbild pixabay

Wenn Sie versuchen, schwanger zu werden, aber es einfach nicht klappen will, kann dies sehr enttäuschend und frustrierend sein. Es ist wichtig zu verstehen, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass Paare Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden. Etwa jedes sechste Paar hat Schwierigkeiten, schwanger zu werden.

In den meisten Fällen bedeutet dies nicht, dass einer von Ihnen unfruchtbar ist oder dass es ein grundlegendes Problem gibt, sondern dass Sie möglicherweise einige Maßnahmen ergreifen müssen, um Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Es gibt viele mögliche Ursachen dafür, dass es nicht klappt, von körperlichen bis zu psychologischen Faktoren. Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein und gegebenenfalls professionelle Hilfe zu suchen, um die beste Lösung für Sie und Ihren Partner zu finden.

Wann sollte man sich bei Kinderlosigkeit professionelle Hilfe suchen?

Wenn Sie seit mehr als einem Jahr versuchen, schwanger zu werden, aber es klappt nicht, sollten Sie darüber nachdenken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie über 35 Jahre alt sind, sollten Sie sich bereits nach sechs Monaten des erfolglosen Versuchens an einen Arzt oder eine Ärztin wenden. Es ist wichtig, dass Sie sich nicht scheuen, professionelle Hilfe zu suchen, da es in vielen Fällen möglich ist, den unerfüllten Kinderwunsch zu behandeln und das Ziel einer Schwangerschaft zu erreichen.

Unerfüllter Kinderwunsch kann viele Ursachen haben, die zum Teil behandelbar sind. Je früher Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, desto besser sind in der Regel Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft.

Wo finden Sie Unterstützung?

Sie sind nicht allein mit Ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Es gibt viele Paare, die dasselbe durchmachen wie Sie. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder eine reproduktionsmedizinische Klinik, um mehr über die Möglichkeiten und Behandlungen bei unerfülltem Kinderwunsch zu erfahren. Es ist wichtig, sich frühzeitig Hilfe zu suchen und sich über die verschiedenen Optionen zu informieren. Es gibt auch spezielle Selbsthilfegruppen, die Ihnen emotionalen Halt geben können.

Auch der Urologe kann in einigen Fällen eine wichtige Rolle spielen

Ein Urologe kann bei der Erfüllung eines Kinderwunsches in einigen Fällen eine wichtige Rolle spielen. Wenn ein Paar Schwierigkeiten hat, schwanger zu werden, kann ein Urologe den männlichen Partner untersuchen, um festzustellen, ob eine Ursache für die Unfruchtbarkeit vorliegt. Er kann auch Behandlungsmöglichkeiten empfehlen, wie Hormontherapien, Medikamente oder chirurgische Eingriffe, um dem Paar zu helfen, schwanger zu werden.

Überdies kann ein Urologe auch in der Behandlung von sexuellen Funktionsstörungen wie Erektionsstörungen oder Ejakulationsstörungen helfen, die den Empfängnisprozess beeinträchtigen können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Behandlung des männlichen Partners nur ein Teil der Lösung sein kann, und dass auch die Untersuchung und Behandlung der Partnerin durch einen Gynäkologen wichtig ist, um den Kinderwunsch zu erfüllen.

Mögliche Ursachen für die Kinderlosigkeit

Der Wunsch nach einem eigenen Kind kann in vielen von uns ein tiefes Bedürfnis auslösen. Ein unerfüllter Kinderwunsch kann für Paare aber auch eine große emotionale Belastung darstellen. Obwohl es viele Faktoren gibt, die den Empfängniserfolg beeinflussen können, untersuchen wir hier mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit bei Männern und Frauen.

Ursachen bei Frauen

Bei Frauen gibt es viele verschiedene Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch. Einige der häufigsten Ursachen sind:

  1. Ovulationsstörungen: Der Eisprung ist die Zeit, in der ein Ei von den Eierstöcken freigesetzt wird, das im Idealfall von Spermien befruchtet wird. Bei Ovulationsstörungen, z. B. beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) funktioniert der Zyklus nicht richtig, was die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis reduzieren kann.
  2. Verstopfte Eileiter: Eileiter spielen eine bedeutende Rolle bei der Fortpflanzung, indem sie das Ei von den Eierstöcken in die Gebärmutter transportieren. Verstopfte oder beschädigte Eileiter können es schwierig oder unmöglich machen, dass das Ei in die Gebärmutter gelangt, was die Empfängnis erschwert.
  3. Endometriose: Bei dieser Erkrankung wächst das Gewebe, das die Gebärmutter auskleidet, auch außerhalb der Gebärmutter, was möglicherweise die Fruchtbarkeit beeinträchtigt.
  4. Alter: Die Chancen auf eine erfolgreiche Empfängnis nehmen mit zunehmendem Alter ab, da die Qualität der Eier und die Anzahl der Eierstockfollikel abnimmt.

Ursachen bei Männern

Auch Männer können Schwierigkeiten haben, eine Schwangerschaft herbeizuführen. Die Ursachen können sein:

  1. Niedrige Spermienzahl oder geringe Spermienmotilität: Unfruchtbarkeit bei Männern kann durch eine niedrige Spermienzahl oder eine geringe Spermienmotilität verursacht werden. Wenn die Anzahl der Spermien im Ejakulat zu gering oder die Beweglichkeit der Spermien schlecht ist, können die Spermien die Eizelle nicht befruchten. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Ursachen nicht unbedingt erschöpfend sind und dass es noch viele andere mögliche Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch gibt. In jedem Fall sollten sich Paare mit unerfülltem Kinderwunsch an ihren Arzt wenden, um eine vollständige Diagnose und eine geeignete Behandlung zu erhalten.
  2. Hormonelle Störungen: Männer können auch hormonelle Störungen haben, welche die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen können, Spermien zu produzieren. Dies kann auch die Qualität der Spermien beeinflussen
  3. Varikozele: Dies ist eine Erweiterung der Venen im Hodensack. Sie kann zu einer Überhitzung der Hoden führen, was die Spermienproduktion beeinträchtigt
  4. Externe Faktoren: Häufige Exposition gegenüber Umweltgiften, bestimmten Medikamenten oder starker Strahlung können die Spermienproduktion beeinträchtigen und somit die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen.

Psychologische Faktoren

Auch psychologische Faktoren können einen erheblichen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Stress, Ängste und Depressionen können zu einer Störung des Hormonhaushalts führen und somit die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Sie sollten sich bewusst machen, dass der unerfüllte Kinderwunsch an Ihren Emotionen und Beziehungen zehren kann.

Ein offenes Gespräch mit Ihrem Partner oder einer Person, die Sie unterstützt, kann Ihnen helfen, Ängste und unkontrollierte Emotionen zu bewältigen. Wenn Sie sich damit überfordert fühlen, können Sie professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Eine psychologische Therapie kann Ihnen helfen, die psychischen Barrieren zu überwinden, die Ihre Empfängnis beeinträchtigen.

Medizinische Maßnahmen

Ein wichtiger Schritt ist der Besuch eines Gynäkologen oder Urologen. Hier können umfangreiche Untersuchungen durchgeführt werden, um die Ursache für die Unfruchtbarkeit zu ermitteln. Möglicherweise müssen Hormone eingenommen werden oder es ist eine In-vitro-Fertilisation (IVF) erforderlich. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Verfahren in der Regel mit erheblichen Kosten verbunden sind und keine Garantie für den Erfolg bieten. Sie sollten sich daher immer gut über die Risiken und Kosten informieren und alle Optionen abwägen, bevor Sie sich für eine medizinische Behandlung entscheiden.

Hormonbehandlungen

Wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, können Hormonbehandlungen eine Möglichkeit sein, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Dabei werden Hormone in Form von Tabletten, Spritzen oder Pflastern zugeführt, um den Zyklus zu regulieren oder das Wachstum der Eibläschen anzuregen. Hormonbehandlungen sollten jedoch immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da sie auch mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden sein können. Sie sollten ebenfalls gut informiert sein, da es immer diagnostische Untersuchungen für den Erfolg gibt. Lassen Sie sich darum immer von Ihrem Arzt umfassend beraten, bevor Sie eine Hormonbehandlung beginnen.

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Die In-vitro-Fertilisation ist eine der bekanntesten und meist genutzten Methoden, um den unerfüllten Kinderwunsch zu behandeln. Bei dieser Methode werden Eizellen der Frau mit den Spermien des Mannes im Labor zusammengeführt, um eine Befruchtung zu ermöglichen. Anschließend werden die befruchteten Eizellen in die Gebärmutter der Frau zurückgesetzt.

Eine IVF-Behandlung ist jedoch ein komplexer Prozess und kann auch eine hohe emotionale Belastung darstellen. Sie sollten sich von einem erfahrenen Arzt beraten lassen, um zu entscheiden, ob eine IVF-Behandlung für Sie die beste Option ist. Es kann auch helfen, sich im Vorfeld ausführlich über den Ablauf, die Erfolgsraten und die damit verbundenen Kosten zu informieren.

Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Die ICSI ist ein Verfahren der assistierten Reproduktion, das bei schweren Fruchtbarkeitsproblemen eingesetzt wird. Dabei wird ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle eingespritzt, um eine Befruchtung zu erreichen. Die ICSI eignet sich für Paare mit eingeschränkter Spermienqualität und Spermienzahl, sowie für Paare, bei denen eine normale Befruchtung aus anderen Gründen nicht möglich ist.

Die Erfolgschancen der ICSI hängen von mehreren Faktoren ab, wie der Ursache für die Fruchtbarkeitsprobleme, dem Alter der Frau und der Qualität der Embryonen. Eine ICSI birgt jedoch auch Risiken, wie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Mehrlingsschwangerschaften und genetischen Defekten beim Kind. Vor einer ICSI-Behandlung sollte eine umfassende Beratung durch einen professionellen Reproduktionsmediziner erfolgen.

Weitere Fruchtbarkeitsbehandlungen

Wenn hormonelle Behandlungen, IVF oder ICSI nicht helfen den Kinderwunsch zu erfüllen, gibt es noch andere Fruchtbarkeitsbehandlungen. Eine Möglichkeit ist die Gabe von Gonadotropinen. Diese Hormone stimulieren die Eierstöcke und bringen so den Eisprung wieder in Schwung. Eine weitere Option ist die Verwendung von Spendersamen oder Spender-Eizellen. Hierbei kommt es zu einer Befruchtung im Labor und der befruchtete Embryo wird in die Gebärmutter eingesetzt.

Auch Adoption oder Pflegekinder können eine Möglichkeit sein, wenn der natürliche Weg nicht möglich ist. Es ist wichtig, dass Sie sich von einem Facharzt beraten lassen und gemeinsam entscheiden, welche Fruchtbarkeitsbehandlung für Sie am besten geeignet ist.

 

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Daten angeln für die Wissenschaft: Neues Projekt bindet Segler:innen auf der Ostsee in die Forschung ein

Ozeanforschung unterstützen und dabei mehr über
Meere im Klimawandel lernen: Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für
Ozeanforschung Kiel und der Trans-Ocean – Verein zur Förderung des
Hochseesegelns e.V. laden Segler:innen auf der Ostsee ein, Daten für die
Wissenschaft zu sammeln. Das Projekt „Citizen Science: Sailing for Oxygen“
wird im Rahmen eines Zwischenstopps der Regatta „The Ocean Race“ am 9.
Juni 2023 in Kiel vorgestellt. In diesem Sommer laufen erste
Pilotmessungen. Ab der kommenden Saison bestehen dann umfangreichere
Möglichkeiten für eine Beteiligung.

- Gemeinsame Pressemitteilung von Trans-Ocean – Verein zur Förderung des
Hochseesegelns e.V. und des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung
Kiel -

Wie viel Sauerstoff enthält die Ostsee in verschiedenen Wassertiefen? Wie
verändern sich die Konzentrationen dieses lebensspendenden Gases im Laufe
des Sommers? Um möglichst genaue Antworten auf diese Fragen zu erhalten
und Auswirkungen des Sauerstoffmangels auf das Leben in der Ostsee besser
abschätzen zu können, lädt das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung
Kiel in Partnerschaft mit dem Trans-Ocean – Verein zur Förderung des
Hochseesegelns e.V. Segler:innen zum Datenangeln ein. Das neue gemeinsame
Projekt „Citizen Science: Sailing for Oxygen“ wird für drei Jahre mit rund
150.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
gefördert. Es ist das erste Citizen Science-Projekt, das einer Vielzahl
von Segler:innen die Teilnahme ermöglicht. GEOMAR verantwortet dabei die
technische und wissenschaftliche Konzeption sowie die Datenanbindung und
-auswertung. Trans-Ocean e.V. übernimmt die Aktivierung und Koordination
von Segler:innen und bindet weitere Vereine ein.

Die Beteiligung an der Bürger:innen-Wissenschaft unter Segeln ist
unkompliziert: Registrierte Crews erhalten in ausgewählten Häfen in der
südlichen Ostsee eine einfache Sonde, die Sauerstoff, Salzgehalt,
Temperatur und Messtiefe erfasst. Die Sonde wird bei aufgestoppter Fahrt
oder beiliegend mit einer Hochsee-Angelrute tief ins Wasser gelassen und
über eine App per Mobiltelefon gesteuert. Nach dem Aufholen werden die
gemessenen Daten zusammen mit dem Standort über das Mobiltelefon
verschickt, in Echtzeit im Daten-Portal BELUGA online sichtbar gemacht und
einer Qualitätskontrolle unterzogen. Entsprechend der FAIR-Prinzipien
(Findable, Accessible, Interoperable, Re-usable – Auffindbar, Zugänglich,
Interoperabel, Wiederverwendbar) stehen sie allen Interessierten zur
Verfügung. Forschende des GEOMAR werden sie unter anderem nutzen, um
Zufuhr und Verlust von Sauerstoff abzuschätzen und Risiken für Fische und
andere Lebewesen zu erkennen. Diese Informationen sind auch für ein
angepasstes Fischereimanagement relevant.

„Der Ozean ist in vielerlei Hinsicht wichtig für unser Leben auf diesem
Planeten: Er steuert das globale Klima und versorgt uns mit
Nahrungsmitteln, Materialien, Energie, Transportmitteln und
Erholungsmöglichkeiten. Und dennoch ist er unzureichend beprobt. An vielen
Orten fehlen uns Daten aus direkter Ozeanbeobachtung“, erklärt Dr. Tanhua,
chemischer Ozeanograph am GEOMAR und Leiter von „Citizen Science: Sailing
for Oxygen“. „Mit unserem Projekt sammeln wir wichtige Informationen zum
Zustand der Ostsee – und zwar gemeinsam mit denjenigen, die dieses Revier
kennen und schätzen. Durch die aktive Beteiligung von Segler:innen teilen
wir unser Wissen miteinander, sensibilisieren für Themen des
Meeresschutzes und des Klimawandels und eröffnen der Allgemeinheit
Möglichkeiten, sich in die Wissenschaft einzubringen.“

„Wir Segler:innen sind dem Meer besonders verbunden und erleben auf
unseren Reisen die Veränderungen hautnah. Viele möchten sich für den
Meeres- und Klimaschutz engagieren und wir laden alle ein, das Projekt zu
unterstützen“, sagt Marcus Warnke, Vorsitzender des Trans-Ocean e.V. „Die
Idee, gemeinsam für die Forschung aktiv zu werden, entstand vor gut einem
Jahr, und wir freuen uns, dass wir so schnell mit diesem ersten Projekt
starten können. Als Verein, dessen Mitglieder auf allen Weltmeeren und
auch in extremen Revieren unterwegs sind, und mit unseren 175 Stützpunkten
weltweit, sehen wir viele Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit der
Wissenschaft.“

Mehrere Projekte haben bereits gezeigt, dass kommerzielle und private
Schiffe die Forschung hervorragend unterstützen können. So laufen in
Zusammenarbeit mit dem GEOMAR bereits Messungen zum Kohlendioxid-Gehalt an
Bord von Frachtschiffen. Auch Rennyachten der weltumspannenden Regatta
„The Ocean Race“ sind mit Messeinheiten ausgerüstet, die vom GEOMAR mit
entwickelt wurden. „Unsere Zusammenarbeit mit dem Segelsportler Boris
Herrmann und seinem Team auf der Malizia Seaexplorer hat uns motiviert,
jetzt eine größere Öffentlichkeit einzubinden“, berichtet Dr. Tanhua.
„Deswegen sind wir besonders stolz darauf, den Startschuss für unser neues
Projekt beim Fly-By des Ocean Race in Kiel geben zu können.“

Im gemeinsamen Zelt mit dem Team Malizia und weiteren Partnern im Ocean
Live Park an der Kiellinie stellen GEOMAR und Trans-Ocean e.V. ihr Projekt
vor. Segler:innen können sich dort für die Erprobungsphase und die
breitere Umsetzung in der kommenden Saison anmelden. Den Startschuss für
das Projekt „Citizen Science: Sailing for Oxygen“ geben Dr. Toste Tanhua
und Marcus Warnke beim „Fly-By Panel“ am 9. Juni 2023, 12 bis 13:30 Uhr
Uhr im Conference Center auf dem Veranstaltungsgelände.

Das Projekt „Citizen Science: Sailing for Oxygen” trägt auch zur Dekade
der Meereswissenschaften für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten
Nationen und den Dekaden-Projekten Global Ocean Oxygen Decade (GOOD) und
Ocean Decade Odyssey sowie dem Global Ocean Observing System (GOOS) bei.
Zudem werden die Daten in das Dekaden-Programm Digital Twins of the Ocean
(DITTO) eingespeist.

Hintergrund: Trans-Ocean – Verein zur Förderung des Hochseesegelns e.V.:
Trans-Ocean – Verein zur Förderung des Hochseesegelns e.V. wurde 1968
gegründet, um Teilnahmen an Hochseeregatten zu ermöglichen. Heute
befähigt, motiviert und vernetzt der Verein zudem Blauwasser- und
Langfahrtsegler und unterstützt sie mit fast 200 ehrenamtlichen
Stützpunkten weltweit. Mit rund 4.700 Mitgliedern (Deutschland,
Österreich, Schweiz und international) und mehr als 2.200 Yachten unter
seinem Stander gehört der Verein zu den größten Segelvereinen im
deutschsprachigen Raum. Der jährlich vergebene Trans-Ocean Preis gilt als
einer der national und international renommiertesten Preise für besondere
Leistungen im Hochseesegeln.

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