Große Koalition stark genug um es Finanzwirtschaft aufzunehmen
Wer hätte je gedacht, dass ein demokratischer Staat einmal auf den Wahlspruch eines ausgewiesenen Antidemokraten zurückgreifen sollte? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, mit dieser Maxime hat der sowjetische Führer Lenin alle Kräfte in seinem Riesenreich in Schach gehalten. Das ist freilich nicht uneingeschränkt nachahmenswert, aber im Falle der internationalen Finanzwirtschaft kann ein wenig Lenin offensichtlich nicht schaden. Wenn laut der staatlichen Aufsichtsbehörde Bafin immer mehr deutsche Bankendem Vorwurf ausgesetzt werden, den Markt zu manipulieren, dann ist mindestens Obacht geboten. Vor allem der Branchenprimus Deutsche Bank macht spätestens seit der Kirch-Pleite regelmäßig mit negativen Schlagzeilen Furore. Dass er auch an der Manipulation des Libor beteiligt gewesen ist, des Zinssatzes also, zu dem Banken sich weltweit gegenseitig Geld borgen, wundert schon niemanden mehr.
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Das Jahr 2014 wird nach Einschätzung des Chefs der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, ein weiteres Rekordjahr am Arbeitsmarkt. "Der Beschäftigungsaufbau wird sich auch 2014 fortsetzen. 2014 wird also ein weiteres Rekordjahr mit voraussichtlich über 42 Millionen Erwerbstätigen", sagte Weise der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Qualifizierte Arbeitnehmer müssen deshalb wenig Angst haben, ihren Job zu verlieren", sagte der Chef der Nürnberger Arbeitsverwaltung. Vor allem Langzeitarbeitslose hätten es allerdings trotz des Stellenzuwachses auch künftig schwer, eine neue Arbeit zu finden. "Wir sehen bereits seit längerem, dass Arbeitslose von der guten Beschäftigungsentwicklung nur teilweise profitieren", sagte Weise.
Endlich hat der Elektrokonzern Siemens grünes Licht für weitere ICE-Züge des Typs Velaro D bekommen. Leider hatten die Bahnfahrer im diesjährigen Weihnachtsverkehr davon reichlich wenig haben, denn dafür kam die Erlaubnis zu spät. Dennoch ist die Genehmigung des Eisenbahn-Bundesamtes eine erfreuliche Nachricht, vor allem für Siemens selbst. Die Geschichte des neuen ICE-Typs war längst zur Posse geworden. Eigentlich sollten alle 16 der von der Deutschen Bahn bestellten Züge seit Dezember 2011 im Einsatz sein. Dann verzögerte sich deren Auslieferung immer wieder. Mal waren es die Bremsen, dann die Klimaanlagen, zuletzt machte die Software Probleme. Von einem weltweit führenden Elektrokonzern darf man mehr erwarten.