Fachkräftemangel: Bürokratie schreckt Fachkräfte aus dem Ausland ab
Es ist schon erstaunlich, wie provinziell sich die stärkste Volkswirtschaft der Europäischen Union zuweilen gibt. Deutschland dürfte 2013 wieder den Titel des Vize-Exportweltmeisters nach China errungen haben und schafft es nicht, mehr als 3000 hoch qualifizierte Fachkräfte von Staaten außerhalb der EU anzulocken. Und das in anderthalb Jahren seit Bestehen der "Blue Card", die es Fachleuten aktuell erleichtert, eine Arbeitsgenehmigung in sogenannten Mangelberufen zu bekommen. Die Zahl ist beschämend und sie spricht den Alarmreden vom Fachkräftemangel Hohn. Alle reden von der dringend benötigten Zuwanderung qualifizierter IT-Experten oder Ingenieure, bloß es kommt keiner.
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Die Deutsche Telekom will den Abstand zu Hauptkonkurrent Vodafone weiter ausbauen. "Wir wollen auch in den kommenden Jahren die Marktführerschaft sichern und weiter ausbauen", sagte Niek Jan van Damme, Chef der Deutschland-Sparte des Unternehmens, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Neben eigenem Wachstumspotenzial etwa bei Breitbandanschlüssen setzt die Telekom dabei auch darauf, dass Vodafone erst einmal den 10 Milliarden Euro teuren Zukauf von Kabel Deutschland wird stemmen müssen. "Die Integration von Kabel Deutschland wird ein Kraftakt", sagte van Damme, "immerhin müssen da verschiedene Netze, Standorte und Organisationen zusammengeführt werden." An der geplanten Differenzierung beim Tarifangebot will van Damme festhalten. "Es wird weiterhin, wie versprochen, Flatrates geben", sagte er.
"Der deutsche Außenhandel wird sich 2014 aus der aktuellen Stagnation herausarbeiten können. Die deutschen Exporte werden um bis zu drei Prozent wachsen und ein neues Allzeithoch von 1142 Milliarden Euro erreichen. Mit 224 Milliarden Euro wird auch ein neuer Rekordüberschuss im Außenhandel verzeichnet, da die Importe voraussichtlich nur um ein Prozent auf 918 Milliarden Euro zulegen werden. Damit werden wir auch unseren Anteil am Welthandel von ca. 7,5 Prozent annähernd verteidigen können. Die Überschüsse werden zunehmend im außereuropäischen Ausland erzielt und gehen damit nicht zu Lasten unserer europäischen Handelspartner - im Gegenteil, wir sind die Exportlokomotive, von der auch die Zulieferer aus der ganzen EU profitieren." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), in Berlin zur aktuellen Jahresprognose des BGA für den deutschen Außenhandel.