Auch bei LBBW Aktiengeschäfte zu Lasten der Steuerzahler
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) soll eine Gesetzeslücke genutzt haben, um Millionengeschäfte mit Aktien zu Lasten des Fiskus zu machen. Nach aktuellen Recherchen der "Stuttgarter Zeitung" und des Südwestrundfunks (SWR) könnte der Staat dadurch um mehr als 100 Millionen Euro geschädigt worden sein. Bei den komplizierten "Cum-Ex-Geschäften" rund um die Dividendenstichtage von Aktien, die auch von anderen Banken getätigt wurden, soll die auf die Erträge entrichtete Kapitalertragsteuer doppelt oder sogar mehrfach zurückerstattet worden sein, berichtet die Zeitung.
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Anlässlich des bevorstehenden EU-Gipfels warnt der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, vor zu viel Optimismus. "Die Krise ist auf gar keinen Fall schon beendet", sagte Horn im Interview mit der Tageszeitung "neues deutschland". Zwar geht das IMK für die Eurozone aktuell von einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent nächstes Jahr aus. Doch liege dies lediglich daran, dass Krisenländer wie Portugal und Spanien "in ihrer Talfahrt unten angekommen sind." Diese Länder seien aber viel ärmer geworden und hätten eine "extrem hohe Arbeitslosigkeit" erreicht. Auch die wirtschaftliche Lage in Irland, das letzten Sonntag den Eurorettungsschirm verlassen hat, schätzt Horn als "noch sehr schlecht" ein. Zudem werde in Griechenland "der Schrumpfungsprozess weiter gehen", da dort die Austeritätspolitik fortgesetzt wird.
Als Teil einer umfangreicheren Strategie wertet Bernd Lucke, Sprecher der Alternative für Deutschland, den aktuellen Entschluss des EU-Wettbewerbskommissars Joaquin Almunia, wegen der Ökostrom-Rabatte für deutsche Unternehmenein Untersuchungsverfahren gegen Deutschland einzuleiten. "Letztlich geht es darum, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu schwächen, um die wirtschaftliche Situation der übrigen EU-Staaten zu verbessern. "In dieses Muster fiele beispielsweise auch die massive Kritik an den deutschen Leistungsbilanzüberschüssen, ohne dass dabei berücksichtigt würde, dass diese mit einem enormen Kapitalabfluss aus Deutschland erkauft werden. Auch die jüngste Attacke des Luxemburger Außenministers Jean Asselborn auf die Bundesrepublik ordnet Lucke hier ein. Diese Haltung zeuge jedoch von ökonomischer Blindheit, so Lucke. Den wirtschaftlich Starken zu schwächen, nutze keinesfalls dem wirtschaftlich Schwachen, das Gegenteil ist der Fall.