Amazon: Streit mit Verdi spitzt sich zu
Während sich die Online-Handelsbranche auf das umsatzstarke Shoppingevent Black Friday am 29. November freut, plant die Gewerkschaft Verdi den bisher größten Ausstand. Dies berichtet die Lebensmittel Zeitung. "Wir werden es richtig krachen lassen", heißt es dazu in Kreisen der Gewerkschaft, die den US-Konzern seit Monaten dazu bringen will, seine Belegschaft an den insgesamt neun deutschen Logistikstandorten nach dem Tarifvertrag für den Versand- und Einzelhandel zu bezahlen. Seit dem 9. April gab es in Bad Hersfeld und Leipzig bisher insgesamt 14 Streiktage. Der nächste Ausstand dürfte der bisher längste werden. Amazon zelebriert den in den USA traditionellen Vorweihnachts-Schnäppchenmarathon vom 23. bis 30.11. eine gesamte Woche lang. Diesen Zeitraum will Verdi nutzen, um den Druck zu erhöhen.
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Die Deutsche Bahn hatte Ende 2012 im Rahmen des sogenannten Schienenkartells Klage gegen ThyssenKrupp sowie weitere am Kartell beteiligte Unternehmen erhoben. In diesem Zusammenhang wurden mit der Deutsche Bahn seit geraumer Zeit Gespräche über Schadenersatz und eine vergleichsweise Einigung geführt. Die Verhandlungen sind abgeschlossen: ThyssenKrupp und die Deutsche Bahn haben sich Mitte November grundsätzlich geeinigt. Der Vergleich steht auf beiden Seiten unter dem Vorbehalt der zuständigen Gremien, beziehungsweise Fördermittelgeber. Bis zum Inkrafttreten der Vereinbarung können somit noch einige Wochen vergehen. Details der Einigung unterliegen der Vertraulichkeit.
Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), wirft den Verhandlungspartner für eine Große Koalition in Berlin vor, ihnen fehle ''jeder Ansatz für eine gestaltende Wirtschaftspolitik'', sagte Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), am Dienstag dem WESTFALEN-BLATT. Ein flächendeckender und branchenübergreifender Mindeststundenlohn von 8,50 Euro könne dazu führen, dass einfache Arbeitsplätze wegrationalisiert würden. Er werde darüber hinaus auch im Handwerk Arbeitnehmer in eine Selbstständigkeit treiben, in der sie sich selbst ausbeuteten. Schließlich gelte für Selbstständige kein Mindeststundenlohn, sagte Schwannecke in dem Interview. Er befürchtet als Folge der Koalitionsverhandlungen ''steigende Belastungen, weniger Flexibilität und Hypotheken auf die Zukunft''. Negative Auswirkungen befürchtet Schwannecke auch bei einer Einschränkung der Zeitarbeit. Das Handwerk brauche die Flexibilität für Zeiten, in denen besonders viele Aufträge eingingen. 40 Prozent der Leiharbeiter fänden im Übrigen auf diese Weise einen festen Arbeitsplatz, erklärte der ZDH-Sprecher.