Bundestag bei Entscheidung über Irak-Einsatz beteiligen
Die Pläne der Bundesregierung, sich an einer Ausbildungsmission für die kurdischen Streitkräfte im Irak zu beteiligen und dafür Bundeswehrausbilder nach Erbil zu entsenden, hat eine Debatte darüber ausgelöst, ob ein solcher Einsatz ohne Mandat des Bundestages möglich wäre. Das Auswärtige Amt bestätigte am Donnerstag indirekt einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zu den Einsatzvorbereitungen. In dem Bericht hieße es auch, die Regierung plane, die Mission so zu konzipieren, dass kein Bundestagmandat dafür notwendig wird, etwa indem die entsandten Soldaten ihre Waffen nur zum Selbstschutz einsetzen dürften.
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Nach der aktuellen Empfehlung der Thüringer SPD-Spitze für Verhandlungen über eine rot-rotgrüne Koalition plädiert der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) für Gelassenheit. Es habe auf Landesebene bereits mehrere rot-rote Bündnisse gegeben, ohne dass das Abendland untergegangen sei, sagte Thierse am Dienstag dem RBB-Inforadio. Die heutige Linkspartei sei nicht identisch mit der ehemaligen SED, was man insbesondere an dem Kandidaten der Linken für das Amt des Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow, sehen könne: "Das ist ein Westdeutscher, ein Gewerkschafter, ein Protestant, der also nicht das genaue Bild des ehemaligen SED-Funktionärs darstellt".